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Prozeßoptimierung in der Produktion

Prozeßoptimierung in der Produktion
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiko Jacob
  • Abgabedatum: Januar 1995
  • Umfang: 67 Seiten
  • Dateigröße: 2,8 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3372-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3372-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3372-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jacob, Heiko Januar 1995: Prozeßoptimierung in der Produktion, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Heiko Jacob

Einleitung:

Im Jahre 1990 erschienen die Ergebnisse des International Motor Vehicle Program (IMVP), einer Langzeitstudie über die Zukunft der Weltautomobilindustrie, koordiniert vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Diese waren der Beleg für die schon länger vermutete erhebliche Überlegenheit der Japaner bezüglich Produktivität, Flexibilität und Qualität. Womack/Jones/Roos, die Herausgeber der MIT-Studie, führten diese auf ein neues, innovatives Produktionssystem, der sog. „Lean Production" zurück.

Der Ausdruck „Lean Production" läßt sich mit „schlanker Produktion" übersetzten: „Schlank", weil die Japaner innerhalb der Fertigung von allem weniger einsetzen. Sie benötigen nur die Hälfte des Fabrikpersonals, die Hälfte der Fläche und brauchen nur halb solange zur Entwicklung eines neuen Produktes. Der Begriff der „Produktion" ist jedoch in einem erweiterten Wortsinn zu verstehen. Das Konzept der Lean Production umfaßt den gesamten Wertschöpfungsprozeß eines Produktes, angefangen bei der Entwicklung und Konstruktion, über die Fertigung bis über die Unternehmensgrenzen hinaus zum Kunden. Somit wird auch deutlich, daß diese Philosophie sich nicht auf ein einzelnes Unternehmen beschränkt, sondern daß auch externe Partner von Unternehmen integriert werden. Westliche Unternehmen, eingebunden in ihre statisch veranlagten Unternehmensphilosophien, kamen aus der Dilemmasituation Qualität, Zeit und Kosten nicht Heraus. Sie konnten nicht alle drei Ziele gleichzeitig erreichen. Doch die Japaner schafften es, alle Dimensionen von Effizienz und Effektivität simultan zu verbessern. Besser noch, sie blieben nicht auf dem Erreichten stehen, sondern sichern sich ein langfristiges Wachstum. Diese Dynamik in der japanischen Unternehmensphilosophie beruht auf dem Konzept des permanenten Strebens nach Verbesserung. Die Aufgabe der Prozeßoptimierung ist es, den gesamten Wertschöpfungsprozeß eines Produktes „schlank" zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vermeidung von Verschwendung und ein Streben nach kontinuierlicher Verbesserung. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung des Konzeptes der Prozeßoptimierung in der Produktion, also dem eigentlichen Fertigungsbereich.

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau dieser Arbeit ist in fünf Abschnitte aufgeteilt. Im ersten Abschnitt (Kap. 2) erfolgt ein kurzer Überblick über das Konzept des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).

Anschließend wird ein allgemeines Modell zur Prozeßoptimierung dargestellt, welches durch den konzeptionellen Ansatz von Shigeo Shingo ergänzt wird (Kap. 3).

Der dritte Abschnitt (Kap. 4) enthält die Übertragung des Modells auf die industrielle Fertigung und zeigt die Vorgehensweise bei der Optimierung der Produktion auf. Ergänzt wird dieses Kapitel durch eine Beschreibung der Kanban-Methode als ein Instrumentarium zur Fertigungssteuerung.

Anhand von einem Fallbeispiel sollen einige Methoden zur Prozeßoptimierung veranschaulicht werden (Kap. 5).

Im letzten Abschnitt (Kap. 6) folgen einige Entwicklungstendenzen sowie ein Ausblick. Anmerkend sei noch erwähnt, daß die Literatur zum hiesigen Thema häufig anstelle der deutschen Fachausdrücke die japanischen bzw. angelsächsischen Synonyme verwendet. Diese Vorgehensweise wird insoweit beibehalten, als daß die wichtigsten Begriffe durch ihre japanischen bzw. angelsächsischen Bezeichnungen ergänzt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einordnung und begriffliche Grundlagen 1
2. Kaizen 2
2.1 Das Konzept des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses 2
2.2 Standardisierung und Verbesserung 4
2.3 Die „5 Warum“ 5
3. Das Modell der Prozeßoptimierung 6
3.1 Allgemeines Modell der Prozeßoptimierung 6
3.2 Ansatz zur Prozeßoptimierung nach Shingo 8
4. Prozeßoptimierung in der Produktion 10
4.1 Vermeidung von Verschwendung 10
4.2 Analyse der gegebenen Situation 10
4.2.1 Produkt-Mengen-Analyse 10
4.2.2 Prozeßanalyse 14
4.3 Prozeßverbesserungen 16
4.3.1 Vermeidung von Verzögerungen 16
4.3.1.1 Vermeidung von Prozeßverzögerungen 17
4.3.1.1.1 Vermeidung von E-Lagern 17
4.3.1.1.2 Vermeidung von C-Lagern (Entkopplungspuffer) 19
4.3.1.1.3 Vermeidung von S-Lagern (Sicherheitspuffer) 20
4.3.1.1.4 Resümee 20
4.3.1.2 Vermeidung von Losverzögerungen 21
4.3.2 Transportverbesserungen 23
4.3.2.1 Fertigungssegmentierung 24
4.3.2.2 Fertigungszellen bzw. -inseln 26
4.3.2.3 U-förmiges Maschinenlayout 27
4.3.3 Verbesserung der Qualitätssicherung 28
4.3.3.1 Ziele einer Qualitätssicherung 28
4.3.3.2 Verschiedene Methoden der Qualitätssicherung 29
4.3.3.3 Poka-Yoke 30
4.3.3.3.1 Funktionen des Poka-Yoke-Systems 30
4.3.3.3.2 Typen von Poka-Yoke-Systemen 30
4.3.3.3.3 Implementierung eines Poka-Yoke-Systems 33
4.4 Optimierung der Bearbeitung 34
4.4.1 Verbesserung der Einrichtezeiten durch Kurzzeit-Werkzeugwechsel 35
4.4.2 Implementierung der Kurzzeit-Werkzeugwechsel 38
4.4.3 Verbesserung der eigentlichen Operationen 42
4.5 Kanban-Methode zur Fertigungssteuerung 44
4.5.1 Kanban-Arten 44
4.5.2 Systematik des Kanban-Systems 46
4.5.3 Bestimmung der Anzahl der Kanban-Karten 48
5. Fallbeispiel 50
6. Ausblick und Entwicklungstendenzen 55
Literaturverzeichnis 57

Arbeit zitieren:
Jacob, Heiko Januar 1995: Prozeßoptimierung in der Produktion, Hamburg: Diplomica Verlag

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