Product Placement in Taxi Orange II
Ein Überblick über die Verwendung dieser Werbeform anhand der österreichischen Reality-TV-Soap
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Walter Matitz
- Abgabedatum: Januar 2002
- Umfang: 197 Seiten
- Dateigröße: 2,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5618-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5618-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5618-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Matitz, Walter Januar 2002: Product Placement in Taxi Orange II, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Werberichtlinien, Schleichwerbung, Werbung, Requisiten im Film, Werbebeschränkungen
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Diplomarbeit von Walter Matitz
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit war es, die Verwendung von Product Placement in der zweiten Staffel der österreichischen Reality-TV-Soap Taxi Orange aufzuzeigen. Weiters sollten die Charakteristika dieser Werbeform beschrieben werden (z.B. Erreichung von Zielgruppen, die Werbung ablehnen). Die gesetzlichen Beschränkungen beim öffentlich-rechtlichen Sender ORF wurden ebenfalls beleuchtet.
Verwendete Methoden:
Inhaltsanalyse: Wie die Werbeform Product Placement in Taxi Orange eingesetzt wurde, sollte zunächst mittels einer Inhaltsanalyse untersucht werden. Dazu wurden sechs Wochen der österreichischen Reality-Soap ausgewählt und ausgewertet.
Befragung im Chatroom auf der Taxi Orange-Homepage: Diese hat sich als erfolgreich bewiesen, da den Usern Product Placement aufgefallen ist.
Postings: Zwecks Überprüfung der Hypothesen wurden auch fünf Postings auf der Taxi Orange-Homepage zu relevanten Fotos (auf denen Produkte abgebildet waren) plaziert.
Befragung vor Ort: Keine relevanten Ergebnisse konnten bei der Befragung von Jugendlichen und Kindern vor dem Kutscherhof (Wohnhaus der Kandidaten) erzielt werden, da es die "aufgeheizte" Atmosphäre nicht zulies.
Product Placement trat in den untersuchten Taxi Orange-Sendungen sehr massiv auf. Der Anteil aller Product Placements an der Sendedauer betrug ca. 29,6 %.
Kritiker könnten von einer Art "Dauerwerbesendung" sprechen. Dazu muß man aber sagen, daß sich das Format dafür gut eignet, weil der "Alltag" in einer Wohngemeinschaft gezeigt wird, in der, wie in jedem anderen Haushalt auch, Markenprodukte verwendet werden. Das Format "Real Life Soap" bietet den Vorteil, das Product Placements über mehrere Folgen hinweg eingesetzt werden können und somit immer präsent sind.
Inhaltsverzeichnis:
| DANKSAGUNG | 5 | |
| EINLEITUNG | 6 | |
| PROBLEMSTELLUNG | 7 | |
| AUFBAU DER ARBEIT | 9 | |
| 1. | DEFINITION | 10 |
| 2. | ARTEN VON PRODUCT PLACEMENT | 12 |
| 2.1 | ERSCHEINUNGSFORMEN VON PRODUCT PLACEMENT | 12 |
| 2.1.1 | Art der Informationsübermittlung | 12 |
| 2.1.2 | Art und Eigenschaft des Placement-Objekts | 13 |
| 2.1.3 | Grad der Programmintegration | 17 |
| 2.1.4 | Art des Entgeltes | 18 |
| 3. | DIE PLANUNG VON PRODUCT PLACEMENTS | 19 |
| 3.1 | AFFINITÄT ZWISCHEN MARKE - SCHAUSPIELER - UMFELD UND FILMINHALT | 20 |
| 3.1.1 | Der Einfluß des Schauspielers auf die Glaubwürdigkeit beim Einsatz von Product Placement | 20 |
| 3.2 | CHECKLISTE FÜR DIE PLANUNG EINES PRODUCT PLACEMENT | 21 |
| 3.2.1 | Ziele vonProduct Placement | 22 |
| 3.2.2 | Realisation eines Product Placement | 24 |
| 3.2.3 | Kontrolle eines Product Placement | 24 |
| 4. | PRODUCT PLACEMENT ALS TEIL DES MARKETINGINSTRUMENTS KOMMUNIKATIONSPOLITIK | 25 |
| 4.1 | PRODUCT PLACEMENT ALS TEILGEBIET DER WERBUNG | 25 |
| 4.2 | KOMMUNIKATIONSPOLITISCHE MASSNAHMENVERZAHNUNG | 26 |
| 4.2.1 | Exkurs: Promotional Licensing | 27 |
| 5. | PRODUCT PLACEMENT ALS KOMMUNIKATIONSPROZESS | 28 |
| 6. | URSACHEN FÜR DAS AUFKOMMEN VON PRODUCT PLACEMENT | 30 |
| 6.1 | NACHTEILE DER TV-WERBUNG | 30 |
| 6.2 | DIE INFORMATIONSÜBERFLUTUNG DER KONSUMENTEN | 33 |
| 6.3 | EXKURS: VORAUSETZUNG FÜR DIE WIRKUNG VON WERBUNG | 34 |
| 7. | VORTEILE VON PRODUCT PLACEMENT | 35 |
| 8. | NACHTEILE VON PRODUCT PLACEMENT | 39 |
| 9. | OPTIMALER EINSATZ VON PRODUCT PLACEMENT | 41 |
| 10. | KOSTEN-NUTZEN-VERHÄLTNIS BEI PRODUCT PLACEMENT | 43 |
| 10.1 | ÖKONOMISCHER ERFOLG | 43 |
| 10.1.1 | Erfolg des Films - Erfolg des Placements | 44 |
| 11. | ABGRENZUNG ZU ANDEREN WERBEFORMEN | 45 |
| 11.1 | THEMENPLACEMENT | 45 |
| 11.1.1 | Idea Placement | 45 |
| 11.2 | SPONSORING | 45 |
| 11.2.1 | Ziele von Sponsoring | 46 |
| 11.3 | SCHLEICHWERBUNG | 47 |
| 11.3.1 | Schleichwerbung aus der Sicht des Konsumenten | 47 |
| 11.4 | SUBLIMINALE WERBUNG | 48 |
| 12. | INTERESSENSLAGEN | 49 |
| 12.1 | WERBENDE UNTERNEHMEN | 49 |
| 12.2 | FERNSEHVERANSTALTER | 50 |
| 13. | STRUKTUR UND ELEMENTE DES MARKTES FÜR PRODUCT PLACEMENT | 51 |
| 13.1 | DIE FILM- UND FERNSEHPRODUZENTEN ALS PRODUCT-PLACEMENT-ANBIETER | 51 |
| 13.2 | PRODUCT PLACEMENT-VERMITTLER | 51 |
| 13.3 | Die Unternehmen als Product Placement-Nachfrager | 52 |
| 14. | BEFÜRWORTER/GEGNER VON PRODUCT PLACEMENT | 53 |
| 14.1 | BEFÜRWORTER | 53 |
| 14.2 | GEGNER | 53 |
| 15. | PRODUCT PLACEMENT IM ORF | 55 |
| 15.1 | DAS ZUSTANDEKOMMEN EINES PRODUCT PLACEMENTS | 55 |
| 15.2 | DIE KOSTEN FÜR PRODUCT PLACEMENT IM ORF | 56 |
| 16. | PRODUCT PLACEMENT IN DEN TAXI ORANGE-SENDUNGEN | 57 |
| 16.1 | REAL-LIFE-SOAP | 57 |
| 16.2 | PRODUCT PLACEMENT UND REAL-LIFE-SOAP | 57 |
| 17. | INHALTSANALYSE, BEFRAGUNG, POSTINGS | 59 |
| 17.1 | UNTERSUCHUNG DER TAXI ORANGE-SENDUNGEN MITTELS INHALTSANALYSE | 59 |
| 17.1.1 | Untersuchungszeitraum | 59 |
| 17.1.2 | Untersuchungsmaterial | 59 |
| 17.1.3 | Kategorienschema | 59 |
| 17.2 | BEFRAGUNG IM INTERNET | 61 |
| 17.3 | POSTINGS AUF DER TAXI ORANGE-HOMEPAGE | 63 |
| 17.4 | BEFRAGUNG VON JUGENDLICHEN BEIM WOCHENFINALE VOR DEM KUTSCHERHOF | 64 |
| 18. | ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNGEN | 66 |
| 18.1 | ERGEBNIS DER INHALTSANALYSE | 66 |
| 18.1.1 | Product Placements im Abspann erwähnt | 66 |
| 18.1.2 | Nicht im Abspann erwähnte Product Placements | 67 |
| 18.1.3 | Product Placements insgesamt | 67 |
| 18.1.4 | Anteil aller Product Placements an der Sendedauer | 68 |
| 18.1.5 | Auftretende Product Placements im Überblick | 69 |
| 18.1.6 | Die bestplaziertesten Product Placements | 71 |
| 18.1.6.1 | Die 10 bestplaziertesten Product Placements nach Sendedauer sortiert | 71 |
| 18.1.6.2 | Die 10 bestplaziertesten Product Placement nach Häufigkeit sortiert | 72 |
| 18.1.6.3 | Die 10 bestplaziertesten Product Placements nach durchschnittlicher Sendedauer sortiert | 72 |
| 18.1.7 | Resümee Inhaltsanalyse | 73 |
| 18.2 | BEFRAGUNG IM INTERNET - ERGEBNISSE | 74 |
| 18.2.1 | Product Placement wurde bemerkt | 74 |
| 18.3 | ERGEBNISSE DER POSTINGS AUF DER TAXI ORANGE-HOMEPAGE | 76 |
| 18.4 | BEFRAGUNG VON JUGENDLICHEN VOR DEM KUTSCHERHOF - ERGEBNISSE | 80 |
| 19. | ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN | 81 |
| 19.1 | FORSCHUNGFRAGE 1 | 81 |
| 19.2 | FORSCHUNGSFRAGE 2 | 82 |
| 19.2.1 | Ergebnisse der Chatprotokolle | 82 |
| 19.2.2 | Ergebnisse der Postings auf der Taxi Orange-Homepage | 88 |
| 19.3 | FORSCHUNGFRAGE 3 | 90 |
| 19.4 | FORSCHUNGSFRAGE 4 | 97 |
| 19.5 | FORSCHUNGFRAGE 5 | 99 |
| 19.6 | FORSCHUNGSFRAGE 6 | 100 |
| 20. | DAS NEUE ORF-GESETZ UND DIE ZUKUNFT VON PRODUCT PLACEMENT | 103 |
| 20.1 | DIE REGELUNG VON PRODUCT PLACEMENT IM NEUEN ORF-GESETZ | 103 |
| 20.1.1 | Exkurs Patronanzsendungen | 103 |
| 20.2 | FORMATE WIE TAXI ORANGE IN ZUKUNFT FRAGLICH | 104 |
| 20.3 | GESAMTWIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN FÜR DEN ORF | 104 |
| 20.4 | DER STELLENWERT VON SONDERWERBEFORMEN | 105 |
| 21. | SCHLUSSBETRACHUNG | 106 |
| 21.1 | RESÜMEE | 110 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 112 | |
| ANHANG | 115 |
Ein Produkt oder eine Dienstleistung darf nicht zu auffällig und zu oft gezeigt werden, um nicht unangenehm aufzufallen. Das Product Placement muß aber auch zum Filminhalt passen und im optimalen Fall kann die Glaubwürdigkeit eines Product Placement durch den Schauspieler gesteigert werden: „Sie können ihr personenspezifisches Image auf das Produkt übertragen und es somit als erstrebenswert erscheinen lassen.“ (Auer/ Kalweit/ Nüßler 1988, 72) Eine wichtige Rolle für die optimale Plazierung spielt vor allem das Drehbuch: „Im Spannungsfeld zwischen der unauffälligen Plazierung, aber auffallenden Wirkung des Placements kommt dem Drehbuch entscheidende Bedeutung zu. Die Kunst liegt darin, die dort festgelegten Szenen kreativ zu nutzen, auf keinen Fall aber den dramaturgischen Verlauf einzelner Sequenzen zu verändern.“(Auer/ Kalweit/ Nüßler 1988, 92) Das Product Placement soll ein im Drehbuch vorhandenes Produkt oder eine Dienstleistung ersetzen und sich harmonisch in den Film einfügen. Es wird zu einem Teil der Handlung. „Gerade unbekannte Marken müssen zwangsläufig offensichtlicher und häufiger plaziert bzw. gezeigt werden, da der Zuschauer ja mit dem Produkt bzw. mit der Marke noch nicht vertraut ist, also keine Markenbekanntheit i.e.S. vorliegt. (Auer/ Kalweit/ Nüßler 1988, 108) Hier kann man sich natürlich die Frage stellen, ob es für unbekannte Marken nicht andere kommunikationspolitische Maßnahmen gibt, die besser geeignet sind, um die Bekanntheit zu steigern. Denn, so stellen Auer/ Kalweit/ Nüßler fest: „Der Plazierende riskiert somit, anwen- [...]
Neben den zahlreichen Vorteilen, die ein Product Placement haben kann, sollte man aber auch auf die Nachteile hinweisen: - Beschränkungen für Product Placement im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: So gibt es auch beim ORF Beschränkungen für Product Placement: „Es gelten bezüglich des Ausschlusses von Produkten und Marken die allgemeinen Richtlinien für die Werbung im ORF; insb. Punkt 3 und 4. (Nach den gesetzlichen Normen des österreichischen Rundfunks sind neben Werbung für Tabakwaren Spirituosen und rezeptpflichtige Arzneimittel, auch Anzeigen für privatem Geldverleih oder Werbung, die an den Aberglauben appelliert, von der Sendung ausgeschlossen.)“ (http://www.enterprise.at/content066.htm, 16.11.2001) - beschränkte Anzahl geeigneter Filmprojekte: Grundsätzlich ist die Menge an Filmen oder Serien, in denen man Produkte oder Dienstleistungen plazieren kann, beschränkt. Da ein Product Placement in den Handlungsablauf eines Filmes optimal integriert sein sollte, ist natürlich zu prüfen, ob das Filmprojekt überhaupt dafür geeignet ist. Für tägliche Gebrauchsgüter (z.B. Getränke, Kosmetika, Autos) wird es sicher einfacher sein ein geeignetes Projekt zu finden, da diese Produkte im Alltag auch oft verwendet werden. Problematischer wird die Einbindung von Luxusgütern sein, da diese einfach nicht in jeden Film hineinpassen. - geringe Möglichkeiten einer Einflußnahme auf die endgültige Gestaltung des Placement: „Art, Dauer und Gestaltung der Product-Placement-Botschaft unterliegen trotz vertraglicher Basis bis zur endgültigen Fertigstellung des Programms dem Risiko einer willkürlichen Änderung oder gar völligen Entfernung.“ (Bente 1990 132f.) Diesem Punkt möchte ich widersprechen, da man sicher im Vertrag die Art und Dauer der Plazierung festlegen kann. Weiters wird man auch seitens der Filmschaffenden bemüht sein, die Placements laut Vertrag einzubauen, da ansonsten der Unternehmer sich überlegen wird, ob er noch ein weiteres Mal ein Product Placement in Auftrag gibt. [...]
zweifelsfrei auch in Italien anlaufen würde und bislang zu den erfolgreichsten Fortsetzungsfilmen überhaupt zählte.“ (Auer/ Kalweit/ Nüßler 1988, 107) - Trendsetting: Product Placement kann auch Trends setzen. Auer/ Kalweit/ Nüßler zeigen diese Wirkung anhand von zwei Beispielen der TV-Serie „Miami Vice“ auf: „So führten die Armani- und Boss-Sakkos (...) der beiden Edelpolizisten zu einem entsprechenden Trend unter den Männern. (...) Die >Ray-Ban<-Brille wurde zuerst von Don Johnson und Jack Nicholson getragen, dann von Prinzessin Caroline und Boris Becker und schließlich von der Jugend in ganz Europa.“ (Auer/ Kalweit/ Nüßler 1988, 116) Damit es zu so einem Erfolg für ein Unternehmen kommen kann, ist es wichtig, daß die gezeigten Produkte und Dienstleistungen von der Zielgruppe verwendetet werden oder diese ansprechen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832456184
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Matitz, Walter Januar 2002: Product Placement in Taxi Orange II, Hamburg: Diplomica Verlag
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Werberichtlinien, Schleichwerbung, Werbung, Requisiten im Film, Werbebeschränkungen



