Public Relations-Erfolgskontrollen - Zur Meßbarkeit der Öffentlichkeitsarbeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Norbert Fesser
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 690,1 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2250-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2250-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2250-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fesser, Norbert Januar 2000: Public Relations-Erfolgskontrollen - Zur Meßbarkeit der Öffentlichkeitsarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kontrolle, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Erfolgskontrolle, PR
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Diplomarbeit von Norbert Fesser
Einleitung:
Public Relations gewinnt vor dem Hintergrund wachsender Umweltprobleme als mögliche negative Folgen der Betriebstätigkeit und Arbeitslosigkeit im wachsenden Medienzeitalter immer mehr an Bedeutung. Meinungsvielfalt und ein zunehmend kritisches Denken der Öffentlichkeit machen für Organisationen und Institutionen eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit unverzichtbar. Die Öffentlichkeit stellt dabei jedoch keine homogene Gruppe dar, sondern gliedert sich in unternehmensrelevante Teilöffentlichkeiten wie Kunden, Lieferanten, Kreditgeber oder Mitarbeiter. Durch den Aufbau und die harmonische Gestaltung der Beziehungen zu den relevanten Teilöffentlichkeiten soll um Vertrauen für das unternehmerische Handeln geworben werden.
Klassisches Instrument der Kommunikation mit diesen Teilöffentlichkeiten sind die Public Relations. Mißtrauen und Widerstände, die den unternehmerischen Handlungsspielraum einschränken, müssen mit Hilfe der Public Relations überwunden werden. Sie tragen damit wesentlich zur Realisierung ökonomischer Unternehmensziele bei. Dabei verlangen betriebswirtschaftliche Entscheidungen seit jeher einen Leistungsnachweis, der traditionell gerade in der Öffentlichkeitsarbeit nicht gebracht wurde. Es herrschte lange Zeit die Meinung, daß sich der Erfolg von Öffentlichkeitsarbeit nicht messen läßt. Gerade aber in Zeiten, in denen Unternehmen einem verstärkten Wettbewerbsdruck unterliegen, muß sich auch die wichtiger werdende PR-Arbeit an betriebswirtschaftlichen Erfolgsgrößen messen lassen. Nur wer sein Tun aufgrund von Zahlenmaterial und Analysedaten begründen kann, hat Anspruch auf ein angemessenes Budget. Das Messen von PR-Erfolg wird mehr und mehr zum kritischen Faktor bei der Entscheidung, ob Kommunikationsprogramme vergeben werden bzw. ob sie beendet, modifiziert oder fortgeführt werden.
Vor diesem Hintergrund rückt die Diskussion über Evaluierung von Public Relations immer mehr in den Vordergrund und macht diese als Beitrag zur Sicherung des Unternehmensbestandes dringender denn je. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch eines Einstiegs in die Materie der Public Relations-Erfolgskontrollen, dem sich die wissenschaftliche Literatur und die PR-Praxis bislang wenig geöffnet hat, wenngleich vermehrt Publikationen und Diskussionen zu verzeichnen sind. Ziel dieser Arbeit ist es, die PR-Erfolgskontrolle in all ihren "Spielarten" zu systematisieren, die möglichen Methoden der PR-Kontrolle aufzuzeigen und zu analysieren sowie diese hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Kontrolle zu bewerten. Es soll heraus-gefunden werden, ob der Erfolg von PR-Arbeit meßbar ist und, wenn ja, ob dies sinnvoll ist.
Wie noch zu zeigen sein wird, gibt es unterschiedliche Arten der PR-Evaluation. Schwerpunkt dieser Arbeit soll dabei die außerökonomische, ergebnisorientierte (summative) PR-Erfolgskontrolle sein, die die Wirkungen der PR-Arbeit aufzeigen soll. Die prozeßbegleitende (formative) PR-Erfolgskontrolle soll dabei nicht behandelt werden. Auch soll die ökonomische Erfolgskontrolle nicht im Vordergrund stehen; sie ist jedoch der Vollständigkeit halber in die Analyse eingebunden. Die einzelnen Sonderbereiche der Public Relations (wie z.B. die Krisen-PR) werden nicht betrachtet. Da es hier um die Untersuchung der Wirkung (Kommunikationsergebnis) bei den Teilöffentlichkeiten geht, erfolgt bewußt keine strikte Trennung zwischen intern durchgeführter Öffentlichkeitsarbeit durch eigene Mitarbeiter und Agenturarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| I. | Einleitung | 2 |
| 1. | Problemstellung | 2 |
| 2. | Abgrenzungen | 2 |
| II. | Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen | 2 |
| 1. | Definitionen und Nachbarbereiche | 2 |
| 1.1 | Ein kurzer historischer Abriß | 2 |
| 1.2 | Definitionen | 2 |
| 1.3 | Stellung der PR im Marketing-Mix | 2 |
| 1.4 | Abgrenzung zur Werbung | 2 |
| 2. | Public Relations als Management-Prozeß | 2 |
| 2.1 | Die vier PR-Modelle | 2 |
| 2.2 | Strategischer Ablauf von Public Relations | 2 |
| III. | Gegenstandsbereich der PR-Kontrolle | 2 |
| 1. | Legitimation von Kontrolle in der Öffentlichkeitsarbeit | 2 |
| 2. | Positionsbestimmung der PR-Kontrolle | 2 |
| 2.1 | Begriffsklärungen | 2 |
| 2.2 | Formen der Kontrolle von Public Relations | 2 |
| 2.3 | Integration in den PR-Managementprozeß | 2 |
| 3. | Anforderungen an die Methoden der PR-Kontrolle | 2 |
| IV. | Methoden der PR-Kontrolle | 2 |
| 1. | Atmosphärische Beurteilungen | 2 |
| 2. | Die rein quantitative Erfassung der PR-Ergebnisse | 2 |
| 3. | Die Testverfahren | 2 |
| 3.1 | Recognition- und Recall-Tests | 2 |
| 3.2 | Apparative Techniken | 2 |
| 4. | Die Inhaltsanalyse zur Evaluierung von Public Relations | 2 |
| 4.1 | Generelles | 2 |
| 4.2 | Typen der Medienresonanzanalyse | 2 |
| 4.3 | Vorgehensweise | 2 |
| 4.3.1 | Publizitätsanalyse | 2 |
| 4.3.2 | Lob- und Kritikanalyse | 2 |
| 4.3.3 | Input-Output-Analyse | 2 |
| 4.4 | Probleme der Medienresonanzanalyse | 2 |
| 5. | Befragungen | 2 |
| 5.1 | Exploration | 2 |
| 5.2 | Gruppendiskussion | 2 |
| 5.3 | Die standardisierte Befragung | 2 |
| 5.4 | Imageanalyse | 2 |
| 6. | Die ökonomische Erfolgskontrolle | 2 |
| 6.1 | Kontrolle durch Kostenorientierung | 2 |
| 6.2 | Nutzenformel nach Bogner | 2 |
| 6.3 | Kosten-Nutzen-Analyse | 2 |
| 6.4 | Äquivalenzwertberechnung und Media-Kennziffern | 2 |
| 7. | Zusammenfassung | 2 |
| V. | Schlußbetrachtungen | 2 |
| 1. | Probleme der PR-Kontrolle | 2 |
| 2. | Fazit | 2 |
| Anhang | II | |
| Literaturverzeichnis | II | |
| Eidesstattliche Erklärung | II |
Wird die quantitative Erfassung nicht nur auf den output, sondern auch auf das Feedback durch die Zielgruppen (outgrowth) bezogen betrachtet, so können erste Indikatoren für den Erfolg einer PR-Maßnahme, z.B. die Menge der Material- und Informationsabfragen, Leserbriefe, telefonischen Reaktionen, persönlichen Besuche oder zurückgesandten Coupons sein.100 Auch dies wird quantitativ erfaßt und dokumentiert, wobei auch hier eine Aussage über die inhaltliche Tendenz der Reaktionen nicht getroffen wird. Als Beispiel könnte die Erfassung der Anzahl von ausgesandten Infobroschüren über das neueste soziale Engagement eines Unternehmens, z.B. Spende an ein Krankenhaus im Bau, gelten. Die Ergebnisse (Veröffentlichungen in den Medien) lassen sich zwar problemlos erfassen, der Informationswert bleibt aber gering, da nicht erkennbar wird, wieviel Prozent der Zielpersonen diese Printmedien auch gelesen haben. Auch die quantitative [...]
Klassisch geschieht dies in der Pressearbeit durch Presseaussendungen (Druckschriften und direct mailings) und Pressekonferenzen. Eine rein quantitative Methode zur Erhebung des PR-Erfolges ist, nach jeder Aussendung oder Konferenz den Abdruckerfolg in Zeilen und Auflagenhöhen zu ermitteln.90 Dabei werden alle in den Medien veröffentlichten Beiträge in Fernsehen und Hörfunk, und insbesondere sämtliche Zeitungsartikel (sog. ‚Clippings‘ oder Abdruckkontrolle), über das Unternehmen bzw. über die gerade aktuelle PR-Maßnahme/PR-Kampagne gesammelt und dokumentiert.91 Die Kontrolle geschieht in zwei Phasen: a) Festhalten der Anzahl der gesendeten Nachrichten (number of messages sent) und b) Zählen der Nachrichten, die tatsächlich den Teilöffentlichkeiten zugänglich gemacht wurden (number of messages placed in the media).92 Daraus ergeben sich dann Kennziffern, die dem PR-Praktiker erste wertvolle Hinweise vor allem hinsichtlich der Bekanntheit ‚seines‘ Unternehmens geben. Hierbei wären zu nennen: • Die Abdruckquote (Veröffentlichungsrate) gibt an, welcher Anteil unter den Printmedien-Redaktionen, die eine Pressemitteilung erhalten haben, diese auch veröffentlichen. • • Die Reichweite einer Mitteilung (Zahl der Leserkontakte) läßt sich dann wieder aus den Auflagenhöhen der jeweiligen Medien ableiten. Als Präsenzindikator wird die durchschnittliche Zeitspanne verstanden, die zwischen Eingang einer Information beim Medium und dem Abdruck vergeht.93 [...]
ist allenfalls als ein erstes Element im Vorfeld einer PR-Erfolgskontrolle zu sehen.87 Rolke merkt dazu allerdings auch an, daß erfahrene PR-Praktiker die atmosphärischen Beurteilungen durchaus ins Kalkül ziehen: „Natürlich ist ein solches Verfahren primitiv und sind die Ergebnisse subjektiv, ungenau und einseitig. Aber deshalb dieses Verfahren abzulehnen ist vorschnell. Jeder Kommunikator ist gut beraten, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, wie sein Tun in seiner engsten Umgebung wahrgenommen wird. [...] Denn wer auf Dauer keine Zustimmung im eigenen Haus findet, kann nach außen noch so eindrucksvoll agieren, er bleibt mit dem Ergebnis seines Handelns isoliert.88“ Dem schließe ich mich hier an, denn nur wenn ein Unternehmen als Einheit auftritt, kann es Erfolg haben. Als Beispiel für eine atmosphärische Beurteilung könnte genannt werden: Der Marketing-Leiter sagt, daß eine öffentliche Diskussion mit der örtlichen Umweltschutzorganisation ‚gut angekommen‘ ist, denn die Reaktionen der beteiligten Bürger waren positiv. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832422509
Arbeit zitieren:
Fesser, Norbert Januar 2000: Public Relations-Erfolgskontrollen - Zur Meßbarkeit der Öffentlichkeitsarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kontrolle, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Erfolgskontrolle, PR



