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Profilierungsstrategien für Telekommunikationsunternehmen in zunehmend deregulierten Märkten

Profilierungsstrategien für Telekommunikationsunternehmen in zunehmend deregulierten Märkten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Seelandt
  • Abgabedatum: Juni 1999
  • Umfang: 63 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1965-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1965-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1965-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Seelandt, Matthias Juni 1999: Profilierungsstrategien für Telekommunikationsunternehmen in zunehmend deregulierten Märkten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Deregulierung, Telefonfestnetz, Kernkompetenzenkonzept, Telekommunikation, Wettbewerbsstrategien

Diplomarbeit von Matthias Seelandt

Zusammenfassung:

Durch den Wegfall des Monopols für Telefondienste der Deutschen Telekom am 1. Januar 1998 ist endlich auch dieser bedeutende Markt der Volkswirtschaft für den Wettbewerb freigegeben worden. Die dadurch wirksam gewordene Marktöffnung für Telekommunikationsdienstleistungen hat vor allem im Bereich der Festnetze zu einem Transformationsprozeß geführt, welcher drastische Veränderungen der etablierten Marktstruktur zur Folge hat.

Zahlreiche neue Telefongesellschaften stehen seitdem im Wettbewerb mit der Deutschen Telekom um Kunden und Marktanteile. Und noch immer bereiten weitere potentielle Konkurrenten ihren Eintritt in diesen dynamischen Markt vor.

Ziel dieser Studie ist es daher, sich mit den Grundlagen, Konzepten und Methoden von Strategien zu befassen, welche es den Unternehmen der Telekommunikationsbranche ermöglichen, sich im schärfer werdenden Wettbewerb auf diesem Markt zu profilieren.

Die Komplexität und Fragmentierung der gesamten Telekommunikationsbranche sowie zum Teil stark differierende Wettbewerbssituationen auf einzelnen Teilmärkten machen eine notwendige Eingrenzung bei der Bearbeitung dieses Themas unabdingbar. So stehen aus Anbietersicht der Festnetzmarkt und hier im besonderen das Segment der Ferngespräche (Stichwort "Call-by-Call") im Vordergrund, weil auf diesem homogenen Markt derzeit ein intensiver Wettbewerb herrscht. Auf der Nachfrageseite steht das Privatkundensegment im Mittelpunkt der Betrachtung. Denn nachdem in der ersten Phase der Marktöffnung vor allem Geschäftskunden umworben wurden, konzentrieren sich mittlerweile fast alle Anbieter auch auf die lukrativen und nachfragestarken privaten Konsumenten.

Am Anfang dieser Arbeit werden im zweiten Kapitel einige grundlegende Begriffe aus dem Bereich der Telekommunikation kurz erläutert. Außerdem wird anhand einiger relevanter Daten die Bedeutung der Telekommunikationsbranche für die Volkswirtschaft verdeutlicht. Daneben erfolgt noch ein kurzer Überblick über die Anbieterstrukturen auf dem Telekommunikationsmarkt sowie den Aufbau des Telefonfestnetzes.

Das dritte Kapitel befaßt sich mit der Veränderung der technischen, rechtlichen und nachfragebedingten Rahmenbedingungen auf dem Telekommunikationssektor und deren Folgen für die konkurrierenden Anbieter bezüglich ihrer Positionierung im Wettbewerb.

Im vierten Kapitel werden dann grundlegende methodische Schritte für die Entwicklung von Wettbewerbsstrategien beschrieben, mit deren Hilfe sich Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche gegenüber ihren Konkurrenten im Markt profilieren können.

Einige Telekommunikationsanbieter auf dem nationalen Markt für Festnetztelefonie werden im fünften Kapitel anhand von Profilen skizziert. Dieses erfolgt mit Hilfe einiger wichtiger Kennzahlen, bevor im sechsten Kapitel der Versuch unternommen wird, Ansatzpunkte für Profilierungsstrategien anhand der klassischen operativen Instrumente des Marketings zu generieren.

Ein kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Diplomarbeit sowie ein Ausblick in die Zukunft der Telekommunikationsbranche im siebten Kapitel runden diese Studie schließlich ab.

Inhaltsverzeichnis:

I. Abkürzungsverzeichnis III
1. Problemstellung, Ziel, Gang und Abgrenzung der Studie 1
2. Einführung 3
2.1 Begriff der Telekommunikation 3
2.2 Überblick und Bedeutung 3
2.3 Klassifizierung von Anbietern 4
2.4 Struktur des Telefonfestnetzes 6
3. Treiber des Strukturwandels in der Telekommunikationsbranche und wettbe-werbsstrategische Implikationen 8
3.1 Technologiewandel 8
3.2 Steigende Kundenanforderungen 12
3.3 Globalisierung 13
3.4 Deregulierung durch gesetzliche Regelungen 15
3.5 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post 22
4. Vorgehensweise bei der Generierung von Wettbewerbsstrategien für den Telekommunikationsmarkt 24
4.1 Marktanalyse 25
4.2 Potentialanalyse 27
4.3 Umfeldanalyse 29
4.4 Generierung von Strategien 31
4.5 Bewertung und Auswahl von Strategien 35
4.6 Konkretisierung und Umsetzung der gewählten Strategie 36
5. Profile einiger Telekommunikationsanbieter 40
5.1 Deutsche Telekom AG 39
5.2 Mobilcom AG 40
5.3 Teldafax AG 41
5.4 VIAG Interkom GmbH & Co 42
6. Ansätze zur Profilierung im Wettbewerb mit Hilfe der klassischen Marketinginstrumente 44
6.1 Produktpolitik 43
6.2 Preispolitik 45
6.3 Kommunikationspolitik 46
6.4 Distributionspolitik 47
7. Fazit und Ausblick 50
II. Literaturverzeichnis V

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Marktanalyse umfaßt die systematische Erfassung aller interessierenden Sachverhalte über aktuelle und potentielle Marktpartner eines Unternehmens mit den Methoden der Marktforschung.37 Voraussetzung ist allerdings eine klare Abgrenzung von Märkten oder Teilmärkten, weil sonst die Menge der Informationen zu groß wird. Für eine Marktforschung kommen zwei Erhebungsarten in Betracht: • Primärerhebungen: Diese werden meist in Form einer Teilerhebung durchgeführt, bei der ein bestimmter Prozentsatz der Grundgesamtheit (Stichprobe) untersucht wird. Sie wird meist in Form einer Umfrage (z.B. Kundenbefragung) durchgeführt • Sekundärerhebungen: Hierbei werden alle bereits vorhandenen Daten, sog. Sekundärinformationen, welche ursprünglich für andere Zwecke erhoben wurden, ausgewertet. Es können sowohl unternehmensinterne [...]

Anbieter nur solche Zugangs- und Mitbenutzungsleistungen abnehmen müssen, die sie zum Erbringen bestimmter Dienste auch tatsächlich benötigen. Weiterhin hat die DT für den Netzzugang neuer Wettbewerber sogenannte Netzzugangspunkte bereitzustellen, an denen die Netze der neuen Anbieter mit dem bundesweiten Netz der DT verknüpft werden (§ 34 Abs. 2 und 3 TKG). Allerdings nennen weder das TKG noch die NZV konkrete Vorgaben über die Lage und Zahl dieser „Points of Interconnect“ (POI). Für die Wettbewerber bedeutet das bei nur wenigen POI hohe Kosten, weil sie für ihr Diensteangebot weite Strecken im Netz der DT nutzen müssen. Dadurch besteht für sie ein Motiv für den Aufbau eigener TK-Netze. Ein wettbewerbsstrategisch sehr wichtiges Feld ist die Regelung des Kundenzugangs zu den Netzen der neuen Anbieter. § 43 Abs. 6 Satz 1 TKG zählt zwei Möglichkeiten auf: das sog. „Pre-Selection-Verfahren“, bei dem der Kunde sich zeitlich unbegrenzt durch eine dauerhafte Voreinstellung für einen Verbindungsnetzbetreiber entscheidet das sog. „Call-by-Call-Selection-Verfahren“, wobei sich der Kunde bei jeder Verbindung durch Eingabe einer möglichst einfachen und kurzen Netzbetreiberkennzahl (= „Prefix“) explizit für einen Anbieter entscheidet. Beim erst genannten Verfahren kann der Systembetreiber durch einen schriftlichen Vertrag dem Kunden selber eine Rechnung zustellen, wogegen beim Call-by-Call-Verfahren das Inkasso für die Einzelverbindungen entweder durch ihn selbst oder durch den Anschlußnetzanbieter, also in der Regel die DT, in seinem Auftrag erfolgt. Die Telekommunikationsdienstunternehmen-Datenschutzverordnung (TDSV) beschränkt allerdings die Nutzung von Kundenbestandsdaten und Verbindungsdaten über Abrechnungszwecke hinaus (§ 4 Abs. 2 sowie § 5 Abs. 3 TDSV). Diese Regelungen erschweren es daher TKAnbietern direkte Kundenbeziehungen aufzubauen und so ihre kundenindividuellen Leistungen zu optimieren. [...]

chert, denn diese können nun Leitungen im Festnetz der DT für die Übertragung ihrer eigenen Dienste mitbenutzen, indem sie diese Leitungen anmieten.29 Der zweite Aspekt des besonderen Netzzugangs sieht die Verpflichtung zur Zusammenschaltung des TK-Netzes eines marktbeherrschenden Anbieters mit den öffentlichen TK-Netzen anderer Betreiber vor (§ 3 Nr. 24 und § 35 Abs. 1 TKG). Dadurch wird sichergestellt, daß neue Anbieter ihre Netze an das bundesweit flächendeckende Netz der DT anschließen und so die Kunden von verschiedenen Betreibern untereinander kommunizieren können. Ein anderer Fall von Netzzusammenschaltung liegt bei der grenzüberschreitenden Zusammenschaltung von Netzen ehemaliger staatlicher Netzmonopolinhaber vor. Hier werden die Kosten für die Zusammenschaltungen über internationale Verrechnungspreise (Accounting Rates) geregelt. 30 Große strategische Bedeutung haben für neue Wettbewerber auf dem deutschen TK-Markt die Kosten bzw. Preise (Interconnect Charges) für die Zusammenschaltung, weil diese [...]

Arbeit zitieren:
Seelandt, Matthias Juni 1999: Profilierungsstrategien für Telekommunikationsunternehmen in zunehmend deregulierten Märkten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Deregulierung, Telefonfestnetz, Kernkompetenzenkonzept, Telekommunikation, Wettbewerbsstrategien

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