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Projektmanagement mit NLP

Projektmanagement mit NLP
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Wenke Hermanns

Einleitung:

Die klassische Projektmanagementliteratur betont zwar neben dem Experten- und Methodenwissen auch die Notwendigkeit der sozialen Fähigkeiten des Projektleiters, als Schlüsselfigur des Projektmanagements, zeigt i.d.R. aber keine Techniken und Wege auf, um diese entsprechend den Erfordernissen der Projektarbeit auszubauen.

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich, neben den organisatorischen und technischen Methoden des Projektmanagements, ausführlich mit dem sozial-psychologischen Bereich des Projektmanagements, welcher den Projekterfolg entscheidend beeinflusst, jedoch in der klassischen Projektmanagementliteratur eher eine Sekundärstellung einnimmt. Mit Hilfe von NLP (Neuro-Linguistische-Programmierung), einer erfolgreiche Kommunikationsmethode aus den USA, werden Verfahren und Verhaltensweisen aufgezeigt, die die Beziehungsebene der Beteiligten des in- und externen Umfeldes positiv beeinflussen und damit erheblich zum Projekterfolg beitragen. Die Projektarbeit, die besonders eine gute Interaktion und Kooperation aller Beteiligten erfordert, ist nur so gut, wie die Menschen in der Lage sind, zu kommunizieren.

Der idealtypische Projektablauf mit NLP wird beispielhaft und leicht verständlich erläutert, um insbesondere den Lesern, die bisher noch nicht mit der Neuro-Linguistischen-Programmierung in Berührung gekommen sind, Projektmanagement mit NLP näher zu bringen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 4
1. Problemstellung 5
1.1 Zielsetzung 6
1.2 Aufbau 7
2. Die organisatorische Sichtweise der Projektarbeit 8
2.1 Was macht ein Vorhaben zum Projekt? 8
2.2 Die wesentlichen Erfolgsfaktoren des Projektmanagements 10
2.3 Organisatorische Grundsätze 11
2.4 Aufbauorganisation eines Projektes 12
2.5 Formen der Projektorganisation 14
2.6 Wahl der geeigneten Organisationsform 15
2.7 Administrative und technische Ablauforganisation 16
2.7.1 Das Phasenmodell (Consulting-Geschäftszyklus) 16
2.7.2 Dokumentenmanagement 8
2.7.3 Instrumente der Projektplanung, Überwachung und Steuerung 9
3. Die sozialpsychologische Sichtweise des Projektmanagements 24
3.1 Projektarbeit als soziales System 24
3.2 Menschliche Arbeit in Projekten 25
3.2.1 Zusammenarbeit und Verhalten im Projektteam 25
3.3 Fachliche und soziale Anforderungen an das Projektpersonal 28
3.3.1 Anforderungen an die Teammitglieder 28
3.3.2 Anforderungen an den Projektleiter als Schlüsselfigur der Projektarbeit 30
3.4 Konflikte und Widerstände gegen Veränderungsprozesse 33
3.5 Lassen sich Führungsqualtitäten trainieren? 36
3.5.1 Kommunikationskunst mit NLP 36
4. Kommunikationspsychologische Methode NLP 39
4.1 Das Kommunikationsmodell 39
4.2 Welche Kommunikationsstrategie verfolgt NLP 41
4.3 Die sinnliche Wahrnehmung schärfen 43
4.3.1 Hinweis auf Repräsentationssysteme 43
4.3.2 Physiologie 46
4.3.3 Separator 48
4.3.4 Ankern 49
5. Idealtypischer Projektaublauf mit NLP 51
5.1 Akquisitionsphase 52
5.2 Zielsetzungs-/Vertragsphase 56
5.2.1 Teambildung (Vier-Augen-Gespräch) 60
5.2.2 Teamsitzung (Motivation) 61
5.3 Kick-off-Sitzung 63
5.4 Planungsphase 65
5.6 Ist-Analyse 67
5.7 Grobkonzeptionsphase 71
5.8 Lenkungsausschusssitzung am Ende der Grobkonzeptionsphase 74
5.9 Test-/Realisierungsphase 77
5.10 Einführungs-/Betreuungsphase und Kundenpflege 80
6. Schlussbetrachtung 85
6.1 Grenzen von NLP 86
Literaturverzeichnis 87
Anhang 90
Glossar 90
Hinweis zum Erlernen von NLP 97
Bewertung der verwendeten NLP-Literatur 100
Interview mit Frau Dr. Alexa Mohl, Autorin des Zauberlehrlings 101

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Separator ist ein plötzlicher Reiz, der das bisherige Wahrnehmungsmuster unterbricht. Dieser Reiz kann über jeden der fünf Sinneskanäle wahrgenommen und ausgelöst werden. Visuell kann dies das Auflegen eines Schaubildes, eines Balkendiagrams ect. sein. Weiterhin kann eine Neuorientierung durch auditive und kinästhetische Separatoren eingeleitet werden. In der Gesprächsführung ist der gezielte Einsatz mit Separatoren enorm nützlich, um festgefahrene Situationen aufzulösen und auf diese Weise neue Richtungen zu ermöglichen.73 4.3.4. Ankern Beim „Ankern“ liegt ein Reiz-Reaktionsschema vor. Anker sind äußere Reize, die bei einem Menschen bestimmte Reaktionen auslösen. Bei der Gestaltung der inneren Landkarte im Kopf jedes Menschen werde unzählige Reize mit inneren Reaktionen neurologisch verknüpft. Anker wirken normalerweise unbewusst, z.B. läuft im Radio das Lied, das man im letzten Urlaub oft gehört hat, so werden plötzlich Urlaubserinnerungen aktiviert. Das Unbewusste hat auf den Anker reagiert und man fühlt sich wie im Urlaub. Beim Ankern im Sinne von NLP geht es darum, das Lösungspotenzial und die Ressourcen, die zur Bearbeitung von Problemen und Aufgabenstellungen notwendig sind, beim Empfänger zu aktivieren, d.h. in der Gesprächsführung werden vom Projektführer Anker eingesetzt, um die jeweiligen Potenziale der Projektmitarbeiter zu aktivieren und sie somit zu unterstützen, in einen konstruktiven Zustand zu gelangen. Vielfach wird aber auch versucht, ohne bewusst von Ankern zu sprechen, den Gesprächspartner positiv einzustimmen, beispielsweise durch das Anbieten von Kaffee oder durch einleitende Gesprächsthemen, für die sich der andere begeistern kann. Im Unterschied zum Ankern mit NLP, wird hier nicht so speziell auf den Empfänger, bzw. auf sein Unbewusstes eingegangen.74 [...]

Von Misch-Physiologien kann gesprochen werden, wenn keine eindeutige Zuordnung möglich erscheint, sondern Elemente mehrerer Physiologien zusammentreffen, beispielsweise wenn ein Projektbeteiligter einerseits noch in seiner Problemvorstellung verhaftet ist und andererseits sich zugleich an seine Ressourcen erinnert (oder erinnert wird), die zu einer Lösung führen können. Der von außen als Misch-Physiologie erscheinende Problem-Ressourcen-Zustand spiegelt dann das erfolgreiche Zusammenführen wieder.71 NLP legt der sinnesspezifisch genauen Wahrnehmung deshalb so große Bedeutung bei, weil diese die Grundlage des sogenannten Kalibrierens darstellt. Kalibrieren bedeutet bestimmte Denkprozesse des Gesprächspartners wahrzunehmen, seine Physiologie dabei genau zu beobachten und sich diese zu merken, um sie später wieder erkennen zu können Wenn der Berater einen internen Prozess zusammen mit seiner extern wahrnehmbaren Physiologie gespeichert hat, so dass er sie wiedererkennen kann, ist er sozusagen darauf kalibriert und kann mit großer Sicherheit von der Physiologie auf den internen Prozess schließen. Dieses Wissen eröffnet wiederum die Möglichkeit durch gezielte Unterbrechung (Separator) einen Zustand bewusst auslösen (Ankern).72 4.3 3. Separator Um die in der Projektarbeit anfallenden Aufgaben besser lösen zu können sowie schwierige Situationen im Gespräch mit den auftraggebenden Unternehmen erfolgreicher zu überwinden, ist es sinnvoll, wenn der Projektleiter sich selbst und den Gesprächspartner in einen guten Zustand versetzt. Durch entsprechende äußere oder innere Reize (Wahrnehmungen) wird ein neuer Zustand ausgelöst und der bisherige beendet. Verstärkt sich z.B. im Gespräch mit dem Klienten ein Problemzustand aufgrund seiner befürchteten Risiken, ist eine gezielte Unterbrechung, ein Separator erforderlich, um zunächst die Blockade, bzw. den bisherigen Problemzustand zu beenden, damit ein neuer ausgelöst werden kann. [...]

In der Problem-Physiologie befindet sich jemand, sobald er eine Erfahrung in einer Situation erinnert, die nicht zu seiner Zufriedenheit abgelaufen ist. Dieser Zustand ist von außen wahrnehmbar, zum Beispiel durch blasse Hautfarbe, flache Atmung, verspannte Haltung und einen Blick nach unten links. Die Ausprägungen der Problem-Physiologie ist natürlich bei jedem Menschen individuell. Deshalb ist es für die Arbeit mit NLP wichtig, die Problem-Physiologie bei jedem Gesprächspartner und für jedes Problem genau wahrzunehmen. Bevor die Arbeit weitergehen kann, muss der Projektmanager das Teammitglied zunächst aus diesem Zustand herausholen, um auf diese Weise seine innerliche Blockade zu durchbrechen und anschließend einen konstruktiven Zustand herbeizuführen.69 Das NLP-Modell ist eine zielorientierte Methodik. Der Gesprächspartner muss so schnell wie möglich aus der Problem-Physiologie in die Ziel-Physiologie geführt werden, indem der Projektleiter gemeinsam mit dem Teammitglied (um mit diesem Beispiel fortzufahren) eine bestimmte Zielformulierung für das jeweilige Problem herausarbeitet. Je genauer diese ist, desto deutlicher ist die Ziel-Physiologie beim Empfänger sichtbar. Durch die genaue Zielformulierung wird innerlich Kontakt zu seinen Zielen hergestellt. Auch die Ziel-Physiologie ist individuell und bei jedem Menschen verschieden stark ausgeprägt. Die Ressourcen-Physiologie zeigt jemand, sobald er in der Lage ist, für eine bestimmte Situation Erfahrungen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Kräfte sowie Mittel und Wege anzugeben, mit deren Hilfe er das Ziel (Projektergebnis) erreichen kann. Von der Intensität der Ressourcen-Physiologie, welche von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, kann auch auf die Stärke und damit auf Wirksamkeit der Ressource für die Problembearbeitung geschlossen werden. Im Zustand der Versöhnungs-Physiologie befindet sich jemand, wenn er sich mit der bisher negativen Situation und seinem ablehnenden Verhalten versöhnt hat. Sie zeichnet sich durch eine psychische Entspannung aus und ist vor allem dann klar erkennbar, wenn während einer Problembestimmung sich ein spontaner Wechsel von der Problemphysiologie in Richtung Zielphysiologie einstellt.70 [...]

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