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Projektplanung unter dem Gesichtspunkt der gleichmäßigen Ressourcenauslastung

Projektplanung unter dem Gesichtspunkt der gleichmäßigen Ressourcenauslastung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Schreiber
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 877,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6273-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6273-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6273-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schreiber, Andreas Februar 2002: Projektplanung unter dem Gesichtspunkt der gleichmäßigen Ressourcenauslastung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapazitätsplanung, Ressourcenarten, Bearbeitungsmodi, Modellierung, Lösungsverfahren

Diplomarbeit von Andreas Schreiber

Gang der Untersuchung:

Nach einer kurzen Einleitung in die Projektplanung werden in der vorliegenden Arbeit zunächst die traditionellen Ressourcenarten anhand kleiner Beispiele vorgestellt. Dabei wird durch den Vergleich der einzelnen Ressourcenarten mit Produktionsfaktoren ein Zusammenhang mit der Produktionstheorie hergestellt, auf den auch im weiteren Verlauf der Arbeit immer wieder eingegangen wird.

Um der in der betrieblichen Realität häufig anzutreffenden schwankenden Verfügbarkeit von Ressourcen Rechnung zu tragen, erfolgt anschließend die Einführung des Typs der partiell-erneuerbaren Ressource, der zudem geeignet ist, gleichsam die traditionellen Ressourcenarten (erneuerbar, nicht-erneuerbar und doppelt beschränkt) zu beschreiben. Weiterhin wird der Begriff des Bearbeitungsmodus vorgestellt, der eine notwendige Voraussetzung für eine sinnvolle Berücksichtigung nicht-erneuerbarer Ressourcen darstellt. Hieran schließt sich die Wiederholung der für den weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit wichtigen Grundlagen der Struktur- und Zeitanalyse von Projekten an.

In einem weiteren Schritt werden die verschiedenen Ziele der Projektplanung vorgestellt, zu deren bekanntesten die Termin- und Kostenplanung gehören. Hierbei wird auch auf den Zusammenhang zwischen der Anwendung der Netzplantechnik und der Lösung eines linearen Programms hingewiesen. Neben weiteren weniger bekannten Zielen wie beispielsweise der Planung von Zahlungsflüssen oder der Qualität liegt der Schwerpunkt jedoch auf der Ressourcenplanung. Damit diese zu einer gleichmäßigen Auslastung der eingesetzten Ressourcen führt, werden schließlich mögliche Zielfunktionen als Maß für die Gleichmäßigkeit vorgestellt.

Im sich anschließenden dritten Kapitel wird sukzessive ein Modell zur ressourcenorientierten Projektplanung entwickelt. Zunächst wird unter Berücksichtigung von zeitlichen Minimal- und Maximalabständen und der Annahme von Ende-Start-Beziehungen zwischen den einzelnen Vorgängen ein Modell zur Ermittlung frühestmöglicher und spätestzulässiger Startzeitpunkte ohne Berücksichtigung von Kapazitätsrestriktionen aufgestellt. Dies geschieht, weil frühestmögliche und spätestzulässige Termine im weiteren Verlauf noch benötigt werden. Anschließend erfolgt die Erweiterung dieses Modells zur Terminplanung um die Berücksichtigung von Kapazitätsrestriktionen, was eine völlig veränderte Schreibweise des Modells erfordert. Hierdurch wird der Übergang zur gleichmäßigen Ressourcenplanung vorbereitet, da für letztere nur noch die Zielfunktion ausgetauscht werden muss.

Zuvor wird jedoch zunächst einmal das Optimalitätskriterium festgelegt. Anhand eines kleinen Beispielprojekts werden sämtliche möglichen Lösungen und die Werte der zur Diskussion stehenden Zielfunktionen ermittelt. Auf dieser Basis wird ein intuitiv nachvollziehbares Maß ausgewählt, was für die Gültigkeit der Aussagen jedoch keinerlei Einschränkung mit sich bringt, da die Zielfunktion ohne großen Aufwand austauschbar ist.

Im Hinblick auf den zu erwartenden hohen Rechenaufwand, der zur exakten Lösung der aufgestellten Modelle erforderlich ist, wird anschließend eine Möglichkeit zur Reduzierung der Zahl der benötigten Variablen vorgestellt, die sich auf die Ergebnisse einer vorherigen Zeitplanung stützt. Hieran schließt sich die Betrachtung mehrerer paralleler Projekte an, was auf den Einprojektfall zurückgeführt werden kann. Die nächste Erweiterung umfasst die Berücksichtigung nicht-erneuerbarer Ressourcen, was durch das Hinzufügen einer zusätzlichen Nebenbedingung erreicht wird. Somit erlaubt das derart erweiterte Modell auch die Berücksichtigung doppelt-beschränkter Ressourcen. Der Ressourcentyp der partiell-erneuerbaren Ressource wird berücksichtigt, indem er auf die klassischen Ressourcentypen zurückgeführt wird.

In einem weiteren Schritt erfolgt die Berücksichtigung verschiedener Bearbeitungsmodi sowie unterbrechbarer Vorgänge. Letztere können auf zweierlei Art und Weise berücksichtigt werden. Weil die direkte Berücksichtigung eine völlig andere Formulierung des Modells erfordert, wird dieser Fall in der vorliegenden Arbeit durch die Zerlegung der unterbrechbaren Vorgänge in Teilvorgänge berücksichtigt.

Die Lösung der aufgestellten Modelle erfolgt unter Verwendung von LINGO. Um dem interessierten Anwender die Einarbeitung in LINGO zu ersparen, werden die LINGO-Modelle als Objekte in ein Tabellenblatt in MS Excel eingefügt. Somit reichen zur Anwendung der vorgestellten Modelle Kenntnisse in MS Excel vollständig aus.

Inhaltsverzeichnis:

TABELLENVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
SYMBOLVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
2. RESSOURCENPLANUNG IM PROJEKT 3
2.1 GRUNDLAGEN DER PROJEKTPLANUNG 3
2.1.1 Traditionelle Ressourcenarten 3
2.1.2 Schwankende Verfügbarkeit der Ressourcen 5
2.1.3 Bearbeitungsmodi von Vorgängen 6
2.1.4 Struktur- und Zeitanalyse von Projekten 7
2.2 ZIELE DER PROJEKTPLANUNG 9
2.2.1 Verschiedenartigkeit der Projektziele 9
2.2.2 Terminplanung 10
2.2.2.1 Anwendung der Netzplantechnikmethode CPM 10
2.2.2.2 Formulierung eines linearen Programms 11
2.2.3 Kostenplanung 12
2.2.4 Kapazitäts- oder Ressourcenplanung 14
2.2.5 Weitere Planungsziele 17
2.3 GLEICHMÄßIGE RESSOURCENAUSLASTUNG 17
2.3.1 Mögliche Zielfunktionen 17
2.3.2 Abgrenzung der Problemstellung 19
3. MODELLANSATZ RESSOURCENORIENTIERTER PROJEKTPLANUNG 20
3.1 VORGEHENSWEISE 20
3.2 TERMINPLANUNG 21
3.2.1 Ermittlung frühestmöglicher und spätestzulässiger Startzeitpunkte von Vorgängen ohne Berücksichtigung von Kapazitätsrestriktionen 21
3.2.2 Ermittlung frühestmöglicher und spätestzulässiger Endzeitpunkte von Vorgängen unter Berücksichtigung von Kapazitätsrestriktionen 22
3.3 GLEICHMÄßIGE RESSOURCENPLANUNG 25
3.3.1 Grundmodell 25
3.3.2 Festlegung des Optimalitätskriterium 26
3.3.3 Reduktion der Variablen 29
3.3.4 Verallgemeinerung des Modells 31
3.3.4.1 Berücksichtigung mehrerer Projekte 31
3.3.4.2 Berücksichtigung weiterer Ressourcenarten 32
3.3.4.3 Berücksichtigung verschiedener Bearbeitungsmodi 34
3.3.4.4 Berücksichtigung unterbrechbarer Vorgänge 36
4. ERMITTLUNG DER OPTIMALEN LÖSUNG DER AUFGESTELLTEN MODELLE 40
4.1 ÜBERLEGUNGEN ZUM LÖSUNGSAUFWAND 40
4.2 EXAKTE LÖSUNGSVERFAHREN 40
4.3 HEURISTISCHE LÖSUNGSVERFAHREN 41
4.4 VERWENDETES LÖSUNGSVERFAHREN 41
4.5 MODELLIERUNG MIT LINGO 6.0 43
4.6 ERGEBNISSE 48
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 53
5.1 ZUSAMMENFASSUNG 53
5.2 AUSBLICK 54
LITERATURVERZEICHNIS 56
ANHANG 60
LITERATURRECHERCHE 60
LINGO-MODELLE UND BILDSCHIRMAUSDRUCKE 66

Automatisiert erstellter Textauszug:

Da frühestmögliche und spätestzulässige Startzeitpunkte (oder – abhängig von der konkreten Formulierung des Modells - Endzeitpunkte) der Vorgänge im weiteren Verlauf der Arbeit noch benötigt werden, wird an dieser Stelle zunächst einmal ein Modell zu deren Ermittlung aufgestellt. Werden hierbei feste Vorgangsdauern und Minimal- sowie Maximalabstände zwischen den einzelnen Vorgängen angenommen, so können sämtliche vier in Kapitel 2 eingeführten Anordnungsbeziehungen (Ende-Start, Start-Start, StartEnde und Ende-Ende) durch einen Standardtyp berücksichtigt werden, z.B. zeitlicher Minimalabstand bei Vorliegen einer Start-Start-Beziehung, indem sämtliche Ungleichungen in die Form S i + bij ≤ S j überführt werden, wobei bij dann auch negative Werte annehmen kann. Für die Ende-Start-Beziehungen des vorherigen Beispiels ergeben sich somit die folgenden Transformationsvorschriften [25, 26, 27]. Zeitlicher Minimalabstand [...]

Prinzipiell ist jedes der im letzten Kapitel vorgestellten Maße als Zielfunktion eines Modells zur Erzielung einer gleichmäßigen Ressourcenauslastung innerhalb der Projektplanung geeignet. Im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit werden jedoch nur noch die Schwankungen des Ressourcenverbrauchs zwischen den einzelnen Perioden als Maß für die Gleichmäßigkeit der Ressourcenauslastung betrachtet. Wie bereits gesagt wurde, kommt dieses Maß in der Regel zur Anwendung, wenn es sich bei den verschiedenen Ressourcen um Arbeitskräfte mit verschiedenen Qualifikationen handelt und die Schwankungen des Arbeitskräfteeinsatzes zwischen den Perioden möglichst gering gehalten werden sollen. Für die weiteren Überlegungen seien weiterhin sowohl die Vorgangsdauern als auch die Ressourcennachfragen eines Vorgangs stets ganzzahlige Werte größergleich Null. Dies stellt jedoch keine Einschränkung dar, da es in einer praktischen Anwendung stets ausreicht, Dauern und Nachfragen mit einer endlichen Genauigkeit anzugeben. Weiterhin können durch entsprechende Wahl der Periodenlänge (bzw. Mengeneinheit der Ressource) stets ganzzahlige Dauern (bzw. Nachfragen) erreicht werden. Durch die zuvor grob beschriebene Problemstellung läßt sich die betriebliche Realität einer Vielzahl von Unternehmen beschreiben, welche die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen einzelnen Projekten zuweisen müssen. [...]

In Kapitel 2.2.4 wurde das Ziel einer gleichmäßigen und hohen Ressourcenauslastung unter Berücksichtigung beschränkt verfügbarer Ressourcen motiviert. Es wurde jedoch noch nicht erwähnt, was genau unter einer gleichmäßigen Ressourcenauslastung zu verstehen ist bzw. wie dieses Ziel quantitativ erfaßt werden kann. Daher werden im folgenden verschiedene Sichtweisen des Begriffs der gleichmäßigen Ressourcenauslastung vorgestellt und jeweils ein mögliches Maß angegeben. Dabei steht rk,t für den Bedarf an der Ressource k (k = 1,...,m) während der Periode [t, t+1[. Ein mögliches Maß für die Gleichmäßigkeit der Ressourcenauslastung bezieht sich auf den Ressourcenverbrauch je Periode. Die folgende Zielfunktion, in der ck einen Gewichtsfaktor – beispielsweise die Kosten je Einheit der Ressource k – darstellt, beschreibt dann die Summe der maximalen Ressourcenkosten, die es zu minimieren gilt. [...]

Arbeit zitieren:
Schreiber, Andreas Februar 2002: Projektplanung unter dem Gesichtspunkt der gleichmäßigen Ressourcenauslastung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapazitätsplanung, Ressourcenarten, Bearbeitungsmodi, Modellierung, Lösungsverfahren

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