Prospect-Theorie - Entwicklung und heutige Anwendung in der Finanzwirtschaft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jörg Jacob
- Abgabedatum: Juli 2003
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Chemnitz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7491-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7491-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7491-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jacob, Jörg Juli 2003: Prospect-Theorie - Entwicklung und heutige Anwendung in der Finanzwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Behavioral Finance, Unsicherheit, Verlustaversion, Wertfunktion, deskriptive Präferenztheorie
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Diplomarbeit von Jörg Jacob
Einleitung:
Verhaltenswissenschaftliche Ansätze nehmen als Basis für ökonomische Modelle eine immer bedeutendere Rolle ein. Im Rahmen des neuen Teilgebietes der Finanzwirtschaft wird versucht, das individuelle Verhalten in den Märkten besser zu verstehen. Obwohl die Behavioral Finance als eine Erweiterung der Kapitalmarkttheorie, welche psychologische und ökonomische Erkenntnisse zusammenführt, schon seit mehr als 30 Jahren als eigenständiger Forschungszweig existiert, gelang der Durchbruch erst in den letzten zehn Jahren.
Ein Teilgebiet der Behavioral Finance ist die Prospect-Theorie, welche die bekannteste und am meisten überprüfte Theorie der Entscheidung unter Unsicherheit ist. Bei der Prospect-Theorie handelt es sich um eine axiomatisch fundierte3 deskriptive Theorie.
Ökonomen unterscheiden zwischen normativen und deskriptiven Theorien. Normative Theorien beschreiben rationales Wahlverhalten, zum Beispiel durch die Axiome der Erwartungsnutzentheorie, also wie Menschen sich entscheiden sollten. Deskriptive Theorien versuchen die wirkliche Entscheidung darzustellen, also wie Menschen sich real entscheiden. Das Ziel deskriptiver Präferenztheorien ist, dass für riskante Entscheidungssituationen das Entscheidungsverhalten vorhergesagt werden kann.
Eine Entscheidungssituation liegt vor, wenn eine Person zwischen mehreren Alternativen wählen muss und in der Abhängigkeit von dieser Entscheidung verschiedene Ergebnisse zustande kommen können, welche unterschiedlichen Nutzen stiften. Seit den Forschungsergebnissen der Psychologen Kahneman und Tversky gilt es als bewiesen, dass Menschen in ihrer Ergebnisbewertung relativ vorgehen.
Die vorliegende Arbeit hat als Ziel, die Entwicklung und die Idee der Prospect-Theorie von Kahneman und Tversky darzustellen und zu erläutern, inwiefern diese sich, insbesondere in der Finanzwirtschaft, anwenden lässt. Diese Arbeit ist dabei wie folgt aufgebaut: begonnen wird mit der Vorstellung und Erklärung der klassischen Prospect-Theorie. Danach wird die Erweiterung der Prospect-Theorie zur Cumulative Prospect-Theorie vorgestellt. In Kapitel vier werden einige Anwendungen der Prospect-Theorie behandelt. Den Abschluss bilden das fünfte Kapitel mit einer Bewertung der Prospect-Theorie und das sechste Kapitel mit einem Ausblick auf die zukünftigen Forschungsmöglichkeiten bezüglich der Prospect-Theorie.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS: | IV | |
| 1. | EININLEITUNG UND ZIELSETZUNG | 1 |
| 2. | DAS GRUNDMODELL DER PROSPECT-THEORIE | 2 |
| 2.1 | Anomalien bei der Entscheidung | 3 |
| 2.1.1 | Das Ellsberg Paradoxon | 3 |
| 2.1.2 | Das Allais Paradoxon | 4 |
| 2.2 | Die Entwicklung der Prospect-Theorie | 5 |
| 2.3 | Die Kerngedanken der Prospect-Theorie | 8 |
| 2.4 | Die Bewertung von Alternativen mit Hilfe der Prospect-Theorie | 10 |
| 2.4.1 | Die Editing Phase | 10 |
| 2.4.2 | Die Bewertungsphase | 13 |
| 2.4.1.1 | Festlegen eines Referenzpunktes für die Wertfunktion und Referenzpunkteffekte | 14 |
| 2.4.1.2 | Die Bewertungsfunktion | 16 |
| 2.4.1.3 | Die Entscheidungsgewichtefunktion | 23 |
| 2.5 | Effekte aus dem Verlauf der Wertfunktion | 28 |
| 2.5.1 | Die Verlustaversion | 28 |
| 2.5.2 | Der Dispositionsefffekt | 31 |
| 2.5.3 | Der Sunk-cost-Efffekt | 33 |
| 2.5.4 | Der Reflection-Efffekt | 34 |
| 2.5.5 | Der Besitztumsefffekt | 34 |
| 2.5.6 | Hedonic Framing | 36 |
| 2.6 | Der Verlauf der Indiferenzkurven der Prospect-Theorie | 37 |
| 3. | WEITERENTWICKLUNG DER PROSPECT-THEORIE | 38 |
| 3.1 | Die Rangplatzabhängige Nutzentheorien | 39 |
| 3.2 | Die Cumulative Prospect-Theorie | 41 |
| 3.2.1 | Die Annahmen der Cumulative Prospect-Theorie | 42 |
| 3.2.2 | Parametrisierung der Wertfunktion | 44 |
| 3.2.3 | Die Wahrscheinlichkeitsgewichtsfunktion | 45 |
| 3.2.4 | Parametrisierung der Entscheidungsgewichtefunktionen | 47 |
| 3.2.5 | Die Indifferenzkurven der Cumulative Prospect-Theorie | 50 |
| 3.3 | Die Prospect-Theorie unter Beachtung von Mehrfachzielen und sicheren Erwartungen | 50 |
| 4. | ANWENDUNG DER PROSPECT-THEORIE | 52 |
| 4.1 | Erklärung des Entscheidungsverhalten von Konsumenten mit Hilfe der Prospect-Theorie | 52 |
| 4.1.1 | Marketing mit Hilfe der Prospect-Theorie | 52 |
| 4.1.2 | Marketing von Finanzprodukten | 55 |
| 4.2 | Anwendung in der Finanzwirtschaft | 56 |
| 4.2.1 | Anwendung bei Investitionen | 56 |
| 4.2.1.1 | Eskalationseffekte bei Investition | 56 |
| 4.2.1.2 | Zeitpräferenzrate bei Investitionen | 58 |
| 4.2.2 | Risiko - Rendite Zusammenhang und Prospect-Theorie | 59 |
| 4.2.3 | Versicherungsentscheidungen und Prospect-Theorie | 60 |
| 4.2.4 | Anlageentscheidungen in Kapitalmärkten | 61 |
| 4.2.4.1 | Das Zusammenspiel von Prospect-Theorie und Mental Accounting | 62 |
| 4.2.4.2 | Informationsverarbeitung | 63 |
| 4.2.4.3 | Beeinflussung der Marktpreisbildung | 64 |
| 4.2.5 | Portfolios und Prospect-Theorie | 66 |
| 4.2.6 | Börsensoftware: Price Level Profile | 68 |
| 4.2.7 | Reaktion zur Steuervermeidung erfasst durch die Prospect-Theorie | 69 |
| 4.2.8 | Leistungspolitik von Kreditinstituten | 70 |
| 5. | BEWERTUNGEN UND EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN ZUR PRSPECT-THEORIE | 73 |
| 6. | AUSBLICK FÜR WEITERE FORSCHUNGEN | 76 |
| 7. | ZUSAMMENFASSUNG | 77 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 79 | |
| EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG | 86 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832474911
Arbeit zitieren:
Jacob, Jörg Juli 2003: Prospect-Theorie - Entwicklung und heutige Anwendung in der Finanzwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Behavioral Finance, Unsicherheit, Verlustaversion, Wertfunktion, deskriptive Präferenztheorie



