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Prozesskostenrechnung in SAP R/3

Prozesskostenrechnung in SAP R/3
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Kaltwaßer
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4753-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4753-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4753-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaltwaßer, Thomas Januar 2000: Prozesskostenrechnung in SAP R/3, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Prozesskosten, SAP, Kosten, Software

Diplomarbeit von Thomas Kaltwaßer

Einleitung:

In den letzten Jahren ist in den Industrieunternehmen ein überproportionales Wachstum der Gemeinkosten im Verhältnis zu den Einzelkosten zu beobachten. Bereits in den fünfziger Jahren wurde erkannt, dass die im Rahmen der Vollkos-tenrechnung verwendete Zuschlagskalkulation zur Verrechnung der Gemeinkosten zu ungenauen Produktkosten führen kann. In der Folgezeit gab es einige Publikationen, die sich mit diesem Problem befassten, und ein paar Entwicklungen in der Praxis. Mitte der achtziger Jahre kam es dann in den USA, ausgelöst durch einen Artikel von Miller / Vollmann, zur Entwicklung des activity based costing, welches die Fehler der traditionellen Kostenrechnung bei der Verrechnung der Gemeinkosten beseitigen soll. Bezugnehmend auf die amerikanischen Entwicklungen wurde Anfang der neunziger Jahre die Prozesskostenrechnung in Deutschland entwickelt. Bis heute wird die Methodik, der Nutzen und die Anwendbarkeit der Prozesskostenrechnung sehr kontrovers diskutiert.

Die SAP AG wurde 1972 gegründet. Mit ihren Produkten ist das Unternehmen Weltmarktführer bei Software zur Abbildung unternehmensweiter und unterneh-mensübergreifender Prozesse. Mit einem Jahresumsatz von 5,1 Mrd. im Jahr 1999 und über 22000 Mitarbeitern ist die SAP AG einer der größten Softwareher-steller der Welt. Das Hauptprodukt des Unternehmens ist SAP R/3. Dieses ist seit 1992 auf dem Markt. Die erste Möglichkeit, eine Prozesskostenrechnung mit SAP abzubilden, wurde 1994 mit der Komponente Prozesskostenrechnung im Modul RK für SAP R/2 geschaffen. Aufgrund mangelnder Akzeptanz und unzureichender Integration in ein System war diese Komponente kein Erfolg. Beim Nachfolgemodul CO in SAP R/3 konnte man ab 1995 mit dem Release 3.0 die Prozesskostenrechnung als eine statistische Parallelrechnung umsetzen und ab 1997 (Release 4.0) sie auch in die operative Kosten- und Erfolgsrechnung integrieren.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis V
1. Historie 1
2. Struktureller Aufbau der Prozesskostenrechnung und deren Einbettung in das Kostenrechnungssystem 3
2.1 Teilprozessebene und Verbindung zur Kostenstellenrechnung 3
2.2 Beziehungen innerhalb des Prozesskostenrechnungssystems 7
2.3 Verbindung zur Kostenträgerrechnung 8
3. Aufbau des Prozessmodells 10
3.1 Das Beispielmodell 10
3.2 Aktivierung der Prozesskostenrechung 10
3.3 Standardhierarchie der Geschäftsprozesse 13
3.4 Stammdaten der Prozesskostenrechnung 14
3.5 Das Prozessschema 22
4. Planung 33
4.1 Planung statistischer Kennzahlen 34
4.2 Planung der Hauptprozessmengen 35
4.3 Planung der Leistungsarten der Kostenstellen 37
4.4 Planung der Primärkosten in den Kostenstellen 39
4.5 Tarifermittlung für die Leistungsarten 40
4.6 Planung der Leistungsaufnahmen der Teilprozesse 41
4.7 Umlage der lmn-Prozesskosten auf lmi-Prozesse 43
4.8 Ermittlung der Hauptprozesskosten 51
4.9 Planungsberichte 54
5. Istbuchungen 57
6. Infosystem 59
7. Fazit 61
Literaturverzeichnis 63
Ehrenwörtliche Erklärung 65

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im folgenden Beispiel sollen in den Prozess P002 pro Prozessdurchführung fünf Mal der Prozess P001 als variable Menge eingehen. Außerdem nimmt der Prozess P002 den Prozess P001 noch mit einer fixen Menge in Anspruch, und zwar in Höhe eines Fünftels der Menge des Hauptprozesses HPBES. Zur Kontrolle wird für den Testprozess 002 eine Prozessmenge von 600 und für den Hauptprozess HPBES von 400 geplant. Das heißt also, dass der Prozess P001 mit einer Menge von 3080 (variabler Anteil: 600 * 5 = 3000; fixer Anteil: 400 * 0,2 = 80) in Anspruch genommen wird. Dazu wird das Prozessschema HPTST definiert. Darin füge ich eine aktive Zeile vom Typ Prozess mit dem Objekt P001 ein. Der variable Mengenfaktor im Plan ist 5. Zum Erzeugen der Formel für den fixen Mengenanteil wird das Formeltextfeld verwendet und die Funktion für die Ausgabe der Prozessmenge des Prozesses HPBES eingefügt. Bei Funktionen, die von Parametern abhängen, öffnet sich einen Maske zur Eingabe der Parameter. Diese können wiederum Funktionen sein (zum Beispiel GESCHAEFTSJAHR und PLAN_VERSION). [...]

In den Mengenfeldern findet man die Anzahl der benötigten Prozessdurchführungen (in Prozesszeilen), die Menge einer Leistungsart einer Kostenstelle (in Tätigkeitszeilen) oder den Wert einer Rechenzeile. Dabei können für Plan und Ist unterschiedliche Werte benutzt werden. Bei der Definition strukturierter Prozesse ist es außerdem möglich, eine fixe Menge und einen variablen Mengenfaktor anzugeben. Dabei fällt die fixe Menge in jeder Periode in gleicher Höhe an und die variable Menge ergibt sich aus der Multiplikation des Mengenfaktors mit der Empfängerprozessmenge. In den Mengenfeldern ist es möglich Festwerte und Formeln einzugeben. Zur Eingabe steht ein eigenes Bild zur Verfügung. Hier kann in ein Textfeld die gewünschte Formel eingegeben werden. Auch hier stehen wieder Funktionen der gewählten Umgebung zur Verfügung. [...]

Bei der Methode, Prozesse nach dem Prozessverantwortlichen auszuwählen, sind SAP einige Fehler unterlaufen. In der Methodendefinition akzeptiert das Programm nur Großbuchstaben (also nur „MÜLLER“). Kleinbuchstaben werden sofort umgewandelt. Wenn nun aber die Prozesse nach dieser Methode ermittelt werden sollen, werden die Verantwortlichen unter Berücksichtigung der Großund Kleinschreibung verglichen. Daher findet das System keine Prozesse mit dem Verantwortlichen „Müller“ oder „müller“, sondern nur die, in denen der Verantwortliche in Großbuchstaben eingetragen ist. Als Beispiel zur Aktivierung sollen noch zwei Zeilen mit den Prozessen TPIBT21I1 und TPLAG12I1 in das Prozessschema eingefügt werden. Dabei soll aber nur eine in Abhängigkeit vom Empfängerprozess aktiviert werden. Da das 26 [...]

Arbeit zitieren:
Kaltwaßer, Thomas Januar 2000: Prozesskostenrechnung in SAP R/3, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Prozesskosten, SAP, Kosten, Software

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