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Produktinnovation

Begriff, Ziele, Einflußgrößen, Prozeß, Organisatorische Verankerung

Produktinnovation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Oliver Edinger
  • Abgabedatum: Oktober 1995
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 744,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0853-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0853-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0853-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Edinger, Oliver Oktober 1995: Produktinnovation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Produktinnovation, Produktinnovationsprozeß, Neue Produkte, Organisation von Produktinnovation, Produktentwicklung

Diplomarbeit von Oliver Edinger

Problemstellung:

Wachstum, Gewinn und Sicherung der Überlebensfähigkeit sind heute Kernziele jeder Unternehmung. Es stellt sich aber die Frage, wie diese Ziele im Rahmen einer zunehmenden Globalisierung des Wettbewerbs erreicht werden können. Eine mögliche Vorgehensweise stellt hier die Ausrichtung auf neue Produkte dar.

Die Bedeutung von Produktinnovationen wird durch die Tatsache deutlich unterstrichen, daß Industrieunternehmungen ca. 20-30% ihres Umsatzes mit Produkten erzielen, die noch nicht länger als fünf Jahre auf dem Markt angeboten werden.

Die Art und Weise der Entstehung solcher Produkte ist für den Markterfolg letztendlich von besonderer Bedeutung. Es ist nicht mehr der "Erfinder", der vorgibt, was die Unternehmung ihren Kunden anbietet. Vielmehr ist die Entwicklung neuer Produkte an den Nachfragerwünschen auszurichten. Daß diese Wünsche aber im Rahmen von Produktinnovationen nur unzureichend berücksichtigt werden, zeigt die hohe Flop-Rate von etwa 30-50% der neue auf dem Markt eingeführten Produkte.

Inhalt der Arbeit ist es, den Komplex der Produktinnovation näher zu beleuchten und einen Prozeß darzustellen, der das Risiko eines Flops bei der Entwicklung neuer Produkte minimiert. Der Prozeß erstreckt sich von der Ideengewinnung, Konzeptentwicklung, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Produkterprobung bis hin zur Markteinführung. Dabei werden alle Phasen detailliert beschrieben und Methoden zur Lösung der phasenspezifischen Probleme genannt. Darüber hinaus beschäftigt sich die Arbeit mit den Zielstellungen, welche mittels Produktinnovation erreicht werden können. Daneben werden die Einflußgrößen auf den Produktinnovationsprozeß dargestellt, in dem sowohl die Faktoren der Makroumwelt, der Mikroumwelt als auch die unternehmungsinternen Faktoren herausgearbeitet werden.

Um einen Produktinnovationsprozeß durchführen zu können, bedarf es des Zusammenwirkens vieler Stellen innerhalb und zunehmend auch außerhalb der Unternehmung. Ein derart komplexen Prozeß kann aber nur dann effizient ablaufen, wenn er so organisiert wird, daß möglichst wenig Reibungsverluste an den Schnittstellen zwischen den beteiligten Stellen auftreten. Deshalb bildet neben dem eigentlichen Produktinnovationsprozeß die organisatorische Verankerung eines solchen Prozesses in der Unternehmung den zweiten Schwerpunkt der Arbeit. Es werden die Anforderungen der Produktinnovation an die Organisationsstruktur dargestellt. Dabei wird auch auf die unterschiedlichen Gestaltungserfordernisse der einzelnen Prozeßphasen eingegangen. Unterschiedliche Strukturtypen der Organisation werden inhaltlich vorgestellt und in bezug auf ihre phasenspezifische Eignung im Rahmen des Produktinnovationsprozesses hin untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen IV
Verzeichnis der Tabellen IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Grundlegung und Begriffsbildung 1
1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit 1
1.2 Begriffsdefinition 2
2. Einflußgrößen und Ziele der Produktinnovation 5
2.1 Einflußgrößen der Produktinnovation 5
2.1.1 Klassifizierung der Einflußgrößen 5
2.1.2 Faktoren der Makroumwelt 5
2.1.3 Faktoren der Mikroumwelt 8
2.1.4 Unternehmungsinterne Faktoren 9
2.2 Ziele der Produktinnovation 11
2.2.1 Generelle Zielaspekte 11
2.2.2 Zielsystem 13
3. Phasenschema der Produktinnovation 16
3.1 Gesamtprozeß der Produktinnovation 16
3.2 Ideengewinnung 18
3.2.1 Aufgaben der Ideengewinnung 18
3.2.2 Ideengenerierung 18
3.2.3 Ideensammlung 21
3.2.4 Ideenbewertung 22
3.3 Konzeptentwicklung und -erprobung 23
3.3.1 Konzeptbegriff 23
3.3.2 Entwicklung von Produktkonzepten 24
3.3.3 Erprobung von Produktkonzepten 25
3.4 Wirtschaftlichkeitsanalyse 27
3.4.1 Einordnung der Wirtschaftlichkeitsanalyse in den Produktinnovatiosprozeß 27
3.4.2 Methoden der Wirtschaftlichkeitsanalyse 28
3.5 Konzeptverwirklichung 32
3.5.1 Produktentwicklung 32
3.5.2 Produkttests 36
3.6 Erproben und Einführen neuer Produkte auf dem Markt 38
3.6.1 Markterprobung 38
3.6.2 Markteinführung 42
4. Organisationsstruktur der Produktinnovation 44
4.1 Grundlagen der Organisation von Produktinnovation 44
4.1.1 Die Organisatorischen Strukturvariablen 44
4.1.2 Anforderungen der Produktinnovation an die Organisationsstruktur 45
4.2 Phasenorientierte Organisationsstruktur 47
4.2.1 Allgemeine Aspekte 47
4.2.2 Kreative Phase 48
4.2.3 Entscheidungsphase 49
4.2.4 Realisationsphase 51
4.3 Strukturtypen der Organisation 52
4.3.1 Makro-Strukturtypen 52
4.3.2 Organisationstypen 53
4.3.3 Phasenspezifische Eignung der Organisationstypen 55
5. Zusammenfassung und Ausblick 59
Anhang 61
Literaturverzeichnis VI
Ehrenwörtliche Erklärung XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

jedem Fall müssen die Zahlen der mehrperiodigen geamtunternehmungsbezogenen Ergebnis- und Finanzplanung zur Beurteilung von Produktkonzepten mit berücksichtigt werden1. Auf eine Darstellung der Verfahren der Wirtschaftlichkeitsanalyse wird verzichtet. Es sei hier auf die Spezialliteratur und die dort angeführten Quellen verwiesen2. Es werden nur einige Anmerkungen bezüglich der Anwendbarkeit der Verfahren im Zusammenhang mit Produktinnovationen gemacht. Die Investitionsrechnungsverfahren lassen sich in zwei Kategorien einteilen. In die statischen und in die dynamischen Verfahren. Die gebräuchlichsten statischen Investitionsrechnungsverfahren sind die Kostenvergleichsrechnung, die Gewinnvergleichsrechnung und die Rentabilitätsrechnung. Im Rahmen der strategischen Programmplanung sollten diese Methoden nicht angewandt werden. Dies liegt darin begründet, daß zeitliche Interdependenzen, d.h. das Auseinanderfallen von Ausgaben und Einnahmen, nicht berücksichtigt werden3 und daß sich bei diesen Verfahren die Investitionen bezüglich ihres Kapitaleinsatzes und der Nutzungsdauer nicht unterscheiden dürfen4. Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung sind die Kapitalwertmethode, die Annuitätenmethode und die Methode des internen Zinsfußes5. Im Vergleich zu den statischen Methoden bieten diese Verfahren den Vorteil, daß zeitliche Interdependenzen durch Diskontierung berücksichtigt werden6. Nachteil dieser Verfahren ist es, daß die ihnen zugrundeliegenden Annahmen, z.B. bezüglich der Wiederanlageprämisse oder der Ermittlung des optimalen Kalkulationszinsfußes, als unrealistisch, zumindest aber als problematisch angesehen werden müssen. Weiterhin findet auch nur eine ungenügende Berücksichtigung des Risikos statt7. Da aber gerade bei potentiellen neuen Produkten eine Vorhersage der Erlöse am Anfang nur schwer möglich ist, sind Risikobetrachtungen für Wirtschaftlichkeitsanalysen auf dem Innovationssektor von besonderer Bedeutung. [...]

Produktkonzeptes werden Entscheidungen über Weiterführung, Abbruch oder Veränderung eines Produktkonzeptes getroffen1. Die Phase der Wirtschaftlichkeitsanalyse ist innerhalb des Produktinnovationsprozesses nicht fest einzuordnen. Sie kann entweder unmittelbar nach der Konzeptentwicklung und -erprobung angesiedelt sein oder erst in einer späteren Phase. Dies ist abhängig vom unternehmungsspezifischen Neuheitsgrad eines Produktkonzeptes. Bei einem hohen Neuheitsgrad sind in der Regel noch nicht alle relevanten Informationen vorhanden, um eine abgesicherte Schätzung über die zentralen Größen einer Wirtschaftlichkeitsanalyse (Kosten, Erlöse, Gewinne, Risiko)2 abgeben zu können3. Wird die Wirtschaftlichkeitsanalyse auf Grund der unzureichenden Informationslage nicht direkt nach der Konzeptentwicklung und -erprobung durchgeführt, muß nach Abschluß dieser Kernphase eine Auswahl der erarbeiteten Produktkonzepte durch eine „vorläufige“ Wirtschaftlichkeitsanalyse erfolgen. D.h., es wird nur eine Entscheidung bezüglich der Produktentwicklung eines Konzeptes getroffen, nicht aber über die Markterprobung oder die Markteinführung, wie es bei einer „endgültigen“ Wirtschaftlichkeitsanalyse der Fall wäre. Eine solche „vorläufige“ Bewertung ist notwendig, damit aus der (möglicherweise) großen Anzahl noch existierender Produktkonzepte nur diejenigen weitergeführt werden, die bezüglich ihres monetären und nichtmonetären Zielerreichungsgrades die vielversprechendsten sind. Der Grund für das Aussondern sind die (teilweise) hohen Produktentwicklungskosten, die für jedes Produktkonzept anfallen4. Es muß sichergestellt werden, daß die vorhandenen Ressourcen der Unternehmung nur für potentiell erfolgreiche Produktkonzepte verwendet werden. [...]

Nachfragerpräferenzen können dabei mittels der Conjoint-Analyse4 gemessen werden5. Durch die Analyse und Prognose der gewonnenen Informationen kann eine Aussage über die erwartete Nachfrage für ein mögliches neues Produkt getroffen werden. An Hand der Schätzungen über die potentielle Nachfrage kann dann ein Vergleich zwischen den verschiedenen Produktkonzepten vorgenommen werden. Konzepttests werden in jeder Phase der Konzeptentwicklung eingesetzt, um so das bislang optimale Produktkonzept zu bestimmen6. Allgemein formuliert kann gesagt werden, daß das Ziel der Konzepterprobung darin besteht, Nachfragerreaktionen auf ein Produktkonzept zu testen, bevor größere Geldbeträge in das Produktkonzept investiert werden. Gleichzeitig dienen sie dazu, den zukünftigen Zielmarkt zu ermitteln und Verbesserungen am Produktkonzept zu ermöglichen7. In Tab. 2 (Seite 26) werden, in Anlehnung an Wind, konkrete Fragen genannt, die mit Hilfe von Konzeptests beantwortet werden sollen. [...]

Arbeit zitieren:
Edinger, Oliver Oktober 1995: Produktinnovation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Produktinnovation, Produktinnovationsprozeß, Neue Produkte, Organisation von Produktinnovation, Produktentwicklung

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