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Public-Private-Partnerships (PPP) im Hochschulbereich

Möglichkeiten und Grenzen

Public-Private-Partnerships (PPP) im Hochschulbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Monazahian
  • Abgabedatum: Januar 2007
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 452,2 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
  • Bibliografie: ca. 69
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1285-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Monazahian, Daniel Januar 2007: Public-Private-Partnerships (PPP) im Hochschulbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Public-Private-Partnerships, Hochschulbereich, Kooperation, Unternehmen, PPP

Diplomarbeit von Daniel Monazahian

Einleitung:

In den letzten Jahren ist es auf Grund der „angespannten“ Haushaltssituation Deutschlands auf allen Ebenen ( Bund, Länder und Kommunen ) verstärkt zur Gründung von so genannten „Public Private Partnership“ ( PPP ) gekommen.

Die Idee, die dahinter steckt und die ihren Ursprung in den USA bereits in den 1940er Jahren hatte, besteht darin, dass der Staat ( Verwaltung ) und die Wirtschaft ( Konzerne ) in einigen Bereichen zusammenarbeiten, die vorher ausschließlich in der Obhut des Staates lagen.

Die wissenschaftliche Methode, die ich für die Auswertung der Daten benutze, wird die „Inhalts- und Dokumentenanalyse“ sein. Während meiner Anfangsrecherche ist mir aufgefallen, dass es zum Thema „Public Private Partnership im Hochschulbereich“ Bücher mit Fallbeispielen gibt, aber keine Analyse zu den Gemeinsamkeiten bzw. Unterschieden der einzelnen PPP-Projekte im Hochschulbereich.

Bei einer Arbeit, die in die gleiche Richtung zu meinem Thema geht, handelt es sich um die Dissertation von Herrn Hannappel von der Universität Kassel, der mit seiner Dissertation „Public Private Partnership im Hochschulwesen – Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung“, wie der Titel schon sagt, mehr die Umstände / Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung einer PPP im Hochschulwesen analysiert.

Im letzten Kapitel zieht er ein Fazit und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen für die zukünftige Forschung wie folgt : „In dieser vorliegenden Studie wurde keine Spezifizierung der Gestaltungsempfehlungen nach Organisationsmodellen für PPP vorgenommen. Deshalb empfiehlt es sich für weitere Untersuchungen, die Wirkung der verschiedenen Organisations-modelle und Kooperationsdesigns empirischen Analysen zu unterziehen. In diesem Zusammenhang wäre eine international vergleichende Untersuchung über PPP zwischen Hochschulen und Wirtschaft durchzuführen, da sich damit sowohl Erkenntnisfortschritte zur Planung und Organisation von PPP generieren ließe, als auch methodische Weiterentwick-lungen und ein besseres Verständnis von PPP zu erreichen wäre“.

Diesem Anspruch möchte ich mit nachfolgender Analyse gerecht werden, in dem ich zum einen den PPP-Begriff fachlich abgrenze gegenüber anderen Begriffen für Partnerschaften zwischen der Universität und Unternehmen und zum anderen versuchen werde, die „beste Form“ für eine PPP zwischen Hochschulen und der Wirtschaft zu entwickeln und das nicht nur für die Phase der „Gründung“, sondern auch für die „Rechtsform“ der PPP sowie der „organisatorischen Ausgestaltung“ der Partnerschaft.

Als Methode zur Analyse der benötigten Daten für meine Diplom-Arbeit habe ich mich für die „Inhalts- und Dokumentenanalyse“ entschieden.

Laut Definition handelt es sich bei der Inhaltsanalyse um eine „empirische Methode zur systematischen, intersubjektiv nachvollziehbaren Beschreibung inhaltlicher und formaler Merkmale von Mitteilungen“.

Das „Ziel“ der „Inhaltsanalyse“ stellt die „Entwicklung eines Kategoriensystems zur Vercodung des Materials“ dar.

Diesem Anspruch will ich dadurch gerecht werden, dass ich anhand der Fallbeispiele für den Standort Potsdam-Babelsberg sowie anderer „Wissenschaftscluster“ in Berlin und Brandenburg und weiteren „Praxisbeispielen“ für PPP im Hochschulbereich versuchen werde darzustellen und herauszufinden, welche „Rechtsform“ speziell für eine PPP im Hochschulbereich am besten geeignet ist.

Im nachfolgenden 2. Kapitel soll der Begriff „Public Private Partnership“ definiert werden, um die Möglichkeiten und Grenzen dieses Konzeptes besser aufzuzeigen bzw. es auch gegenüber anderen Formen der Kooperation abzugrenzen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Public Private Partnership ( PPP ) 5
2.1 Definition „Public Private Partnership“ ( PPP ) sowie Modelle 5
2.2 Wissenschaftliche Diskussion 11
2.3 Bereiche für „Public Private Partnership“ ( PPP ) 11
2.4 Erwartungen von „Public Private Partnership“ ( PPP ) 17
3. Die Entwicklung des „Wissenschaftsstandorts“ Brandenburg 19
3.1 Die Entwicklung der wissenschaftlichen Standorte in Potsdam seit der Wiedervereinigung(1990) 19
3.2 Die Entwicklung der wissenschaftlichen Standorte in Potsdam 21
3.3 Das Beispiel Berlin 22
4. Public Private Partnerships im Hochschulbereich 25
4.1 Entwicklungsgeschichte 25
4.1.1 Hasso-Plattner-Institut 32
4.1.2 Jobbörse der Universität Potsdam - Uni-trifft-Wirtschaft 33
4.1.3 Das Beispiel Berlin-Adlershof 34
4.2 Institutionelle Vorbedingungen 36
4.2.1 Hasso-Plattner-Institut 41
4.2.2 Jobbörse der Universität Potsdam - Uni-trifft-Wirtschaft 44
4.2.3 Das Beispiel Berlin-Adlershof 44
4.3 Finanzielle Vorbedingungen 46
4.3.1 Hasso-Plattner-Institut 47
4.3.2 Jobbörse der Universität Potsdam - Uni-trifft-Wirtschaft 47
4.3.3 Das Beispiel Berlin-Adlershof 48
5. Fazit und Ausblick 49
5.1 Fazit 49
5.2 Die „ideale PPP“ für Hochschulen 59
5.3 Ausblick 64
6. Anlagen 70
6.1 Tabellen 70
6.2 Literatur 78

Textprobe:

Kapitel 2.4, Erwartungen von „Public Private Partnership“ ( PPP ):

Die Erwartungen, die von der Bevölkerung an das PPP-Konzept gestellt werden sind sehr hoch bzw. führen diese hohen Erwartungen auch zur hohen Zahl an PPP-Projekten.

Bei einer Analyse über die Verbreitung des „PPP-Gedankens“ in der Bevölkerung kam heraus, dass lediglich 23% aller Bundesbürger schon einmal etwas über PPP gehört haben.

Von diesen Befragten fanden 53% das „PPP-Konzept“ positiv, 34% negativ und 13% hatten keine Meinung dazu.

Dennoch wird das PPP-Konzept in der Bevölkerung eher skeptisch angesehen, weil in den Augen der Mehrheit der Staat und die Privatwirtschaft eher als „Gegenspieler“ denn als „Partner“ angesehen werden.

Des weiteren trauen viele Bürger der Wirtschaft nicht zu, sich auch für das Interesse des Allgemeinwohls zu engagieren, weil die Interessen der Unternehmen an einer PPP eher unternehmensspezifisch als gemeinwohlorientiert sind.

Im Vordergrund des Interesses der Unternehmen steht demnach der Unternehmensgewinn (86%) sowie das „Zurückdrängen des staatlichen Einfluss durch PPP“ (45%).

Nach den Gründen für die PPP-Kooperationen gefragt nennen 79% die „Geldknappheit des Staates“, 49% die „Mangelnde Kompetenz staatlicher Stellen“ und sogar 41% beurteilen die Gründung von PPP als ein Zeichen der „Schwäche des Staates“, weil der Staat damit wirtschaftlichen Interessen nachgibt.

Allerdings glauben 75% der Befragten, dass private Unternehmen schneller, effizienter und bürgernäher arbeiten können als die staatlichen Stellen.

Fasst man die oben genannten Argumente zusammen, so wird der Wirtschaft unterstellt, dass sie vor allem aus „Gewinninteresse“ an PPP interessiert ist und der Staat auf lange Sicht auf Grund „leerer Kassen“ zu Kooperationen mit der „Privatwirtschaft“ gezwungen werden könnte, weil der Staat ohne Kooperationen mit der Privatwirtschaft sowohl seinen finanziellen als auch seinen staatlichen Verpflichtungen (Gemeinwohl) allein nicht mehr nachkommen kann.

Befragt man die Projektträger von PPP-Projekten nach ihren Erwartungen in PPP, so geben sie an, dass sie mit PPP vor allem Effizienzgewinne realisieren, sowie eine schnellere Abwicklung der Projekte erreichen wollen.

Demnach werden mit der Realisierung von PPP-Projekten vor allem Effizienzgewinne (10%) im Sinne geringerer Kosten und schnellerer Abwicklung erwartet.

Im nachfolgenden 3. Kapitel will ich kurz auf die Entwicklung des „Wissenschaftsstandorts“ Brandenburg im allgemeinen und Potsdam im besonderen eingehen, weil man dann besser die Synergien versteht, die sich aus der Partnerschaft ergeben bzw. besser nachvollziehen kann, warum es zur Ansiedlung bestimmter Bereiche an gewissen Standorten in Brandenburg kam.

Das abschließende Beispiel der Universitäten soll verdeutlichen, welchen Einfluss der Standort von wissenschaftlichen Institutionen für die Ansiedlung neuer Akteure sowohl aus der Wissenschaft als auch Wirtschaft hat.

Arbeit zitieren:
Monazahian, Daniel Januar 2007: Public-Private-Partnerships (PPP) im Hochschulbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Public-Private-Partnerships, Hochschulbereich, Kooperation, Unternehmen, PPP

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