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Prozesskettenanalyse im Seehafenhinterland für den intermodalen Containerverkehr

Prozesskettenanalyse im Seehafenhinterland für den intermodalen Containerverkehr
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Sebastian Ries
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 13,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5639-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5639-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5639-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ries, Sebastian Juli 2002: Prozesskettenanalyse im Seehafenhinterland für den intermodalen Containerverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Container, Prozesskette, Kombinierter Verkehr, Transportkette, Hinterland

Studienarbeit von Sebastian Ries

Einleitung:

Der weltweite Containerverkehr erlebt seit vielen Jahren ein bedeutsames Wachstum. Bis zum Jahre 2010 wird eine Verdopplung des gegenwärtigen Aufkommens erwartet.

Damit einher geht die zunehmende Bedeutung der Seehafenhinterlandverkehre. Die in den Seehäfen angelandeten Container müssen landseitig schnell und kostengünstig den Empfänger erreichen. Analog dazu nimmt der Vorlauf vom Verlader zum Seehafen eine gleichsam wichtige Rolle in der Gesamt-Transportkette ein. Rund 75% der Gesamtkosten eines Transports von containerisierten Gütern über Seehäfen entstehen an Land, lediglich 25% durch den reinen Seetransport. Damit wird deutlich, welche herausragende Bedeutung die Prozesse im Seehafenhinterlandverkehr für den Gesamttransport haben. Sie stellen ein komplexes Handlungsfeld dar, da hier in der Regel unterschiedliche Verkehrsträger miteinander reibungslos und kostengünstig verknüpft werden müssen.

In dieser Arbeit werden die Prozesse im Seehafenhinterlandverkehr analysiert und eine Darstellung der für den Seehafenhinterlandverkehr relevanten intermodalen Transportketten geliefert. Bei der Betrachtung werden ausschließlich Containertransporte berücksichtigt. Die strukturierten Prozesskettendarstellungen können als Grundlage einer ausführlichen Analyse verwendet werden.

Typische intermodale Transportketten werden unter Kombination der Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw hinsichtlich ihres Dokumenten-, Informations- und Materialflusses durchleuchtet.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird in Kapitel 2 eine Einführung in die globale Entwicklung der Containerverkehre gegeben. Anschließend werden die großen Seehäfen der Nordrange (Antwerpen, Rotterdam, Bremerhaven, Hamburg) auf ihre jeweiligen Besonderheiten hin untersucht und ihre spezifische Hinterlandanbindung beschrieben.

In Kapitel 3 werden die typischen intermodalen Transportketten im Seehafenhinterlandverkehr thematisiert. Nach einer Einführung in Begriffe und Thematik (3.1) werden die gegenwärtigen Strukturen im Seehafenhinterland vorgestellt (3.2). Es folgt eine Übersicht der Beteiligten an Hinterlandverkehren (3.3). Im Kernteil der Arbeit werden die Besonderheiten verschiedener intermodaler Transportketten im Seehafenhinterlandverkehr behandelt und ausgewählte Ketten im Detail dargestellt und erläutert (3.4). Anschließend werden die Transportvolumina transportkettenspezifisch quantifiziert (3.5).

In Kapitel 4 wird vertieft auf die informationstechnische Abwicklung des Hinterlandverkehrs (4.1) sowie Zusatzdienstleistungen entlang der Transportkette (4.2) eingegangen. Die für einen intermodalen Transportablauf notwendigen Transportdokumente und I&K-Systeme werden untersucht und die Zollabwicklung vorgestellt. Weitere Elemente in der Transportkette, wie Zu- und Abfluss der Leercontainer und das „Container Stuffing & Stripping“ werden hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Prozessketten im Seehafenhinterlandverkehr untersucht. Abschließend folgt eine Übersicht möglicher Kostenelemente im Containerverkehr.

In Kapitel 5 wird als Praxisbeispiel der Seehafenvorlauf eines Container-Transports der ThyssenKrupp Stahl AG im Prozesskettenmodell dargestellt und erläutert.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINFÜHRUNG 9
1.1 Ausgangssituation 9
1.2 Zielsetzung & Aufbau der Arbeit 10
2. DIE BEDEUTUNG VON CONTAINERVERKEHREN FÜR DIE SEEHÄFEN 12
2.1 Entwicklungim internationalen Containerverkehr 12
2.2 Die Seehäfen und ihr Hinterland 17
2.2.1 Hamburg 18
2.2.2 Bremerhaven 22
2.2.3 Antwerpen 24
2.2.4 Rotterdam 25
3. PROZESSKETTEN IM SEEHAFENHINTERLANDVERKEHR 28
3.1 Der Seehafenhinterlandverkehr 28
3.2 Die Verkehrsinfrastruktur im Hinterland 32
3.3 Die Beteiligten an der Prozesskette 34
3.4 Beschreibung und Darstellung typischer Prozessketten 36
3.4.1 Lkw-Direktverkehr 37
3.4.2 Bahnverkehr 39
3.4.3 Binnenschiffsverkehr 47
3.4.4 Trimodaler Transport 51
3.5 Transportkettenspezifische Quantifizierung der Transportvolumina 54
4. DIE AUFTRAGSABWICKLUNG VON SEEHAFENHINTERLANDVERKEHREN 58
4.1 Die informationslogistische Abwicklung 58
4.1.1 Transportdokumente 59
4.1.2 I&K Systeme 63
4.1.3 Zoll 65
4.2 Weitere Elemente der Transportkette 74
4.2.1 Leercontainergestellung 74
4.2.2 Container Stuffing & Stripping 75
4.3 Frachtkostenelemente im Containerverkehr 76
5. ANALYSE DER PROZESSKETTE EINES CONTAINERISIERTEN STAHLTRANSPORTS DER THYSSENKRUPP STAHL AG 79
5.1 Vorstellung der ThyssenKrupp Verkehr GmbH und der Verkehrswirtschaft ThyssenKrupp Stahl AG 79
5.2 Darstellung und Erläuterung eines containerisierten Stahl-Transports 80
5.2.1 Weitere Angaben zum Prozessablauf 83
5.2.2 Zeitlicher Ablauf 84
5.3 Kennzahlen zu Containertransporten 85
6. ANHANG 86
7. LITERATURVERZEICHNIS 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Containertransporten nach Polen, Russland und nach Großbritannien. Damit spielt Duisburg seine Stellung als Logistik-Drehscheibe weiter aus: Container werden per Binnenschiff aus den ARA-Häfen angelandet, auf die Schiene umgeschlagen und weitertransportiert. Diese Kette ist auch als trimodale Kette gut vorstellbar, wenn der Nachlauf am Bestimmungsort per LKW erfolgt. 72 Zudem ist diese Kette vorstellbar bei Vor- und Nachläufen zu Verladern mit Gleisanschluss, wie z.B. BASF in Ludwigshafen. Schiff – Schiff – LKW (8) Die unter Kapitel 3.2 geforderte Entwicklung der Binnenhäfen zu Hinterland-Hubs zur Entlastung der Seehäfen verlangt in zunehmendem Maße Systemlösungen. „Das Transportvolumen der Binnenschifffahrt wird nur wesentlich steigerbar sein, wenn Systemlösungen entwickelt werden. Schlecht ausgelastete oder auf Grund von Begrenzungen auf Nebenwasserstraßen lediglich zweilagig zu betreibende Containerschiffe können im direkten Schiffstransport zu den Seehäfen im Wettbewerb zu anderen Verkehrsträgern kaum bestehen. Zuläufe auf [...]

Hiernach hat sich innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren das Aufkommen im Containerverkehr der Binnenschifffahrt nahezu verdoppelt. Nach der PlancoPrognose von 1998 soll sich der kombinierte Verkehr mit Binnenschiffen bis zum Jahre 2010 auf 14,65 Mio. t erhöhen.69 DeCeTe sorgt mit dem Liniendienst Duisburg Express für eine Anbindung der Region Rhein-Ruhr an die Seehäfen Rotterdam und Antwerpen. Vier Binnenschiffe mit einem Ladevolumen von 260.000 TEU/a fahren regelmäßig im Liniendienst. (Binnen-Terminals: siehe Anhang 6.2 Bundeswasserstraßen und Binnenterminals) Schiff – LKW (6) Praktiziert wird diese Alternative als Liniendienst entlang des Rheins. Binnenschiffe laufen ausgewählte Terminals im Direktverkehr am Rhein an, die Verteilung und Sammlung der Verkehre erfolgt per Landverkehrsträger, in erster Linie auf der Straße. Problematisch erweist sich diese Kette allerdings abseits der großen [...]

Beteiligten wird für den Vorlauf die Bezeichnung MTO (1) und für den Nachlauf die Bezeichnung MTO (2) verwendet. Im folgenden soll das Schema der Prozesskettendarstellung erläutert werden. „Die Visualisierung von Prozessen in Form von Prozesskettenplänen ist der wichtigste Schritt, um eine Prozessstrukturtransparenz zu schaffen. Ausgangspunkt für eine strukturierte Darstellung von Arbeitsabläufen ist der Prozess, der durch die charakteristischen Größen Quelle – Transformation – Senke zu beschreiben ist.“ 63 Ein Prozesskettendiagramm wird von links von rechts gelesen, in gleicher Richtung läuft auch der Zeitstrahl mit. Die Einzelprozesse werden durch beschriftete Prozesskettenpfeile, die ablauflogisch verbunden werden, dargestellt. Diese Verknüpfung geschieht einerseits über lineare Verkettung der Prozesse in Zeitrichtung oder über sog. Konnektoren (senkrechte Linien). Konnektoren sind verknüpfende Modellelemente zur Zusammenführung und Verzweigung von Objektflüssen. Auch sind sie erforderlich, wenn Prozesse zeitgleich ablaufen. Zeitgleich ablaufende Prozesse werden untereinander angeordnet, zeitlich [...]

Arbeit zitieren:
Ries, Sebastian Juli 2002: Prozesskettenanalyse im Seehafenhinterland für den intermodalen Containerverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Container, Prozesskette, Kombinierter Verkehr, Transportkette, Hinterland

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