Produktion eines 3D-animierten Musikvideos mit Realfilmanteil
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Zabiegly
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Deggendorf Deutschland
- Bibliografie: ca. 7
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0079-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0079-8 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0079-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zabiegly, Matthias März 2006: Produktion eines 3D-animierten Musikvideos mit Realfilmanteil, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Computergraphik, TV, Fernsehen, Medien, Compositing
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Diplomarbeit von Matthias Zabiegly
Zusammenfassung:
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll ein neues Musikvideo zu Phil Collins „Missed Again“ erstellt werden. Das Musikstück wurde 1981 veröffentlicht. Im gleichen Jahr wurde auch das Video dazu produziert. Dieses Originalvideo soll nun durch ein neu aufgelegtes und modernisiertes Video ersetzt werden.
Der Umfang der Arbeit besteht in der kompletten Produktion des Videos, vom Konzept über die Planung, die eigentliche Umsetzung, bis zur Abgabe auf einer Master-DVD.
Der Text des Musikstückes handelt von Liebeskummer am Beispiel eines Mannes, der von seiner Partnerin verlassen wurde. Er fühlt sich einsam und verlassen. Im Video wird das Gefühl der Einsamkeit umgesetzt, indem der Sänger (Phil Collins) isoliert in einer rein-weißen Umgebung steht. Das Verlassen sein und Fehler der zweiten Hälfte wird dadurch symbolisiert, dass im Video keine Instrumente sichtbar sind, sondern Phil Collins das Spielen auf Instrumenten pantomimisch darstellt. So wird verdeutlicht, dass ihm etwas Wichtiges fehlt (die Instrumente / seine Partnerin).
Das Video ist im Stil einer aufgezeichneten Live-Performance des Stückes gehalten. Bis auf die weiße Umgebung und das Fehlen von Instrumenten folgt das Video den Regeln eines Konzertmitschnittes. Es wird immer das Instrument bzw. dessen pantomimische Darstellung gezeigt, dass im Moment im Lied am prominentesten ist.
Für die Neuauflage des Videos soll der Charakter des Originalvideos beibehalten werden. Es soll auf jeden Fall eine hohe Widererkennbarkeit gewährleistet sein.
Im neuen Video soll es ein Wechselspiel geben, dass sowohl den Liebeskummer auf Seiten des Mannes, als auch der Frau zeigt. Nicht nur der Mann fühlt sich einsam und verlassen sondern auch seine Partnerin. Dieses Spannungsverhältnis wird in das Video übertragen, indem es neben Szenen aus dem Originalvideo, die wieder verwendet werden, auch neue „invertierte“ Szenen gibt. Hier wird das Verhältnis Person sichtbar / Instrument unsichtbar des Originalvideos umgekehrt zu Person unsichtbar / Instrument sichtbar. Dies stellt die gegensätzliche (weibliche) Seite dar. Nicht nur der Musiker vermisst sein Instrument, auch das Instrument vermisst seinen Musiker.
Zu Beginn des Videos soll es einige Szenen geben, in denen Musiker und Instrumente gleichzeitig zu sehen sind. Dann findet die Trennung statt und ab diesem Punkt sieht man während den Strophen nur die Instrumente, die von „unsichtbaren“ Personen gespielt werden, und während des Refrains die Musiker, die „unsichtbare“ Instrumente spielen. Dies findet wie im Originalvideo auch in einer Art Live-Situation auf rein-weißen Hintergrund statt.
Gang der Untersuchung:
Die spielenden Instrumente werden in dreidimensionaler Computergraphik umgesetzt. Diese Diplomarbeit behandelt ausführlich den kompletten Prozess der Erstellung der Animationen. Das fertige Musikvideo enthält circa 2:40min 3d Animation und 1:20min Realfilm des Originalvideos, das erheblich nachbearbeitet wurde, um die visuelle Qualität der Aufnahmen zu verbessern. Diese Studie geht auch auf den Prozess der Nachbearbeitung inklusive Farbkorrektur und Fehlerbeseitigung in Realfilmaufnahmen ein. Auch der Prozess des Compositings von 3d Animation und Realfilm wird beschrieben.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Einführung | 5 |
| 1. | Thema | 5 |
| 2. | Konzept | 5 |
| 2.1 | Originalvideo | 5 |
| 2.2 | Umgestaltung | 6 |
| 2.3 | Mögliche Verwendung | 7 |
| II. | Hauptteil | 8 |
| 1. | Mögliche Techniken zur Umsetzung | 8 |
| 1.1 | Realaufnahmen vor Bluescreen | 8 |
| 1.2 | Realaufnahmen mit mechanischen Rigs | 9 |
| 1.3 | Drei-dimensionale Umsetzung | 10 |
| 2. | Überblick über 3D Graphik und Animation | 11 |
| 2.1 | Geschichtliche Entwicklung der Animation | 11 |
| 2.2 | Verwendung in TV- und Kinoproduktionen | 13 |
| 2.3 | Verwendung in Musikvideos | 16 |
| 2.4 | Verfügbare Software | 17 |
| 3. | Vorproduktion | 19 |
| 3.1 | Struktureller Aufbau | 19 |
| 3.2 | Leica-Reel | 19 |
| 3.3 | Modell- und Production-Sheet | 21 |
| 3.4 | Dateiorganisation | 22 |
| 3.5 | Zeitplanung | 23 |
| 4. | Produktion | 24 |
| 4.1 | Modellierung der Instrumente | 24 |
| 4.1.1 | Überblick und Vergleich Modellierungstechniken | 24 |
| 4.1.2 | Parametrische Objekt-Modellierung | 26 |
| 4.1.3 | NURBS-Modellierung | 28 |
| 4.1.4 | SDS-Modellierung | 34 |
| 4.1.5 | Externe Modelle | 39 |
| 4.2 | Texturierung | 40 |
| 4.2.1 | Grundbegriffe | 40 |
| 4.2.2 | Beschaffung von Foto-Texturen | 46 |
| 4.2.3 | Gold-Shader | 47 |
| 4.3 | Erstellen einer Standard-Umgebung | 50 |
| 4.3.1 | Hintergrund und Bodenschatten | 50 |
| 4.3.2 | Beleuchtung | 52 |
| 4.4 | Animation | 53 |
| 4.4.1 | Grundbegriffe | 53 |
| 4.4.2 | Keyframe-Animation | 56 |
| 4.4.3 | Rotoscope | 58 |
| 4.4.3.1 | Begriffklärung | 58 |
| 4.4.3.2 | Geschichtliche Entwicklung | 58 |
| 4.4.3.3 | Anwendungen in TV- und Kinoproduktionen | 59 |
| 4.4.3.4 | Anwendungen in Musikvideos | 59 |
| 4.4.3.5 | Vor- und Nachteile | 60 |
| 4.4.3.6 | Anwendung auf das Diplomarbeitsthema | 60 |
| 4.5 | Rendering | 61 |
| 4.5.1 | Technische Spezifikationen | 62 |
| 4.5.2 | Optimierung der Renderzeiten | 62 |
| 5. | Nachbearbeitung | 64 |
| 5.1 | Grundbegriffe Nachbearbeitung / Compositing | 64 |
| 5.2 | Multipass-Compositing | 65 |
| 5.3 | Farbkorrektur | 66 |
| 5.4 | Bewegungsunschärfe | 68 |
| 5.5 | Glow-Filter | 69 |
| 6. | Ausgabe | 70 |
| 6.1 | Finales Rendering | 70 |
| 6.2 | Consumer-Umsetzung | 70 |
| 7. | Backup-Strategie | 71 |
| III. | Fazit | 72 |
| 1. | Zusammenfassung | 72 |
| 2. | Ausblick | 73 |
| IV. | Anhang | 74 |
| 1. | Exposé | 74 |
| 2. | Quellenverzeichnis | 75 |
| 2.1 | Literaturliste | 75 |
| 2.2 | Internetquellen | 76 |
| 3. | Abbildungsverzeichnis | 77 |
| 4. | Verwendete Technik | 79 |
| 5. | Modell- und Productionsheet | 80 |
Textprobe:
Kapitel 3.2, Leica-Reel: Ein Leica-Reel, oft auch Animatic oder Story-Reel genannt, ist ein gefilmtes Storyboard. Dabei werden die Einzelbilder des Storyboards zusammen geschnitten und gegebenenfalls Dialoge und Soundtrack hinzugefügt. Damit kann zum einen geprüft werden, ob das Timing der Dramaturgie im fertigen Film stimmt und Soundtrack und Film zusammen passen. Oft werden hierbei auch Kamerabewegungen und Zoom getestet, indem man mit der Kamera über die Bilder fährt oder in sie hineinzoomt. Diese Aufgabe kann beim elektronischen Schnitt auch softwareseitig gelöst werden.
Leica-Reels werden bevorzugt bei Trickfilmen, Animationen und beim Dreh von Action- oder Special Effects-Sequenzen verwendet, da ihr Einsatz überflüssige oder nicht funktionierende Einstellungen offenbart und damit die Kosten des Drehs vermindern kann.
Für das Leica-Reel dieser Diplomarbeit kann auf handgezeichnete Storyboard Bilder verzichtet werden. Es existiert ein Konzert-Mitschnitt des Songs „Missed Again“. Aus diesem Mitschnitt, und dem ebenfalls auf dieser DVD vorhandenen Originalvideo, kann in einem Schnittprogramm schon der Roh-Schnitt erstellt werden. Hierzu werden die Teile, die aus dem Originalvideo übernommen werden können, einfach an die richtige Stelle im Film Ablauf gelegt und die restlichen noch freien Stellen (hauptsächlich während der einzelnen Strophen – siehe Kapitel 3.1. Struktureller Aufbau) mit passenden Szenen aus dem Konzert-Mitschnitt gefüllt.
Die Szenen die aus dem Mitschnitt stammen werden später durch 3d Animationen der Instrumente ersetzt. Die Technik, ein Leica-Reel aus bereits vorhandenen Rohvideoteilen zu erstellen, hat den großen Vorteil, dass man durch das Reel bereits einen sehr guten Eindruck vom fertigen Musikvideo erhält. Die Schnitte, Einstellungen und Bewegungen der Musiker und Instrumente sind bereits so vorhanden, wie sie später im Video aussehen werden. Außerdem kann aus der schon festgelegten Schnittreihenfolge sehr leicht ein Szenenplan extrapoliert werden.
Ein feststehender Szenenplan ist für die 3d Animation wichtig, um keine unnötigen Szenen animieren zu müssen und um die Länge der jeweiligen Szene richtig abschätzen zu können.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836600798
Arbeit zitieren:
Zabiegly, Matthias März 2006: Produktion eines 3D-animierten Musikvideos mit Realfilmanteil, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Computergraphik, TV, Fernsehen, Medien, Compositing




