Projektleiterlaufbahnen und projektorientierte Führungskräfteentwicklungsprogramme in multinationalen Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tobias Herrmann
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 142 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7958-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7958-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7958-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Herrmann, Tobias Oktober 2003: Projektleiterlaufbahnen und projektorientierte Führungskräfteentwicklungsprogramme in multinationalen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Projektmanagement, Personalentwicklung, Hoffmann - La Roche Ltd., Voith AG, Laufbahnmodelle
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Diplomarbeit von Tobias Herrmann
Problemstellung:
Das Manhattan-Projekt zum Bau der Atombombe um 1940, das Apollo-Programm der NASA ab 1960 oder der Bau des Eurotunnels zwischen England und Frankreich um 1990 – all dies sind Beispiele für bedeutende und erfolgreich abgeschlossene Projekte in den letzten Jahrzehnten. In den vergangenen Jahren erfuhr das Management von Projekten, kurz Projektmanagement, einen enormen Bedeutungszuwachs - auch und gerade in privaten Unternehmen: Projekte werden als wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen, dem die Manager hohe Aufmerksamkeit schenken. Es wird geschätzt, dass der Markt für Projektmanagement im zweistelligen Bereich pro Jahr anwächst. Jedoch ist die erfolgreiche Durchführung von Projekten – also das Erreichen des Projektziels im vorgesehenen Zeitrahmen mit den kalkulierten Kosten – oftmals nicht unproblematisch. Denn der Grad der Komplexität der Projekte ist stark angestiegen, wodurch immer höhere Anforderungen an die Qualifikation der Projektbeteiligten gestellt werden müssen. Meist sind es die fachlich Begabten, die zur Durchführung von Projekten herangezogen werden. Doch Fachwissen allein reicht nicht aus: So wurde ein 300-Millionen-Euro-Projekt von einem großen Unternehmen zu einem Fehlschlag, da angenommen wurde, dass allein schon die Bereitstellung des Know-Hows für einen erfolgreichen Projektabschluss ausreichend wäre. Mindestens genauso wichtig wie das Fachwissen ist für den Projektleiter – bzw. synonym Projektmanager – jedoch Erfahrung in der Führung eines Teams. Diese Befähigung wird bislang kaum im Rahmen einer projektorientierten Führungskräfteentwicklung geschult.
Verstärkt wird diese Problematik durch das Phänomen der Globalisierung und der damit einhergehenden Internationalisierung der Geschäftstätigkeit: „Etwa 70% internationaler Fusionen gehen schief, weil das Projektmanagement nicht funktioniert“ meint Till Balser, Geschäftsführer der Tiba Managementberatung GmbH. Den Weg der Internationalisierung muss die Mehrheit der Unternehmen beschreiten, wenn sie weiter erfolgreich am Markt bestehen wollen – nicht nur die großen Konzerne. Die steigende geografische Streuung der Wertaktivitäten eines Unternehmens erfordern nicht nur einen Export von Gütern und Dienstleistungen, sondern auch deren Produktion im Ausland, womit es auch zu einem globalen Wissens- und Technologietransfer kommt. Die von Unternehmen durchgeführten Projekte werden somit ebenfalls internationaler und die Projektbeteiligten müssen im Ausland mit Menschen aus anderem kulturellen Hintergrund zusammenarbeiten. Dies kann zu Missverständnissen bzw. allgemein chaotischen Zuständen und kulturellen Schwierigkeiten führen, wodurch der Erfolg des Projekts gefährdet wird. Die für Projektleiter notwendige Qualifikation der interkulturellen Kompetenz zur Überwindung dieser Probleme wird allerdings nur selten an Universitäten oder später im Berufsalltag vermittelt.
Die zu untersuchende Fragestellung wird sein, ob die Einführung einer speziellen Projektleiterlaufbahn, bzw. einfacher: Projektlaufbahn, für projektorientiert arbeitende Unternehmen sinnvoll ist und wie dieser Karrierepfad ausgestaltet werden soll. Damit einher geht die Frage nach einer projektorientierten Führungskräfteentwicklung für Projektmanager, um diese adäquat auf die hohen Anforderungen nationaler und internationaler Projektarbeit vorzubereiten.
Ziel dieser Arbeit ist es, den relativ neuen Karrierepfad der Projekt(leiter)laufbahn in multinational agierenden Unternehmen theoretisch darzustellen und anhand von Praxisbeispielen mit dessen Umsetzung in der Realität zu vergleichen. Wenn ein solches Laufbahnmodell erfolgreich integriert wird, wäre damit sichergestellt, dass Mitarbeiter im Unternehmen vorhanden wären, die sich ausschließlich mit Projekten beschäftigen und somit durch ihre Erfahrung zu einer höheren Projekterfolgswahrscheinlichkeit beitragen können. Außerdem soll untersucht werden, wie durch projektorientierte Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung die Qualifikationen der Projektmitarbeiter weiter trainiert und ausgebaut werden können.
Hierzu beginnt das zweite Kapitel mit der Klärung der begrifflichen Grundlagen, die als Einführung in die später zu behandelnde Thematik der Projektlaufbahn zu deren Verständnis notwendig ist. Dem generellen Überblick über die Konzeption des Projektmanagements in Unternehmen unabhängig von seinem räumlichen Einsatzgebiet folgt dessen Erweiterung auf die internationalen Aspekte von Projektmanagement in multinationalen Unternehmen (MNU).
Im darauffolgenden Kapitel wird das Konzept der Projektlaufbahn in der Theorie beschrieben. Hierzu werden zunächst die traditionellen Karrierewege in Unternehmen erläutert und der Projektlaufbahn gegenübergestellt. Anschließend wird der Einführungsprozess der Projektlaufbahn in ein Unternehmen beispielhaft dargestellt. Zunächst muss über die Einführung und die Ausgestaltung der Projektlaufbahn durch das Top Management entschieden werden. Darauf folgen Vorschläge für eine systematische Vorgehensweise bei der Implementierung der Projektlaufbahn, so dass hierbei auftretende Widerstände der Mitarbeiter überwunden werden können. Im folgenden Abschnitt wird untersucht, ob es nur einen oder mehrere Karrierepfade innerhalb der Projektlaufbahn gibt bevor das Kapitel mit der Darstellung einiger Problemfelder der Projektlaufbahn endet.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der projektorientierten Führungskräfteentwicklung im Unternehmen. Grundlage hierfür ist eine detaillierte Darstellung der Aufgaben, Kompetenzen und notwendigen Qualifikationen eines Projektmanagers. Im folgenden Abschnitt wird untersucht, welche Instrumente sich für die jeweiligen Phasen der Personal- bzw. Führungskräfteentwicklung eignen. Abschließend wird mit der Qualifizierung und Zertifizierung von Projektleitern durch das Project Management Institute ein Praxisbeispiel für projektorientierte Führungskräfteentwicklung gegeben.
Das fünfte Kapitel enthält zwei Fallstudien über multinationale Unternehmen, die sich bereits mit der Thematik der Projektlaufbahn und projektorientierten Führungskräfteentwicklung beschäftigen. Zu diesem Zweck wurden ausführliche Interviews mit kompetenten Ansprechpartnern beider Unternehmen geführt, deren Verlaufsprotokolle im Anhang dieser Arbeit zu finden sind. An dieser Stelle möchte ich Herrn Jürgen Stadelmann von Voith und Herrn Klaus Schewe von Hoffmann-La Roche für ihre Auskunfts- und Kooperationsbereitschaft danken. Gleichzeitig gilt mein Dank auch Herrn Till Balser von der Tiba Managementberatung, der die Kontaktaufnahme mit diesen beiden Firmen erst ermöglicht hat.
Die Ergebnisse der beiden Fallstudien werden am Ende des fünften Kapitels dem im Vorfeld entwickelten theoretischen Bezugsrahmen gegenübergestellt.
Den Abschluss der Arbeit bildet in Kapitel sechs eine Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse und ein Ausblick über die weitere Entwicklung der Projektlaufbahn bzw. der damit verbundenen projektorientierten Führungskräfteentwicklung in der Praxis.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Begriffliche Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Grundsätzliche Aspekte des Projektmanagements | 4 |
| 2.1.1 | Begriffsdefinitionen | 4 |
| 2.1.2 | Grundgedanken des Projektmanagements auf Basis seiner historischen Entwicklung | 5 |
| 2.1.3 | Die Projektorganisation: Aufgabenträger und Organisationsstruktur | 6 |
| 2.1.4 | Grundsätzlicher Projektablauf - Die einzelnen Phasen | 9 |
| 2.2 | Internationale Ausrichtung von Projektmanagement in multinationalen Unternehmen | 11 |
| 2.2.1 | Begriffsdefinition und Entwicklungsgründe von multinationalen Unternehmen | 11 |
| 2.2.2 | Unterschiedlichkeit internationaler Kulturen: Die Hofstede-Studie | 13 |
| 2.2.3 | Erschwernisse bei der Abwicklung internationaler Projekte | 14 |
| 3. | Karriere im Projektmanagement - Die Projektleiterlaufbahn | 17 |
| 3.1 | Karrierewege in Unternehmen | 17 |
| 3.1.1 | Die traditionellen Karrierewege: Die Linie und der Experte | 17 |
| 3.1.2 | Projektlaufbahn als alternativer Karrierepfad- Gründe für deren Einführung | 19 |
| 3.1.3 | Aktuelle Situation für eine Karriere im Projektmanagement | 22 |
| 3.2 | Systematischer Einführungsprozess der Projektlaufbahn in das Unternehmen | 24 |
| 3.2.1 | Klärung der Ausgestaltung der Projektlaufbahn innerhalb des Top Management | 24 |
| 3.2.2 | Implementierung in das Unternehmen und Überwindung von Widerständen | 26 |
| 3.3 | Karrierewege innerhalb der Projektlaufbahn | 30 |
| 3.4 | Problemfelder der Projektlaufbahn | 33 |
| 3.4.1 | Schwierigkeiten beim internationalen Einsatz -die Expatriate- Problematik | 33 |
| 3.4.2 | Vergütungsproblematik beim internationalen Einsatz | 36 |
| 3.4.3 | Qualifikationsprobleme der Projektleiter | 38 |
| 4. | Führungskräfteentwicklung im Rahmen der Projektlaufbahn | 40 |
| 4.1 | Konkretisierung der Projektleiterstelle | 40 |
| 4.1.1 | Aufgaben eines Projektleiters | 40 |
| 4.1.2 | Notwendige Kompetenzen des Projektleiters | 42 |
| 4.1.3 | Grundlegende Qualifikationsanforderungen | 45 |
| 4.2 | Konzeption einer projektorientierten Führungskräfteentwicklung | 47 |
| 4.2.1 | Grundlegendes zur Personal- bzw. Führungskräfteentwicklung | 47 |
| 4.2.2 | Methoden zur Auswahl von potenziellen Projektmanagern | 49 |
| 4.2.3 | Vermittlung von Fach- und Methodenwissen | 52 |
| 4.2.4 | Vermittlung von sozialer Kompetenz | 54 |
| 4.2.5 | Möglichkeiten der ergebnisorientierten Kontrolle | 59 |
| 4.3 | Zertifizierung von Projektpersonal durch das Project Management Institute | 61 |
| 5. | Projektlaufbahnen und projektorientierte Führungskräfteentwicklung in der Praxis | 64 |
| 5.1 | Voith AG | 64 |
| 5.1.1 | Kurzprofil des Unternehmens | 64 |
| 5.1.2 | Die Entwicklung des Projektmanagements bei Voith | 67 |
| 5.1.3 | Die Projektlaufbahn bei Voith | 71 |
| 5.1.4 | Projektorientierte Führungskräfteentwicklung bei Voith | 77 |
| 5.2 | Hoffmann-La Roche Ltd. | 83 |
| 5.2.1 | Kurzprofil des Unternehmens | 83 |
| 5.2.2 | Das Projektmanagement bei Roche Diagnostics | 86 |
| 5.2.3 | Die Projektleiterlaufbahn bei Roche Diagnostics | 89 |
| 5.2.4 | Projektorientierte Führungskräfteentwicklung bei Roche Diagnostics | 91 |
| 5.3 | Kritische Würdigung der Praxisbeispiele | 93 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 101 |
| Literaturverzeichnis | V | |
| Anhang | XI | |
| Erklärung | XXXII |
- 58 kulturbedingten Werthaltungen, Stereotypen und Verhaltensweisen bewusst zu machen.243 Weitere Beispiele sind Rollenspiele, indem die Teilnehmer mit „Kunstkulturen“ konfrontiert werden sowie das Fünf-Dimensionen-Modell, bei dem die Spezifika anderer Kulturen anhand der Typologie von Hofstede dargestellt werden.244 Dieses Training sollte für alle Projektmanager durchgeführt werden – auch dann, wenn für sie in naher Zukunft kein Auslandseinsatz geplant ist. Schließlich besteht immer die Möglichkeit, dass sie mit Kunden, Lieferanten usw. aus anderen Ländern zu tun haben. Spezielle Trainingsmaßnahmen für eine bestimmte Kultur bieten sich dann an, wenn der Projektmanager für einen längeren Einsatz in einem konkreten Land vorbereitet werden soll. Didaktische Methoden der Führungskräfteentwicklung wären z.B. allgemeine Informationsveranstaltungen über die geographischen, klimatischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten eines Landes. Unabdingbar sind natürlich auch Sprachkurse, die am besten von einem Einheimischen des betreffenden Landes gehalten werden sollten.245 Ruft man sich nochmals die Gründe für das häufige Scheitern von Expatriates in Erinnerung,246 sollte das Training auf jeden Fall auch für den Ehepartner des betroffenen Mitarbeiters angeboten werden, unter Umständen auch für die Kinder. Eine weitere bekannte Methode des kulturspezifischen Training ist das „cultural assimilator training“.247 Hierbei werden die Teilnehmer mit landes- bzw. kulturspezifischen Problemsituationen konfrontiert, in denen sie sich für eine von mehreren vorgegebenen Handlungsalternativen oder Erklärungen des geschilderten Verhaltens ihrer potenziellen lokalen Interaktionspartner entscheiden müssen.248 Damit soll erreicht werden, dass die Teilnehmer zukünftig das Verhalten fremdkultureller Interaktionspartner vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen kulturellen Orientierungen und nicht mehr aus eigenen Kulturprägungen heraus interpretieren und beurteilen.249 Neben den genannten kulturspezifischen Methoden ist auch noch ein sogenannter „preliminary trip“ für den Projektmanager und seine Familie empfehlenswert. Darunter wird eine Reise in das Entsendungsland verstanden, die dem potenziellen Stammhausdelegierten die Möglichkeit geben soll, Land und Leute vor Ort kennenzulernen. Idealerweise sollten die vorher angesprochenen Trainingsmaßnahmen für den Projektmanager bereits durchgeführt worden sein, damit er bei der Reise seine praktischen Erfahrungen mit den bereits gewonnenen theoretischen Kenntnissen vergleichen und dann mit seiner Familie eine Entscheidung treffen kann, ob er in dieses Land entsendet werden möchte. [...]
Es ist offensichtlich, dass die ausschließliche Verwendung einzelner Maßnahmen kaum zu einer Förderung der interkulturellen Handlungskompetenz führen kann, sondern dass dies nur unter Verwendung von Instrumenten aller vier Bereiche möglich ist. Außerdem ist die Reihenfolge und die Art der Kombination der Maßnahmen wichtig, um Teilnehmerorientierung und damit einen größtmöglichen Trainingserfolg zu erzielen.241 Zu Beginn der Trainingsveranstaltungen müssen das Vorwissen und die bisherigen Erfahrungen der Teilnehmer – also der Projektmanager – im interkulturellen Kontext aufgegriffen werden. Im Normalfall werden sehr wenige interkulturelle Erfahrungen vorhanden sein, weswegen zunächst ein Verständnis für die Unterschiedlichkeit von Kulturen und die daraus resultierenden Probleme geweckt werden muss.242 Diese erste Phase des interkulturellen Training wird als „cultural awareness“-Training bezeichnet, dass sowohl didaktische wie auch erfahrungsorientierte Methoden beinhaltet. Hierfür eignet sich z.B. das Aufnehmen des Verhaltens der Trainingsteilnehmer auf Video, um ihnen so die eigenen [...]
Führungskräfteentwicklung im Rahmen des Projektmanagement passend sein sollten. Es gibt dabei jedoch einige Dinge zu beachten: Die Seminare sollten von – betriebsinternen oder externen – fachkundigen Experten durchgeführt werden. Außerdem sollten verschiedene Seminare zum Einsatz kommen, z.B. zur Verbesserung des Kommunikationsverhaltens, zur Vermittlung von Führungsstilen oder zu Möglichkeiten der Motivation von Mitarbeitern etc. Für alle Seminare jedoch gilt, dass sie nicht nur theoretische sondern auch praktische Komponenten enthalten müssen: z.B. Gruppendiskussionen zur Reflektion eigner Erfahrungen, Plan- und Rollenspiele oder die Arbeit in Trainingsgruppen. So sollte bei einem Rhetoriktraining zur Verbesserung des Kommunikationsverhaltens z.B. von jedem Teilnehmer ein Vortrag gehalten und mittels einer Videoanalyse bewertet werden. Bei einem Seminar über die Führung von Mitarbeitern sollten die erworbenen theoretischen Kenntnisse durch Rollenspiele in der Gruppe praktisch angewendet werden. Hierbei wird jeweils einem Teilnehmer in mehreren Runden verschiedene Führungsstile (autoritärer ~, partizipativer ~, laissez-faire Führungsstil)235 vorgegeben, mit denen die anderen Teilnehmer bei einer konkreten Aufgabenstellung geführt werden. Generell muss betont werden, dass es – wie bei der Personalauswahl – das optimale Instrument der Führungskräfteentwicklung nicht gibt.236 Da bei der Führung von Mitarbeitern stets auch ein situativer Aspekt zu berücksichtigen ist, ist der partizipative Führungsstil nicht zwangsläufig zu jedem Zeitpunkt der erfolgversprechendste.237 Der Projektmanager muss aufgrund seiner Erfahrung entscheiden, in welcher Situation durch welchen Führungsstil das beste Ergebnis erzielt werden kann. Diese Erfahrung lässt sich nicht in zwei, drei oder vier Seminaren sammeln. Es ist ein kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess nötig, bei dem der Projektmanager jeweils eine weitere Stufe erklimmt, ohne dass er jemals auslernen wird.238 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832479589
Arbeit zitieren:
Herrmann, Tobias Oktober 2003: Projektleiterlaufbahnen und projektorientierte Führungskräfteentwicklungsprogramme in multinationalen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Projektmanagement, Personalentwicklung, Hoffmann - La Roche Ltd., Voith AG, Laufbahnmodelle



