Projektmanagement in Wohlfahrtsverbänden
Eine Strategie zur Bewältigung neuer Herausforderungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin Mikosch
- Abgabedatum: August 1995
- Umfang: 155 Seiten
- Dateigröße: 7,1 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1767-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1767-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1767-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mikosch, Martin August 1995: Projektmanagement in Wohlfahrtsverbänden, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Non-Profit, Projektmanagement, Wohlfahrtsverband, Sozialmanagement
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Diplomarbeit von Martin Mikosch
Einleitung:
Ohne Zweifel sind die neunziger Jahre gekennzeichnet durch tiefgreifende Veränderungsprozesse, die unsere bisherigen Lebensbedingungen wie auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Strukturen umfassend wandeln. Eckpunkte dieser Entwicklung sind die Frage nach einem zukünftigen friedlichen Zusammenleben, die Diskussion um die Internationalisierung der Datenvernetzung wie auch neue ökologische und medizinische Herausforderungen, die dazu zwingen, in neuen Kategorien zu denken, alte ausgetretene Pfade zu verlassen und nach neuen, effektiven und zeitgemäßen Lösungen zu suchen. Auch in Ökonomie und Verwaltung zeigt sich ein Aufbrechen bisheriger Denkstrukturen. Die Einführung des "Lean Managements", die Suche nach neuen Unternehmensphilosophien, in denen flache Hierarchien, Teamwork und ein projektbezogenes selbständiges Arbeiten dominieren, enstprechen - auch im Hinblick auf den international wachsenden Konkurrenzdruck - den ökonomischen und sozialpolitischen Erfordernissen der neunziger Jahre. Auch die Verwaltungen der Wohlfahrtsverbände - traditionell eher innovationsfeindlich und vielfach in überkommenen Organissationsstrukturen verhaftet - sind dem Veränderungsdruck einer sich rasch wandelnden Gesellschaft ausgesetzt.
Forderungen nach Flexiblität in Arbeits- und Organisationsstrukturen, nach effektivem Wirtschaften in Zeiten knapper öffentlicher Kassen zwingen auch hier zum Umdenken. Ob und inwieweit ein Transfer von Steuerungs- und Managementtechniken auf die Wohlfahrtsverbände sinnvoll und erfolgversprechend ist, ist bisher kaum aufgearbeitet worden und sprengt in seiner Komplexität sicherlich den Rahmen dieser Arbeit. Hier soll untersucht werden, ob das bisher fast ausschließlich in Profit-Organisationen angewandte Projektmanagement auch als Innovationsstrategie für Wohlfahrtsverbände geeignet ist.
Gang der Untersuchung:
Die inhaltlichen und geschichtlichen Grundlagen, Erkenntnisse und Erfahrungen mit Projektmanagement als Innovationsstrategie in Profit-Organisationen bilden in Kapitel zwei die Grundlage zur Bearbeitung der Thematik.
Das Kapitel drei ist den Wohlfahrtsverbänden gewidmet. Auf der Basis der Theorien zur Einordnung der Wohlfahrtspflege in die soziale Marktwirtschaft und der Skizzierung ihrer Strukturmerkmale wie dem rechtlichen Status, ihrem Selbstverständnis, ihrer Finanzierung, der Organsiation, den Mitarbeitern und der Angebote werden die Spezifika, insbesondere im Vergleich zu Profit-Organsiationen herausgearbeitet.
Die Wohlfahrtsverbände stehen verstärkt unter einem Innovationsdruck, der auf gesellschaftlichen Veränderungen, dem Verlust an Legitimation ihrer Arbeit gegenüber den Bürgern, dem Rückzug des Staates aus der Sozialarbeit und - hochaktuell - der zunehmenden Tendenz, die sozialen Dienstleistungen über "Marktmechanismen" zu regulieren, zurückzuführen ist.
Die Reaktionen der Wohlfahrtsverbände auf den zunehmenden Innovationsdruck von den Versuchen der Leugnung ihrer Probleme bis hin zur Diskussion um die Einführung von Management-Know-How aus Profit-Organisationen unter dem Stichwort Sozialmanagement als Innovationsstrategie wird in Kapitel vier erörtert.
In Kapitel fünf werden die Chancen und Risiken von Projektmanagement anhand eines Beispiels aus der Praxis eines Wohlfahrtsverbandes mit den bisherigen Ausführungen verknüpft, und es wird überlegt, welche Auswirkungen die Einführung von Projektmanagement auf Wohlfahrtsverbände hat und haben kann.
Die Strukturmerkmale der Wohlfahrtsverbände als Ansatzpunkte für die Einführung von Projektmanagement werden in Kapitel sechs diskutiert.
Bezugspunkt ist bei dieser Fragestellung die Überlegung, ob die Besonderheiten der Wohlfahrtsverbände den Einsatz von Projektmanagement einschränken, oder ob sie vielleicht besondere Möglichkeiten bieten.
In Kapitel sieben wird das Fazit gezogen, ob die Einführung von Projektmanagement eine Handlungsstrategie zur Bewältigung neuer Herausforderungen für die Wohlfahrtsverbände sein kann.
Die Arbeit endet mit zusammenfassenden Gedanken, unter welchen Bedingungen der Einsatz von Projektmanagement in der Praxis von Wohlfahrtsverbänden sinnvoll ist. Diese Überlegungen fließen in eine Checkliste ein, die zu berücksichtigende Kriterien beim Einsatz von Projektmanagement in Wohlfahrtsverbänden vorstellt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Projektmanagement - eine Strategie für Innovationsvorhaben | 4 |
| 2.1 | Der Begriff Projektmanagement | 4 |
| 2.2 | Geschichte des Projektmanagements | 9 |
| 2.3 | Gründe für den Einsatz von Projektmanagement | 11 |
| 2.4 | Merkmale und Erfolgsfaktoren des Projektmanagements | 14 |
| 2.4.1 | Die Aufbauorganisation | 14 |
| 2.4.2 | Der Projektleiter | 23 |
| 2.4.3 | Das Projektteam | 26 |
| 2.4.4 | Konsequente Anwendung des spezifischen Projektmanagement Know-Hows | 30 |
| 3. | Die Wohlfahrtsverbände vor neuen Herausforderungen | 38 |
| 3.1 | Die Wohlfahrtspflege in ökonomischen Theorien | 38 |
| 3.2 | Strukturmerkmale von Wohlfahrtsverbänden | 43 |
| 3.2.1 | Die rechtliche Stellung der Wohlfahrtsverbände im Sozialstaat | 43 |
| 3.2.2 | Selbstverständnis und Ziele der Wohlfahrtsverbände | 54 |
| 3.2.3 | Von der Sammelbüchse zum Sozialsponsoring: Die Finanzierung der Wohlfahrtsverbände | 57 |
| 3.2.4 | Die Organisation der Wohlfahrtsverbände | 61 |
| 3.2.5 | Die Mitarbeiter der Wohlfahrtsverbände | 63 |
| 3.2.6 | Die Aufgaben, Angebote und Dienste der Wohlfahrtsverbände als Ausprägung ihres Selbstverständnisses | 71 |
| 3.3 | Die Wohlfahrtsverbände unter Innovationsdruck - die Herausforderungen | 73 |
| 3.3.1 | Gesellschaftliche Veränderungen | 73 |
| 3.3.2 | Der Legitimationsverlust der Wohlfahrtsverbände | 74 |
| 3.3.3 | Der Rückzug des Staates aus seiner sozialen Verantwortung | 80 |
| 3.3.4 | Vom Helfen zur Dienstleistung, vom Klient zum Kunden - die Einführung des "Marktes" als Steuerungsmechanismus sozialer Arbeit | 81 |
| 4. | Innovation der Wohlfahrtsverbände durch Einführung von Management Know-How | 88 |
| 4.1 | Bisherige Handlungsstrategien der Wohlfahrtsverbände zur Bewältigung der Herausforderungen | 88 |
| 4.2 | Innovationsstrategie Sozialmanagement | 91 |
| 5. | Der Einsatz des Projektmanagements in der Praxis - Chancen und Risiken am Beispiel eines Wohlfahrtsverbandes | 97 |
| 6. | Die Strukturmerkmale der Wohlfahrtsverbände als Ansatzpunkte für die Einführung von Projektmanagement | 116 |
| 7. | Projektmanagement: Eine Strategie der Wohlfahrtsverbände zur Bewältigung neuer Herausforderungen - das Fazit | 126 |
| 8. | Zusammenfassung | 132 |
| Literaturverzeichnis | 135 | |
| Abbildungsverzeichnis | 147 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832417673
Arbeit zitieren:
Mikosch, Martin August 1995: Projektmanagement in Wohlfahrtsverbänden, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Non-Profit, Projektmanagement, Wohlfahrtsverband, Sozialmanagement



