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Vom Produkt zur Marke - Vom Menschen zur Marke

Ein Vergleich der Markenstrategien unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Medien und des Image beim Aufbau einer Personenmarke

Vom Produkt zur Marke - Vom Menschen zur Marke
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sabrina Fischer
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 1.010,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9313-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9313-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9313-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Sabrina November 2005: Vom Produkt zur Marke - Vom Menschen zur Marke, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Verona Pooth, Paris Hilton, Magnum, Markenaufbau, Testimonial

Diplomarbeit von Sabrina Fischer

Problemstellung:

„Durch die Vermarktung David Beckhams ist Real Madrid der reichste Verein der Welt. Sein Nebenberuf Fussballprofi – sein Hauptberuf Markenartikel“. So der Sat1-Fußballmoderator OLIVER WELKE beim Championsleague-Spiel Real Madrid gegen Bayer 04 Leverkusen im Herbst 2004 über Fußballspieler David Beckham.

„Paris Hilton ist eine Marke. Die Marke ist das, was ich der Öffentlichkeit zeige. Die Person, der Mensch, das bin ich, wenn ich alleine bin.“ sagte Paris Hilton, selbsternanntes Partygirl und Hotelerbin, in einem Bericht auf der Internetseite des Magazins STERN.

„Längst ist Beckenbauer eine Marke geworden.“, so CHRISTOF SIEMES in einem Portrait in DIE ZEIT über den Aufsichtsratvorsitzenden der Bayern München AG und Aushängeschild des deutschen Fußballs, Franz Beckenbauer.

Diese Liste ließe sich mit Aussagen sicherlich noch ergänzen. Dass sich Menschen wie ein Unternehmen, eine Veranstaltung oder ein Produkt vermarkten lassen, ist unbestritten. Beispiele dafür gibt es genug. David Beckham brachte mit seinem Wechsel zum Fußball-Club Real Madrid dem spanischen Verein einen wahren Geldsegen: Innerhalb kurzer Zeit waren die Trikots mit David Beckhams Rückennummer, der „23“, ausverkauft. Ein paar Monate später gab Real Madrid bekannt, dass von seinem Trikot über eine Million Exemplare verkauft wurden. „Bedenkt man, dass die Fan-Trikots zu einem Stückpreis von 79 Euro feilgeboten wurden und der Umsatzanteil Real Madrids bei zehn Prozent lag, kam der Verein auf einen Verkaufserlös von etwa acht Millionen Euro.“ Für die Vermarktung der Kandidaten der RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar gibt es auch viele Beispiele. Was wurde und wird nicht alles für die Fans an Merchandising-Artikeln angeboten! Da gibt es Bettwäsche und T-Shirts von Alexander Klaws und Daniel Küblböck, Sieger und Dritter der ersten Staffel. Ihre Debüt-Singles „Take me tonight“ oder „You drive me crazy“ standen wochenlang auf Platz eins der deutschen Charts. Weiter gibt es für die Fans von Küblböck Kalender, DVDs, Shirts und Kinoplakate zu seinem Film „Daniel – Der Zauberer“, Daniel Piccolo-Sekt oder Bücher. Die Merchandising-Artikel rund um die eigentliche Show erstreckten sich von Handy-Klingeltönen über Fan-Magazine oder Badetücher.

Auch wenn Stars schon längst gestorben sind, rollt die Geldmaschine. Marilyn Monroe wird noch lange nach ihrem Tod als Testimonial eingesetzt. Sie macht auf Anzeigen Werbung für das Auktionshaus Christie, für Mode von Tommy Hilfiger oder für Levis Jeans. Genauso läuft es mit Elvis Presley. Es pilgern immer noch Fans zu seinem Geburtsort, kaufen dort Fan-Artikel. Seine CDs verkaufen sich noch heute. Sogar ein Wackel-Elvis kam in der Werbung des Automobilherstellers Audi zum Einsatz.

Doch immer häufiger sprechen (vermeintliche) Marketing-Experten oder Moderatoren vom „Menschen als Marke“. Fast ohne nachzudenken, werden Stars aus Film, Funk und Fernsehen als Marke bezeichnet. Dahinter steht prinzipiell die Frage, wann ein Mensch als Marke gesehen werden und ob die gleiche Markenstrategie wie bei einem Produkt angewendet werden kann. Um diese Fragen zu beantworten, werden der Marken-Aufbau und das Marken-Management eines Produktes untersucht. Die Analyse der Produktmarke Magnum, eine Speiseeismarke der Langnese-Iglo GmbH, die geplante Strategie und die anschließende Umsetzung der Marken-Strategie dienen als Beispiel. Vorher wird es eine kurze Einführung zum Thema Markenbegriff geben.

Im Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. „Der Mensch als Marke“ wird der Marken-Aufbau und das Marken-Management einer internationalen und nationalen Personenmarke am Beispiel Paris Hilton (Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.) und Verona Pooth (ehemals Feldbusch) (Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.) verglichen.

Weiterhin wird bei der Bearbeitung des Kapitels die Rolle des Images bei Personenmarken und die Rolle der Medien bei der Etablierung einer Persönlichkeit als Marke beleuchtet. Für den Manager der Hotelerbin Paris Hilton sind gerade die Medien der Schlüsselfaktor zum Erfolg: „Egal, ob gute oder schlechte Presse. Es schafft Markt. Und wenn sie Markt haben, kann man eine Marke etablieren“. In wieweit das zutrifft, wird erörtert.

Warum kaufen die Leute plötzlich Iglo-Rahmspinat, nur weil Verona Pooth dafür schön in die Kamera strahlt? Der Einsatz von Verona Pooth als Werbefigur – Testimonial – wird anhand dieses Fallbeispiels auf S. 69 untersucht. Anschließend werden die Auswirkungen und die Gefahren beim Einsatz einer Personenmarke als Werbefigur im Kapitel 4.6 heraus gearbeitet.

Parallel dazu wird im Kapitel 4.7 aufgezeigt, welche Voraussetzungen und Bedingungen ein Mensch mitbringen muss um eine Chance zu haben als Marke bezeichnet zu werden. Ist die reine Schönheit einer Person ausreichend oder muss hinter der Marke auch eine Leistung stecken?

Am Ende der Arbeit wird im Kapitel 5 das Markenkonzept von Produkt und Mensch verglichen. Die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Probleme der Markenstrategien werden aufgezeigt. Ziel der Diplomarbeit soll es zum einen sein, herauszuarbeiten, ob sich ein Mensch genauso vermarkten lässt wie ein Produkt. Und zum anderen, ob und inwieweit die Kriterien des klassischen Markenverständnisses auf eine Personenmarke übertragen werden können. Letztendlich wird eine Marken-Checkliste erstellt, die es möglich macht herauszufinden, wann ein Mensch als Marke bezeichnet werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

BIBLIOGRAPHISCHE BESCHREIBUNG III
REFERAT III
INHALTSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG 1
2. MARKENBEGRIFF 4
2.1 Definition 4
2.2 Überblick 6
2.3 Grundlagen einer Marke 8
2.4 Funktion einer Marke 12
3. DAS PRODUKT ALS MARKE 15
3.1 Marken-Aufbau und Marken-Management am Beispiel Magnum von Langnese 15
3.1.1 Marken-Checkliste 15
3.1.2 Bestandteile der Marke Magnum 20
3.1.3 Markenkonzept der Marke Magnum 21
4. DER MENSCH ALS MARKE 33
4.1 Marken-Aufbau und Marken-Management am Beispiel der internationalen Personenmarke Paris Hilton 33
4.1.1 Bestandteile der Marke Paris Hilton 34
4.1.2 Markenkonzept der Marke Paris Hilton 36
4.2 Marken-Aufbau und Marken-Management am Beispiel der internationalen Personenmarke Verona Pooth 51
4.2.1 Bestandteile der Marke Verona Pooth 52
4.2.2 Markenkonzept der Marke Verona Pooth 53
4.3 Die Rolle des Image bei Personenmarken 63
4.3.1 Definition 63
4.3.2 Imageaufbau 64
4.3.3 Probleme und Gefahren 65
4.4 Die Rolle der Medien beim Aufbau von Persönlichkeitsmarken 66
4.5 Der Einsatz von Personenmarken in der Werbung 68
4.5.1 Kampagne mit Verona Pooth für Iglo-Rahmspinat 69
4.5.2 Die Gefahren bei Testimonial-Werbung 72
4.6 Kann man aus jedem Menschen eine Marke machen? 73
4.6.1 Voraussetzungen 73
4.6.2 Vorgehensweisen 75
5. VERGLEICHE DES MARKEN-KONZEPTS PRODUKT-MENSCH 76
5.1 Unterschiede 76
5.2 Gemeinsamkeiten 78
5.3 Probleme 78
5.4 Marken-Checkliste „Personenmarken“ 79
6. ZUSAMMENFASSUNG 81
7. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 85
8. SACHREGISTER 95
ERKLÄRUNG 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

4. Analyse der Marktsituation: Die Wettbewerber Die Analyse der Marktsituation bei Personenmarken kann nicht wie beim Aufbau einer Produktmarke untersucht werden. Es kann sogar die These aufgestellt werden, dass die Wettbewerber bei der Etablierung einer Personenmarke nicht wichtig sind. Denn bei dieser stehen nicht kopierbare einzigartige Komponenten (Charme, Charisma) und der Mensch selbst im Vordergrund (siehe Kapitel 5.1 Unterschiede, S. 76). Dies wird im Laufe der Arbeit deutlich gemacht. 5. Festlegung der Marken-Strategie: Definition von Marken-Dach und MarkenFundament Hier müssen die Botschaft der Person und die Assoziationen, die die Konsumenten mit Paris Hilton verbinden sollen, festgelegt werden. Bei der Etablierung und dem Aufbau ihrer Marke sollte das Selbstbild des Produzenten (Paris Hilton selbst) im bestmöglichen Fall mit dem Fremdbild der Konsumenten übereinstimmten. Sie muss glaubwürdig sein. b. Strategie der Marke 1. Definition von Markenzielen: Einteilung nach zeitlicher Abfolge und strategischen Ebenen Während bei Produktmarken die Markenziele hauptsächlich lang- und mittelfristig angelegt sind, spielen bei Personenmarken aufgrund der Schnelllebigkeit – schnellerer Aufbau und schnelleres Verschwinden – fast nur kurzfristige Markenziele eine Rolle. Hier sei angemerkt, dass eine Personenmarke heute zwar schnelllebiger als eine Produktmarke ist, jedoch auch über einen angemessenen Zeitraum bestehen muss um als Marke bezeichnet zu werden. Die Grenzen zwischen Person und Unternehmen im Vergleich mit dem Produkt und dem produzierenden Unternehmen sind bei einer Personenmarke fließend. Die Person ist das Unternehmen. Sie ist „der Produzent seiner Masken, seiner Marke.“184 Markenziele: Als Hauptziel der Marke Paris Hilton lässt sich – wie schon erwähnt – die ständige Medienpräsenz definieren. Auch Medienexperte JOE GROEBEL ist dieser Meinung: „Tatsache ist, dass Öffentlichkeit zu einer eigenen Währung geworden ist. Man hat Medien184 [...]

dukt angeboten wird?“180. Paris Hilton ist authentisch und attraktiv. Sie erfüllt also diese Kriterien. … Paris Hilton als TV-Gast? Zudem wollte der Sender RTL 2 Paris Hilton als Gast für die Reality-Soap Big Brother-Das Dorf. Die Sendung hatte mit geringen Markanteilen, Zuschauerschwankungen und einer geringen Werbeauslastung zu kämpfen. Die Produktionsfirma Endemol vertrat die Ansicht, dass „PR (Public Relation, Anm. d. Verf.) im Hilton-Stil“ nicht schaden könne. Die Zusammenarbeit scheiterte an der geforderten Gage von Hilton. Sie wollte laut einem SPIEGEL-Bericht 5 Millionen Dollar. Endemol wollte jedoch nur eine Million zahlen181. Auch an diesem Verhalten ist erkennbar, dass Paris Hilton den Eindruck wahrt, etwas Besonderes zu sein. Man könnte auch vermuten, dass es daran liegt, dass nicht Hilton von einem Auftritt in einer deutschen Serie profitiert hätte, sondern nur der Sender. … Paris Hilton als Partygast? Paris Hilton kann als Partygast zur Unterhaltung der Gäste – bei vorhandenen finanziellen Mitteln – gebucht werden. UTE ZAHN, Expertin auf dem Gebiet der Vermittlung von internationalen und nationalen Stars für diverse Events, sieht den Kundennutzen darin, dass der Veranstalter mit ihnen [den Prominenten, Anm. d. Verf.] glänzen und sich von anderen Veranstaltungen abheben könne – sie seien ein „Aushängeschild“182. Paris Hilton bleibt hier ihrem „Reichen-Mädchen-Image“ treu und wirkt für weniger betuchte Menschen unerreichbar: Für einen 20-minütigen Auftritt kassiert sie eine Gage von 120.000 Euro. Es gebe einige Leute, die das zahlen, ergänzt UTE ZAHN183. Wie bei einem Produkt Marktforschung als Instrument für das Herausfinden der Kundenbedürfnisse eingesetzt werden kann, kann im Falle Paris Hilton als Medienprodukt auch Marktforschung eingesetzt werden. Die Marktforschung befasst sich in erster Linie mit der Frage „Was wollen unsere Kunden?“. Die Antwort wird von Medien bzw. Unternehmen aufgegriffen, die dann danach ihre Strategie ausrichten. [...]

… Paris Hilton als Testimonial? Das Marketing-Konzept für den Werbespot der Burger Kette Carls`s Jr., beschrieb BRAD HALEY von Carl`s Jr. & Hardsee`s Marketing in einem Interview auf www.spicyparis.com folgendermaßen: Paris Hilton ist in gewisser Weise „hot“ und der der neue „spicy barbecue burger“ ist „hot“. Das Resultat, Paris als Testimonial zu verwenden, bezeichnet er demzufolge als „a natural marriage“. Und CHRIS APPLEBAUM, Director des Werbespots, sieht Paris „as one of the biggest celebrities in the world right now.” Paris sei “as hot as can be” und weiter: „It`s gonna be a competition to see who`s hotter – the burger or Paris”. Ein Aspekt, den die Zuschauer sehen, ist eben „pure hotness” wie es APPLEBAUM ausführte. In dem Werbespot ist Paris Hilton in einem knappen schwarzen Badeanzug beim Auto waschen zu sehen, wie sie in einen Burger beißt. Mit „That`s hot“ endet der Spot. Hilton sei ausgewählt worden, weil sie mittlerweile eine Ikone sei, erklärte BRAD HALEY. „Sie fasziniert unsere treuesten Kunden, junge hungrige Männer und junge hungrige Frauen."175. Auch GoYellow, das seit 2004 im Geschäft ist und zur Software-Firma Varetis gehört, setzt seit Mai 2005 Paris Hilton als Testimonial ein176. Warum Paris Hilton als Testimonial? „Paris Hilton ist weltweit bekannt. Sie ist jung, ein bisschen verrückt und steht für Konsum. Genau wie GoYellow weiß auch sie, wo sich die besten Geschäfte und Restaurants befinden. Sie ist authentisch und sehr unkompliziert.“, so GoYellow-Chef KLAUS HARISCH177. Im Gegenzug sagt Paris über GoYellow: „Go Yellow is really cool!“178. Eine Aussage mit wenigen Worten und ohne Inhalt, die Paris` Auftreten gerecht wird. Auch bei der dazugehörigen Pressekonferenz gibt sie sich wortkarg. Der Einsatz von Paris Hilton ist ein Erfolg. „Bereits kurz nach Veröffentlichung der Zusammenarbeit ist die ungestützte Markenbekanntheit von GoYellow um knapp acht Prozent gestiegen.“, hieß es in der Pressemitteilung des Unternehmens179. „Ob und wie stark eine Botschaft bei ihrer Zielgruppe ankommt, hängt nicht zuletzt von der Attraktivität und der Glaubwürdigkeit desjenigen ab, der die Botschaft überbringt und verbreitet. Welchen Ruf hat das Unternehmen, der Sprecher der Marke oder der Schauspieler in dem Werbefilm, in dem das Pro- [...]

Arbeit zitieren:
Fischer, Sabrina November 2005: Vom Produkt zur Marke - Vom Menschen zur Marke, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Verona Pooth, Paris Hilton, Magnum, Markenaufbau, Testimonial

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