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Product Placement im digitalen Fernsehen

Eine Alternative vor dem Hintergrund der Problematik klassischer Fernsehwerbung

Product Placement im digitalen Fernsehen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Patric Velten
  • Abgabedatum: Juli 1998
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 526,7 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3255-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3255-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3255-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Velten, Patric Juli 1998: Product Placement im digitalen Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konsumentenverhalten, TV-Werbung, digitales Fernsehen, Product Placement, Medienrecht

Diplomarbeit von Patric Velten

Problemstellung:

Am Anfang steht und stand die Information. Doch nicht ihr Inhalt allein macht sie interessant, sondern vielmehr ihre Verbreitung und das Wissen um sie. Was Gutenberg iniziierte, hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass wir heute wissen, dass er nicht der Erste war, der einzelne Buchstaben zum Drucken verwendete bzw. das Drucken erfand und so den Grundstock für moderne Informationsverbreitung legte. Was damals neu, um nicht zu sagen revolutionär war, ist längst selbstverständlich und die Masse an Druckerzeugnissen aller Art ist für den Einzelnen kaum noch überschaubar. Doch damit nicht genug! Eine Vielzahl von Erfindungen und technischen Entwicklungen macht es heute möglich Informationen auf verschiedenste Art und Weise bereit zu stellen, zu verbreiten oder zu empfangen. Ob Zeitung, Hörfunk und Fernsehen oder das Internet, um nur einige zu nennen, die Information, so scheint es, kennt kaum noch Grenzen.

Neben den Tageszeitungen ist das Fernsehen einer der am weitesten verbreiteten und meistgenutzten Informationskanäle. Kein Wunder also, dass neben Unterhaltung, Sport, Politik und Kultur auch reichlich Produktinformationen, sprich Werbung, ausgestrahlt wird. Schon seit 1959 ist Fernsehwerbung ein fester Bestandteil des täglichen Programms. Seit RTL 1984 als erster privater Fernsehanbieter in Deutschland auf Sendung ging, hat sich die Zahl der Fernsehsender und damit auch das Werbeaufkommen im Fernsehen ständig erhöht. Mit der Einführung der digitalen Übertragungstechnik erhält die deutsche Fernsehlandschaft allerdings eine ganz neue Dimension. Fachleute schätzen, dass die Zahl der unterschiedlichen Programmangebote in naher Zukunft etwa zwischen 200 und 300 liegen wird. Dass dies nicht nur Vorteile mit sich bringt, liegt auf der Hand. Sinkende Reichweiten sind nur ein Problem vor dem die Sender, aber auch die werbungtreibenden Unternehmen stehen. So denken beispielsweise viele Deutsche inzwischen darüber nach DF1 oder Premiere zu abonnieren. Hauptgrund dafür ist das nahezu werbefreie Programm der Pay-TV-Sender.

Angesichts der vorhandenen Probleme und der zunehmend ablehnenden Haltung vieler Fernsehzuschauer gegenüber der klassischen Fernsehwerbung scheint es logisch, dass bei immer mehr werbungtreibenden Unternehmen neben dem Werbespot auch Sonderformen der TV-Werbung in Betracht gezogen und durchgeführt werden. Dabei spielt Product Placement eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund sollen die aktuellen Probleme der klassischen TV-Werbung anhand relevanter Gesichtspunkte aus der Sicht der Unternehmen und aus der Sicht der Sender dargestellt werden. Darauf aufbauend soll untersucht werden, welche Möglichkeiten und Perspektiven die Verbindung digitales Fernsehen – Product Placement den werbungtreibenden Unternehmen im Rahmen ihrer Kommunikationspolitik bietet.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit besteht im wesentlichen aus drei Teilen. Dem Grundlagenteil, einer Problemanalyse und dem Hauptteil. Im Grundlagenteil werden relevante Grundlagen des Konsumentenverhaltens sowie die Grundlagen des Product Placement dargestellt und erörtert. Im Anschluß daran werden die Rahmenbedingungen der heutigen Fernsehwerbung und die sich aus dem ständig steigenden Werbeaufkommen ergebenden Probleme, aus der Sicht der werbungtreibenden Unternehmen und der Sicht der Fernsehsender betrachtet. Aufbauend auf der obigen Problemanalyse beschäftigt sich der Hauptteil mit dem Zusammenspiel von digitalem Fernsehen und Product Placement. Da entscheidende Impulse von der neuen digitalen Übertragungstechnik ausgehen, werden die mit ihr verbundenen Änderungen, Möglichkeiten aber auch Probleme angesprochen und erörtert. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen dabei weniger die komplizierten, technischen Voraussetzungen und Hintergründe des digitalen Fernsehens als vielmehr die Frage, ob mit der neuen Technik auch die - nicht ganz - neue Art der Werbung - Product Placement - verstärkt Anwendung finden kann und tatsächlich einen Ausweg aus dem momentanen Fernsehwerbedilemma bietet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 8
2. Grundlagen 11
2.1 Relevante Grundlagen des Konsumentenverhaltens 11
2.1.1 Aktivierende und kognitive Prozesse 11
2.1.2 Allgemeine Aktivierung 11
2.1.3 Aufmerksamkeit 12
2.1.4 Involvement 12
2.1.5 Informationsaufnahme, -verarbeitung, -speicherung 13
2.1.6 Einstellung und Verhalten 14
2.1.7 Irritation und Reaktanz 14
2.2 Grundlagen des Product Placement 16
2.2.1 Begriffsbestimmung 16
2.2.2 Product-Placement-Strategien 18
2.2.2.1 Das eigentliche Product Placement 18
2.2.2.2 Generic Placement 19
2.2.2.3 Image Placement 20
2.3 Placement als Teil der Unternehmenskommunikation 20
2.3.1 Vorteile beim Einsatz von Product Placement 21
2.3.1.1 Kosten 21
2.3.1.2 Reichweite 22
2.3.1.3 Zielgruppenansprache 22
2.3.1.4 Glaubwürdigkeit 23
2.3.1.5 Aktivierung und Aufmerksamkeit 24
2.3.1.6 Nutzung des Involvements 25
2.3.1.7 Ergänzende Gründe 25
2.3.2 Werbewirkung von Placements 25
3. Rahmenbedingungen und Problematik der Fernsehwerbung 27
3.1 Rahmenbedingungen der Fernsehwerbung 27
3.1.1 Allgemeine Rahmenbedingungen 27
3.1.2 Rechtliche Aspekte der TV-Werbung 28
3.1.3 Der deutsche Fernseh-Markt als Rahmenbedingung der Fernsehwerbung 33
3.2 Problematik der Fernsehwerbung aus Sicht der Unternehmen 34
3.2.1 Problematik der Marken im Fernsehen 34
3.2.2 Probleme bei der Mediaselektion 35
3.2.3 Wirkung von Werbespots 36
3.3 Problematik der Fernsehwerbung aus Sicht der Fernsehsender 38
3.4 Fazit 40
4. Product Placement im digitalen Fernsehen - Ein Lösungsweg ? 41
4.1 Das digitale Fernsehen 41
4.1.1 Datenreduktion als Schlüssel zum Erfolg 43
4.1.2 Verbreitungswege des digitalen Fernsehens 44
4.1.2.1 Terrestrisches digitales Fernsehen 44
4.1.2.2 Kabelnetze für digitales Fernsehen 45
4.1.2.3 Digitales Fernsehen über Satellit 48
4.1.3 Technische Veränderungen durch das digitale Fernsehen 51
4.1.3.1 Digitale Programmvielfalt 51
4.1.3.2 Endgeräte für digitales Fernsehen 51
4.1.3.3 Multimedia-Terminals für Fernsehen 52
4.1.4 Programmliche Veränderungen im Digitale Fernsehen 53
4.1.4.1 Der Fernseh-Kiosk 53
4.1.4.2 Der audiovisuelle Marktplatz 54
4.1.4.3 Angebote des digitalen (interaktiven) Fernsehens 56
4.1.5 Veränderungen der TV-Werbung im digitalen Fernsehen 61
4.1.5.1 Elektronisches Direktmarketing 61
4.1.5.2 Interaktive Werbung 62
4.1.5.3 Virtuelle Werbung 62
4.1.6 Digitales Fernsehen Heute 63
4.2 Einsatzmöglichkeiten von Product Placement im digitalen Fernsehen 64
4.2.1 Zielsetzungen beim Placement 64
4.2.1.1 Ziele der werbungtreibenden Unternehmen 64
4.2.1.2 Ziele der Filmemacher 65
4.2.2 Voraussetzungen von erfolgreichen Placements 66
4.2.2.1 Die Bekanntheit der Marke 66
4.2.2.2 Verwendung der Marke und Imagetransfer 66
4.2.3 Planbarkeit des Product Placement im digitalen Fernsehen 68
4.2.3.1 Placement-Agenturen 68
4.2.3.1.1 Vermittler 68
4.2.3.1.2 Ausstatter 70
4.2.3.2 Plazierungskonzepte 72
4.2.3.3 Arbeitsweise der Agentur 73
4.2.4 Die Umsetzung von Product Placement 75
4.2.5 Möglichkeiten der kommunikativen Umsetzung von Product Placement im digitalen Fernsehen 76
4.2.6 Rechtliche Aspekte beim Einsatz von Product Placement 80
4.2.7 Fazit 83
5. Zusammenfassung und Ausblick 84
Abkürzungsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 7
Literaturverzeichnis 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine weitere Entwicklung, die sich abzeichnet ist der audiovisuelle Marktplatz. Bereits seit längerer Zeit werden Waren zur telefonischen Bestellung im Fernsehen angeboten. Direct Response TV lautet das Stichwort. DRTV wird als Sonderwebeform eingesetzt und erreicht jährlich ein Umsatzvolumen von rund 250 Mio DM.154) Eine, zumindest in Deutschland noch jüngere Variante des Einkaufens via TV, ist das Teleshopping. Neben dem Münchener Teleshopping-Sender HOT (Home Order Television), der seit Oktober 1995 sendet, ist im Dezember 1996 der amerikanische ShoppingSender QVC (Quality Value Convenience) auf Sendung gegangen.155) QVC, nach eigenen Angaben das größte elektronische Handelsunternehmen der Welt, versteht sich als Warenhaus, das einen audiovisuellen anstelle eines gedruckten Versandkataloges [...]

- 49 Signal zur Übertragung zugeführt wird. Das eingesetzte Verfahren muß lediglich geeignete Parameter für den gesamten Satellitenkanal liefern. Die sogenannten Ausleuchtzonen im Betrieb befindlicher Satelliten, sprich die Empfangsgebiete der analog abstrahlenden Satelliten können für digital übertragende Satelliten direkt übernommen werden.135) Unter der Berücksichtigung verschiedener technischer Randbedingungen, deren nähere Erläuterung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, sind grundsätzlich zwei Übertragungsverfahren möglich: Das Frequenzmultiplexverfahren, d.h. ein Mehrträgerverfahren oder das Zeitmultiplexverfahren, d.h. ein EinträgerVerfahren. Unter dem Frequenzmultiplex-Verfahren versteht man die Nutzung eines Satellitenkanals durch eine Vielzahl von einzeln codierten Trägern (versch. Programme), die sich die Bandbreite des Kanals frequenzmäßig aufteilen. Die Zusammenführung der Datenströme (Multiplex) geschieht im Satelliten.136) [...]

Kabel und Satellit spielen heute bei der Verbreitung von Fernsehprogrammen bereits eine wesentlich größere Rolle als die terrestrische Versorgung der Zuschauer. Die Zahl der direkt über Satellit versorgten Zuschauer stieg aufgrund neuer leistungsfähiger Satellitensysteme und durch den Preisverfall bei den Empfangsanlagen 129) auf mehr als 11 Mio. Haushalte (Stand 1996) an.130) Begonnen hat diese Entwicklung 1957 mit Sputnik, dem ersten künstlichen Erdtrabanten, der durch die UdSSR gestartet wurde. Seitdem ging die Entwicklung über die Kategorie der Fernmeldesatelliten, die bis Ende der 80er Jahre in den Orbit befördert wurden und wegen ihrer niedrigen Sendeleistung (Low-PowerSatelliten) nur mit großen Antennen zu empfangen waren, über Medium-Power-Satelliten (leistungsstärkere Fernmeldesatelliten) hin zu den Rundfunksatelliten, die wegen ihrer hohen Sendeleistung auch High-Power-Satelliten genannt werden. Mit Beginn der Ära der Hochleistungssatelliten Ende der 80er Jahre wurde es für jedermann möglich, über Satellit abgestrahlte Fernseh-Programme mit vertretbarem technischem Aufwand direkt zu empfangen.131) Moderne Satellitensysteme stellen bis zu 20 Kanäle auf einem Satelitten zur Verfügung.132) Wegen der daraus resultierenden, nahezu grenzenlos zur Verfügung stehenden Kanalkapazität (Zahlen bis zu 150 Programmen pro Satellit sind realisierbar)133) bietet sich für die Verbreitung des digitalen Fernsehens die Abstrahlung über Satelliten geradezu an. Für die Übertragung von digitalem Fernsehen sind keine speziellen Satelliten mit speziellen Transpondern134) erforderlich. Prinzipiell ist es gleichgültig, ob dem Satelliten ein analoges oder ein digitales [...]

Arbeit zitieren:
Velten, Patric Juli 1998: Product Placement im digitalen Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konsumentenverhalten, TV-Werbung, digitales Fernsehen, Product Placement, Medienrecht

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