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Produktivitätsmanagement im Baubetrieb durch angewandte Kybernetik

Eine Organisationstheorie mit Anwendungsmöglichkeiten auch im praktischen Landschaftsbau

Produktivitätsmanagement im Baubetrieb durch angewandte Kybernetik
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Schlichting
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 199 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Weihenstephan Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8398-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8398-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8398-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schlichting, Andreas Februar 2001: Produktivitätsmanagement im Baubetrieb durch angewandte Kybernetik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kopf, Motivation, Optimierung, Produktivität, Bauwesen

Diplomarbeit von Andreas Schlichting

Zusammenfassung:

Die gegenwärtige Marktsituation im Baugewerbe ist gekennzeichnet von Konjunkturflaute, Sparzwang und Haushaltssperren. Über den Zuschlag für einen der knappen Aufträge entscheidet meist der Preis. Innerhalb der letzten Jahre hat dieser enorme Preisdruck zu einem Verdrängungswettbewerb geführt, der teilweise zum Existenzkampf geworden ist. Ein Überleben ist in erster Linie durch Steigerung der Produktivität möglich. Aber wo müssen Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität ansetzen und welche Mittel sind erfolgversprechend?

Die Baukybernetik als Lösungsansatz:

Eine umfangreiche Langzeitstudie innerhalb deutscher mittelständischer Unternehmen hat gezeigt, dass bislang nicht einmal zwei Drittel der Arbeitszeit wertschöpfend genutzt werden. Dabei wäre mit der richtigen Betriebsorganisation eine Ausnutzung von 85% erreichbar. Mehr als drei Viertel der verschwendeten Zeit hängen direkt mit der Organisation zusammen. Lösungsansätze zum Erreichen einer effizienten Organisation bietet die Baukybernetik. Die Wissenschaft der Kybernetik liefert als Lehre der Selbststeuerung von Organisationsprozessen Grundsätze mit Gültigkeit für Struktur und Regelung von Organisationen jeder Art und Größe. Unternehmen werden dabei als Regelungssysteme betrachtet. Die Einbindung aller Beteiligter, Selbstorganisation und Selbstverantwortung spielen eine wichtige Rolle. Als Baukybernetik bezeichnet man die Übertragung kybernetischer Grundprinzipien in eine moderne Managementlehre des Bauwesens. Sie liefert uns anwendungsbezogene Handlungsgrundsätze, deren Umsetzung im Bauunternehmen zur Optimierung betrieblicher Abläufe und damit zur Steigerung der Produktivität verhelfen kann. Entgegen der hochtrabend klingenden Bezeichnung handelt es sich bei der Baukybernetik jedoch nicht um eine dieser komplizierten und in der Praxis kaum umsetzbaren Lehren. Es ist vielmehr eine innovative Systematik von einfachen Grundprinzipien, die längst auch im Bauwesen praktisch angewendet werden. Meist erfolgt dies jedoch unbewusst und ohne Kenntnis der allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten. Folglich mangelt es an einer konsequenten Umsetzung und die Organisationsstrukturen weisen Lücken auf, die unmittelbar zur Entstehung der Produktivitätsdefizite beitragen.

Im Zentrum des Interesses steht das Unternehmen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Die Erkenntnisse dieser Diplomarbeit sind daneben jedoch direkt übertragbar auf jedes Unternehmen, das dem Baugewerbe zuzuordnen ist. Die Aktualität des Produktivitätsmanagements als Kernthema der Unternehmensführung ist unbestritten. Als wissenschaftliche Grundlage für die weiteren Ausführungen wird der Denkansatz der Kybernetik in der gebotenen Sorgfalt erläutert. Wer sich also noch nie mit dem Thema der Kybernetik befasst hat, kann in Kapitel 3 die wesentlichen Grundsätze in leicht verständlicher und komprimierter Form nachlesen. Entstehung, Definition und Grundsätze werden kurz erläutert. Danach folgt die Betrachtung wirtschaftlicher Unternehmen aus der Perspektive der Kybernetik und schließlich die Übertragung auf das Bauwesen.

Bestandserhebung zur Organisation im Landschaftsbau:

Um empirisch gesicherte Empfehlungen geben zu können, wurden zwei voneinander unabhängige Umfragen durchgeführt. Inhalt einer mündlichen Befragung von Betrieben aus Bauhauptgewerbe, Landschaftsbau sowie aus der Planung waren deren praktische Erfahrungen mit dem KOPF-System. Das erklärte Ziel von KOPF (Kybernetische Organisation, Planung und Führung) besteht darin, den Bauablauf unter Berücksichtigung kybernetischer Erkenntnisse flüssiger und stressfreier zu gestalten. Das von dem Architekten und Bauingenieur Heinz Grote für den praktischen Einsatz in Unternehmen der Baubranche entwickelte Organisationssystem gilt als Musterbeispiel der Umsetzung baukybernetischer Grundsätze. Im Rahmen der Befragung sollten die praktischen Erfahrungen der Betriebe Erkenntnisse grundsätzlicher Art liefern und der Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Produktivität dienen.

Gegenstand einer zweiten, schriftlichen Umfrage war der gegenwärtige Stand der Organisation in der Branche. Hier wurden zufällig ausgewählte Landschaftsbau-Betriebe aller Größen und Tätigkeitsbereiche angeschrieben und deren Angaben statistisch ausgewertet. Durch Feststellen der gegenwärtigen Organisationsstrukturen und Untersuchung des Umgangs mit dem Thema Produktivitätsmanagement wurde der Handlungsbedarf ermittelt. Beinahe 90% der befragten Unternehmen waren der Auffassung, dass die größten Reserven zur Steigerung der Produktivität im richtigen Management zu suchen sind. Etwa 85% stimmten der Aussage zu, dass dieses Management bedeutet, Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Mitarbeiter zu ermöglichen und zu fördern. Bei der Beurteilung betriebseigener Faktoren wurde jedoch der Selbstorganisation die schlechteste Bewertung aller Aspekte attestiert, dicht gefolgt von den Faktoren Produktivität und Unternehmenserfolg. Die wichtigsten Aussagen der befragten Unternehmen wurden in Defizite und Potenziale zusammengefasst. Daraus wurden schließlich Handlungsbedarf und Ansatzmöglichkeiten des Produktivitätsmanagements abgeleitet.

Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Produktivität:

Ziel ist die Weiterentwicklung der Betriebsorganisation auf Basis der Kybernetik unter dem besonderen Aspekt der Produktivitätserhöhung. Für eine Umsetzung in die Praxis muss jedoch zunächst ein Umdenken in der Führungsebene der Unternehmen einsetzen. Der Betrieb muss als kybernetische Organisation begriffen und betrachtet werden. So werden die tatsächlichen Betriebsabläufe erkennbar und Mängel in der Organisation werden aufgedeckt. Durch gezielte Eingriffe in die Struktur der Organisation werden die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung geschaffen. Mit den Grundsätzen der Kybernetik als Hintergrund und Zielsetzung permanenten Strebens nach Verbesserung können gegenwärtige Betriebsorganisationen zu echten kybernetischen Systemen entwickelt werden. Im Kapitel 6 werden konkrete praxisgerechte Handlungsempfehlungen vorgestellt.

Fazit – Produktivität ist steuerbar:

Es gilt, die gegenwärtige Betriebsorganisation Schritt für Schritt zu verbessern. Dabei ist Verständnis für kybernetische Zusammenhänge und den daraus erwachsenden Konsequenzen bei der Umsetzung der Bestrebungen eine wesentliche Grundlage. Vor allem aber ist es die richtige Einstellung der Mitarbeiter, die erfolgreiches Produktivitätsmanagement ausmacht. Das Streben nach ständiger Verbesserung und Steigerung der Produktivität muss im Betrieb aktiv gelebt werden und jeden einzelnen Mitarbeiter erfassen. Die notwendigen Impulse durch Schaffung geeigneter Organisationsstrukturen müssen dabei jedoch von oben kommen. Eines jedenfalls steht fest: Produktivität ist steuerbar. Den Kurs gibt der Steuermann vor, der im Griechischen „Kybernetes“ genannt wird.

Ein vertieftes Literaturstudium ermöglicht das ausgewogene Literaturverzeichnis mit über 50 Quellenangaben.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IX
TABELLENVERZEICHNIS X
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Begriffsbestimmung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau und methodischer Ablauf der Arbeit 4
2. BEDEUTUNG VON PRODUKTIVITÄTSMANAGEMENT 7
2.1 Produktivitätsdefizite im deutschen Mittelstand 8
2.2 Produktivitätsdefizite im Bauwesen 11
3. EINFÜHRUNG IN DIE KYBERNETIK 13
3.1 Kybernetik - Entstehung, Definition und Grundsätze einer jungen Wissenschaft 13
3.1.1 Ursprung und Entwicklung der Kybernetik 14
3.1.2 Aufgaben, Merkmale und Definition der Kybernetik 16
3.1.3 Betrachtung von Organisationen als kybernetische Systeme 17
3.2 Betrachtung wirtschaftlicher Unternehmungen aus der Perspektive der Kybernetik 19
3.2.1 Zwei Perspektiven der Betrachtung komplexer Systeme 19
3.2.2 Das Gesetz der erforderlichen Varietät 20
3.2.3 Evolution und Selbstorganisation von Systemen 20
3.2.4 Grundlagen aus der Informationstheorie 21
3.2.4.1 Die Bedeutung der Informations-Transmission 21
3.2.4.2 Die Entropie als Maßstab der Ordnung eines Systems 22
3.2.4.3 Negentropie versus Organisationsauflösung 22
3.2.5 Organisationen als Regelungssysteme 23
3.2.5.1 Das Prinzip der Steuerung 23
3.2.5.2 Das Prinzip der Regelung 24
3.2.5.3 Das Prinzip der Homöostase 26
3.2.6 Systembetrachtung unter dem Kriterium der Lebensfähigkeit 26
3.2.6.1 Der Schwellenwert der kritischen Komplexität 27
3.2.6.2 Allgemeingültige Darstellung lebensfähiger Systeme 28
3.3 Übertragung der Kybernetik auf das Bauwesen 32
3.3.1 Managementkybernetik als angewandte Wissenschaft 32
3.3.2 Managementkybernetik im Bauwesen 33
4. ÜBERPRÜFUNG DER ANWENDUNG DES KOPF-SYSTEMS ALS ANGEWANDTE KYBERNETISCHE LOGIK IM BAUWESEN 37
4.1 Einführung in das KOPF-System 37
4.1.1 Entstehung und Konzeption des KOPF-Systems 38
4.1.2 Grundlagen und Einführung des KOPF-Systems 40
4.1.2.1 Eigene Statistik über die Entwicklung der Baupreise 40
4.1.2.2 Grundlagen für die Produktivitätsentwicklung mit KOPF 41
4.1.2.3 Einführung des Systems - Vorgehensweise und Aufwand 42
4.1.3 Aufbau, Methodik und Anwendung des KOPF-Systems 42
4.1.3.1 Ausführungsleistungsverzeichnis und -kalkulation 42
4.1.3.2 Korrekturplan zum Ausgleich von Störungen 43
4.1.3.3 Ein variables Ablaufmodell an Stelle des üblichen Ablaufplanes 44
4.1.3.4 Wochenplanung und -steuerung durch das Arbeitsteam 46
4.1.3.5 Terminsicheres Lenken des Gesamt-Bauablaufs 47
4.1.3.6 Umlage des erzeugten Mehrwerts 50
4.1.4 Angewandte Kybernetik durch KOPF - das Ende des Null-Summen-Spiels 51
4.2 Expertenbefragung zur Erhebung von Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Praxis der KOPF-Anwendung 51
4.2.1 Zielsetzung und Methodik der Untersuchung 52
4.2.1.1 Zielsetzung 52
4.2.1.2 Auswahl der Experten 53
4.2.1.3 Methodik und Ablauf der Befragung 55
4.2.2 Fragestellungen und deren Ergebnisse 56
4.2.2.1 Fragestellungen 57
4.2.2.2 Ergebnisse der Befragung von Betrieben des Bauhauptgewerbes 57
4.2.2.3 Ergebnisse der Befragung von Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus 61
4.2.2.4 Ergebnisse der Befragung eines Planungsbüros 66
4.2.2.5 Generierung allgemeingültiger Hypothesen zur KOPF-Anwendung durch Vergleich und Beurteilung der Erfahrungen der drei Expertenkategorien 69
5. BESTEHENDE ORGANISATIONSSTRUKTUREN IM LANDSCHAFTSBAU 74
5.1 Erhebung des gegenwärtigen Standes der Organisation im GaLaBau 74
5.1.1 Zielsetzung 74
5.1.2 Methodik und Ablauf der Befragung 75
5.1.2.1 Problemfindung und -strukturierung 76
5.1.2.2 Theorie / Hypothesen 76
5.1.2.3 Operationalisierung 77
5.1.2.4 Forschungsdesign / Methodenwahl 80
5.1.2.5 Auswahlverfahren 82
5.1.2.6 Vorbereitung der Datenerhebung 88
5.1.2.7 Datenerhebung 89
5.1.2.8 Datenerfassung und -aufbereitung 93
5.1.2.9 Datenauswertung 94
5.1.2.10 Darstellung / Publikation 95
5.1.3 Fragestellungen und deren Ergebnisse 95
5.1.3.1 Fragestellungen 95
5.1.3.2 Ergebnisse der Befragung 96
5.2 Beurteilung des gegenwärtigen Standes der Organisation und Querbezug zur KOPF-Anwendung 106
5.2.1 Defizite und Potentiale der gegenwärtigen Organisation des Landschaftsbaus 106
5.2.1.1 Defizite der gegenwärtigen Organisation des Landschaftsbaus 106
5.2.1.2 Potentiale der gegenwärtigen Organisation des Landschaftsbaus 109
5.2.2 Querbezug zur KOPF-Anwendung im Bauwesen 111
6. IMPLEMENTIERUNG KYBERNETISCHER STRUKTUREN IM LANDSCHAFTSBAU-BETRIEB UNTER DEM ASPEKT DER PRODUKTIVITÄTSERHÖHUNG 115
6.1 Chancen, Risiken und Probleme des Landschaftsbaus 116
6.1.1 Erschließung von Chancen durch Anwendung kybernetischer Erkenntnisse 116
6.1.2 Risiken und Probleme bei der Umsetzung kybernetischer Erkenntnisse 117
6.1.3 Grundsätzliche Empfehlungen zur Nutzung des Chancenpotentials im Landschaftsbau-Betrieb 118
6.2 Etablierung einer neuen Denkweise im Landschaftsbau-Betrieb 119
6.2.1 Grundsätze kybernetischer Organisation im Landschaftsbau 119
6.2.1.1 Grundzüge und Zielsetzungen kybernetischer Organisationen 119
6.2.1.2 Grundsatzentscheidung zur Neuorientierung im Landschaftsbau-Betrieb 120
6.2.2 Der Landschaftsbau-Betrieb als lebensfähiges System 122
6.2.2.1 Zielsetzung des Verständnisses des Landschaftsbau-Betriebes als lebensfähiges System 122
6.2.2.2 Anwendung dieser Denkweise zur Analyse der Organisation im Landschaftsbau-Betrieb 122
6.3 Handlungsempfehlungen zur gezielten Entwicklung der Organisation im Landschaftsbau nach kybernetischen Grundsätzen 124
6.3.1 Relevanz des KOPF-Systems als vordefinierte Strategie zur Optimmierung 125
6.3.1.1 Eignung des KOPF-Systems für den praktischen Einsatz im Landschaftsbau 125
6.3.1.2 Probleme des Landschaftsbaus in der Anwendung des KOPF-Systems 125
6.3.1.3 Potentiale des Landschaftsbaus in der Anwendung des KOPF-Systems 126
6.3.1.4 Empfehlungen hinsichtlich einer Anwendung des KOPF-Systems im Landschaftsbau-Betrieb 127
6.3.2 Optimierung von Organisationen durch fortwährende Weiterentwicklung 128
6.3.2.1 Verbesserung von Informationsgrad und Informationsfluss 129
6.3.2.2 Vernetztes Handeln durch technische Innovation 130
6.3.2.3 Die Planung zukünftigen Verhaltens 131
6.3.2.4 Nutzung von Kreativität und Wissen der Mitarbeiter 132
6.3.2.5 Kongruenz der Ziele von Organisation und deren Mitglieder 133
6.3.2.6 Leistungsorientierung der Organisation 134
6.3.2.7 Wahl der richtigen Prioritäten 134
6.3.2.8 Dezentralisierung von Entscheidungen 135
6.3.2.9 Organisation zur Selbstorganisation 136
6.3.2.10 Erziehung zur Selbstorganisation 136
6.3.2.11 Feedback in der Organisation 138
6.3.3 Grundlegende Analyse und Optimierung der Organisation durch ein selbsterarbeitetes Systemdiagramm 139
6.3.3.1 Schluss mit der Suche nach Sündenböcken 139
6.3.3.2 Erarbeitung einzelner tätigkeitsbezogener Prozessflussdiagramme 140
6.3.3.3 Präsentation und Diskussion der einzelnen Prozessflussdiagramme 142
6.3.3.4 Zusammenfügen der Prozessflussdiagramme zu einem Gesamtbild der Organisation als Ersatz für die herkömmlichen Organigramme 143
7 SCHLUSSBETRACHTUNG 144
7.1 Produktivitätsmanagement - ein Gedankenspiel 144
7.2 Produktivitätsmanagement - persönliche Erfahrungen 145
7.3 Produktivitätsmanagement - der wirkliche Sinn 146
ANHANG 147
LITERATURVERZEICHNIS 180

Automatisiert erstellter Textauszug:

Latente Variable: Arbeitsvorbereitung Theoretische Frage/n: Sind in der Arbeitsplanung schon Ansätze kybernetischer Strukturen erkennbar? Manifeste Indikator/en (Fragen des Fragebogens) Arbeitsplanung wird überwiegend erledigt durch ... Bauleiter Vorarbeiter Bauleiter & Vorarbeiter Arbeitsplanung erfolgt ... als Balkendiagramm in Netzplantechnik als Ablaufmodell in Form von ... (zu ergänzen) weniger detailliert Die Berechnung der Baustellenbesetzung erfolgt ... mit betriebseigenen Zeitwerten mit Musterzeitwerten überschlägig Sind in der Arbeitssteuerung schon Ansätze kybernetischer Strukturen erkennbar? Die laufende Disposition erfolgt überwiegend durch ... Bauleiter Vorarbeiter Bauleiter & Vorarbeiter Die Überwachung des Bauablaufs erfolgt v.a. durch ... Bauleiter Vorarbeiter Bauleiter & Vorarbeiter Latente Variable: Kalkulation und Produktivität Theoretische Frage/n: Werden die ökonomischen Möglichkeiten genutzt, um fundiert zu kalkulieren und die so erreichte Produktivität zu kontrollieren? Manifeste Indikator/en (Fragen des Fragebogens) Welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie in Ihrem Betrieb als wichtige Kalkulationsgrundlagen? (Mehrfachnennungen möglich) Einsatz von Musterzeitwerten Erfassung betriebseigener Zeitwerte Systematische Auswertung von Submissionsergebnissen Detaillierte Konkurrenzanalyse Wird in Ihrem Betrieb die erreichte Produktivität in Form einer Nachkalkulation ermittelt und kontrolliert? Ja Nein In anderer Form (zu ergänzen) Erfolgt eine laufende Produktivitätskontrolle, um frühzeitig eingreifen zu können? Wird eine Relation zum Branchendurchschnitt hergestellt? Führen Sie eine laufende Nachkalkulation durch, die eine Kontrolle der tatsächlichen Produktivität während der Ausführungsphase ermöglicht? Werden in Ihrem Betrieb die Ergebnisse und Kennzahlen mit dem Branchendurchschnitt verglichen? [...]

Latente Variable: Grundeinstellung und Handlungsbedarf Theoretische Frage/n: Sind Verständnis und Einsicht gegenüber kybernetischen Organisationsgrundsätzen vorhanden? Manifeste Indikator/en (Statements im Fragebogen) Selbstverantwortung der Mitarbeiter ist nicht durch bessere Planung bzw. Führung zu ersetzen. Richtiges Management birgt die größten Reserven zur Steigerung der Produktivität. Management bedeutet, Selbstorganisation der Mitarbeiter zu ermöglichen und zu fördern. Die größten Reserven sind in der Verbesserung der praktischen Ausführung zu finden. Oberstes Unternehmensziel sollte die Gewinnmaximierung sein. Unser Geld ist die Zeit: Eine Minute gesparte Zeit ist viel mehr wert, als eine gesparte Mark. Eine späte Planlieferung ist häufig die Ursache für eine Verzögerung des Bauablaufs. Gesetzte Termine und Fristen werden im Garten- und Landschaftsbau leider häufig überschritten. [...]

Hier geht es allgemein um eine inhaltlich-thematische, räumliche und zeitliche Abgrenzung der Untersuchung. In diesem Falle heißt das Thema „Produktivitätsmanagement“ und soll Einblicke in die bestehenden Organisationsstrukturen von Unternehmen des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus liefern. Der Raum der Umfrage ist das gesamte Bundesgebiet. Das heißt, es werden Betriebe aus wirklich allen Bundesländern angeschrieben, um ein repräsentatives Ergebnis für die Branche in der Bundesrepublik Deutschland zu erhalten. Unternehmen aus Nachbarstaaten werden deshalb gezielt ausgespart, da schon bei geringfügig anderen Rahmenbedingungen die Vergleichbarkeit der Daten nicht mehr gewährleistet wäre. Was die zeitliche Abgrenzung angeht, so ist das Ergebnis eine Momentaufnahme der Organisationsstrukturen. Das heißt, vergangene Entwicklungen sind nicht von Interesse und Angaben über zukünftige Entwicklungen sind zu unsicher, um ernsthafte Prognosen zu erlauben. [...]

Arbeit zitieren:
Schlichting, Andreas Februar 2001: Produktivitätsmanagement im Baubetrieb durch angewandte Kybernetik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kopf, Motivation, Optimierung, Produktivität, Bauwesen

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