Product Placement von Automobilherstellern in internationalen Kinofilmen
Vergleich mit anderen Kommunikationsinstrumenten und Diskussion am Beispiel der Volksrepublik China
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Helge Wittkugel
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 100 Seiten
- Dateigröße: 3,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9521-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9521-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9521-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wittkugel, Helge Januar 2006: Product Placement von Automobilherstellern in internationalen Kinofilmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Medien, Werbung, Kommunikation, Globalisierung
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Diplomarbeit von Helge Wittkugel
Problemstellung:
Product Placement dient Markenherstellern schon seit vielen Jahren als wirksames Instrument, um ein angestrebtes Markenimage zu kommunizieren und eine Emotionalisierung eines bestimmten Produktes bzw. der gesamten Marke zu erreichen. Seine Anwendung hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt und sich von teilweise offensichtlicher Werbung hin zu einem unterschwelligen Kommunikationsinstrument entwickelt. Heutzutage gibt es kaum noch einen Medienzweig, der nicht mit Hilfe von Product Placement kommunikationspolitisch genutzt wird.
Technische und wirtschaftliche Entwicklungen führten in den vergangenen Jahrzehnten zu Globalisierungseffekten, die im Rahmen internationaler Vernetzungen auch zu Veränderungen in den Bereichen Medienverfügbarkeit und -nutzung führten. Diese Entwicklung lässt es sinnvoll erscheinen, das Kommunikationsinstrument Product Placement näher zu betrachten. Es bietet eine interessante Möglichkeit, den veränderten Rahmenbedingungen zu begegnen und die sich ergebenden Chancen – z.B. nachhaltige positive Imagebildung auf neuen Märkten – erfolgreich zu nutzen.
Im Rahmen dieser Arbeit werden die Veränderungen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten am Beispiel des Wachstumsmarktes der Volksrepublik China näher betrachtet. Dieser durchläuft momentan im weltweiten Vergleich die stärksten Veränderungen. Die Betrachtung der Nutzung von Product Placement als Kommunikationsinstrument beschränkt sich dabei auf Automobilhersteller, die das Instrument als Kommunikationsmaßnahme in international gezeigten Kinofilmen nutzen.
Der Begriff Product Placement bezieht sich in dieser Ausarbeitung grundsätzlich auf die Platzierungen in den audiovisuellen Medien Kino und Fernsehen. Sind Platzierungen in anderen Medien (Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Radio, Computerspielen) gemeint, wird dies explizit hervorgehoben.
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich nicht nur um eine Abbildung des Status quo, sondern im wesentlichen auch um einen Ausblick auf eine denkbare zukünftige Entwicklung der Product Placement-Nutzung in China innerhalb der nächsten Jahre. Um diesen Ausblick zu ermöglichen, werden folgende elementare Annahmen getroffen:
- Die Entwicklung und das Wachstum auf dem chinesischen Markt – insbesondere im Automobilsektor – bleiben innerhalb des betrachteten Zeitraums konstant.
- Die wirtschaftliche, politische und ideologische Öffnung des Landes wird weiter vollzogen.
Einschränkungen bei der Darstellung des chinesischen Marktes können sich eventuell aus einer eingeschränkten Zugänglichkeit oder Verfügbarkeit von aktuellen Daten ergeben.
Ziel der Arbeit ist es, die kommunikationspolitischen Möglichkeiten des Instruments Product Placement in internationalen Kinofilmen auf einem noch recht neuen und dynamischen Markt wie dem chinesischen zu untersuchen und sein Potential gegenüber anderen Kommunikationsinstrumenten herauszuarbeiten.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Zunächst erfolgt eine kurze Einleitung. Das zweite Kapitel beinhaltet neben definitorischen Grundlagen eine Einordnung des Instruments Product Placement in den Marketing-Mix. Zudem werden mögliche Varianten des Instruments dargestellt und ein Überblick über die einzelnen Elemente des Product Placement-Marktes sowie die rechtlichen Grundlagen gegeben. Die Ausführungen dieses Kapitels bilden die Basis für die nachfolgenden.
Im dritten Kapitel wird genauer auf die Notwendigkeit, Zielsetzung und Wirkungsweise des Product Placements eingegangen. Hierzu wird ein Vergleich mit anderen Kommunikationsinstrumenten durchgeführt. Praxisbeispiele und statistische Fakten verdeutlichen die Ausführungen.
Im vierten Kapitel wird das zuvor beschriebene Instrument Product Placement hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf dem Absatzmarkt der VR China untersucht und kritisch hinterfragt. Unterstützend werden ein Überblick über die marktspezifischen Besonderheiten gegeben, eine Analyse des chinesischen Automobilsektors vorgenommen und kommunikationspolitische Alternativen gezeigt.
Eine ausführliche Schlussbetrachtung rundet die Arbeit ab, fasst die gewonnen Erkenntnisse zusammen und gibt eine mögliche Handlungsempfehlung.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen des Product Placements | 3 |
| 2.1 | Definition | 3 |
| 2.2 | Entstehung und Entwicklung bis heute | 5 |
| 2.3 | Einordnung in den Marketing-Mix | 8 |
| 2.4 | Arten und Erscheinungsformen des Product Placements | 9 |
| 2.4.1 | Product Placement im eigentlichen Sinne | 10 |
| 2.4.2 | Generic Placement | 10 |
| 2.4.3 | Corporate Placement | 11 |
| 2.4.4 | Sonderformen | 11 |
| 2.4.5 | Art der Programmeinbindung und Darstellung | 13 |
| 2.4.5.1 | Grad er Programmintegration | 13 |
| 2.4.5.2 | Anbindung an den Hauptdarsteller | 14 |
| 2.4.5.3 | Art der Informationsübertragung | 14 |
| 2.5 | Teilnehmer auf dem Product Placement-Markt | 15 |
| 2.5.1 | Anbieter eines Product Placements | 15 |
| 2.5.2 | Nachfrager eines Product Placements | 16 |
| 2.5.3 | Zielgruppen eines Product Placements | 17 |
| 2.6 | Rechtliche Grundlagen | 19 |
| 3. | Product Placement im Vergleich | 22 |
| 3.1 | Vorstellung ausgewählter Kommunikationsinstrumente | 22 |
| 3.1.1 | Klassische Werbung in Massenmedien | 22 |
| 3.1.1.1 | Klassische Werbung in Printmedien | 23 |
| 3.1.1.2 | Klassische Werbung in elektronischen Medien | 24 |
| 3.1.1.2.1 | Hörfunk | 24 |
| 3.1.1.2.2 | Fernsehen | 25 |
| 3.1.1.2.3 | Kino | 27 |
| 3.1.1.2.4 | Online-Kommunikation | 28 |
| 3.1.2 | Außenwerbung | 33 |
| 3.1.3 | Public Relations | 34 |
| 3.1.4 | Sponsoring | 36 |
| 3.2 | Eigenschaften des Instruments Product Placement | 38 |
| 3.2.1 | Zielsetzung des Product Placement-Einsatzes | 39 |
| 3.2.1.1 | Image- und einstellungsbezogene Ziele | 39 |
| 3.2.1.2 | Bekanntheitsgrad der Marke / des Produktes erhöhen | 40 |
| 3.2.1.3 | Emotionalisierung der Marke / des Produktes | 41 |
| 3.2.1.4 | Schaffung eines Verwendungswunsches / Nutzungsbestätigung | 41 |
| 3.2.2 | Wahrnehmung des Product Placements | 42 |
| 3.2.3 | Reichweite eines Product Placements | 44 |
| 3.2.4 | Finanzielle Aspekte | 45 |
| 3.2.5 | Product Placement im Verbund mit anderen Instrumenten | 47 |
| 3.2.6 | Argumente für den Product Placement-Einsatz | 48 |
| 3.2.7 | Argumente gegen den Product Placement-Einsatz | 49 |
| 3.3 | Gegenüberstellung der Kommunikationsinstrumente | 50 |
| 4. | Product Placement als Kommunikationsinstrument in der VR China | 52 |
| 4.1 | Besondere Merkmale des Absatzmarktes | 52 |
| 4.1.1 | Kulturelle Besonderheiten | 52 |
| 4.1.2 | Politische Besonderheiten | 54 |
| 4.1.3 | Ökonomische Besonderheiten | 55 |
| 4.2 | Analyse des Automobilmarktes | 56 |
| 4.2.1 | Status quo | 56 |
| 4.2.2 | Marktsegmentierung in der VR China | 58 |
| 4.2.3 | Prognostizierte Entwicklung auf dem Automobilmarkt | 59 |
| 4.3 | Kommunikationspolitische Möglichkeiten in der VR China | 60 |
| 4.3.1 | Werbung in der VR China | 61 |
| 4.3.2 | Vorhandene Kommunikationskanäle und deren Nutzung | 62 |
| 4.3.2.1 | Printmedien | 64 |
| 4.3.2.2 | Elektronische Medien | 65 |
| 4.3.2.2.1 | Hörfunk | 66 |
| 4.3.2.2.2 | Fernsehen | 66 |
| 4.3.2.2.3 | Online-Kommunikation | 68 |
| 4.3.2.3 | Außenwerbung | 69 |
| 4.3.2.4 | Public Relations | 70 |
| 4.3.2.5 | Sponsoring | 72 |
| 4.3.3 | Cineastische Infrastruktur in der VR China | 74 |
| 4.3.4 | Einsatz von Product Placement in der VR China | 76 |
| 5. | Schlussbetrachtung | 81 |
| Anhang | 84 | |
| Literaturverzeichnis | 87 |
Die Aktualität der Werbebotschaft ist beim Sponsoring beschränkt, da das Auftreten des Unternehmens vom Stattfinden eines geeigneten Events abhängig ist.160 Die Selektionsmöglichkeiten sind beim Sponsoring durch die Wahl einer bestimmten Sponsoringart als gut zu bezeichnen, wodurch das Unternehmen seine Zielgruppen gezielt ansprechen kann. Diese Tatsache reduziert zudem die Gefahr von allzu großen Streuverlusten. Auch in Bezug auf die Reichweite kann das Sponsoring als lohnende Werbeform gelten. Die meisten bedeutenden Sport- bzw. Kulturereignisse werden landesweit oder sogar weltweit übertragen – wobei es von Vorteil ist, wenn die Übertragung mittels eines audiovisuellen Mediums erfolgt. Wichtig ist zudem, dass „das Sponsoring nicht isoliert eingesetzt werden sollte“161 und aus diesem Grund eher als Ergänzungsinstrument fungiert. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und richten sich nach der Art des durchgeführten Sponsorings. Neben einer einfachen Platzierung des Firmen- oder Markenlogos, gibt es auch die Möglichkeit, Produkte im Rahmen eines Sponsorings einzusetzen. Im Automobilbereich findet diese Form häufig Anwendung. Als besonders aktuelles Beispiel kann hier die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 genannt werden. Der koreanische Automobilhersteller Hyundai ist einer der Hauptsponsoren und stellt die offiziellen Fahrzeuge der Weltmeisterschaft.162 [...]
Die wesentlichen Ziele, die ein Unternehmen mittels Sponsoring verfolgt, liegen im Bereich der Imagebildung, einer Steigerung der Unternehmensbekanntheit sowie dem Aufbau eines gewissen Wohlwollens in der Öffentlichkeit.157 Die erfolgsrelevanten Determinanten sind bei einem Sponsoring vor allem die Affinitäten seitens des Sponsors und des Gesponserten in Bezug auf die Zielgruppen, das Image und das Produkt.158 Diese Bereiche sollten somit bei den Vertragsparteien bestmöglich übereinstimmen. Als Beispiel für eine gelungene Produktaffinität sei hier das Sponsoring-Engagement von Audi im Wintersportbereich angeführt. Der Deutsche Skiverband e.V. wird seit Jahren von Audi mit seinem als Warenzeichen eingetragenen Allradantrieb „quattro“ unterstützt. Zudem sponsert der Fahrzeughersteller weltweit die Ski-Alpin-Rennen der Fédération Internationale de Ski (FIS), des Internationalen Skiverbandes.159 Es besteht demnach ein guter Zusammenhang zwischen dem Sport „Skifahren“, der mit Schnee, Eis und Glätte assoziiert werden kann und dem Produkt „Allradantrieb“, der für Sicherheit, Haftung und Vortrieb steht. [...]
Die Öffentlichkeitsarbeit weist in ihrer Zielsetzung wesentliche Unterschiede zur klassischen Werbung auf. Einerseits hat sie neben einer höheren Glaubwürdigkeit einen deutlich erweiterten Kreis von Adressaten und anderseits werden Berichterstattungen, die ihren Ursprung in der PR-Abteilung haben, i.d.R. kostenlos in den Medien verbreitet.149 Als Kanäle nutzen beide Instrumente dieselben Medien. Die Reichweite, die Höhe der Streuverluste sowie die Gestaltungsmöglichkeiten sind bei dem Instrument PR im wesentlichen von Art und Qualität der genutzten Medien abhängig. Eine klare Abgrenzung zwischen beiden Instrumenten schafft die Argumentation, dass klassische Werbung vor allem auf die Produkte eines Unternehmens zugeschnitten ist. Die PR kann demgegenüber einerseits als Produkt-PR eine Werbung für einzelne Produkte und andererseits als Unternehmens-PR eine Werbung für das gesamte Unternehmen darstellen.150 Zudem soll die PR im Unterschied zur Werbung eine langfristige Verhaltensänderung der Zielgruppe herbeiführen.151 Als Instrument ist die PR lediglich ein Ergänzungsinstrument zu anderen kommunikationspolitischen Maßnahmen eines Unternehmens, zumal sie hinsichtlich Inhalt und Zeitpunkt nicht immer präzise steuerbar ist.152 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832495213
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Wittkugel, Helge Januar 2006: Product Placement von Automobilherstellern in internationalen Kinofilmen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Marketing, Medien, Werbung, Kommunikation, Globalisierung



