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Public Relations in mittelständischen Unternehmen

Public Relations in mittelständischen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Silke Balsys
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 167 Seiten
  • Dateigröße: 773,7 KB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7086-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7086-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7086-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Balsys, Silke November 2001: Public Relations in mittelständischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mittelstand, KMU, Kommunikation, PR, Öffentlichkeitsarbeit

Magisterarbeit von Silke Balsys

Zusammenfassung:

Grundlage dieser Arbeit ist die Annahme, dass Public Relations in mittelständischen Unternehmen sich grundsätzlich von der Public Relations unterscheidet, die in Großunternehmen betrieben wird. Innerhalb dieser Arbeit wird erörtert, worin diese Unterschiede bestehen und welche Konsequenzen daraus für die Kommunikationspraxis in mittelständischen Unternehmen erwachsen.

Nachdem zunächst die Definition von Public Relations begründet und die Funktionen von Public Relations für ein Unternehmen dargelegt werden, wird auf die Besonderheiten der mittelständischen Unternehmen eingegangen (Organisationsstruktur, Stellung des Unternehmer, Unternehmenskommunikation). Anschließend wird untersucht wie sich diese Spezifika auf die Public Relations des Mittelstandes auswirken. Belege für Vermutungen werden anhand empirischer Untersuchungen erbracht. Aus diesen Erkenntnissen heraus werden Handlungsempfehlungen formuliert, die sich an die Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen richten.

Abschließend werden die Thesen und Handlungsempfehlungen an einem Fallbeispiel exemplarisch dargestellt: für ein mittelständisches Unternehmen wird eine Analyse der Unternehmenskommunikation erstellt. In diesem Rahmen wird auch eine telefonische Anwohnerbefragung zum Image des Unternehmens durchgeführt. Anschließend werden angelehnt an das im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Schema Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Public Relations im Unternehmen 3
2.1 Public Relations-Theorien 3
2.2 Die Theorie der Unternehmenskommunikation von Ansgar Zerfaß 5
2.2.1 Der Begriff „Unternehmenskommunikation“ 5
2.2.2 Systematisierung der Unternehmenskommunikation 6
2.2.2.1 Interne Kommunikation 6
2.2.2.2 Marktkommunikation 7
2.2.2.3 Public Relations 8
2.2.3 Zerfaß Public Relations-Begriff 9
2.3 Das Konzept des Unternehmensimages von Günther Haedrich 11
2.3.1 Zum Imagebegriff 11
2.3.2 Unternehmensimage und Markenimage 11
2.3.3 Die Sub-Images des Unternehmens 12
2.3.4 Kein positives Image ohne Substanz 13
2.3.5 Imagetransfer 14
2.3.6 Funktionen von Images 15
2.3.6.1 Image und Vertrauen 16
2.3.7 Exkurs: Corporate Identity 18
2.3.7.1 Definition und Elemente von Corporate Identity 18
2.3.7.2 Funktionen von Corporate Identity 20
2.3.7.3 Corporate Identity und Image 20
2.4 Eine Arbeitsdefinition von „Public Relations“ 21
2.4.1 Interne Public Relations 22
2.4.2 Marketing-Public Relations 23
2.4.2.1 Product Publicity 25
2.4.2.2 Definition von Marketing-PR 26
2.4.3 Public Relations i.e.S. 27
2.4.4 Zusammenfassung 28
2.5 Funktionen von PR im Unternehmen 29
2.5.1 Die vier Primärfunktionen von PR nach Bentele 30
2.5.1.1 Die Informationsfunktion 31
2.5.1.2 Die Beobachtungsfunktion 31
2.5.1.3 Die Kommunikationsfunktion 31
2.5.1.4 Die Persuasionsfunktion 32
2.5.2 Sekundäre Funktionen von PR im Unternehmen 32
2.5.2.1 Funktionen interner Public Relations 33
2.5.2.2 Funktionen von Marketing-PR 35
2.5.2.3 Funktionen von PR i.e.S. 36
3. Das mittelständische Unternehmen 40
3.1 Definition „mittelständisches Unternehmen“ 40
3.1.1 Quantitative Abgrenzungen 40
3.1.2 Qualitative Merkmale 42
3.1.3 Arbeitsdefinition „mittelständische Unternehmen“ 43
3.2 Charakteristika mittelständischer Unternehmen 44
3.2.1 Begrenzte Betriebsgröße 44
3.2.1.1 Geringe Spezialisierung 45
3.2.1.2 Große Überschaubarkeit und persönliche Beziehungen 45
3.2.1.3 Schwache Stellung auf den Faktormärkten 45
3.2.1.3.1 Schwache Stellung auf dem Kapitalmarkt 45
3.2.1.3.2 Schwache Stellung auf dem Personalmarkt 46
3.2.1.3.3 Schwache Stellung auf dem Beschaffungsmarkt 47
3.2.1.4 Schwache Stellung auf dem Absatzmarkt 47
3.2.2 Zentrale Stellung des Unternehmers 48
3.2.2.1 Aufgabenhäufung beim Unternehmer 48
3.2.2.2 Keine Austauschbarkeit der Führung 49
3.2.2.3 Hohe Flexibilität 50
3.2.2.4 Direkter Kontakt zu den Mitarbeitern 51
3.2.2.5 Direkter Kontakt zu den Kunden 51
3.3 Zusammenfassung 52
4. PR im mittelständischen Unternehmen 53
4.1 Vorbemerkungen 53
4.1.1 Methodisches Vorgehen 53
4.1.2 Empirisches Material 53
4.1.2.1 Gerhard Laube: Betriebsgrößenspezifische Aspekteder Public Relations 53
4.1.2.2 P.U.N.K.T. PR: Public Relations im Mittelstand 55
4.1.2.3 Eigene Befragung 55
4.1.3 Literatur 55
4.2 Public Relations und die mittelständische Organisationsstruktur 57
4.2.1 Funktionshäufung beim Unternehmer 57
4.2.2 Entscheidungsmacht beim Unternehmer 58
4.2.3 Fehlen von PR-Spezialisten 59
4.2.4 Mangelnde strategische Planung 60
4.3 Interne PR im Mittelstand 62
4.3.1 Persönliche und direkte Information 63
4.3.2 Persönliche und direkte Kommunikation 64
4.3.3 Die Persönlichkeit des Unternehmers 65
4.3.3.1 Einstellung zur internen PR 65
4.3.3.2 Führungsstil 65
4.3.3.3 Kommunikative Fähigkeiten 66
4.3.4 Die Kritikfunktion interner PR 66
4.3.5 Internes Image und Mittelstand 67
4.3.6 Zusammenfassung interne PR 67
4.4 Marketing-PR im Mittelstand 69
4.4.1 Einfluss des Unternehmers 69
4.4.2 Finanzielle Restriktionen 69
4.4.2.1 Starke Absatzorientierung 69
4.4.2.2 Product Publicity als Ersatz für Werbung 71
4.4.2.3 Kunden als Hauptzielgruppe 71
4.4.2.4 Product Publicity und strategische Planung 72
4.4.3 Abhängigkeit vom Produkt 72
4.4.4 Persönliche Kundenbeziehungen 73
4.4.5 Die mittelständische Medienarbeit 74
4.4.6 Markt-Image und Mittelstand 74
4.4.7 Beobachtungsfunktion der Marketing-PR 75
4.4.7.1 Wenig systematische Marktforschung 75
4.4.7.2 Fehlende Pressebeobachtung 75
4.4.8 Zusammenfassung Marketing-PR 76
4.5 Public Relations i.e.S. im Mittelstand 77
4.5.1 PR i.e.S. und der Unternehmer 77
4.5.1.1 Funktionshäufung beim Unternehmer 77
4.5.1.2 Entscheidungsmacht des Unternehmers 77
4.5.1.3 Kommunikative Intuition des Unternehmers 78
4.5.2 PR i.e.S. und die begrenzte Betriebsgröße 78
4.5.2.1 Persönliche Beziehungen 79
4.5.2.2 Weniger öffentliche Aufmerksamkeit 79
4.5.2.3 Geringere Krisenanfälligkeit 81
4.5.3 Maßnahmen und Ziele der PR i.e.S. 81
4.5.3.1 Imagewerbung und dialogische Kommunikation 81
4.5.3.2 Der Mittelstand und das Internet 83
4.5.4 Das Gesellschafts-Image im Mittelstand 84
4.5.5 Zusammenfassung PR i.e.S. 84
4.6 Zusammenfassung 85
4.6.1 Auswirkung der Organisationsstruktur auf PR 85
4.6.2 Auswirkungen der begrenzten Betriebsgröße auf PR 85
5. Empfehlungen für PR im Mittelstand 87
5.1 Quantität der Public Relations im Mittelstand 87
5.1.1 Bedarf an interner Public Relations 88
5.1.1.1 Funktionen der internen PR 88
5.1.1.2 Besonderheiten interner PR im Mittelstand 88
5.1.1.3 Das Minimum an interner PR 89
5.1.1.4 Der problemorientierte Einsatz von interner PR 90
5.1.2 Bedarf an Marketing-PR 91
5.1.2.1 Funktionen von Marketing-PR 91
5.1.2.2 Besonderheiten von Marketing-PR im Mittelstand 92
5.1.2.3 Das Minimum an Marketing-PR 92
5.1.2.4 Der problemorientierte Einsatz von Marketing-PR 93
5.1.3 Bedarf an PR i.e.S. 94
5.1.3.1 Funktionen von PR i.e.S. 94
5.1.3.2 Besonderheiten von PR i.e.S. im Mittelstand 95
5.1.3.3 Das Minimum an PR i.e.S. 95
5.1.3.4 Der problemorientierte Einsatz von PR i.e.S. 96
5.1.4 Problemorientierte PR und Image 96
5.2 Qualität der Public Relations im Mittelstand 98
5.2.1 Vor- und Nachteile erkennen und nutzen 98
5.2.1.1 Zentrale Stellung des Unternehmers 98
5.2.1.2 Persönliche Kommunikation nutzen 99
5.2.2 Konsistenz der Unternehmenskommunikation 99
5.2.2.1 Imagetransfer 99
5.2.2.2 Kein Image ohne Substanz 100
5.2.2.3 Vertrauen durch Konsistenz 100
5.2.2.4 Corporate Identity 100
5.2.2.5 Integrierte Unternehmenskommunikation 101
5.2.3 Zusammenfassung 102
6. Fallstudie 103
6.1 Ablauf der Fallstudie 103
6.1.1 Die Leitfadeninterviews 103
6.1.2 Die Anwohnerbefragung 104
6.1.2.1 Die Gemeinde Wain 104
6.1.2.2 Der Ablauf der Anwohnerbefragung 104
6.1.2.3 Der Fragebogen 104
6.1.2.4 Ergebnisse der Anwohnerbefragung 106
6.1.3 Die Materialien 107
6.2 Analyse 108
6.2.1 Das Unternehmen 108
6.2.1.1 Produkte und Kundenstruktur 108
6.2.1.2 Mitarbeiter und Anwohner 109
6.2.1.3 Lieferanten 109
6.2.2 Die Unternehmenskommunikation 109
6.3 Das Unternehmen Häwa - typisch Mittelstand? 111
6.3.1 PR und die mittelständische Organisationsstruktur von Häwa 111
6.3.2 Interne PR bei Häwa 112
6.3.3 Marketing-PR bei Häwa 113
6.3.4 PR i.e.S. bei Häwa 114
6.3.5 Fazit 115
6.4 Empfehlungen für PR bei Häwa 116
6.4.1 Minimum an PR bei Häwa 116
6.4.1.1 Minimum an interner PR bei Häwa 116
6.4.1.2 Minimum an Marketing-PR bei Häwa 116
6.4.1.3 Minimum an PR i.e.S. 117
6.4.2 Problemorientierte PR bei Häwa 117
6.4.2.1 Konfliktfelder „Produkte“ 117
6.4.2.2 Konfliktfelder „Herstellung“ 118
6.4.2.3 Konfliktfeld „Geschäftsleitung“ 119
6.4.3 Empfehlungen zur Qualität der PR bei Häwa 120
6.5 Fazit Fallstudie 120
7. Fazit 121
Anhang A: Umfrage zu Public Relations in mittelständischen Unternehmen 122
1. Durchführung der Umfrage 122
2. Der Fragebogen 123
3. Auswertung und Ergebnisse 127
3.1 Häufigkeitsverteilung 127
Anhang B: Materialien 130
Literatur 153

Automatisiert erstellter Textauszug:

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Optionalität der internen Public Relations als Hauptunterschied zum Großunternehmen heraus kristallisiert. Während im Großunternehmen die schriftlich festgehaltene Firmenphilosophie, die oft durch „Spielregeln“ ergänzt werden, eine Mitarbeiterzeitung, Informationen über das firmeneigene Intranet, Entwicklungsprogramme für Mitarbeiter sowie Mitarbeiter, die nur für die interne PR zuständig sind, zum Standard gehören, so kann man sich im mittelständischen Unternehmen für die Durchführung systematischer interner PR entscheiden - oder dagegen239. Diesen Unterschied kann man damit erklären, dass im Großunternehmen allein wegen der Unübersichtlichkeit ein Zwang zur internen Public Relations besteht. Im mittelständischen Betrieb dagegen können Informationen auch über persönliche Kontakte verbreitet werden. Interne Public Relations wird deshalb vom Mittelstand nicht als zwingende Notwendigkeit, sondern als freiwillige Option gesehen. [...]

Nachdem soeben gezeigt werden konnte, dass die interne Public Relations wesentlich vom Geschäftsführer abhängt, folgt nun eine kurze Analyse der Einflussfaktoren auf das interne Unternehmensimage. Haedrich nennt außer der Kommunikation noch vier weitere imagebildende Faktoren: Entlohnung, Sozialleistungen, Personalführung und Arbeitsplatzsicherheit.238 Hier wird deutlich, dass der Unternehmer Qualität und Quantität dieser Faktoren festlegt oder zumindest maßgeblich mitbestimmt. Er entscheidet über die Entlohnung der Angestellten, er legt außertarifliche Sozialleistungen fest, sein Kommunikationsstil prägt die Personalführung wesentlich mit, er entscheidet, ob Entlassungen vorgenommen werden oder Kurzarbeit angemeldet wird. Was entsteht, ist ein Arbeitgeber-Image, wobei im Falle der mittelständischen Unternehmen mit „Arbeitgeber“ wirklich die Person des Geschäftsführers gemeint ist, der somit den größten Einfluss auf sein eigenes Image hat. [...]

Public Relations in mittelständischen Unternehmen bei dem nur der Geschäftsführer allein die Entscheidungen trifft, in mittelständischen Unternehmen tatsächlich weit verbreitet ist, muss angenommen werden, dass er sich negativ auf die interne Kommunikation auswirkt, da eine dialogorientierte Kommunikation in diesem Rahmen nur bedingt möglich ist. Bezüglich des Führungsstils lassen sich aber auch nicht alle Unternehmen in einen Topf werfen. Zum Beispiel gibt es eine Gruppe mittelständischer Unternehmen, die auf einen teamorientierten Führungsstil setzt. Mast erwartet, dass von diesen Unternehmen neue Impulse für die interne Public Relations aller mittelständischer Unternehmen ausgehen: „Innovative Start-up-Firmen machen es vor, wie eine dynamische und offene Unternehmenskultur, unterstützt durch entsprechende Anreiz- und Beschäftigungssysteme, zu unerwarteten Geschäftserfolgen führen kann.“236 [...]

Arbeit zitieren:
Balsys, Silke November 2001: Public Relations in mittelständischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mittelstand, KMU, Kommunikation, PR, Öffentlichkeitsarbeit

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