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Prognostische Bedeutung von "Angst vor Kontrollverlust" für die Therapie des Paniksyndroms

Prognostische Bedeutung von "Angst vor Kontrollverlust" für die Therapie des Paniksyndroms
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Petra Stögerer
  • Abgabedatum: November 2000
  • Umfang: 170 Seiten
  • Dateigröße: 7,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5297-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5297-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5297-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stögerer, Petra November 2000: Prognostische Bedeutung von "Angst vor Kontrollverlust" für die Therapie des Paniksyndroms, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Auswertung mit Modellen der probabilistischen Testtheorie, Klinische Psychologie, Therapieevaluationsstudie, Statistik

Diplomarbeit von Petra Stögerer

Zusammenfassung:

Die Aufgabe der vorliegenden Arbeit bestand darin herauszufinden, ob die Angst vor Kontrollverlust prognostische Bedeutung für die Therapie bei PatientInnen mit Paniksyndrom hat. Zu diesem Zweck wurden 39 PatientInnen innerhalb eines Zeitraumes von sechs bis acht Wochen zweimal interviewt. Sie kamen aus der Panikattacken-Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, wo die PatientInnen innerhalb des angeführten Zeitraumes je nach Bedarf zwischen drei- und fünfmal therapeutisch betreut wurden, aus der Station 5B der Universitätsklinik für Psychiatrie, wo mittels stationärer Verhaltenstherapie sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting gearbeitet wurde, und aus diversen Selbsthilfegruppen für Angststörungen, wo die untersuchten Personen kontinuierlich am Gruppenprozeß teilnahmen. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von Jänner bis Juni 2000.

Die PatientInnen wurden zum ersten Zeitpunkt mittels des Strukturierten Interviews für DSM-IV und des Anxiety Sensitivity Index sowie zu beiden Zeitpunkten mit der Panic Disorder Severity Scale, dem State Trait Anxiety Inventory und der Befindlichkeitsskala getestet. Das Item 5 des Anxiety Sensitivity Index, welches das Ausmaß der Angst vor Kontrollverlust erhob, diente gleichzeitig als Teilungskriterium, um die an der Studie teilnehmenden Personen in Versuchs- und Kontrollgruppe einteilen zu können.

Die Auswertung der Daten sollten klären, 1) ob es in beiden Gruppen Veränderungen der psychischen Befindlichkeit und des Angstausmaßes zwischen den beiden Zeitpunkten bzw. ob es signifikante Behandlungseffekte gab, 2) ob alle Items in der Panic Disorder Severity Scale, dem State Trait Anxiety Inventory bzw.der Befindlichkeitsskala gleich große Veränderungen ausdrücken, und 3) ob es zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe Unterschiede im Ausmaß der Veränderung gab.

Die zusätzlich erhobenen soziodemographischen Daten wurden mittels des Programmpaketes SPSS 7.0 verarbeitet und der Vergleich beider Gruppen graphisch dargestellt. Auffallend war, daß die Personen der Versuchsgruppe einen deutlich höheren Angstsummenscore im Anxiety Sensitivity Index aufwiesen und häufiger einen sich ständig verschlechternden Verlauf ihrer Erkrankung angaben, wohingegen die PatientInnen der Kontrollgruppe wesentlich häufiger über einen chronifizierten Krankheitsverlauf von 15 bis 40 Jahren berichteten. Außerdem war der Prozentsatz des Medikamentenmißbrauchs in der Kontrollgruppe höher.

Die für die Veränderungsmessung relevanten Daten wurden nach Eingabe mittels SPSS mit dem Programm LPCM-WIN 1.0 verarbeitet. Zum Einsatz kam dabei das Multidimensionale Lineare Rating Scale Modell, da es sich um polytome Daten handelte und nicht davon ausgegangen werden konnte, daß alle Items auf einer latenten Dimension liegen. (Gleicher Abstand zwischen den einzelnen Itemkategorien konnte hingegen angenommen werden).

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
I. Theoretischer Teil 3
1. Definition von Angst 4
1.1 Allgemeine und biologische Definitionen 4
1.2 Psychoanalytisch orientierte Definitionen 5
1.3 Humanistisch orientierte Definitionen 6
2. Angst und Angststörungen 7
3. Prädispositionen zur Auslösung des Paniksyndroms 8
3.1 Grundängstlichkeit 8
3.2 Angstsensitivität 9
3.3 Andere individuelle Prädispositionen 11
3.4 Lerntheoretische und kognitive Modelle 14
3.4.1 Zwei-Faktoren-Theorie 14
3.4.2 Teufelskreis der Angst 14
3.4.3 Fehlattributionen und dysfunktionale Kognitionen 16
3.4.4 Vorhersagbarkeit und Kontrollierbarkeit 17
3.4.5 Klassische und operante Konditionierung 20
3.5 Neurobiologische Modelle 20
3.6 Psychoanalytisch orientierte Modelle 21
3.7 Integrierte Modelle 22
4. Phänomenologie 23
5. Diagnostik 25
5.1 Paniksyndrom 25
5.1.1 Differentialdiagnose 25
5.2 Paniksyndrom mit Agoraphobie 26
6. Epidemiologie 28
6.1 Komorbidität und Störungsbeginn 28
7. Verlaufsform und Prognose 30
8. Therapie 32
8.1 Pharmakotherapie 32
8.2 Kognitive Verhaltenstherapie 32
8.3 Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie 34
II. Empirischer Teil 36
9. Veränderungsmessung 37
9.1 Klassische Probleme 37
9.2 Probabilistische Testmodelle 37
9.2.1 Das Lineare Rating Scale Modell (LRSM) 38
9.2.2 Veränderungsmessung mit dem LRSM 40
9.2.2.1 Likelihood-Quotienten-Test 42
9.2.3 Das Lineare Partial Credit Modell (LPCM) 43
9.2.4 Veränderungsmessung mit dem LPCM 44
9.2.5 Mehrdimensionalität der Items 44
10. Wirksamkeitskontrollstudie 46
10.1 Personengruppen 46
10.1.1 Versuchsgruppe 46
10.1.2 Kontrollgruppe 46
10.2 Zeitlicher Ablauf der Untersuchung 47
10.3 Untersuchungsinstrumente 48
10.3.1 Strukturiertes Interview für DSM-IV (SKID) 48
10.3.2 Anxiety Sensitivity Index (ASI) 48
10.3.3 The Panic Disorder Severity Scale (PDSS) 49
10.3.4 State Trait Anxiety Inventory (STAI) 50
10.3.5 Befindlichkeitsskala (Bf-S und Bf-S´) 51
10.4 Soziodemographische Daten im Vergleich 51
10.4.1 Stichprobenumfang 51
10.4.2 Geschlecht 52
10.4.3 Alter 52
10.4.4 Erkrankungsdauer 53
10.4.5 Erkrankungsverlauf 54
10.4.6 Vermeidungsverhalten 54
10.4.7 Komorbidität mit Depression 55
10.4.8 Weitere Komorbiditäten 55
10.5 Ergebnisse des „Anxiety Sensitivity Index“ (ASI) im Vergleich 60
10.6 Unterschiede zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe 61
11. Fragestellungen und Ergebnisse 62
11.1 Hypothesen 62
11.2 Ergebnisse 63
11.2.1 Ergebnisse in der PDSS 63
11.2.2 Ergebnisse im STAI 64
11.2.3 Ergebnisse der Bf-S und Bf-S´ 65
11.3 Beantwortung der Fragestellungen 66
11.4 Interpretation der Ergebnisse 67
11.5 Nebenfragestellungen 68
11.5.1 Teilung der Untersuchungsgruppen nach dem Angstscore 68
11.5.1.1 Ergebnisse in der PDSS 70
11.5.1.2 Ergebnisse im STAI 70
11.5.1.3 Ergebnisse der Bf-S und Bf-S´ 71
11.5.2 Teilung der Untersuchungsgruppen nach dem Erkrankungsverlauf 73
11.5.2.1 Ergebnisse in der PDSS 74
11.5.2.2 Ergebnisse im STAI 75
11.5.2.3 Ergebnisse der Bf-S und Bf-S´ 76
12. Kritische Reflexion 78
13. Zusammenfassung 79
III. Literaturverzeichnis 81
IV. Anhang
V. Curriculum vitae

Arbeit zitieren:
Stögerer, Petra November 2000: Prognostische Bedeutung von "Angst vor Kontrollverlust" für die Therapie des Paniksyndroms, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Auswertung mit Modellen der probabilistischen Testtheorie, Klinische Psychologie, Therapieevaluationsstudie, Statistik

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