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Psychopathologische Auffälligkeiten bei Drogenabhängigen (Typus Heroin)

Psychopathologische Auffälligkeiten bei Drogenabhängigen (Typus Heroin)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klaus Tanski
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 710,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2032-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2032-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2032-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tanski, Klaus Februar 1999: Psychopathologische Auffälligkeiten bei Drogenabhängigen (Typus Heroin), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Schizophrenie, Bulimie N., Datenerhebung/statistische Auswertung, Komorbidität, Homogenität der Stichprobe

Diplomarbeit von Klaus Tanski

Einleitung:

Die Diplomarbeit behandelt die Thematik von Drogenabhängigen mit der Diagnose "Störung durch Psychotrope Substanzen" ( Typus Heroin) nach DSM-III-R sowie deren Kormorbidität. Da es sich mit dieser Arbeit um eine "Erstarbeit" handelt wurde zum Vergleich der klinische Gruppe (ges.20, 17m, 3w.) eine Kontrollgruppe von 20 Nicht- Drogenabhängigen, parallelisiert nach den demographischen (Schulbidung, Beruf) und anthroposophischen Angaben (Alter, Geschlecht und Gewicht=BMI) der klinischen Gruppe, gegenübergestellt. Eine "Erstarbeit" im weiteren Sinne ist diese Arbeit deshalb, weil die klinische Gruppe eine ausschließlich homogene Gruppe von Drogenabhängigen mit der Primärdiagnose "Heroinabhängigkeit" nach DSM-III-R bzw. ICD-10 darstellt. In der Zeit von Januar 1996 bis Oktober 1998 wurden zum Thema Heroinabhängigkeit und komorbide Erkrankung 697 Forschungsarbeiten, die ausnahmslos per Fernleihe bestellt werden mußten, durchgearbeitet. Keine der 697 Arbeiten arbeitete mit einer homogenen Gruppe von Drogenabhängigen. Es waren immer heterogene Gruppen von Drogenabhängigen mit verschiedenen Substanzabhängigkeiten.

Gang der Untersuchung:

Erst Anfang 1998 waren 5 Forschungsarbeiten im Literaturverzeichnis zu finden die homogene Gruppen von primär Heroinabhängigen behandelten. Von diesen 5 Arbeiten waren nur drei für die Grundlage dieser Diplomarbeit erhältlich. Die Datenerhebung der Kontrollgruppe dauerte ebenfalls auf Grund der Parallelisierung ein Jahr. Im theoretischen Teil wurde dem Krankheitsbild von Drogenabhängigen das Krankheitsbild von Menschen mit Eßstörungen gegenübergestellt, weiter wurde noch der Zusammenhang von Drogenabhängigkeit und Schizophrenie behandelt, sowie die Entwicklung des Kormorbiditätskonzeptes und deren Problematik im Rahmen der über die Zeit entwickelten Klassifikationssysteme. Der Methodenteil behandelt neben der Darstellung der eingesetzten Testverfahren:

1.Diagnostisches Interview für Psychische Störungen nach DSM-III-R ( DIPS ).

2.Freiburger Persönlichkeits Inventar revidierte Fassung ( FPI-R ).

3.State-Trait Anxiety-Inventory ( STAI ).

4.Fragebogen zum Eßverhalten ( FEV ).

5.Symptom Checkliste revidierte Fassung ( SCL 90-R ).

Zusätzlich werden die aus dem theoretischen Teil resultierenden Hypothesen, sowie die Methodische Einordnung der Untersuchung und die Untersuchungsdurchführung mit selektiven,örtlichen und zeitlichen Angaben zur Stichprobe und zur Datenerhebung selbst behandelt. Im Ergebnisteil sind neben der Auswertung der Hypothesen,der sozio- und anthropometrischen Daten auch eine deskreptive Auswertung der Hypothesen sowie eine statistische Auswertung aller Subskalen der eingesetzten Tests und die Darstellung sämtlicher Primär und Sekundär Diagnosen im Detail dargestellt.

Die statistische Auswertung erfolgte mittels T-Test für unabhängige Gruppen nach der Bon-Ferroni Korrektur bei einseitiger Hypothesentestung.

In der Diskussion, als letzten inhaltlich wichtigen Abschnitt dieser Arbeit, wurde neben Ergebnis- und zusammenfassender Ergebnisdiskussion vor allem die Repräsentativität der Sichprobe inclsive der nicht unerheblichen Problematik der Datenerhebung bei-, und der Umgang mit -Heroinabhängigen sowie der Einfluß dieser Problematik auf die Ergebnisauswertung diskutiert.

Desweiteren wurden noch Versuchsdesign sowie die Nutzung der eingestzten Testverfahren diskutiert. Diese Diplomarbeit entspricht den gesetzlichen Normen der Prüfungsordnung der Philipps Universität Marburg und basiert auf naturwissenschaftlichen Grundlagen. Sie ist aufgegliedert in einem theoretischen Teil (Pkt. 1-3), einem Methodenteil (Pkt. 4-5), einem Diskussionsteil (Pkt. 6), einem Literaturverzeichnis (Pkt.7) sowie als Pkt. 8 einen allgemeinen Anhang mit den eingesetzten Testverfahren ohne dem DIPS (zu umfangreich).

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund 2
2.1 Beschreibung der Störungsbilder 2
2.1.1 Opiatabhängigkeit Typus Heroin 2
2.1.1.1 Symptomatik 2
2.1.1.2 Diagnosekriterien und Klassifikation 5
2.1.1.3 Epidemiologie und Verlauf 12
2.1.2 Eßstörungen - Bulimia-/Anorexia nervosa 16
2.1.2.1 Symptomatik 16
2.1.2.2 Diagnosekriterien und Klassifikation 18
2.1.2.3 Epidemiologie und Verlauf 20
3. Psychopathologische Auffälligkeit und Komorbidität 22
3.1 Komorbiditätskonzepte im Rahmen diagnostischer Klassifikationssysteme 22
3.2 Psychopathologie und Komorbidität bei Störungen durch psychotrope Substanzen ( Herointypus ) im Vergleich zur Psychopathologie und Komorbidität bei Eßstörungen 27
3.3 Allgemeine Fragestellungen 34
4. Methoden 35
4.1 Variablen 35
4.1.1. Beschreibung der Testverfahren 35
4.1.1.1 Diagnostisches Interview für psychische Störungen ( DIPS ) 35
4.1.1.2 Fragebogen zum Eßverhalten ( FEV ) 36
4.1.1.3 STATE-TRAIT-Angstinventar ( STAI ) 39
4.1.1.4 Symptome-Checkliste revidierte Fassung (SCL-90-R) 41
4.1.1.5 Freiburger Persönlichkeitsinventar revidierte Fassung (FPI-R) 48
4.2 Methodische Einordnung der Untersuchung 54
4.3 Hypothesen 54
4.4 Untersuchungsdurchführung 57
4.4.1 Selektion der Stichprobe 57
4.4.2 Zeit und Ort der Datenerhebung 57
5. Ergebnisse 58
5.1 Beschreibung der Stichproben 58
5.1.1 Soziodemographische und anthropometrische Daten 58
5.1.1.1 Beschreibung der klinischen Substichprobe 58
5.1.1.2 Beschreibung der Kontrollgruppe 59
5.1.1.3 Parallelisierung der Substichgruppen 59
5.1.2 Diagnosen der Stichproben 60
5.1.3 Auswertung der Hypothesen 67
5.1.3.1 Vorgehen bei der Hypothesentestung mit T-Test 67
5.1.3.2 Statistische Auswertung 67
5.1.3.3 Deskriptive Auswertung der Hypothesenauswertung 71
6. Diskussion 73
6.1 Interpretation und Integration der Ergebnisse 73
6.1.1 Ergebnisdiskussion 73
6.1.2 Zusammenfassende Ergebnisdiskussion 75
6.1.3 Repräsentativität der Stichprobe 78
6.2 Diskussion der Variablen 78
6.2.1 STAI 78
6.2.2 DIPS 79
6.2.3 FEV 80
6.2.4 SCL-90-R 80
6.2.5 FPI-R 81
6.2.6 Zusammenfassung der Variablen 81
6.3 Diskussion des Versuchsdesigns 82
7. Literatur i
8. Anhang 1A

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.1.1.4. Symptom-Check-Liste (SCL-90-R) von Derogatis 1986 Die Symptom-Check-Liste (SCL-90-R) von Dergotis 1986 (deutsch in „CIPS“;1986) dient zur Selbstbeschreibung im Sinne eines „self reports“ hinsichtlich der verschiedenen belastenden und psychologisch relevanten Symptome. Gleichzeitig füllt die SCL-90-R die diagnostische Lücke zwischen zeitlich extrem variabler Befindlichkeit und zeitlich überdauernder Persönlichkeitsstruktur, denn sie mißt die subjektiv empfundene Beeinträchtigung durch neunzig vorgegebene körperliche und psychische Symptome der Person in einem Zeitfenster von sieben Tagen und sie bietet eine mehrdimensionale Auswertungsstruktur mit der Möglichkeit der Meßwiederholung. Im Vergleich zur Symptom-Checkliste stehen die langen umfangreichen persönlichkeitspsychologischen Diagnostiken wie das Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI, Gehring und Blaser, 1982, [...]

Methoden Zehn Feststellungen sind in Richtung Angst formuliert (z.B. „Ich bin nervös“ ;“Ich bin verärgert“ ect.), zehn andere in Richtung Angstfreiheit ( z.B. „Ich fühle mich sicher“). Die Beantwortung erfolgt auf einer vierstufigen Skala mit den Ratings: 1=überhaupt nicht; 2=ein wenig; 3=ziemlich und 4=sehr. Die TRAIT-Angstskala (Form X2) besteht ebenfalls aus zwanzig Feststellungen (Items 21-40) und fordert auf zu beschreiben, wie man sich im allgemeinen fühlt. Dreizehn Feststellungen sind in Richtung Angst und sieben andere in Richtung Angstfreiheit formuliert. Beispiel-Items für diese Skala sind: „Ich bin vergnügt“ oder „Ich fühle mich niedergeschlagen“. Die Beantwortung erfolgt ebenfalls in einer vierstufigen Skala mit den Ratings: 1=fast immer; 2=manchmal; 3=oft und 4=fast immer. Die Rohwerte beider Skalen können in Tabellen, die nach Geschlecht und in Altersgruppen unterteilt sind, als Stanine-Werte (MW=5 ± 2 SD) oder als Prozentrang abgelesen werden. Für die TRAIT-Skala ist die zeitliche Stabilität der Items besonders wichtig. Es wurden Re-Test Reliabilitäten von 0.87 nach einer Stunde und 0.84 nach 63 Tagen erhoben. Die Re-Testreliabilität der „STATE“-Version des „STAI“ wurden von den Autoren mit 0.74 nach einer Stunde angegeben. Erwartungsgemäß sinkt dieser Wert nach einem Zeitraum von 63 Tagen auf 0.38 ab (Brickenkamp, 1981). Für Zuckerman (1977) (Spielberger, Glanzmann, Schaffner und Laux, 1981) ist eine hohe ReTestrelibilität der „TRAIT“-Skala und eine niedrige Re-Testreliabilität der „STATE“-Skala nur ein Kriterium, um beide zu unterscheiden. Die Skaleninterkorrelation ist mit 0.70 recht hoch. Dennoch konnten Majcen et al. (1988) (Spielberger, Glanzmann, Schaffner & Laux, 1981) in ihrer Untersuchung mit einem alternativ zum herkömmlichen Reliabilitätsmodell entwickelten Konsistenzmodell fest stellen, daß eine empirische Untersuchung von STATE- und TRAIT-Angst möglich ist und zwischen Eigenschafts- und Zustandsangst zu differenzieren sei. [...]

4.1.1.3. STATE-TRAIT Anxiety-Inventory (Spielberger, Gorsuch & Lushene;1970) Das STATE-TRAIT Anxiety-Inventory von Spielberger, Gorsuch & Lushene, 1970 dient der Erfassung von Ängstlichkeit. Dabei wird zwischen der STATE- und TRAIT-Form von Angst differenziert. Das erklärte Ziel der TRAIT-Version des STAI ist die Erhebung von Ängstlichkeit als ein relativ überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal. Die deutsche Übersetzung und Bearbeitung des STATE-TRAITAnxiety-Inventory erfolgte 1981 durch Laux, Spielberger, Schaffner & Glanzmann. Spielberger, Gorsuch & Lushene (1970) entwickelten das Inventar (STAI) ausgehend von der Differenzierung zwischen Angst als Zustand (STATE; Form X1) und Angst als Eigenschaft (TRAIT, Form X2) unter Berücksichtigung von Situationseinflüssen und verschiedenen intrapsychischen Prozessen. Spielberger (1972) definierte Zustandsangst (STATE-Angst) als einen emotionalen Zustand, der gekennzeichnet ist durch Anspannung, Besorgtheit, Nervosität, innere Unruhe und Furcht vor zukünftigen Ereignissen sowie durch eine erhöhte Aktivität des autonomen Nervensystems. Angst als vorübergehender emotionaler Zustand variiert in der Intensität über Zeit und Situationen. Angst als Eigenschaft bezieht sich demgegenüber auf relativ stabile interindividuelle Differenzen in der Neigung, Situationen als bedrohlich zu bewerten und hierauf mit einem Anstieg der Zustandsangst zu reagieren. Hochängstliche tendieren dazu, mehr Situationen als bedrohlich einzustufen und auf solche Situationen mit einem höheren Anstieg der Zustandsangst zu reagieren als Niedrigängstliche. Weiterhin ermöglicht das „TRAIT_STATE-Angstmodell“ von Spielberg eine Spezifizierung und Komplementierung der Triebtheorie der Angst (Spence, 1958; Spence und Spence, 1966; Taylor, 1956, zitiert nach Spielberger, Glanzmann, Schaffner und Laux, 1981), in deren Rahmen versucht wird, den Zusammenhang zwischen Angst und Leistung zu erklären. Das Zustandekommen einer beobachtbaren Reaktion wird im Rahmen der Triebtheorie mit Hilfe zweier hypothetischer Konstrukte der Lerntheorie von Hull (1943) (Spielberger, Glanzmann, Schaffner & Laux, 1981) erklärt: Die Habitstärke (s H µ) und der Triebstärke (D). Bei der Habitstärke handelt es sich um eine Lernkomponente, die sich auf die latente Fähigkeit eines Individuums bezieht, bestimmte, durch die jeweilige Aufgabe determinierte Reaktionen ausführen zu können. Die Triebstärke als motivationale Komponente charakterisiert die Gesamtheit aller zu einem bestimmten Zeitpunkt im Organismus wirksamen Tendenzen zur Bedürfnisreduktion. Die Beziehung zwischen Habitstärke und Triebstärke soll multiplikativer Art sein. Die STATE-Angstskala (Form X1) besteht aus zwanzig Feststellungen (Items 1-20), mit denen der Proband beschreiben soll, wie er sich jetzt, d.h. im jeweiligen Moment fühlt. [...]

Arbeit zitieren:
Tanski, Klaus Februar 1999: Psychopathologische Auffälligkeiten bei Drogenabhängigen (Typus Heroin), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Schizophrenie, Bulimie N., Datenerhebung/statistische Auswertung, Komorbidität, Homogenität der Stichprobe

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