Prüfung der Verträglichkeit und Wirkung von Herbiziden bei der Überkopfanwendung an Baumschulgehölzen nach der Pflanzung
Unter Berücksichtigung genehmigungsrechtlicher Verfahren nach § 18 PflSchG
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jürgen Lübbe
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 71 Seiten
- Dateigröße: 29,6 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
- Bibliografie: ca. 35
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9981-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9981-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9981-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lübbe, Jürgen September 2006: Prüfung der Verträglichkeit und Wirkung von Herbiziden bei der Überkopfanwendung an Baumschulgehölzen nach der Pflanzung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bodenkunde, Gartenbau, Baumschule, Herbizide, Bodenherbizide
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Diplomarbeit von Jürgen Lübbe
Einleitung:
In Deutschland werden auf 21.500 ha Baumschulgehölze kultiviert. Die Unkrautunterdrückung auf Anzuchtflächen mit Junggehölzen ist besonders in den ersten zwei Jahren nach der Aufschulung mit mechanischen oder anderen nicht-chemischen Verfahren zeitaufwändig und schwierig. Aufgrund der hohen Pflanzdichten wird in der Praxis aus arbeitswirtschaftlichen Gründen, die Ausbringung von Bodenherbiziden in Form einer Überkopfanwendung, angestrebt.
Seit dem Ende der Übergangsfrist des neuen Pflanzenschutzgesetzes zum 1. Juli 2001, stehen hochwirksame Bodenherbizide wie 'Venzar' oder 'Simazin' nicht mehr zur Verfügung. Zahl- reiche Versuche zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Alternativpräparaten an Baumschulgehölzen wurden seitdem u.a. vom Versuchs- und Beratungsring Baumschulen e.V. Schleswig-Holstein, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, durchgeführt.
Problemstellung:
Vor dem Hintergrund erschwerter EU-Zulassungsverfahren für neue Pflanzenschutzmittel und dem geringen Interesse der herstellenden Industrie kostenintensive Präparate für Sonderkulturen zu entwickeln, hat der Gesetzgeber mit dem Genehmigungsverfahren nach § 18 des Pflanzenschutzgesetzes die Alternative geschaffen, zugelassene Produkte auch außerhalb des ursprünglichen Anwendungsgebietes, einsetzen zu können.
Ziel der Arbeit ist es, durch einen Praxisversuch die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Mais- und Getreidebauherbiziden sowie einem Alternativprodukt, an einem Baumschul-Jungpflanzensortiment, nach der Pflanzung zu testen. Berücksichtigung fanden hierbei die von der Praxis angestrebte Applikationstechnik im sogenannten Überkopfverfahren sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Genehmigungsverfahren nach § 18 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG).
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit ist in sechs Gliederungspunkte unterteilt.
Zunächst werden im zweiten Teil der Einleitung die rechtliche Situation und die praxisrelevanten Anforderungen an die Versuchsdurchführung angesprochen. Der zweite Gliederungspunkt bildet die Basis der Diplomarbeit und stellt die allgemeinen Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanze, Unkrautentwicklung und chemischen Bekämpfungsmöglichkeiten in Baumschulbetrieben dar. Desgleichen wird die verfahrensrechtliche Genehmigungssituation nach § 18 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) erläutert.
Im anschließenden dritten Kapitel werden der Versuchsaufbau, die Versuchsherbizide, die Versuchsdurchführung und die entsprechenden Boniturverfahren detailliert dargestellt.
Das vierte Kapitel beschreibt die Ergebnisse des Praxisversuches mit Hilfe von Tabellen, Bildmaterial und entsprechenden Erläuterungen. Das folgende fünfte Kapitel setzt sich kritisch mit der Thematik auseinander und eröffnet Lösungsansätze für zukünftige Versuchsvorhaben.
Das abschließende Kapitel enthält eine kurze inhaltliche Zusammenfassung der Diplomarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziele der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Stand der Wissenschaft und Technik | 2 |
| 2.1 | Allgemeine Grundlagen | 2 |
| 2.1.1 | Einteilung der Unkräuter | 2 |
| 2.1.2 | Einfluß der Unkräuter auf die Baumschulgehölze | 4 |
| 2.1.3 | Zusammensetzung der Unkrautflora | 4 |
| 2.2 | Grundlagen der chemischen Unkrautbekämpfung | 5 |
| 2.2.1 | Einteilung der Herbizide | 6 |
| 2.2.1.1 | Bodenherbizide | 6 |
| 2.2.1.2 | Blatt- und Kontaktherbizide | 6 |
| 2.2.1.3 | Boden-Blattherbizide | 7 |
| 2.2.2 | Verträglichkeit von Herbiziden | 7 |
| 2.2.3 | Selektivität von Herbiziden | 8 |
| 2.2.4 | Baumschulherbizide in Deutschland | 9 |
| 2.3 | Pflanzenschutzgesetz | 9 |
| 2.3.1 | Genehmigungsverfahren nach § 18 PflSchG | 10 |
| 2.3.2 | Arbeitskreis Lückenindikation | 11 |
| 3. | Material und Methoden | 12 |
| 3.1 | Versuchsfläche | 12 |
| 3.2 | Versuchsaufbau | 13 |
| 3.3 | Gehölzsortiment | 15 |
| 3.4 | Versuchsherbizide | 17 |
| 3.4.1 | Wirkungsspektrum | 19 |
| 3.4.2 | Wirkstoffgruppen | 22 |
| 3.5 | Versuchsdurchführung | 23 |
| 3.6 | Boniturverfahren | 25 |
| 3.6.1 | Erhebungen zur Verunkrautung | 25 |
| 3.6.2 | Methodik des Auszählens | 25 |
| 3.6.3 | Bonitur des Unkrautbedeckungsgrades | 25 |
| 3.6.4 | Bonitur der Kulturpflanzenverträglichkeit | 27 |
| 3.6.5 | Untersuchung der Standortqualität | 27 |
| 3.6.6 | Erhebungen zum Witterungsverlauf | 28 |
| 3.6.7 | Sonstige Beobachtungen | 28 |
| 3.7 | Richtlinien der European Plant Protection Organisation | 28 |
| 4. | Ergebnisse | 29 |
| 4.1 | Witterungsverlauf | 29 |
| 4.2 | Ergebnisse der Bodenuntersuchung | 31 |
| 4.3 | Unkrautbedeckungsgrad | 32 |
| 4.4 | Artenvielfalt | 35 |
| 4.4 | Pflanzenverträglichkeit | 38 |
| 4.5 | Sonstige Beobachtungen | 42 |
| 5. | Diskussion | 42 |
| 6. | Zusammenfassung | 47 |
| Literaturverzeichnis | 48 | |
| Anhang | 50 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziele der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Stand der Wissenschaft und Technik | 2 |
| 2.1 | Allgemeine Grundlagen | 2 |
| 2.1.1 | Einteilung der Unkräuter | 2 |
| 2.1.2 | Einfluß der Unkräuter auf die Baumschulgehölze | 4 |
| 2.1.3 | Zusammensetzung der Unkrautflora | 4 |
| 2.2 | Grundlagen der chemischen Unkrautbekämpfung | 5 |
| 2.2.1 | Einteilung der Herbizide | 6 |
| 2.2.1.1 | Bodenherbizide | 6 |
| 2.2.1.2 | Blatt- und Kontaktherbizide | 6 |
| 2.2.1.3 | Boden-Blattherbizide | 7 |
| 2.2.2 | Verträglichkeit von Herbiziden | 7 |
| 2.2.3 | Selektivität von Herbiziden | 8 |
| 2.2.4 | Baumschulherbizide in Deutschland | 9 |
| 2.3 | Pflanzenschutzgesetz | 9 |
| 2.3.1 | Genehmigungsverfahren nach § 18 PflSchG | 10 |
| 2.3.2 | Arbeitskreis Lückenindikation | 11 |
| 3. | Material und Methoden | 12 |
| 3.1 | Versuchsfläche | 12 |
| 3.2 | Versuchsaufbau | 13 |
| 3.3 | Gehölzsortiment | 15 |
| 3.4 | Versuchsherbizide | 17 |
| 3.4.1 | Wirkungsspektrum | 19 |
| 3.4.2 | Wirkstoffgruppen | 22 |
| 3.5 | Versuchsdurchführung | 23 |
| 3.6 | Boniturverfahren | 25 |
| 3.6.1 | Erhebungen zur Verunkrautung | 25 |
| 3.6.2 | Methodik des Auszählens | 25 |
| 3.6.3 | Bonitur des Unkrautbedeckungsgrades | 25 |
| 3.6.4 | Bonitur der Kulturpflanzenverträglichkeit | 27 |
| 3.6.5 | Untersuchung der Standortqualität | 27 |
| 3.6.6 | Erhebungen zum Witterungsverlauf | 28 |
| 3.6.7 | Sonstige Beobachtungen | 28 |
| 3.7 | Richtlinien der European Plant Protection Organisation | 28 |
| 4. | Ergebnisse | 29 |
| 4.1 | Witterungsverlauf | 29 |
| 4.2 | Ergebnisse der Bodenuntersuchung | 31 |
| 4.3 | Unkrautbedeckungsgrad | 32 |
| 4.4 | Artenvielfalt | 35 |
| 4.4 | Pflanzenverträglichkeit | 38 |
| 4.5 | Sonstige Beobachtungen | 42 |
| 5. | Diskussion | 42 |
| 6. | Zusammenfassung | 47 |
| Literaturverzeichnis | 48 | |
| Anhang | 50 |
Textprobe:
Kapitel 4.1, Witterungsverlauf:
Die Vegetationsperiode 2006 war gekennzeichnet durch einen lange anhaltenden, mäßig kalten aber niederschlagsreichen Winter und einen um drei bis vier Wochen verspäteten Austriebsbeginn. 10 Tage vor und 10 Tage nach der Herbizidapplikation (14.-15. Woche 2006) herrschte kühl-feuchtes Schauerwetter bei überwiegend west- und süd-westlicher Windrichtung und Tagestemperaturen bis maximal 14 °C. Von Mitte bis Ende Mai 2006 sorgten z.T. ergiebige Niederschläge bei einer milden süd-westlichen Strömung für optimale Wachstumsbedingungen. Von Anfang bis Ende Juni stellte sich mit steigendem Luftdruck, zuerst aus nord-westlicher später aus östlicher bis süd-östlicher Windrichtung, eine stabile frühsommerliche Witterungsperiode ein.
Eingelagerte gewittrige Störungen aus Süd-West konnten nur noch lokal zu einer Entspannung der Bodenwassersituation beitragen. Der sonnige und trockene Juli 2006 war mit Tagesmitteltemperaturen von 22,1 °C (= 5,2 °C über dem vieljährigen Mittelwert) der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren. Vergleiche zwischen den am Versuchsstandort Frechen verzeichneten Niederschlagsmengen und den vom DWD registrierten Werten der ca. 25 km entfernten Wetterstation Köln-Wahn, zeigten unter Berücksichtigung etwaiger Messfehler im Praxisbetrieb Zirener, nur im Monat Juli größere Abweichungen.
Die ermittelte Niederschlagssumme der DWD-Wetterstation Köln-Wahn ergab für den Monat Januar (25,3 mm) ein Niederschlagsdefizit von 60 % gegenüber dem vieljährigen Mittelwert (1961-1990). Die Monate Februar (+ 34,6 %), März (+ 25,5 %), April (+ 24,1 %) und Mai (+ 35,1 %) waren durch Wasserüberschuss, der zu Versuchbeginn am 2006-04-13 bereits vernässten Versuchsfläche, gekennzeichnet.
Mit einer Niederschlagssumme von 37, 5 mm erreichte der Monat Juni nur 43,7 % des vieljährigen Monatsmittelwertes für die Kölner Bucht. Noch gravierender stellt sich die Wasserbilanz des Monats Juli dar. Eine gemessene Niederschlagsmenge von 17 mm entspricht lediglich 20,1 % des vieljährigen Monatsmittelwertes.
sollte man es immer in Kombination entweder mit einem speziellen Gräserberbizid oder mit einem Breitbandherbizid einsetzen (SCHLEGEL 2005). Flexidor wird als klassisches Bodenherbizid u.a. im Baumschulbereich, mit Aufwandmengen von 1 l/ha bei einer Wasseraufwandmenge von 200-400 l/ha, im Vorauflaufverfahren gegen aus Samen auflaufende zweikeimblättrige Unkrautarten eingesetzt. Flexidor wird von den Wurzeln der keimenden Unkräuter aufgenommen. Die Aktivsubstanz unterbricht das Hypokotyl- und Wurzelwachstum durch Hemmung des Einbaus von Leucin in die Eiweißmoleküle der Schadpflanzen. Zahlreiche Gehölzverträglichkeitslisten sind für den Einsatz von Flexidor verfügbar, allerdings weist die Gebrauchsanleitung auf die Unbekämpfbarkeit von tiefer wurzelnden „Problemunkräutern“ hin. Der Einsatz von Flexidor an Baumschulgehölzen ist nach § 18a PflSchG genehmigt. MaisTer + Mero: MaisTer ist ein Maisherbizid, dass im Nachauflaufverfahren mit Aufwandmengen von 150 g/ha und 200-400 l/ha Wasser gegen kleine, intensiv wachsende Ungräser und Unkräuter eingesetzt wird. Die herbiziden Wirkstoffe werden hauptsächlich über die Blätter aufgenommen und schnell in der Pflanze verteilt. Sie hemmen in empfindlichen Pflanzen ein für die Bildung wichtiger Aminosäuren entscheidendes Enzym. Der für den Behandlungserfolg beigemischte Formulierungshilfsstoff „Mero“ bewirkt als flüssiger Aktivator eine bessere Benetzung und damit beschleunigte Wirkstoffaufnahme in das Zellinnere. Die in MaisTer enthaltene Aktivsubstanz Isoxadifen sorgt als sogenannter „Safener“ für eine Entgiftung der Kulturpflanze. Terano + Stomp SC: Terano ist ein Pflanzenschutzmittel, das sich in bisherigen Versuchen als sehr gut verträglich und mit lange anhaltender Wirkung gegen die meisten ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter gezeigt hat. Terano wird zulassungsgemäß als Boden- und Blattherbizid, in Aufwandmengen von 1 l/ha in 200-400 l/ha Wasser, zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern in Mais, einschließlich triazinresistenter Arten und der schwerbekämpfbaren Hühnerhirse, eingesetzt. Die Aktivsubstanzen Flufenacet und Metosulam wirken im Vor- und frühen Nachauflaufverfahren systemisch und werden über die Wurzeln, den Keimspross und das Blatt der kontaminierten [...]
Die Angaben zu Wirkstoffen und Anwendungsgebieten beziehen sich auf die Produktbeschreibungen der Hersteller- bzw. Vertriebsfirmen und den amtlichen Pflanzenschutzempfehlungen der Landesanstalt für Pflanzenschutz Stuttgart, die Bemerkungen der Spalte „Hinweise“ sind dem Programm zur Pflanzschutzmittel-Auswertung und PflanzenschutzmittelInformation (PAPI), basierend auf den Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und den Mitteilungen der beteiligten Fachberater für Sonderkulturen, entnommen. Alle Versuchspräparate wurden jeweils in 400 l/ha Wasser ausgebracht. 3.4.1 Wirkungsspektrum Die folgenden Angaben zum Wirkungsbereich der Versuchspräparate sind überwiegend den Produktinformationen (2006) der herstellenden Industrie entnommen. Nozomi: Nozomi ist ein Spritzmittel zur Bekämpfung einjähriger, ein- und zweikeimblättriger Unkräuter auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen sowie in Ziergehölzen mit einer max. Aufwandmenge von 1.2 kg/ha in 200-400 l/ha Wasser und maximal einer Anwendung je Jahr. Die Anwendung von Nozomi sollte vom Frühjahr bis zum Sommer im Vorauflaufverfahren erfolgen. Nozomi hemmt die Protoporphyrinogen IX Oxidase (ChlorophyllStoffwechsel). Die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt über den Boden und das Blatt. Die Aktivsubstanz wirkt in der Pflanze nicht systemisch und führt zu einer Zerstörung der Zellmembranen mit nachfolgenden Nekrosen. Die Behandlung immergrüner Pflanzen (z.B. Prunus laurocerasus) ist zu vermeiden. Proxuran WP: Proxuran WP ist ein Mischpräparat aus den „Standardherbiziden“ des Gartenbaus Kerb 50 W und Flexidor. Kerb 50 W wird als Spritzpulver gegen einkeimblättrige Unkräuter, einschließlich Quecke und Vogelmiere, mit Aufwandmengen bis 5 kg/ha in 1.500-2.000 l/ha Wasser, in den Monaten November bis Dezember in Zier- und Obstgehölzen, eingesetzt. Die hervorragende Kulturpflanzenverträglichkeit von Kerb 50 W ist in Praktikerkreisen seit langem bekannt. Das Mittel Flexidor ist seit Jahren aufgrund seiner guten Verträglichkeit für viele Baumschulen und Zierpflanzenbaubetriebe das „Standardmittel“. Leider ist jedoch die Wirkung gegen viele zweikeimblättrige und vor allem einkeimblättrige Unkräuter unzureichend, daher [...]
Eine Grunddüngung für das aufzuschulende Baumschulsortiment wurde nicht vorgenommen, desgleichen unterblieben während des Berichtzeitraumes (2006-04-13 bis 2006-07-26), Pflanzenschutz-, Düngungs- oder sonstige Pflegemaßnahmen. Eine Zusatzbewässerung wurde nicht durchgeführt. Ein Schutz der Versuchsanlage gegen Wildverbiss war nicht vorgesehen. Der Herbizideinsatz in den Vorjahren beschränkte sich nach Aussagen der Betriebsleitung, auf die genehmigten bzw. zugelassenen Produkte Flexidor (Isoxaben), Kerb 50 W (Propyzamid) und Roundup Ultra (Glyphosate). 3.2 Versuchsaufbau Das in Abschnitt 3.3 beschriebene Gehölzsortiment wurde in der 14./15. Woche 2006 in dreifacher Wiederholung, mit fünf Pflanzen je Versuchsglied, aufgeschult. Aus Tabelle 3 wird die lineare, nicht-randomisierte Versuchsanordnung ersichtlich. Bei einem Pflanzabstand von 90 cm zwischen den Reihen und 25 cm in der jeweiligen Versuchsreihe ergab sich eine Parzellenlänge von 71,25 m. Die Gesamtfläche der Versuchsanlage betrug bei neun Varianten und einer unbehandelten Kontrollparzelle 641,25 m2. Die Anzahl der Pflanzen je Parzelle war mit 270 kalkuliert. Aufgrund von Lieferengpässen konnten die Versuchsglieder 6 Cc, 7 Cc, 8 Cc, 9 Cc und 10 Cc (jeweils Spirea x vanhouttei) nicht gepflanzt werden, sodass die Gesamtpflanzenzahl des Versuches 2.675 betrug. Schutzstreifen gegen Abdrift, sowie vergrößerte Abstände zwischen den einzelnen Wiederholungen waren nicht vorgesehen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832499815
Arbeit zitieren:
Lübbe, Jürgen September 2006: Prüfung der Verträglichkeit und Wirkung von Herbiziden bei der Überkopfanwendung an Baumschulgehölzen nach der Pflanzung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bodenkunde, Gartenbau, Baumschule, Herbizide, Bodenherbizide



