Prognose von Aktienmärkten
Methoden zur Ermittlung der relevanten Inputparameter in der Strategischen Asset Allocation
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Philipp
- Abgabedatum: Juni 2003
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7365-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7365-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7365-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Philipp, Marc Juni 2003: Prognose von Aktienmärkten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Aktien, Rendite, Standardabweichung, Markowitz, Dividend Dicsount
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Diplomarbeit von Marc Philipp
Zusammenfassung:
Diese Arbeit befasst sich mit der Ermittlung der relevanten Inputparameter für die langfristige Portfolio- Optimierung.
Hierin gehen die erwarteten Renditen der betrachteten Anlagen sowie deren Varianzen und Kovarianzen ein. Eine fundierte Ermittlung dieser Parameter ist die Voraussetzung für eine zielkongruente strategische Asset Allocation. Der moderne Portfolio- Entscheidungsprozess untergliedert sich dabei heute sowohl bei institutionellen Investoren als auch in der privaten Anlageberatung in mehrere Phasen. In einem ersten Schritt wird dabei eine Analyse des Anlegerprofils hinsichtlich der Anlageziele, der Risikobereitschaft sowie des Zeithorizontes des Anlegers vorgenommen. Im darauf folgenden Prozessschritt ist dabei im Rahmen der strategischen Asset Allocation die Struktur des Portfolios sowie die Verteilung des anzulegenden Kapitals auf die verschiedenen Anlageklassen und Kategorien innerhalb des Anlageuniversums von zentraler Bedeutung.
Unter Anlageuniversum wird das gesamte Spektrum an Anlagealternativen bezeichnet, die grundsätzlich in das zu verwaltende Portfolio aufgenommen werden können. Unter dem Begriff Anlageklassen können sowohl verschiedene Anlagekategorien (z.B. Aktien, Anleihen), verschiedene Märkte (z.B. Deutschland, USA) als auch Sektoren (z.B. Technologie, Medien) bzw. eine Kombination aus diesen verstanden werden.
Gesucht wird innerhalb der strategischen Asset Allocation diejenige Auswahl und Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen, die den Präferenzen des Anlegers ex- ante langfristig am Besten entspricht. Unter Langfristig werden dabei in der Regel Zeithorizonte von mindestens 5 bis 30 Jahren und mehr bezeichnet. Im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements können die in der strategischen Asset Allocation ermittelten Gewichtungen der einzelnen Anlagekategorien als Zielgewichtungen verstanden werden, von denen dann im Rahmen der taktischen Asset Allocation kurzfristig mit der Zielsetzung der Performancesteigerung abgewichen wird.
Die strategische Asset Allocation stellt dabei sicher, dass die langfristigen Zielsetzungen bei der konkreten Ausgestaltung des Portfolios ausreichend berücksichtigt werden. Sie kann auch als grobe Vorgabe für die tatsächliche Umsetzung des Portfolios angesehen werden. Die Wichtigkeit dieser Vorgabe wird durch die Tatsache untermauert, dass mit der Wahl der Zielgewichtungen in der strategischen Asset Allocation sowohl die durchschnittliche Rendite, als auch das Risiko eines Portfolios maßgeblich bestimmt werden. Insofern können die Zielgewichtungen aus der strategischen Asset Allocation auch als Benchmark im Rahmen der Performance- Messung verstanden werden. Von zentraler Bedeutung für die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen ist dabei die Ermittlung deren erwarteter Rendite sowie die Ermittlung des ihnen zugrundeliegenden Risikos. Diese Größen fungieren als die entscheidenden Inputparameter des Prozesses zur Bestimmung der optimalen Portfoliogewichte. Während in der Finanzliteratur eine breite theoretische Basis für die Bestimmung der optimalen Portfoliogewichte bei gegebenen Inputparametern vorhanden ist, werden für die Schätzung dieser Inputparameter auch heute noch häufig einfach historische Größen verwendet.
Ziel dieser Arbeit ist es, weitere Methoden zur Ermittlung dieser Parameter aufzuzeigen sowie die damit verbundenen Probleme und Schwierigkeiten zu erläutern. Im Fokus steht dabei insbesondere der Vergleich der Renditeerwartung zwischen risikolosen und risikobehafteten Anlagemöglichkeiten. Dabei werden insbesondere vier verschiedene Vorgehensweisen zur Schätzung der zukünftigen Renditen in Betracht gezogen. Am Anfang steht dabei die klassische historische Ermittlung. Danach wird versucht werden, die theoretisch von den Investoren benötigten Überschussrenditen zum Erwerb risikobehafteter Anlagen abzuleiten, um dann im Anschluss der Frage nachzugehen, welche zukünftigen Renditen von der Marktseite unter plausiblen Annahmen implizit geboten werden. Abgerundet wird die Ermittlung der erwarteten Rendite von Schätzungen durch Experten, die insbesondere im Vergleich mit den übrigen Verfahren interessant scheinen. Darauf folgt eine Darstellung der Möglichkeiten zur Schätzung der zukünftigen Varianz- Kovarianz- Matrix.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Siglenverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Problemstellung | 3 |
| 3. | Relevanz der Inputparameter | 6 |
| 4. | Bestimmung der erwarteten Rendite | 9 |
| 4.1 | Die Bedeutung der Risikoprämie | 9 |
| 4.2 | Historische Betrachtung | 13 |
| 4.2.1 | Historisch erzielte Renditen und Risikoprämien | 13 |
| 4.2.2 | Die Problematik bei der Betrachtung historischer Renditen | 18 |
| 4.2.3 | Ex- ante geforderte versus ex- post realisierte Renditen | 19 |
| 4.2.4 | Prognosen mittels Renditeregressionen | 22 |
| 4.3 | Asset Pricing Theorie und das Equity Premium Puzzle | 27 |
| 4.3.1 | Das Standardmodell | 28 |
| 4.3.2 | Das Equity Premium Puzzle | 31 |
| 4.3.3 | Lösungsansätze des Equity Premium Puzzle | 33 |
| 4.3.3.1 | Variation der Inputvariablen | 33 |
| 4.3.3.2 | Alternative Präferenzfunktionen | 36 |
| 4.3.3.3 | Alternative Modellannahmen | 38 |
| 4.4 | Implizite Renditeerwartungen | 40 |
| 4.4.1 | Dividend Discount Modelle | 41 |
| 4.4.2 | Inputparameter für das DDM | 42 |
| 4.4.2.1 | Bestimmung des langfristigen Dividendenwachstums | 42 |
| 4.4.2.2 | Bestimmung der Dividenden- und Gewinnrendite | 44 |
| 4.4.3 | Modellergebnisse | 45 |
| 4.4.4 | Residual Income Modelle | 49 |
| 4.4.5 | Evaluation der Modellergebnisse | 52 |
| 4.5 | Expertenmeinungen | 55 |
| 5. | Ermittlung der Varianz- Kovarianz- Matrix | 58 |
| 5.1 | Die Bedeutung der Varianz- Kovarianz- Matrix in der Asset Allocation | 58 |
| 5.2 | Historische Renditen als Ausgangspunkt zur Bestimmung der Varianz- Kovarianz- Matrix | 60 |
| 5.3 | Weitere Möglichkeiten zur Bestimmung der Varianz- Kovarianz-Matrix | 62 |
| 6. | Das Black- Litterman Modell: Ein Verfahren zur Umsetzung in die Praxis | 63 |
| 7. | Fazit | 66 |
| Literaturverzeichnis | VI |
Nicht- Aktienbesitzer getrennt. Demnach ist der Konsum der Aktionäre tatsächlich ca. 3x volatiler als der aggregierte Konsum der Gesamtbevölkerung.80 Aber auch hier ist die Veränderung zu gering, um die hohen empirischen Risikoprämien erklären zu können. Hinsichtlich der Veränderung des Parameters scheinen die Möglichkeiten mit = 10 jedoch ausgereizt. Wie oben bereits dargestellt, beschreibt Parameter neben der Höhe der Risikoaversion auch die intertemporale Konsumelastizität der Investoren. Je höher , desto geringer ist die Bereitschaft der Investoren ihren Konsum über die Zeit zu substituieren. Um bei gegebenen Werten eine SharpeRatio von 0,5 für die USA erklären zu können, wird in Gleichung (21) ein Wert von = 240 benötigt. Auch wenn man den Korrelationskoeffizienten corr( c,r) = [...]
Die empirisch beobachtete niedrige jährliche Korrelation vom Konsumwachstum mit der Aktienrendite scheint über längere Zeiträume gesehen unplausibel. Besonders für die USA und Großbritannien sollte aufgrund der weit verbreiteten Aktienkultur und der hohen Gesamtmarktkapitalisierung von Aktien ein längerfristiger Aufschwung an den Aktienmärkten zu deutlich steigendem Konsum führen.77 Cochrane bezeichnet diese niedrige Korrelation sogar als „Puzzle in itself“, und führt an, dass makroökonomische Standardmodelle normalerweise Korrelationen von 0,99 und mehr vorhersagen.78 Doch selbst wenn man die Korrelation des Konsumwachstums mit der Aktienrendite im Standardmodell auf eins setzt (alle anderen Parameter konstant gehalten), ergeben sich Sharpe- Ratios von höchstens 0,1 und Risikoprämien, die unter zwei Prozent liegen.79 Eine weitere Möglichkeit besteht in der Veränderung der Konsumvolatilität. Obwohl das Investitionsverhalten von Individuen beschrieben werden soll, werden im Standardmodell über die Gesamtbevölkerung aggregierte Daten verwendet. Mankiw und Zeldes betrachten die Konsumdaten für Aktionäre und [...]
Zeiten hohen Konsumniveaus weniger zusätzlichen Nutzen als in Zeiten niedrigen Konsumniveaus. Dadurch sind sie für die Investoren weniger werthaltig und werden daher zu einem niedrigeren Preis angeboten, der wiederum zu der höheren erwarteten Rendite dieser Anlagen führt. Also bieten Anlagen, die in Zeiten hohen Konsums profitabel sind, einen niedrigeren Grenznutzen. Da die Beziehung zwischen verlangter Rendite und verlangten Preisen invers ist, bieten diese Anlagen eine höhere erwartete Rendite und werden zu einem niedrigeren Preis angeboten. In die gleiche Richtung zeigt die Annahme, dass die Konsumenten ihren Konsum im Zeitablauf glätten wollen. Anlagen, die sich in Zeiten ohnehin schon hohen Konsums besonders rentieren, „destabilisieren“ den Konsumpfad, wohingegen Anlagen, die in schlechten Zeiten hohe Renditen versprechen, den Konsumpfad glätten. Damit sind die Letzteren werthaltiger für die Investoren und müssen folglich niedrigere erwartete Renditen bieten um die Investoren dazu zu bewegen, sie zu besitzen.67 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473655
Arbeit zitieren:
Philipp, Marc Juni 2003: Prognose von Aktienmärkten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Aktien, Rendite, Standardabweichung, Markowitz, Dividend Dicsount



