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Problemstellungen der Beschaffung und Lösungsansätze des e-Procurement am Beispiel der Standardsoftware von SAP

Problemstellungen der Beschaffung und Lösungsansätze des e-Procurement am Beispiel der Standardsoftware von SAP
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heli Janßen
  • Abgabedatum: Januar 2002
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6659-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6659-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6659-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Janßen, Heli Januar 2002: Problemstellungen der Beschaffung und Lösungsansätze des e-Procurement am Beispiel der Standardsoftware von SAP, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: e-Business, Elektronische Marktplätze, Elektronische Katalogsysteme, Ausschreibungen und Auktionen, SAP Enterprise Buyer

Diplomarbeit von Heli Janßen

Gang der Untersuchung:

Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist, dem Leser Einblicke in die Beschaffungsprozesse und deren Probleme und den Lösungsansätzen des e-Procurement zu geben. Des weiteren beschäftigt diese Arbeit sich mit dem Enterprise Buyer von SAP Markets als e-Procurement-Lösung. Demnach lässt sich diese Arbeit in drei Teile gliedern:

Teil I: Allgemeine Gründzüge der Beschaffung Teil II: Lösungsansätze des e-Procurement Teil III: E-Procurement mit dem Enterprise Buyer von SAP Markets.

Im ersten Teil werden die Prozesse der Beschaffung anhand zwei verschiedener Beschaffungsperspektiven veranschaulicht. Zum einen werden die Prozesse der Beschaffung laut wird Härdler detailliert dargestellt. Zum anderen wird die Beschaffungsperspektive von Oeldorf und Olfert erläutert und mit Härdlers Beschaffungsperspektive verglichen. Im Anschluss daran wird die ABC-Analyse beschrieben und ihre Bedeutung in der Beschaffung begründet. Als letzter und wichtiger Aspekt des ersten Teiles werden die Problemstellungen der Beschaffung analysiert. Im zweiten Teil dieser Arbeit, dem e-Procurement-Teil, werden zunächst Begrifflichkeiten rund um das Thema e-Business geklärt. Danach wird kurz die technische Basis für e-Procurement erläutert (2.3.1). Anschließend werden einzelne Anwendungsansätze des e-Procurement dargestellt. Zu diesen zählen:

Information und Kommunikation über Internet Elektronische Katalogsysteme:

- Shop Systeme (Lieferantenkataloge).

- Broker Plattformen.

- Desktop Purchasing Systeme (Käuferkataloge).

- Ausschreibungen und Auktionen.

- Elektronische Marktplätze.

Neben den einzelnen e-Procurement-Ansätzen wird jeweils eine Integration in die traditionelle Beschaffung erläutert und inwiefern die jeweiligen e-Procurement-Lösungen die traditionelle Beschaffung unterstützen können. In 3.2.3 wird ein Fallbeispiel aus dem Unternehmen Alcatel SEL vorgestellt, dass zeigen soll, wie e-Procurement die Prozesse in einem Unternehmen verändern kann. In dem folgenden Kapitel werden die Lösungsansätze des e-Procurement dahingehend untersucht, inwieweit sie die Problemstellungen der Beschaffung, die im ersten Teil diskutiert wurden, lösen können.

Der dritte Teil (Gliederungspunkt 4) der Arbeit veranschaulicht, wie e-Procurement-Lösungen von SAP in der Praxis aussehen. Zunächst werden e-Procurement Lösungen von Ariba, Commerce One und Oracle kurz vorgestellt. Dann werden die e-Procurement-Lösungen von SAP Markets, einem Tochterunternehmen der SAP AG, erläutert. Als erstes wird der Enterprise Buyer professional edition vorgestellt (4.3), welches ein Desktop Purchasing System ist und Ausschreibungen ermöglicht. Dabei werden zunächst die Einkaufsprozesse im Enterprise Buyer erklärt. Danach werden die verschiedenen Mitarbeiterrollen, die im Enterprise Buyer möglich sind, und die dazugehörigen Funktionen erläutert. Im Anschluss werden die Möglichkeiten von Ausschreibungen und Einkaufsauktionen im Rahmen des Enterprise Buyer dargelegt. Das One-Step-Business, bei dem Einkauf und Verkauf in einem Schritt erfolgen, wird im Anschluß beschrieben. Die zweite e-Procurement-Lösung, MarketSet von SAP Markets (4.4), wird in dieser Arbeit nur kurz vorgestellt. Auch dieser Teil schließt mit einer kritischen Bewertung der vorgestellten SAP-Systeme ab.

Im letzten Gliederungspunkt wird ein Blick in die Zukunft geworfen, und mögliche Entwicklungen des e-Procurement werden aufgezeigt. Dabei wird auf folgende Aspekte des e-Procurement eingegangen:

Konsolidierung elektronischer Marktplätze, Bewertungssysteme, intelligente Software-Agenten, Zusammenschluss von Lieferanten, Entwicklungen der e-Procurement-Software und e-Invoicing.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis VII
Definitionsverzeichnis IX
1. Zielsetzung und Inhalt der Arbeit 1
2. Allgemeine Grundzüge der Beschaffung 3
2.1 Perspektiven der Beschaffung 3
2.1.1 Beschaffungsperspektive nach Härdler 3
2.1.1.1 Grundlagen der Materialwirtschaft 3
2.1.1.2 Aufgabenkomplexe des Einkaufs 9
2.1.2 Beschaffungsperspektive nach Oeldorf und Olfert 20
2.1.2.1 Begriffsbestimmungen der Materialwirtschaft 20
2.1.2.2 Phasen der Materialbeschaffung 22
2.2 ABC-Analyse als Grundlage der Verfahrenswahl 34
2.3 Problemstellungen der Beschaffung 37
3. Lösungsansätze des e-Procurement 39
3.1 Begriffsabgrenzung im Rahmen des e-Business 39
3.2 Integration von e-Procurement in die Beschaffung 41
3.2.1 Technische Basis 41
3.2.2 Anwendungsansätze einer Integration 46
3.2.2.1 Information und Kommunikation über Internet 47
3.2.2.2 Elektronische Katalogsysteme 49
3.2.2.3 Ausschreibungen und Auktionen 61
3.2.2.4 Elektronische Marktplätze 68
3.2.3 Fallbeispiel Alcatel SEL: Buy Direct 71
3.3 Kritische Bewertung der Lösungsansätze des e-Procurement 77
4. E-Procurement mit der Standardsoftware von SAP 82
4.1 Allgemeine Kennzeichnung der Produkte der SAP 82
4.2 Übersicht über e-Procurement-Lösungen 87
4.3 E-Procurement mit den Produkten von SAP 89
4.3.1 E-Procurement mit dem Enterprise Buyer von SAP Markets 89
4.3.1.1 Einkaufsprozesse im Enterprise Buyer 92
4.3.1.2 Mitarbeiterrollen und ihre Funktionen 97
4.3.1.3 Darstellung von Ausschreibungen und Einkaufsauktionen 98
4.3.1.4 One-Step-Business: Einkauf und Verkauf in einem Schritt 100
4.4 E-Procurement amBeispiel von MarketSet von SAP Markets 102
4.5 Kritische Bewertung der Lösungsansätze von SAP 107
5. Ausblick 111
Literaturverzeichnis 117

Automatisiert erstellter Textauszug:

dass sich jetzt der Bedarfsträger damit auseinandersetzen muss, welches der Angebote im MSPC für ihn in Frage kommen, und der Einkauf nicht für jeden Bedarf neue Konditionen aushandeln muss. Das gleiche gilt für die Angebotsprüfung (Teilarbeitsschritt 3). Die Angebotsprüfung (Teilarbeitsschritt 3) wird ebenfalls kaum unterstützt. Der Variantenvergleich (Teilarbeitsschritte 4) der Angebote, die für den MSPC in Frage kommen, und die eventuell folgenden Abschlussverhandlungen (Teilarbeitsschritt 5) werden für den Einkauf durch das DPS nicht erleichtert. Der Bedarfsträger wird somit durch den Variantenvergleich mit einer weiteren neuen Aufgabe betraut. Er kann nun das für ihn geeigneste Material auswählen, was für ihn auch von Vorteil ist, denn er erhält dann meistens genau das, was er sich vorgestellt hat, was bei der Bestellung durch den Einkauf nicht immer der Fall ist. Das DPS gibt ihm dabei Hilfestellung, da das DPS eine Gegenüberstellung der Angebote erlaubt und die Bedienung userfreundlich ist. Die Bestellung (Teilarbeitsschritt 6) erfolgt nun nicht mehr durch den Einkauf, wie dies in der traditionellen Beschaffung der Fall ist, sondern durch den Bedarfsträger. Dieser sucht die Materialien oder Dienstleistung aus dem MSPC aus und stellt einen virtuellen Warenkorb zusammen. Daraus generiert das DPS eine bzw. mehrere elektronische Bestellanforderungen. Dabei ermöglicht das DPS das Setzen von Bookmarks für häufig nachgefragte Materialien und ganze Warenkörbe, die immer wieder eingekauft werden, können als Leistungssystem abgespeichert werden. Beispielsweise kann ein Warenkorb für einen kompletten Arbeitsplatz für neue Mitarbeiter abgespeichert werden. Deshalb können in den meisten DPS Warenkörbe Materialien verschiedener Lieferanten enthalten. Das DPS kann an das bestehende ERPSystem im Unternehmen angeschlossen werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, das DPS an das ERP-System anzubinden. Beispielsweise wickelt das DPS den Geschäftsvorfall bis zur Bestellung ab und schickt die Daten an das ERP-System. Die Bestellung beim Lieferanten kann vom ERP-System oder vom DPS durchgeführt werden. In Frage kommende Medien für die Bestellung sind e-Mail, Fax, XML (XML ist eine erweiterbare Seitenbeschreibungssprache und Dateiformat, welches für Metadaten wie Verfasser oder Zeitangaben geeignet ist.111) und EDI. Die Auftragsbestätigung (Teilarbeitsschritt 7), wenn erforderlich, erfolgt über dieselben Medien. Selbst die Vertragsrealisierung wird umfassend elektronisch durch ein DPS unterstützt. [...]

Lager wie ein externer Lieferant in den MSPC aufgenommen werden und mit hoher Priorität versehen werden. CommerceOne unterstützt sogar mit seinem DPS BuySite/MarketSite die Verfügbarkeitsprüfung, d. h. Lagerbestände und Preisinformationen können beim Lieferanten über das DPS in Echtzeit abgefragt werden.109 Durch diesen Suchprozess wird der Bedarfsträger mit einer neuen Aufgabe belastet. Bei der traditionellen Beschaffung füllte der Bedarfsträger eine Bedarfsmeldung (Teilarbeitsschritt 1) auf einem Papierformular aus und musste sich in den meisten Fällen um nichts anderes mehr kümmern. Die Bedarfsmeldung an die Einkaufsabteilung in Papierform entfällt. Sie wird sozusagen durch das Zusammenstellen eines elektronischen Warenkorbes ersetzt. Vor der Bestellung muss der Warenkorb in den meisten Fällen von dem Vorgesetzten im DPS genehmigt werden. In das System kann für jeden User ein Benutzerprofil mit bestimmten Rechten eingegeben werden, wie z. B. nur Leserecht oder Bestellrecht bis 5.000 € und nur für C-Teile. Möchte ein User Materialien in einem höheren Wert, als sein Bestellrecht es erlaubt, dann wird ein Genehmigungsworkflow abhängig vom Benutzerprofil gestartet, und die Bestellung kann erst nach der erteilten Genehmigung vom Bedarfsträger ausgeführt werden. Die jeweiligen Genehmigungsinstanzen werden durch e-Mails, die automatisch vom DPS versendet werden, informiert. Bezüglich des Genehmigungsworkflows gibt es größere Unterschiede bei den DPS. Einige Systeme unterstützen den gesamten Warenkorb, der vom Bedarfsträger zusammengestellt wurde, und andere definieren einen Workflow für jedes angefragte Material. Hier ist insbesondere das ORMS von Ariba hervorzuheben, das sich beim Genehmigungsworkflow durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität auszeichnet.110 Durch den Genehmigungsworkflow wird die Genehmigung (Teilarbeitsschritt 1b) erleichtert, und der gesamte Genehmigungsprozess nimmt weniger Zeit in Anspruch. Die Prüfung des Bedarfs (Teilarbeitsschritt 1a) entfällt, denn die Materialien und Produkte, die in den MSPC eingestellt wurden, wurden bereits nach arbeits- und umweltschutztechnischen Kriterien geprüft. Die formelle und sachliche Prüfung der Bedarfsmeldung entfällt, da Bedarfsmeldungen im DPS automatisch formell und sachlich korrekt sind. Die eigentliche Angebotseinholung durch den Einkauf (Teilarbeitsschritt 2) wird auf der einen Seite kaum unterstützt, weil die Angebote, die in das DPS gestellt werden, weiterhin verhandelt werden müssen. Auf der anderen Seite wird der Einkauf dahingehend unterstützt, [...]

Der Grund hierfür ist, dass die Aufgaben durch den Einsatz eines DPS zwischen der Einkaufsabteilung und dem Bedarfsträger umverteilt werden. Der Einkauf entscheidet zusammen mit den Bedarfsträgern, welche Materialien für den MSPC im DPS in Frage kommen, und verhandelt mit den Lieferanten Rahmenverträge nunmehr, welche Materialien in den MSPC des DPS hineingestellt werden sollen und den Bedarfsträgern zur Auswahl stehen. Ändern sich die Konditionen beim Lieferanten, so übermittelt der Lieferant an den Abnehmer einen neuen Katalog auf CD-ROM oder über das Internet, und der Einkauf oder eine andere dafür zuständige Abteilung spielt die neue Katalogversion in das DPS. Dies hat für den Abnehmer zur Konsequenz, dass nur Lieferanten in Frage kommen, die mit elektronischen Katalogen arbeiten.108 Die meisten Hersteller bieten bedienerfreundliche Suchmaschinen für den MSPC an, der in dem DPS enthalten ist. Dabei sind verschiedene Sucharten möglich, wie beispielsweise das Suchen nach Schlüsselworten oder Attributen. Des weiteren kann der User entlang der Produkthierarchie des elektronischen Kataloges browsen. Erscheinen auf eine Suchanfrage mehrere Materialien, so zeigt in den meisten Fällen die Reihenfolge der gefundenen Materialien oder Waren die Priorisierung entsprechend der Beschaffungspolitik an. So kann der niedrigste Preis oder beispielsweise die bevorzugte Beschaffung bei speziellen Lieferanten ausschlaggebend sein. Hat das Unternehmen ein eigenes Lager, so kann das [...]

Arbeit zitieren:
Janßen, Heli Januar 2002: Problemstellungen der Beschaffung und Lösungsansätze des e-Procurement am Beispiel der Standardsoftware von SAP, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
e-Business, Elektronische Marktplätze, Elektronische Katalogsysteme, Ausschreibungen und Auktionen, SAP Enterprise Buyer

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