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Produktentwicklung und -einführung im Einzelhandel - Profilierung durch Handelsmarken

Eine empirische Untersuchung

Produktentwicklung und -einführung im Einzelhandel - Profilierung durch Handelsmarken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Kaldewey
  • Abgabedatum: November 1999
  • Umfang: 265 Seiten
  • Dateigröße: 10,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2384-1
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2384-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaldewey, Wolfgang November 1999: Produktentwicklung und -einführung im Einzelhandel - Profilierung durch Handelsmarken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Eigenmarke, dm-Drogeriemarkt, Handelsmarke, Marke, Markenartikel

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Diplomarbeit von Wolfgang Kaldewey

Einleitung:

Charakteristisch für die derzeitige Marktsituation ist der stetige Wandel, der wachsende Zeitdruck und die zunehmende Desorientierung sowie Reiz- und Informationsüberflutung der Menschen. Das Konsumangebot und die Austauschbarkeit von Produkten nimmt immer mehr zu. Unter diesen sich verändernden Rahmenbedingungen ist es für Hersteller- und Handelsunternehmen von existentieller Bedeutung sämtliche Möglichkeiten der Abgrenzung gegenüber den Mitbewerbern zu nutzen. Vor diesem Hintergrund hat der Einsatz von Handelsmarken in der Einzelhandelspraxis seit Beginn der Neunziger Jahre merklich an Bedeutung zugenommen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich der Preis- und Markenwettbewerb deutlich verschärft haben. Zudem sind die Einkaufsstätten austauschbarer geworden und somit ist eine Profilierung im Wettbewerb auf Unternehmens- und Produktleistungsebene notwendiger als je zuvor. 1999 verblieben dem Lebensmittelhandel, bei einem Umsatz von 100 DM, im Branchendurchschnitt etwa 80 Pfennig Gewinnanteil und dies bei massiver Expansion der Verkaufsflächen sowie gleichzeitiger Kostenzunahme pro Standort. Zusätzlich ist die allgemeine wirtschaftliche Situation im deutschen Einzelhandel bereits seit Jahren durch eine anhaltende Konsumflaute gekennzeichnet. Die Eigenmarkenpolitik des Handels stellt hierbei eine Möglichkeit dar, einzelne Handelsunternehmen und die Einkaufsstätten effektiv am Markt zu profilieren und somit die Ertrags- und Wettbewerbssituation abzusichern und auszubauen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit umfasst eine intensive theoretische und empirische Auseinandersetzung mit einer systematischen und konsequenten Handelsmarkenpolitik sowie einer präferenzausgerichteten Produktpolitik. Dabei wird die Thematik der Handelsmarkenpolitik schwerpunktmässig behandelt.

Der theoretische Teil umfasst die Grundlagen der Handelsmarkenmaterie sowie eine Abgrenzung der Thematik und der wesentlichen Begriffsdefinitionen. Die Betrachtung findet dabei aus der Perspektive des Einzelhandels statt.

Innerhalb der empirischen Untersuchung wurde eine Kundenbefragung in einer Filiale des Drogeriemarktes - dm - durchgeführt.

Anhand der Eigenmarkenpolitik von - dm -, sollte exemplarisch untersucht werden, ob aus Kundenperspektive eine profilierende Wirkung durch den Einsatz von Handelsmarken feststellbar ist und welche Erkenntnisse und Folgerungen aus den Ergebnissen abgeleitet werden können. Bei der Befragung wurden darüber hinaus weitere handelsmarkenspezifische Aspekte analysiert, die markenpolitisch von erheblicher Relevanz sind.

Zusätzlich wurden zwei Portfoliomodelle entwickelt. Im ersten Modell wird veranschaulicht, in welchen Produktbereichen der Kunde eher zu Industriemarken oder eher zu Handelsmarken greift (in Abhängigkeit zu der jeweiligen vom Kunden beigemessenen Wichtigkeit der einzelnen Produktbereiche). Das zweite Modell zeigt auf, wie zufrieden dm-Kunden mit verschiedenen Eigenmarken des Drogeriemarktfilialunternehmens sind (wiederum in Abhängigkeit zu der vom Kunden beigemessenen Wichtigkeit der einzelnen Produktbereiche). Unter anderem werden dann, resultierend aus den Portfoliomodellen, Handlungsempfehlungen und Strategien abgeleitet. Einem strategischem aber auch taktischem Produktmanagement werden anhand dieser Modelle nützliche Instrumente zur Standortbestimmung und Entscheidungsfindung an die Hand gegeben.

Die vorliegende empirische Studie, stellt in Form und Qualität eine Fundgrube an Informationen dar. Allein die zahlreichen Häufigkeitstabellen im umfangreichen Anhang [86 Seiten] beinhalten zahlreiche qualitativ hochwertige und wertvolle Erkenntnisse, die dem interessierten Leser einen fundierten Einblick in die aktuelle bundesdeutsche Handelsmarkensituation erlauben. Darüber hinaus wird deutlich, welche Merkmale für einen Markenaufbau von Bedeutung sind.

Auszug aus dem Gutachten von Prof. Dr. G. Raab zur vorliegenden Diplomarbeit:

"... Die Grundlagen zur Situation des Einzelhandels und die strategischen Hintergründe zum Handelsmarkenmanagement sind sehr gut. Dies betrifft auch die Ausführungen zu den Grundlagen der Handelsmarkenpolititk und den Instrumenten der Handelsmarkenpolitik. Die Bedeutung von Handelsmarken für den wirtschaftlichen Erfolg von Einzelhandelsunternehmen wird sehr gut herausgearbeitet. Die unterschiedlichen Ansätze zur Realisierung einer Handelsmarkenstrategie werden fundiert und kritisch dargestellt. ...

Die Ausführungen zum methodischen bzw. empirischen Teil der Arbeit sind ausgezeichnet... Auch die Ausführungen zum Ergebnisteil und die Ableitung der Handlungsempfehlungen sind überzeugend...".

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung, Zielsetzung und Vorgehensweise 1
2. Ausgangssituation im Einzelhandel, Entwicklungstendenzen im Käuferverhalten und grundlegende Darstellung des Einzelhandels sowie der Versorgungsmöglichkeiten privater Haushalte 4
2.1 Allgemeine Situation 4
2.2 Entwicklungstendenzen des Käuferverhaltens 5
2.3 Der Einzelhandel im Besonderen - Grundlegende Aspekte - 6
2.4 Betriebstypen und deren Abgrenzung 8
2.4.1 Hersteller versus Handel 11
2.4.2 Veränderte Machtverhältnisse zwischen Hersteller und Handel 12
2.4.3 Handel versus Handel 16
3. Strategischer Hintergrund 18
3.1 Grundlegende Strategieaspekte 18
3.2 Marketingstrategien 18
3.3 Der Planungsprozeß strategischer Marketingplanung 20
3.4 Systematisierung von Marketingstrategien 23
3.4.1 Partialansätze 23
3.4.2 Wettbewerbskräfte im Einzelhandel 24
3.4.3 Wettbewerbstypologie nach Porter 25
3.4.3.1 Kostenführerschaft 25
3.4.3.2 Differenzierung 25
3.4.3.3 Fokussierung 25
3.4.3.4 Kritische Würdigung 26
3.4.4 Integrativansätze 26
3.5 Marktstimulierungsstrategien 27
3.5.1 Preisstrategie 28
3.5.2 Profilierungsstrategie 28
3.5.3 Kritische Würdigung Preisstrategie versus Profilierungsstrategie 31
3.6 Strategische Positionierungsmöglichkeiten 34
4. Handelsmarkenpolitik 36
4.1 Wesentliche Aspekte der Handelsmarkenpolitik 36
4.2 Die Ebenen der Handelsmarkendiskussion 36
4.3 Der Betriebstyp als Markenartikel des Handels 38
4.4 Profilierung durch Verkaufsstellen 39
4.5 Exkurs: Nutzenkategorien eines Produktes 41
4.6 Notwendigkeit der Markierung von Gütern und Dienstleistungen 43
4.7 Der Markenartikel 45
4.8 Grundmotive für den Aufbau von Handelsmarken und Zielsetzung 45
4.9 Motive für den Aufbau und Einsatz von Handelsmarken 46
4.10 Handelsmarkenstrategische Optionen 49
4.11 Wesensbestimmung - Marke - 54
4.11.1 Kundenerwartungen an einen Markenartikel 56
4.11.2 Klassische Markendefinition nach Mellerowicz 57
4.11.3 Rechtliche Entsprechung des Markenbegriffes 58
4.11.4 Begriffsabgrenzung - Handelsmarke - 58
4.11.5 Herstellermarken versus Handelsmarken 59
4.11.6 Unique selling proposition (USP) 60
4.12 Handelsmarkenpolitische Markentypisierung 61
4.12.1 Mono-Marken 62
4.12.2 Dachmarkenstrategie 63
4.12.2.1 Warengruppenmarken / Segmentmarken 64
4.12.2.2 Sortimentsmarken 64
4.12.2.3 Haus- bzw. Firmenmarken 64
4.12.3 Kritik zur Dachmarkenstrategie 65
4.12.4 Exklusivmarkenstrategie 66
4.13 Erscheinungsformen und deren Positionierung 66
4.14 Die Funktionen von Handelsmarken aus der Perspektive des Handels 70
4.15 Handelsmarkenmanagement 72
5. Instrumente der Handelsmarkenpolitik 77
5.1 Sortimentspolitik 77
5.1.1 Sortimentsausdehnung 80
5.1.2 Problematik 80
5.1.3 Sortimentspolitische Entscheidungskriterien für den Einsatz von Handelsmarken 81
5.1.4 Verbundeffekte 81
5.2 Produktpolitik 82
5.3 Entscheidungsbereiche des konkreten Handelsmarkenaufbaus 82
5.4 Kontrahierungspolitik 84
5.4.1 Preispositionierung der Handelsmarke 85
5.4.2 Einflußfaktoren bei der Positionierungsentscheidung 85
5.4.3 Situation und kritische Würdigung 86
5.5 Kommunikationspolitik 88
5.6 Distributionspolitik 91
6. Empirische Untersuchung der profilgebenden Wirkung von Handelsmarken 94
6.1 Unternehmensvorstellung - dm-Drogeriemarkt - 94
6.1.1 Einsatz preispolitischer Maßnahmen 95
6.1.2 dm-Sortimentspolitik 95
6.1.3 Handelsmarkenpolitik des dm-Drogeriemarktes 96
6.2 Forschungsdesign 97
6.2.1 Gegenstand und Zielsetzung der Untersuchung 97
6.2.2 Auswahl und Gestaltung der Erhebungsmethode 98
6.2.3 Kundenprofil einzelner Dialogfilialen - Auswahl der Filiale 98
6.2.4 Stichprobe 98
6.2.5 Pretest und Überarbeitung der Methode 100
6.2.6 Durchführung der Befragung 100
6.2.7 Problematik der vorliegenden Untersuchung 100
6.2.8 Auswertung und Analyse der Untersuchungsdaten 102
6.3 Operationalisierung relevanter Merkmale 102
6.3.1 Kundenfragebogen 102
6.3.2 Grundlegende Aspekte bei der Gestaltung des Fragebogens 102
6.3.3 Erläuterungen zu einzelnen Fragestellungen im Rahmen der Operationalisierung 104
6.4 Wesentliche Erkenntnisse und Beobachtungen der Untersuchung 108
6.4.1 Wichtigkeit und Erfüllungsgrad markenrelevanter Produktmerkmale 108
6.4.2 Imagemerkmale bei Handelsmarken 112
6.4.3 Produktgestaltung und Produktverpackung 113
6.4.4 Wesentliches Merkmal - Qualität - 114
6.4.5 Zusammenhänge markenrelevanter Merkmale bei Handelsmarken versus Herstellermarken 116
6.4.6 Zusammenhänge der Variablen Preis und Qualität - Handelsmarken versus Herstellermarken - 116
6.4.7 Bekanntheitsgrad als Profilierungsmaß 117
6.4.7.1 Spontane Bekanntheit - Handelsmarken - 118
6.4.7.2 Bekanntheit der dm-Handelsmarken 124
6.4.8 Unique selling proposition (USP) 126
6.4.9 Wichtigkeit verschiedener Produktbereiche 127
6.4.10 Bevorzugung/Ablehnung von Handelsmarken in verschiedenen Produktbereichen 129
6.4.11 Kundenzufriedenheit mit dm-Handelsmarken 131
6.5 Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse 133
6.6 Abgeleitete Modelle 137
6.6.1 Grundlegende Aspekte zu den Portfoliomodellen 137
6.6.2 Wesentliche Kritik an Portfoliomodellen 138
6.6.3 Generelle Anmerkungen zu den entwickelten Portfolios 139
6.6.4 Portfolio I - Handelsmarkenpräferenz/Wichtigkeits-Modell 140
6.6.4.1 Beschreibung der strategischen Modellfelder 141
6.6.4.2 Resümierende Betrachtung 142
6.6.5 Portfolio II - Zufriedenheits/Wichtigkeits-Modell 144
6.6.5.1 Ablaufschema zur Portfolioanwendung 145
6.6.5.2 Grundstrategien 145
6.6.5.3 Beschreibung der strategischen Felder 147
6.6.5.4 Resümierende Betrachtung 151
7. Schlussbetrachtung und Ausblick 152
Anhang 155
Literatur 242
Abkürzungsverzeichnis 250

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Arbeit zitieren:
Kaldewey, Wolfgang November 1999: Produktentwicklung und -einführung im Einzelhandel - Profilierung durch Handelsmarken, Hamburg: Diplomica Verlag

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Eigenmarke, dm-Drogeriemarkt, Handelsmarke, Marke, Markenartikel

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