QM-Systeme im Krankenhaus
Ein praxisorientierter Vergleich von EFQM, KTQ und DIN EN ISO
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marcus Bornhöft
- Abgabedatum: Juni 2004
- Umfang: 172 Seiten
- Dateigröße: 743,9 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Flensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8334-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8334-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8334-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bornhöft, Marcus Juni 2004: QM-Systeme im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Qualitätsmanagement, Krankenhaus, KTQ, EFQM, DIN EN ISO
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Diplomarbeit von Marcus Bornhöft
Einleitung:
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem praxisorientierten Vergleich dreier Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme) im Krankenhaus. Die Auswahl betrifft die in Deutschland gängigsten QM-Systeme EFQM, KTQ und DIN EN ISO 9001:2000.
In den Kapiteln 5.1 und 5.2 werden die QM-Systeme anhand des Aufwands und des Nutzens dargestellt.
Unterstützt durch einen Vergleich bezüglich:
- Kosten-Effektivitäts-Analyse.
- Kosten-Nutzwert-Analyse.
- Kosten-Nutzen-Analyse.
wird ein Aufschluss über die Einsetzbarkeit des QM-Systems im Krankenhaus gegeben.
Der praxisorientierte Vergleich der drei QM-Systeme soll verdeutlichen, welches das beste Verhältnis bezüglich Aufwand und Nutzen für das Krankenhaus darstellt. Welches ist das beste QM-System?
Ein theoretisches Modell zur Bewertung von QM-Systemen:
Im folgenden Abschnitt werden drei Verfahren beschrieben, die ein theoretisches Modell zur Bewertung von QM-Systemen darstellen sollen.
Dabei wird der Frage nach Höhe der Investition (Aufwand) und des Ertrages nachgegangen.
Input-Output-Relation:
Um die Eignung eines Qualitätsmanagementsystems für ein Krankenhaus zu beurteilen, bieten sich drei verschiedene grundlegende ökonomische Konzepte an:
- Kosten-Effektivitäts-Analyse.
- Kosten-Nutzwert-Analyse.
- Kosten-Nutzen-Analyse.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VII | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IX | |
| TABELLENVERZEICHNIS | X | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Ein theoretisches Modell zur Bewertung von QM-Systemen | 1 |
| 1.1.1 | Kosten-Effektivitäts-Analyse | 2 |
| 1.1.2 | Kosten-Nutzwert-Analyse | 3 |
| 1.1.3 | Kosten-Nutzen-Analyse | 4 |
| 2. | QUALITÄTSMANAGEMENT IM KRANKENHAUS | 8 |
| 2.1 | Frühformen des Qualitätsmanagements im Krankenhaus | 8 |
| 2.2 | Außerdeutsche Entwicklungslinien und Einflüsse | 9 |
| 2.2.1 | Wurzeln der DIN EN ISO 9001:2000 | 9 |
| 2.2.2 | Wurzeln der EFQM | 10 |
| 2.2.3 | Wurzeln der KTQ | 11 |
| 2.3 | Entwicklung der gesetzlichen Anforderungen | 12 |
| 2.4 | Entwicklung der QM-Bewegung im Krankenhaus seit der Einführung der Verpflichtung zur Einführung von QM im SGB V 1999 | 15 |
| 3. | GRUNDLAGEN QUALITÄTSMANAGEMENT | 18 |
| 3.1 | Definition Qualität | 18 |
| 3.2 | Management | 20 |
| 3.3 | Qualitätsmanagement | 21 |
| 3.4 | Qualitätsmanagementsystem | 23 |
| 4. | QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEME | 25 |
| 4.1 | KTQ | 25 |
| 4.1.1 | Entwicklung | 25 |
| 4.1.2 | Aufbau des Modells | 26 |
| 4.1.3 | Bewertung der Erfüllung der Anforderungen (PDCA-Zyklus) | 28 |
| 4.1.4 | Bewertungsverfahren (Visitation) | 32 |
| 4.2 | EFQM | 35 |
| 4.2.1 | Herkunft | 35 |
| 4.2.2 | Aufbau des Modells (Excellence Modell) | 36 |
| 4.2.3 | Bewertungslogik (RADAR-Matrix) | 37 |
| 4.2.4 | Bewertungsverfahren (Assessment) | 39 |
| 4.3 | DIN EN ISO 9001 | 44 |
| 4.3.1 | Herkunft | 44 |
| 4.3.2 | Aufbau des Modells | 44 |
| 4.3.3 | Bewertung der Erfüllung der Anforderungen (Abweichungen) | 47 |
| 4.3.4 | Bewertungsverfahren (Audit) | 50 |
| 4.4 | Qualitätsmanagementsysteme - Allgemeiner Vergleich | 53 |
| 5. | VERGLEICHSPARAMETER DER PRAKTISCHEN NUTZUNG DER QM-SYSTEME | 54 |
| 5.1 | Aufwand | 54 |
| 5.1.1 | Aufwand beim Aufbau des QM-Systems | 54 |
| 5.1.2 | Aufwand der Zertifizierung/Auszeichnung | 58 |
| 5.1.2.1 | KTQ Zertifizierung | 58 |
| 5.1.2.2 | EFQM | 63 |
| 5.1.2.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 67 |
| 5.1.3 | Aufwand der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des QM-Systems bezüglich der erneuten Zertifizierung bzw. Auszeichnung | 70 |
| 5.1.4 | Anforderungen, Inhalte und Kosten der Qualifizierung | 73 |
| 5.1.4.1 | KTQ | 73 |
| 5.1.4.2 | EFQM | 76 |
| 5.1.4.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 81 |
| 5.1.5 | Kosten der Zertifizierung/Auszeichnung | 85 |
| 5.1.5.1 | KTQ | 85 |
| 5.1.5.2 | EFQM | 89 |
| 5.1.5.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 94 |
| 5.2 | Nutzen | 98 |
| 5.2.1 | Wahrscheinlichkeit des Scheiterns | 98 |
| 5.2.1.1 | KTQ | 98 |
| 5.2.1.2 | EFQM | 101 |
| 5.2.1.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 105 |
| 5.2.2 | Nutzung des QM-Systems zur Steuerung des Krankenhauses | 106 |
| 5.2.2.1 | KTQ | 106 |
| 5.2.2.2 | EFQM | 109 |
| 5.2.2.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 111 |
| 5.2.3 | Erfüllung gesetzlicher Anforderungen | 113 |
| 5.2.4 | Wettbewerbsposition (Krankenkassen) | 117 |
| 5.2.5 | Marketing (Patienten) | 120 |
| 5.2.6 | Motivation (Mitarbeiter) | 125 |
| 5.2.7 | Förderung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität | 128 |
| 5.2.7.1 | KTQ | 131 |
| 5.2.7.2 | EFQM | 132 |
| 5.2.7.3 | DIN EN ISO 9001:2000 | 133 |
| 5.3 | Qualitätsmanagementsysteme - Vergleich von Aufwand und Nutzen | 135 |
| 6. | EINSCHÄTZUNG DER WEITEREN ENTWICKLUNG | 138 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 142 | |
| ANHANG | 146 |
73 den auf der Station xy pro Quartal als Messgröße herangezogen werden. Die Anzahl der Beschwerden sollte < 20 sein. III. Wird das Ziel nicht erreicht, müssen die QM-Maßnahmen bzgl. der Qualitätsziele erweitert und überarbeitet werden. Zusätzlich kann z. B. die Steigerung der Patientenzufriedenheit bzgl. der medizinischen Leistung als Messgröße verwendet werden. Als Kennzahl bietet sich die Frage „Würden Sie uns weiterempfehlen?“ an. Die Krankenhausleitung strebt eine Vorgabe von 95%iger Zufriedenheit an. Durch die Ergebnisse könnte aufgeklärt werden, warum die Patienten das Krankenhaus nicht weiterempfehlen würden, warum sie unzufrieden sind und damit könnten auch die verfehlte Reduktion der Beschwerdeanzahl erklärt werden. IV. Ständige Information und Weiterbildung der Mitarbeiter sollten durch das Krankenhaus gegeben sein. Die Mitarbeiter sollten weitergebildet werden, z. B. durch Teilnahme an externen Schulungen, wie EDV-Kurse oder Assessment-Trainings der EFQM. So sind die Mitarbeiter an dem QM-Prozess beteiligt und die Motivation könnte gesteigert werden. Der Aufwand der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung ist bei einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 am größten. Durch die hohen Anforderungen an das QM-System ist der Aufwand dementsprechend größer als bei KTQ oder EFQM. Dadurch, dass keine Abweichung im QM-System erlaubt ist, muss eine ständige Aufrechterhaltung bzw. Weiterentwicklung des Systems erfolgen. Der Aufwand bei KTQ und EFQM ist in etwa gleich, da beide eine ähnliche Struktur besitzen. Die bereits geschriebenen Berichte müssen überarbeitet werden, d. h. dass eine Struktur vorhanden ist, die gepflegt werden muss. Der EFQM-Bericht kann von den vier Gruppen erneut überarbeitet werden, so dass nicht wesentlich mehr Mitarbeiter notwendig sind. [...]
72 Nachdem das Zertifikat bzw. die Auszeichnung abgelaufen ist, kann sich das Krankenhaus erneut bewerben. Bei KTQ und EFQM durchleben die Krankenhäuser genau das gleiche Prozedere wie bei der ersten Zertifizierung bzw. Bewerbung um einen der Levels of Excellence. Der Aufwand des Krankenhauses wird durch die bereits vorhandene Erfahrung geringer sein, da der Ablauf bekannt ist. Zwar müssen KTQ und EFQM einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess implementieren, aber einzig DIN EN ISO 9001:2000 wird jährlich von externer Stelle überprüft. Bei DIN EN ISO 9001:2000 bedeutet das, dass bis zur erneuten Zertifikatsvergabe zwischen drei Phasen unterschieden wird: 1. Überwachungsaudit im zweiten Jahr 2. Überwachungsaudit im dritten Jahr Wiederholungsaudit nach dem dritten Jahr Die drei Auditformen sind bereits in Abschnitt 4.3.4 näher beschrieben worden. Die beiden Überwachungsaudits sind ein wesentlicher Vorteil gegenüber den anderen beiden QM-Systemen, weil an dem QM-System weiter gearbeitet werden muss, um weitere Nachweise erbringen zu können. Denn um erfolgreich neu zertifiziert zu werden, müssen die oben genannten Audits durchgeführt werden. Ein möglicher Maßnahmenplan bei einer kontinuierlichen Verbesserung nach DIN EN ISO 9001:2000 könnte folgendermaßen aussehen: I. Die Sicherung vorhandener QM-Maßnahmen ist beispielsweise die Pflege des QM-Handbuches. Das Handbuch muss weiterentwickelt, die Dokumente ständig gelenkt werden usw. II. Die Festlegung neuer bzw. erweiterter Qualitätsziele durch die Krankenhausleitung müssen weiter verfolgt und neue Qualitätsziele aufgestellt werden. Ein festgesetztes Qualitätsziel wäre beispielsweise, wenn die Krankenhausleitung entschieden hat, dass eine Steigerung der Zufriedenheit der Patienten in Bezug auf den Service erreicht werden soll. Als Kennzahl könnte die Anzahl von Beschwer- [...]
71 Krankenhaus orientieren kann. Für das Krankenhaus entstehen zusätzlich Kosten für Zertifizierungsstelle, Bewerbung, Gebühren usw. 5.1.3 Aufwand der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des QM-Systems bezüglich der erneuten Zertifizierung bzw. Auszeichnung Alle drei QM-Systeme müssen einen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) nachweisen. Durch den KVP besteht die Möglichkeit, das QM-System Aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Ein weiterer wichtiger Punkt der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des QMSystems ist das Formulieren von Projekten. Das bedeutet, dass einzelne Projekte ins Leben gerufen werden müssen, um den kontinuierlichen Prozess voran zu treiben. In Abschnitt 5.2.2. wird näher auf Projekte eingegangen, die durch identifizierte Verbesserungspotenziale gestartet werden. Diese Verbesserungspotenziale können dazu genutzt werden, zusätzliche Punkte bei der späteren Bewertung zu erhalten. Die Krankenhausleitung muss entscheiden, welche Verbesserungspotenziale die wichtigeren sind. Dazu werden in Abschnitt 5.2.2 Beispiele für eine Priorisierung der Verbesserungspotenziale dargestellt, wie die Entscheidung für die Krankenhausleitung vereinfacht werden kann. Eine Zertifizierung/Auszeichnung hat lediglich eine begrenzte Nutzungsdauer: [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832483340
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Qualitätsmanagement, Krankenhaus, KTQ, EFQM, DIN EN ISO



