Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Zur Psychologie des Hörens und Horchens

Unter Berücksichtigung von Hörsturz und Tinnitus

Zur Psychologie des Hörens und Horchens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Peren, geb. Jagemann
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0004-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0004-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0004-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Peren, geb. Jagemann, Kerstin Mai 1996: Zur Psychologie des Hörens und Horchens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ohr, Hörmuschel, Behandlung, Psychosomatik, psychosomatisch

Diplomarbeit von Kerstin Peren, geb. Jagemann

Gang der Untersuchung:

Zentraler Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das "Hören". Dieser sehr unterschätzte Sinn erfährt bei genauerer Überlegung eine Aufwertung, indem er uns auch die Fähigkeit zu "Horchen" schenkt.

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung zu untersuchen, die Hören und Horchen für den Menschen haben, und sich der Frage zu widmen, was geschieht, wenn uns dieser Sinn genommen wird.

Um sich den Grundlagen des Gehörsinns zu nähern, wird im Kapitel I der physiologische Aspekt dieses filigranen Organs dargestellt. Onto- und phylogenetische Betrachtungen weisen diesem Sinn eine interessante entwicklungsgeschichtliche Rolle zu. Abschließend wird die physikalisch meßbare Topographie dieses Sinnes beschrieben.

Die heutige Bedeutung des Hörens für die Psyche des Menschen zu verstehen, heißt, sich mit dem kulturgeschichtlichen 'Werdegangs' vertraut zu machen. Dies wird im Kapitel II zu finden sein. Sie soll auf einen Zusammenhang zwischen Wertschätzung und Mißachtung und der jeweiligen kulturellen Gestimmtheit der Gesellschaft hinweisen.

Das Verständnis des Hörens in der Geschichte der Psychologie wird anschließend dargestellt. Es soll deutlich werden, wie diese Wissenschaft das Hören untersuchte und wie sie das Horchen berücksichtigte.

Hören meint hier nicht nur das rein physiologische Geschehen. Das eher beiläufige akustische Ereignis, das trotzdem den Menschen beeinflußt, ist mit Hören gemeint. Wir können unsere Ohren nicht schließen, uns dem Hören nicht verwehren. Es wird aus diesen Gründen in diesem Rahmen nicht ausschließlich als das Gegenteil von Horchen verstanden. Vielmehr ist Horchen auch die Erweiterung des Hörens.

Horchen, und das wird im Kapitel III ausführlich beschrieben, ist kein zufälliges Geschehen, sondern an den Wunsch gekoppelt, horchen zu wollen. So meint Horchen eine "Haltung", eine "Einstellung", die je nachdem an das Sinnesorgan gebunden ist oder nicht. Geht es zum einen darum, den Wunsch zu verspüren, Geräusche oder Laute von außen durch das Ohr zu empfangen, geht es zum anderen darum, in sich selbst hinein zuhorchen.

Die Anerkennung dieser Entfaltungsmöglichkeiten ist in der Arbeit von Alfred Tomatis wiederzufinden. Er beschreibt, was das Sinnesorgan Ohr und das Horchen für den Menschen bedeuten kann. Seine Erkenntnisse gehen weit über die vor ihm gültigen wissenschaftlichen Theorien und ihrem psychologischen Verständnis vom Hören als technische Funktion hinaus. So wird in Kapitel IV seine Arbeit sowohl dargestellt als auch kritisch beleuchtet.

Um neben dieser Beschreibung des Horchens auch die Bedeutung des Hörens für den Menschen darzustellen, folgt in Kapitel V die Situation sowohl des hörenden als auch des horchenden Menschen in unterschiedlichen Situationen. Hier soll gezeigt werden, wie reichhaltig die Anlage des Hörens ist. Hier werden auch Verbindungen zwischen Lärm und Stille und dem Hörenden und Horchenden beschrieben. Horchen kann erst auf der Grundlage von Stille erlebt werden.

Stille soll hier verstanden werden als Potential, um hineinhorchen oder hinhorchen zu können. Der Lärm, im Sinne eines vielschichtigen, nicht nur auf akustische Reize beschränkten und umfassenden, inneren Erlebnisses, beeinflusst nicht nur diese Erfahrung, sondern bedroht die Fähigkeit des Hörens an sich.

Diese Problematik mündet im Kapitel VI in die Betrachtung zweier Krankheitsbilder (Hörsturz und Tinnitus). Sie machen die Auswirkungen einer Einschränkung der Hörfähigkeit für den Menschen deutlich. Beim Hörsturz wird besonders durch ein plötzliches Eintreten des Hörverlustes in eindringlicher Weise offenkundig, was das Hören für den Menschen bedeutet, weil es eben plötzlich nicht mehr so ist, wie es immer war. Der Hörsturz tritt sehr häufig in Verbindung mit Tinnitus, was landläufig als Ohrensausen bezeichnet wird, auf. Diese Erkrankung bringt ein Ausgeliefertsein an eine permanente Störung mit sich, der Verlust von Stille und Ruhe.

Inhaltsverzeichnis:

Einstimmung 5
Einleitung 7
I Das Sinnesorgan Ohr 10
1. Physiologie 10
2. Phylogenese 16
3. Ontogenese 18
4. Physik der entwickelten Hörwelt 20
II Der Stellenwert des Hörens im Wandel der Zeit 23
1. Allgemein historischer Abriß 23
2. Verständnis des Hörens in der Geschichte der Psychologie 26
III Der Wille zum Hören oder das 'vergessene Horchen' 31
IV Die Forschungsarbeit von Alfred TOMATIS 34
V Das Organ in unterschiedlichen Situationen und die Bedeutung dessen für den Menschen 45
1. Das Hören und Horchen 45
1.1 Kommunikation 45
1.2 Harmonie und Rhythmus 48
1.3 Stimme 50
1.4 Aufmerksamkeit 51
1.5 Zeit- und Echohören und -horchen 51
1.6 Maßvolles Hören und Horchen 53
1.7 Richtungshören und -horchen 56
1.8 Raumhören und -horchen 56
1.9 Organ des Gleichgewichts 57
1.10 Organ für die Ferne 57
1.11 Organ des Warnens 58
1.12 Denkorgan und Körpergedächtnis 58
2. Die Stille 60
3. Der Lärm 63
VI Beeinträchtigungen des Hörens und Horchens am Beispiel von Hörsturz und Tinnitus 70
1. Begriffsbestimmung und Erscheinungsformen 70
2. Ursachen 72
3. Häufigkeit 79
4. Interventionsmöglichkeiten 81
4.1 Die Horcherziehung nach Tomatis 86
5. Präventions- und Entfaltungsmöglichkeiten 92
6. Ohrenzeugenberichten 96
VII Zusammenfassung und Resumee 100
VIII Anhang 105
IX Abbildungsverzeichnis 109
X Glossar 110
XI Literaturverzeichnis 112
Erklärung 118

Arbeit zitieren:
Peren, geb. Jagemann, Kerstin Mai 1996: Zur Psychologie des Hörens und Horchens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ohr, Hörmuschel, Behandlung, Psychosomatik, psychosomatisch

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren