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Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses

Anwendung bei der Analyse des Konsumentenverhaltens im Tourismus am Plattensee

Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Christoph Thalhammer

Gang der Untersuchung:

Bei dem Marktforschungsprojekt: „Analyse des Konsumentenverhaltens der Touristen am Plattensee 2002“ konnte der Autor der vorliegenden Diplomarbeit im Rahmen eines Auslandssemesters an der Universität Veszprém in Ungarn aktiv mitwirken. Währenddessen entstand die Idee, die im Projekt gemachten Erfahrungen in einer Diplomarbeit zu dokumentieren, um Erkenntnisse und Fehler, die bei der Organisation und Durchführung dieses Projekts gemacht wurden, vor allem aus Gründen des Wissenstransfers, weiter zu geben. Dabei werden speziell das Wissen, das bei der Koordination innerhalb des arbeitsteilig organisierten Projekts notwendig ist sowie Spezialwissen und Erfahrungen in Teilbereichen (z.B. Fragebogenerstellung, Auswahlverfahren oder Maßnahmen für das Marketing) genauer beschrieben. Im Zentrum der Diplomarbeit steht somit die Beschreibung, eine Tourismusmarktforschung als Projekt durchzuführen, um den Marktforschungsprozess als Kern des Projekts bei ähnlichen Vorhaben in Zukunft effizienter gestalten zu können.

Zudem sollen in der Diplomarbeit Vorschläge gegeben werden, ein Marketingkonzept aus dem Ergebnis der Marktforschung für die Plattensee-Region abzuleiten. Der innerhalb des Projekts ablaufende Marktforschungsprozess wird somit nicht isoliert betrachtet, sondern anhand des Zielgebiets Plattensee anschaulich und ganzheitlich erläutert.

Die Inhalte der ersten beiden Teile befassen sich mit den theoretischen Grundlagen des Projektmanagements und der Marktforschung im Tourismus. Im dritten Teil soll die Theorie mit der Praxis durch einen Projekt-Erfahrungsbericht, verbunden mit den Marktforschungsergebnissen, zusammengeführt und veranschaulicht werden. Anschließend sollen dann Verbesserungsvorschläge für den Projektablauf gegeben und das Marketingkonzept für die Plattensee-Region erstellt werden. Dabei ist zu erwähnen, dass der Autor der vorliegenden Diplomarbeit keinen Einfluss auf Entscheidungen des Projektleiters hatte, sondern den Projektablauf, neben der Mithilfe bei der Entwerfung des Fragebogens und Durchführung der Befragung, als Außenstehender extern beobachtete, und von ihm deswegen eine objektive Beurteilung möglich ist.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
A. Einleitung 1
1. Wichtige Daten über Ungarn 1
2. Die ökonomische Situation in Ungarn 1
3. Die Rolle des Tourismus in Ungarn 3
3.1 Das touristische Angebot 3
3.2 Die wirtschaftliche Entwicklung 4
4. Das Marktforschungsprojekt 6
B. Theorieteil 8
I. Grundlagen des Projektmanagements 8
1. Entstehung 8
2. Begriffsdefinitionen 8
2.1 Das Projekt 8
2.2 Das Projektmanagement 9
3. Einflussfaktoren im Projektmanagement 10
3.1 Quantitative Faktoren 11
3.2 Qualitative Faktoren 11
3.3 Projektrisiken und externe Abhängigkeiten 12
4. Beteiligte am Projekt 13
4.1 Die Projektleitung 13
4.2 Das Projektteam 15
4.2.1 Definition 15
4.2.2 Mitarbeiterauswahl und Größe 15
4.2.3 Motivation der Teammitglieder 16
5. Typische Fehler im Projektmanagement 18
6. Aufgaben des Projektmanagements 18
6.1 Die Projektdefinition 18
6.2 Die Projektplanung 19
6.3 Die Projektorganisation 20
6.4 Berücksichtigung von Komplexität beim Projektmanagement 21
6.5 Überwachung, Kontrolle und Steuerung des Projektablaufs 23
6.6 Projektmanagement-Tools zur Planung und Kontrolle 24
6.6.1 Balkendiagramm 25
6.6.2 Netzplantechnik 26
6.6.3 Meilensteintrendanalyse 27
7. Wissensmanagement in Projekten 28
8. Zusammenfassung in Stichpunkten 31
II. Grundlagen der Marktforschung im Tourismus 32
1. Die Rolle der Marktforschung im Marketing 32
2. Marktforschungsarten 33
3. Der Marktforschungsprozess 34
4. Erhebungsarten 35
4.1 Sekundärforschung 36
4.2 Primärforschung 36
4.2.1 Die Vollerhebung 37
4.2.2 Die Teilerhebung 37
4.2.2.1 Auswahlverfahren 38
4.2.2.2 Die Quotenauswahl 38
5. Erhebungsmethoden 39
5.1 Befragung 39
5.2 Die Gästebefragung 40
5.2.1 Befragungsstrategien 40
5.2.2 Die Fragebogengestaltung 41
5.2.3 Der Interviewer 42
5.2.4 Interviewereinfluss 43
6. Datenauswertung und Präsentation der Ergebnisse 44
7. Rahmenbedingungen der Tourismusmarktforschung 45
7.1 Die Entstehung von Tourismus 45
7.2 Das touristische Angebot 46
7.3 Aufbau und Struktur der Tourismusbranche 47
7.4 Zukunftsperspektiven des Wirtschaftsfaktors Tourismus 47
8. Zusammenfassung in Stichpunkten 49
C. Praxisteil 50
I. Beschreibung des Marktforschungsprozesses für das Praxisprojekt: „Analyse des Konsumentenverhaltens der Touristen am Plattensee 2002“ 50
1. Ausgangslage und Hintergrund des Projekts 50
2. Der organisatorische Aufbau des Projekts 53
2.1 Auftraggeber 53
2.2 Kunde 53
2.3 Universität Veszprém 53
2.4 Zuständigkeiten 54
3. Der organisatorische Ablauf des Projekts 54
3.1 Durchführbarkeitsstudie und Zieldefinition 54
3.1.1 Durchführbarkeitsstudie 54
3.1.2 Zieldefinition 55
3.2 Operationalisierung der Ziele 56
3.3 Entscheidung über die Methodik 56
3.3.1 Erhebungsart 56
3.3.2 Erhebungsmethode 56
3.4 Bestimmung des Datenumfangs 58
3.5 Datenerhebung 58
3.6 Datenauswertung 60
3.7 Präsentation 60
3.8 Zusammenfassende Übersicht des Projektablaufs 61
4. Typische Projekteigenschaften vs. Praxisprojekt 61
5. Verbesserungsvorschläge zum Projektablauf 62
5.1 Erstellung des Fragebogens anhand der Zieldefinition 63
5.2 Fragebogenkonstruktion 65
5.3 Das Auswahlverfahren 67
5.4 Projektplanung mit mehreren Bezugsgruppen 69
5.5 Interviewerkontrolle 70
II. Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse des Praxisprojekts 71
1. Soziologische Daten 71
2. Reiseverhalten 71
3. Unterbringung 73
4. Ausflüge und Programme vor Ort 73
5. Positive und negative Aussagen der Urlauber 74
5.1 Positive Aussagen 74
5.2 Negative Aussagen 75
III. Das Marketingkonzept für die Plattensee-Region 76
1. Stärken - Schwächen und Chancen-Risiken Analyse 77
1.1 Stärken 77
1.2 Schwächen 78
1.3 Chancen 79
1.4 Risiken 80
2. Verschiedene Marketingstrategien 80
2.1 Vermarktung von Nischenangebote 81
2.2 Marktsegmentierung durch Bestimmung von Zielgruppen 83
2.2.1 Der aktive Gesundheitsurlauber 83
2.2.2 Der Ökotourist 85
2.2.3 Der Kulturtourist 87
2.3 Die Markenbildung der Destination 88
D. Schlussbetrachtung 92
I. Anhang 94
II. Literatur- und Quellenverzeichnis 110
III. Abschließende Erklärung 114

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die zukünftige Entwicklung des Tourismus am Plattensee ist, unter anderem wegen des bevorstehenden EU-Beitritts Ungarns 2004 und den schlechter ausgefallenen Umsatz- und Übernachtungszahlen für 2001, etwas ungewiss. Eine Ausnahme bildet hierbei nur das Komitat Veszprém, in dem seit Jahren die statistischen Umsatz- und Übernachtungszahlen eine steigende Tendenz bei den ausländischen Besuchern aufweisen. Dies liegt neben der ständigen Erweiterung des touristischen Angebots, auch an der steigenden Qualität des Tourismus rund um Veszprém.141 Die möglicherweise mit dem EU-Beitritt verbundene Frage des festen Wechselkurses (Forint/Euro) kann die Zukunft des Tourismus am Plattensee in entscheidender Weise bestimmen, da das „noch“ günstige Preis-/Leistungsverhältnis für viele UngarnUrlauber aus den EU-Staaten ein entscheidender Grund ist, dort ihren Urlaub zu verbringen. Eine momentan problematische Entwicklung ist die, dass die Qualität der touristischen Leistungen am Plattensee nicht in dem Maße gestiegen ist, wie die dafür zu bezahlenden Preise. Dies hängt einerseits mit den teilweise hohen Inflationsraten der letzten Jahre, und andererseits mit der Deregulierung der Wirtschaft, und der Möglichkeit der Tourismusindustrie die Preise selbst zu bestimmen, zusammen. Deshalb muss die Entwicklung für mehr Qualitätstourismus142 am Plattensee gefördert, und die Marketingaktivitäten des Balaton Entwicklungsrates, als rechtlich übergeordnete Marketingdirektion der drei an den Plattensee angrenzenden Komitate, auf diesen ausgerichtet werden. Ein weiterer Punkt, der in Zukunft mehr Qualität im Tourismus am Plattensee erfordert ist der, dass rund 45 % der ausländischen Touristen Deutsche sind, und immer mehr Besucher aus Holland, Dänemark und Belgien in das Land reisen.143 Den hohen Ansprüchen dieser Zielgruppen sollte die Tourismusindustrie auch gerecht wer- [...]

Der Plattensee, auch als „ungarisches Meer“ bekannt, gehört mit seiner herrlichen Naturumgebung und seinem ökologischem „Reichtum“ zu einem der schönsten Gebiete Europas. Die Südseite des Sees ist flach und das Hinterland etwas hügelig. Dagegen ist die Nordseite mit seinen vulkanischen Hügeln vor allem für Wanderungen und Besichtigungen der sehenswerten Kirchen, Burgen und Schlösser geeignet. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich am Plattensee wohl, da das Wasser in den Sommermonaten zwischen 21 Grad und 27 Grad warm werden kann und die flach abfallenden Strände zum unbeschwerten Baden einladen. An den Plattensee grenzen drei verschiedene Komitate (Zala, Veszprém, Somogy, siehe auch Abb. 1), mit insgesamt 41 Orten am und 123 Orten in der Nähe des Sees. [...]

• Ergebnisse von Marktforschung dienen als Entscheidungshilfe für Marketingmaßnahmen. • Der Marktforschungsprozess durchläuft verschiedene Phasen. (Durchführbarkeitsstudie und Zieldefinition, Operationalisierung, Entscheidung über die Methodik, Bestimmung des Datenumfangs, Datenerhebung, Auswertung, Präsentation) • Sekundärdaten sind bereits existierende Daten, die zu einem anderen Zweck erhoben wurden. Primärdaten müssen hingegen durch eine Voll- oder Teilerhebung neu erhoben werden. • Die Vollerhebung beinhaltet alle Elemente der Grundgesamtheit. • Die Teilerhebung beinhaltet nur eine gewisse Auswahl der Elemente der Grundgesamtheit. Dafür gibt es verschiedene Auswahlverfahren. • Die Gästebefragung, als spezielle Befragungsart, ist im Tourismus sehr beliebt. • Vor Durchführung der Befragung ist ein Fragebogen zu erstellen und eine Befragungsstrategie, meist standardisiertes Interview, zu wählen. • Der Interviewereinfluss soll zur Sicherstellung von Neutralität der Befragungsergebnisse möglichst gering gehalten werden. • Die Datenauswertung beendet den Marktforschungsprozess und geht in den allgemeinen Managementprozess über. • Typische Eigenschaften des touristischen Produktes „Reise“ sind Immaterialität, Leistungsbündelung, Emotionalität, Residenzprinzip, Uno-Acto-Prinzip und Saisonalität. [...]

Arbeit zitieren:
Thalhammer, Christoph Januar 2003: Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktforschung, Marketingkonzept für die Plattenseeregion, Projektablauf, Verbesserungsvorschläge, Zieldefinition vor Beginn des Projektes

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