Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses
Anwendung bei der Analyse des Konsumentenverhaltens im Tourismus am Plattensee
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christoph Thalhammer
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 119 Seiten
- Dateigröße: 4,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6430-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6430-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6430-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Thalhammer, Christoph Januar 2003: Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktforschung, Marketingkonzept für die Plattenseeregion, Projektablauf, Verbesserungsvorschläge, Zieldefinition vor Beginn des Projektes
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Diplomarbeit von Christoph Thalhammer
Gang der Untersuchung:
Bei dem Marktforschungsprojekt: „Analyse des Konsumentenverhaltens der Touristen am Plattensee 2002“ konnte der Autor der vorliegenden Diplomarbeit im Rahmen eines Auslandssemesters an der Universität Veszprém in Ungarn aktiv mitwirken. Währenddessen entstand die Idee, die im Projekt gemachten Erfahrungen in einer Diplomarbeit zu dokumentieren, um Erkenntnisse und Fehler, die bei der Organisation und Durchführung dieses Projekts gemacht wurden, vor allem aus Gründen des Wissenstransfers, weiter zu geben. Dabei werden speziell das Wissen, das bei der Koordination innerhalb des arbeitsteilig organisierten Projekts notwendig ist sowie Spezialwissen und Erfahrungen in Teilbereichen (z.B. Fragebogenerstellung, Auswahlverfahren oder Maßnahmen für das Marketing) genauer beschrieben. Im Zentrum der Diplomarbeit steht somit die Beschreibung, eine Tourismusmarktforschung als Projekt durchzuführen, um den Marktforschungsprozess als Kern des Projekts bei ähnlichen Vorhaben in Zukunft effizienter gestalten zu können.
Zudem sollen in der Diplomarbeit Vorschläge gegeben werden, ein Marketingkonzept aus dem Ergebnis der Marktforschung für die Plattensee-Region abzuleiten. Der innerhalb des Projekts ablaufende Marktforschungsprozess wird somit nicht isoliert betrachtet, sondern anhand des Zielgebiets Plattensee anschaulich und ganzheitlich erläutert.
Die Inhalte der ersten beiden Teile befassen sich mit den theoretischen Grundlagen des Projektmanagements und der Marktforschung im Tourismus. Im dritten Teil soll die Theorie mit der Praxis durch einen Projekt-Erfahrungsbericht, verbunden mit den Marktforschungsergebnissen, zusammengeführt und veranschaulicht werden. Anschließend sollen dann Verbesserungsvorschläge für den Projektablauf gegeben und das Marketingkonzept für die Plattensee-Region erstellt werden. Dabei ist zu erwähnen, dass der Autor der vorliegenden Diplomarbeit keinen Einfluss auf Entscheidungen des Projektleiters hatte, sondern den Projektablauf, neben der Mithilfe bei der Entwerfung des Fragebogens und Durchführung der Befragung, als Außenstehender extern beobachtete, und von ihm deswegen eine objektive Beurteilung möglich ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| A. | Einleitung | 1 |
| 1. | Wichtige Daten über Ungarn | 1 |
| 2. | Die ökonomische Situation in Ungarn | 1 |
| 3. | Die Rolle des Tourismus in Ungarn | 3 |
| 3.1 | Das touristische Angebot | 3 |
| 3.2 | Die wirtschaftliche Entwicklung | 4 |
| 4. | Das Marktforschungsprojekt | 6 |
| B. | Theorieteil | 8 |
| I. | Grundlagen des Projektmanagements | 8 |
| 1. | Entstehung | 8 |
| 2. | Begriffsdefinitionen | 8 |
| 2.1 | Das Projekt | 8 |
| 2.2 | Das Projektmanagement | 9 |
| 3. | Einflussfaktoren im Projektmanagement | 10 |
| 3.1 | Quantitative Faktoren | 11 |
| 3.2 | Qualitative Faktoren | 11 |
| 3.3 | Projektrisiken und externe Abhängigkeiten | 12 |
| 4. | Beteiligte am Projekt | 13 |
| 4.1 | Die Projektleitung | 13 |
| 4.2 | Das Projektteam | 15 |
| 4.2.1 | Definition | 15 |
| 4.2.2 | Mitarbeiterauswahl und Größe | 15 |
| 4.2.3 | Motivation der Teammitglieder | 16 |
| 5. | Typische Fehler im Projektmanagement | 18 |
| 6. | Aufgaben des Projektmanagements | 18 |
| 6.1 | Die Projektdefinition | 18 |
| 6.2 | Die Projektplanung | 19 |
| 6.3 | Die Projektorganisation | 20 |
| 6.4 | Berücksichtigung von Komplexität beim Projektmanagement | 21 |
| 6.5 | Überwachung, Kontrolle und Steuerung des Projektablaufs | 23 |
| 6.6 | Projektmanagement-Tools zur Planung und Kontrolle | 24 |
| 6.6.1 | Balkendiagramm | 25 |
| 6.6.2 | Netzplantechnik | 26 |
| 6.6.3 | Meilensteintrendanalyse | 27 |
| 7. | Wissensmanagement in Projekten | 28 |
| 8. | Zusammenfassung in Stichpunkten | 31 |
| II. | Grundlagen der Marktforschung im Tourismus | 32 |
| 1. | Die Rolle der Marktforschung im Marketing | 32 |
| 2. | Marktforschungsarten | 33 |
| 3. | Der Marktforschungsprozess | 34 |
| 4. | Erhebungsarten | 35 |
| 4.1 | Sekundärforschung | 36 |
| 4.2 | Primärforschung | 36 |
| 4.2.1 | Die Vollerhebung | 37 |
| 4.2.2 | Die Teilerhebung | 37 |
| 4.2.2.1 | Auswahlverfahren | 38 |
| 4.2.2.2 | Die Quotenauswahl | 38 |
| 5. | Erhebungsmethoden | 39 |
| 5.1 | Befragung | 39 |
| 5.2 | Die Gästebefragung | 40 |
| 5.2.1 | Befragungsstrategien | 40 |
| 5.2.2 | Die Fragebogengestaltung | 41 |
| 5.2.3 | Der Interviewer | 42 |
| 5.2.4 | Interviewereinfluss | 43 |
| 6. | Datenauswertung und Präsentation der Ergebnisse | 44 |
| 7. | Rahmenbedingungen der Tourismusmarktforschung | 45 |
| 7.1 | Die Entstehung von Tourismus | 45 |
| 7.2 | Das touristische Angebot | 46 |
| 7.3 | Aufbau und Struktur der Tourismusbranche | 47 |
| 7.4 | Zukunftsperspektiven des Wirtschaftsfaktors Tourismus | 47 |
| 8. | Zusammenfassung in Stichpunkten | 49 |
| C. | Praxisteil | 50 |
| I. | Beschreibung des Marktforschungsprozesses für das Praxisprojekt: „Analyse des Konsumentenverhaltens der Touristen am Plattensee 2002“ | 50 |
| 1. | Ausgangslage und Hintergrund des Projekts | 50 |
| 2. | Der organisatorische Aufbau des Projekts | 53 |
| 2.1 | Auftraggeber | 53 |
| 2.2 | Kunde | 53 |
| 2.3 | Universität Veszprém | 53 |
| 2.4 | Zuständigkeiten | 54 |
| 3. | Der organisatorische Ablauf des Projekts | 54 |
| 3.1 | Durchführbarkeitsstudie und Zieldefinition | 54 |
| 3.1.1 | Durchführbarkeitsstudie | 54 |
| 3.1.2 | Zieldefinition | 55 |
| 3.2 | Operationalisierung der Ziele | 56 |
| 3.3 | Entscheidung über die Methodik | 56 |
| 3.3.1 | Erhebungsart | 56 |
| 3.3.2 | Erhebungsmethode | 56 |
| 3.4 | Bestimmung des Datenumfangs | 58 |
| 3.5 | Datenerhebung | 58 |
| 3.6 | Datenauswertung | 60 |
| 3.7 | Präsentation | 60 |
| 3.8 | Zusammenfassende Übersicht des Projektablaufs | 61 |
| 4. | Typische Projekteigenschaften vs. Praxisprojekt | 61 |
| 5. | Verbesserungsvorschläge zum Projektablauf | 62 |
| 5.1 | Erstellung des Fragebogens anhand der Zieldefinition | 63 |
| 5.2 | Fragebogenkonstruktion | 65 |
| 5.3 | Das Auswahlverfahren | 67 |
| 5.4 | Projektplanung mit mehreren Bezugsgruppen | 69 |
| 5.5 | Interviewerkontrolle | 70 |
| II. | Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse des Praxisprojekts | 71 |
| 1. | Soziologische Daten | 71 |
| 2. | Reiseverhalten | 71 |
| 3. | Unterbringung | 73 |
| 4. | Ausflüge und Programme vor Ort | 73 |
| 5. | Positive und negative Aussagen der Urlauber | 74 |
| 5.1 | Positive Aussagen | 74 |
| 5.2 | Negative Aussagen | 75 |
| III. | Das Marketingkonzept für die Plattensee-Region | 76 |
| 1. | Stärken - Schwächen und Chancen-Risiken Analyse | 77 |
| 1.1 | Stärken | 77 |
| 1.2 | Schwächen | 78 |
| 1.3 | Chancen | 79 |
| 1.4 | Risiken | 80 |
| 2. | Verschiedene Marketingstrategien | 80 |
| 2.1 | Vermarktung von Nischenangebote | 81 |
| 2.2 | Marktsegmentierung durch Bestimmung von Zielgruppen | 83 |
| 2.2.1 | Der aktive Gesundheitsurlauber | 83 |
| 2.2.2 | Der Ökotourist | 85 |
| 2.2.3 | Der Kulturtourist | 87 |
| 2.3 | Die Markenbildung der Destination | 88 |
| D. | Schlussbetrachtung | 92 |
| I. | Anhang | 94 |
| II. | Literatur- und Quellenverzeichnis | 110 |
| III. | Abschließende Erklärung | 114 |
Die zukünftige Entwicklung des Tourismus am Plattensee ist, unter anderem wegen des bevorstehenden EU-Beitritts Ungarns 2004 und den schlechter ausgefallenen Umsatz- und Übernachtungszahlen für 2001, etwas ungewiss. Eine Ausnahme bildet hierbei nur das Komitat Veszprém, in dem seit Jahren die statistischen Umsatz- und Übernachtungszahlen eine steigende Tendenz bei den ausländischen Besuchern aufweisen. Dies liegt neben der ständigen Erweiterung des touristischen Angebots, auch an der steigenden Qualität des Tourismus rund um Veszprém.141 Die möglicherweise mit dem EU-Beitritt verbundene Frage des festen Wechselkurses (Forint/Euro) kann die Zukunft des Tourismus am Plattensee in entscheidender Weise bestimmen, da das „noch“ günstige Preis-/Leistungsverhältnis für viele UngarnUrlauber aus den EU-Staaten ein entscheidender Grund ist, dort ihren Urlaub zu verbringen. Eine momentan problematische Entwicklung ist die, dass die Qualität der touristischen Leistungen am Plattensee nicht in dem Maße gestiegen ist, wie die dafür zu bezahlenden Preise. Dies hängt einerseits mit den teilweise hohen Inflationsraten der letzten Jahre, und andererseits mit der Deregulierung der Wirtschaft, und der Möglichkeit der Tourismusindustrie die Preise selbst zu bestimmen, zusammen. Deshalb muss die Entwicklung für mehr Qualitätstourismus142 am Plattensee gefördert, und die Marketingaktivitäten des Balaton Entwicklungsrates, als rechtlich übergeordnete Marketingdirektion der drei an den Plattensee angrenzenden Komitate, auf diesen ausgerichtet werden. Ein weiterer Punkt, der in Zukunft mehr Qualität im Tourismus am Plattensee erfordert ist der, dass rund 45 % der ausländischen Touristen Deutsche sind, und immer mehr Besucher aus Holland, Dänemark und Belgien in das Land reisen.143 Den hohen Ansprüchen dieser Zielgruppen sollte die Tourismusindustrie auch gerecht wer- [...]
Der Plattensee, auch als „ungarisches Meer“ bekannt, gehört mit seiner herrlichen Naturumgebung und seinem ökologischem „Reichtum“ zu einem der schönsten Gebiete Europas. Die Südseite des Sees ist flach und das Hinterland etwas hügelig. Dagegen ist die Nordseite mit seinen vulkanischen Hügeln vor allem für Wanderungen und Besichtigungen der sehenswerten Kirchen, Burgen und Schlösser geeignet. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich am Plattensee wohl, da das Wasser in den Sommermonaten zwischen 21 Grad und 27 Grad warm werden kann und die flach abfallenden Strände zum unbeschwerten Baden einladen. An den Plattensee grenzen drei verschiedene Komitate (Zala, Veszprém, Somogy, siehe auch Abb. 1), mit insgesamt 41 Orten am und 123 Orten in der Nähe des Sees. [...]
• Ergebnisse von Marktforschung dienen als Entscheidungshilfe für Marketingmaßnahmen. • Der Marktforschungsprozess durchläuft verschiedene Phasen. (Durchführbarkeitsstudie und Zieldefinition, Operationalisierung, Entscheidung über die Methodik, Bestimmung des Datenumfangs, Datenerhebung, Auswertung, Präsentation) • Sekundärdaten sind bereits existierende Daten, die zu einem anderen Zweck erhoben wurden. Primärdaten müssen hingegen durch eine Voll- oder Teilerhebung neu erhoben werden. • Die Vollerhebung beinhaltet alle Elemente der Grundgesamtheit. • Die Teilerhebung beinhaltet nur eine gewisse Auswahl der Elemente der Grundgesamtheit. Dafür gibt es verschiedene Auswahlverfahren. • Die Gästebefragung, als spezielle Befragungsart, ist im Tourismus sehr beliebt. • Vor Durchführung der Befragung ist ein Fragebogen zu erstellen und eine Befragungsstrategie, meist standardisiertes Interview, zu wählen. • Der Interviewereinfluss soll zur Sicherstellung von Neutralität der Befragungsergebnisse möglichst gering gehalten werden. • Die Datenauswertung beendet den Marktforschungsprozess und geht in den allgemeinen Managementprozess über. • Typische Eigenschaften des touristischen Produktes „Reise“ sind Immaterialität, Leistungsbündelung, Emotionalität, Residenzprinzip, Uno-Acto-Prinzip und Saisonalität. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832464301
Arbeit zitieren:
Thalhammer, Christoph Januar 2003: Projektmanagement eines Marktforschungsprozesses, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marktforschung, Marketingkonzept für die Plattenseeregion, Projektablauf, Verbesserungsvorschläge, Zieldefinition vor Beginn des Projektes



