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Public Private Partnership - Eine neue Leitidee für deutsche Hochschulen?

Public Private Partnership - Eine neue Leitidee für deutsche Hochschulen?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Patrick Brosch
  • Abgabedatum: Februar 2000
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 410,5 KB
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Reutlingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2187-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2187-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2187-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brosch, Patrick Februar 2000: Public Private Partnership - Eine neue Leitidee für deutsche Hochschulen?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sponsoring, PPP, öffentlich-private Kooperation, Imagegewinn, Umsatzsteigerung

Diplomarbeit von Patrick Brosch

Einleitung:

Public Private Partnership (PPP) ist ein in den USA entstandenes Konzept, das die direkte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und privater Wirtschaft symbolisiert. Beide Seiten verfolgen dabei bestimmte persönliche Interessen, so erhofft sich die öffentliche Institution vor allem wirtschaftliche Vorteile, während das Unternehmen z.B. aus Imagegründen investiert. Beispiele für diese Form der Kooperation gibt es viele. Unternehmen oder Unternehmensgruppen investieren etwa in kulturelle Veranstaltungen, in öffentliche Medien, in Forschungszentren oder in Hochschulen.

In dieser Arbeit wird Public Private Partnership am Beispiel öffentlicher Hochschulen dargestellt. Gerade auf diesem Sektor ist das Interesse an privaten Förderern in den letzten Jahren stark gestiegen. Hauptgrund dafür ist wohl die Finanznot an den deutschen Hochschulen' und die wachsende Konkurrenz zwischen den verschiedenen Universitäten bzw. Fachhochschulen. Das Prinzip eröffnet beiden Seiten Chancen, birgt aber auch Risiken, die hier aufgezeigt werden sollen.

Gang der Untersuchung:

Zunächst soll der Begriff des PPP dem Leser nähergebracht und die verschiedenen Kooperationsformen, deren Ziele und Probleme skizziert werden. Danach wird erklärt, in welchen Sektoren PPPs realisiert werden können und wie das irr der Praxis aussieht (Punkt 2). Dann werden die beteiligten Kooperationspartner, d.h. Unternehmen und Hochschule, genau analysiert. Zunächst werden in Punkt 3 die Ziele und Leistungen der Hochschulen aufgezeigt, Punkt 4 befaßt sich im Gegenzug mit den Zielen und Zielgruppen der Unternehmen, sowie mit dem Thema der Klassifikation der möglichen Partner-Hochschulen. Bevor unter 6 die rechtlichen und steuerlichen Aspekte einer öffentlich-privaten Partnerschaft kurz angeschnitten werden, soll Punkt 5 die verschiedenen Instrumente des PPP aufzeigen. Die Realisierung, bzw. den Ablauf eines solchen Projektes behandelt Punkt 7, es folgt unter 8 ein kritischer Vergleich zwischen deutschen und US-amerikanischen Hochschulen. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem aktuellen Fallbeispiel für eine PPP zwischen einer deutschen Hochschule und privaten Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Public Private Partnership - ein neues Schlagwort 3
2.1 Konzept des PPP im Wissenschaftssektor 3
2.2 Voraussetzungen für die Realisierung der Ziele in einer PPP 3
2.3 Kooperationsformen 5
2.3.1 Praxisorientierte Studiengänge 5
2.3.2 Berufsvorbereitung 5
2.3.3 Existenzgründungsförderung 6
2.3.4 Die berufsbezogene, wissenschaftliche Weiterbildung 6
2.3.5 Leitprojekte und Leitkonzepte 7
2.3.6 Ausgründung verschiedener Aktivitäten 7
2.3.7 Sponsorship-Leistungen 8
2.4 Mögliche Probleme bei Public Private Partnerships 9
2.4.1 Managementprobleme 10
2.4.2 Ziel-, Wahrnehmungs- und Verhaltensdivergenzen 11
2.5 PPP in anderen Sektoren 13
2.5.1 PPP in der Forschung 13
2.5.2 PPP im Kultursektor 15
2.5.3 Öko-Sponsoring 16
2.5.4 Weitere Bereiche 17
3. Deutsche Hochschulen unter dem Druck des internationalen Innovationswettbewerbs 19
3.1 Ziele der Hochschule 19
3.1.1 Beschaffungsziele 19
3.1.2 Kommunikationsziele 20
3.1:3 Lernziele 21
3.2 Gegenleistungen der Hochschule 22
3.2.1 Projektrealisierung 22
3.2.2 Image .23
3.2.3 Zielgruppen 25
3.2.4 Kommunikative Unterstützung 26
4. Unternehmen als Kooperationspartner von Hochschulen 27
4.1 Ziele des Unternehmens 27
4.1.1 Wissens- und Know-How-Transfer 28
4.1.2 Bekanntheitsgrad 29
4.1.3 Image 29
4.1.4 Goodwill 30
4.1.5 Kontaktpflege 30
4.1.6 Unternehmenskultur 31
4.1.7 Ökonomische Ziele 31
4.2 Zielgruppen 32
4.3 Klassifikation möglicher Gesponsorter 34
5. Instrumente des PPP 36
5.1 Mäzenatentum 36
5.2 Spenden 37
5.3 Sponsoring 37
5.4 Fördervereine 39
5.5 Stiftungen 40
6. Rechtliche und steuerliche Aspekte des PPP 41
6.1 Rechtliche Aspekte 41
6.2 Steuerliche Aspekte 42
7. Praktische Umsetzung / Vorgehensweise 45
7.1 Partnersuche 45
7.2 Gemeinsame Planung und Zielsetzung 50
7.3 Vertrag 51
7.4 Durchführung 54
7.5 Kontrolle 55
7.5.1 Prozeßkontrolle 55
7.5.2 Parallelkontrolle 56
7.5.3 Abschlußkontrolle 58
8. PPPs in Deutschland und den USA - Ein kritischer Vergleich mit Fallbeispielen 60
8.1 Der Vergleich USA - Deutschland 60
8.2 Fallbeispiel "Kooperativer Bachelor Studiengang Informatik" an der Fachhochschule Darmstadt 64
8.2.1 Das PPP-Modell 64
8.2.2 Ziele der PPP 66
9. Schlußfolgerungen 69
Anhang 71
Literaturverzeichnis 90
Eidesstattliche Erklärung 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der wichtigste Bestandteil der Planung ist das PPP-Projekt selbst. Hierbei muß zunächst entschieden werden, was für eine Kooperationsform118 realisiert werden soll. Dabei kann es sich sowohl um nur ein Projekt handeln als auch um die Kombination mehrerer Fördermethoden. So kann z. B. ein Existenzförderungsprogramm ins Leben gerufen werden, das gleichzeitig auch Sponsoring-Leistungen beinhaltet. Beide Parteien müssen klar die Ziele der Partnerschaft definieren und analysieren, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen.119 Bezüglich der Planung gibt es nach Budäus und Grüning 120 einige wichtige Punkte, die vereinbart bzw. erfüllt werden müssen und die es vorzuheben gilt, da der optimale Ablauf eines Projektes stark von ihnen abhängig ist: [...]

Die wirtschaftliche Situation: Die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens oder einer Branche sollte vor Abschluß eines PPP-Vertrages analysiert werden, da es die Höhe der Fördergelder beeinflussen kann und im Falle eines gesunden Unternehmens auch einen gewissen finanziellen Spielraum bietet. Es muß jedoch beachtet werden, daß oft gerade Branchen, die sich in der Rezession befinden, vermehrt Fördergelder investieren, um so für sich zu werben, mit der Absicht, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. Es ist also in jedem Falle eine eingehende Analyse, auch hinsichtlich der Intentionen der Unternehmen, durchzuführen, da die Höhe der Gelder und die Sicherheit eines Projektes nicht allein von der Bonität des Partners abhängt. [...]

Eine PPP hat wie gesagt auch für die Hochschule steuerliche Konsequenzen. Die Ausgangslage einer öffentlich Einrichtung unterscheidet sich jedoch sehr von der eines Privatunternehmens. Zum einen sind Hochschulen wegen ihres Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts nur beschränkt steuerpflichtig,109 d. h. nur wenn es sich um gewerbliche Einkünfte handelt sind sie uneingeschränkt steuerpflichtig. Diese Einkünfte werden dann wie Einkünfte von Betrieben gewerblicher Art betrachtet und unterliegen somit Umsatz- und Körperschaftssteuer, in manchen Fällen auch der Gewerbesteuer110. Nicht zu versteuern sind lediglich Einkünfte aus der Vermögensverwaltung, die hauptsächlich bei Sponsoring-Projekten vorkommen. Dabei definiert man die Leistungen des Unternehmens als die Duldung bestimmter Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen. Sobald die Hochschule eigene werbliche Aktivitäten zugunsten des Unternehmens entfaltet, wie z. B. die Entsendung eigener Mitglieder zu Veranstaltungen des Sponsors, müssen die dafür erhaltenen Einkünfte versteuert werden. [...]

Arbeit zitieren:
Brosch, Patrick Februar 2000: Public Private Partnership - Eine neue Leitidee für deutsche Hochschulen?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sponsoring, PPP, öffentlich-private Kooperation, Imagegewinn, Umsatzsteigerung

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