Problemlagen von Schulen für Lernbehinderte in Chemnitz im Jahr 2001
Analyse und Veränderungsmöglichkeiten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ines Richter
- Abgabedatum: Januar 2002
- Umfang: 142 Seiten
- Dateigröße: 6,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5316-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5316-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5316-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Richter, Ines Januar 2002: Problemlagen von Schulen für Lernbehinderte in Chemnitz im Jahr 2001, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Förderschule, Lernbehinderung, Stigmatisierung, Benachteiligung, Hilfsschulen
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Diplomarbeit von Ines Richter
Gang der Untersuchung:
Die Diplomarbeit befasst sich mit aktuellen Problemlagen von Schulen für Lernbehinderte in Chemnitz. Auf einen Exkurs durch die historische Entwicklung dieser Schulen folgt eine Auseinandersetzung mit dem Bergriff „Lernbehinderung“.
Im Hauptteil der Arbeit werden Daten einer Befragung unter Chemnitzer Lehrer/innen an Schulen für Lernbehinderte analysiert. Dabei geht es besonders um die Herausarbeitung von Problemlagen, möglichen Ursachen und um das Aufzeigen ausgewählte Veränderungsmöglichkeiten. In einem abschließenden Kapitel wird die Vision einer sozialpädagogisch integrativen Schule dargestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 3 | |
| 1. | Historische Entwicklung der Sonderschule, speziell der Schule für Lernbehinderte | 6 |
| 1.1 | DIE BEHINDERTENFÜRSORGE UND DAS HILFSSCHULWESEN | 6 |
| 1.2 | SONDERPÄDAGOGIK IN DER ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS | 11 |
| 1.3 | AUSBAU DER SONDERSCHULE NACH 1945 | 13 |
| 1.4 | DIE HILFSSCHULE IN DER EHEMALIGEN DDR | 15 |
| 2. | Begriff, Ursachen und Hintergründe von Lernbehinderung | 22 |
| 2.1 | BEGRIFFSDEFINITION IN DER WISSENSCHAFTLICHEN SONDERPÄDAGOGIK | 22 |
| 2.2 | BEGRIFFSDEFINITION DER KULTUSMINISTERKONFERENZ UND DES DEUTSCHEN BILDUNGSRATES | 27 |
| 3. | Aktuelle Problemlagen der Förderschulen für Lernbehinderte in Chemnitz | 31 |
| 3.2 | SITUATIONSANALYSE | 31 |
| 3.3 | UNTERSUCHUNG BEZÜGLICH DER PROBLEMLAGEN | 36 |
| 3.3.1 | Vorbemerkungen | 36 |
| 3.3.2 | Methode und Ablauf der Untersuchung | 37 |
| 3.3.3 | Auswertung der Befragungsergebnisse | 42 |
| 3.3.3.1 | Persönliche Angaben der Lehrer und Lehrerinnen | 42 |
| 3.3.3.2 | Veränderungen in den Schulen für Lernbehinderte in Chemnitz | 49 |
| 3.3.3.3 | Zukunftschancen lernbehinderter Kinder und Jugendlicher in Chemnitz | 57 |
| 3.3.3.4 | Wünsche, Visionen der Lehrer und Lehrerinnen in Bezug auf lernbehinderte Kinder und Jugendliche | 61 |
| 3.3.3.5 | Kooperation mit anderen Professionen | 65 |
| 3.4 | KOMMENTIERUNG DER BEFRAGUNGSERGEBNISSE UND VERÄNDERUNGSPERSPEKTIVEN | 69 |
| 4. | Vision einer sozialpädagogisch integrativen Schule | 73 |
| Literaturverzeichnis | 78 | |
| Anhang | 85 |
Auffällig dabei ist, dass lediglich 69 % der antwortenden Lehrer/innen eine Berufsbezeichnung angaben, welche man der Arbeit mit Lernbehinderten direkt oder indirekt zuordnen kann. Die verbleibenden 31 % machten entweder nur allgemeine Angaben, die keinen Schluss auf eine adäquate Ausbildung zulassen, oder die antwortenden Lehrer/innen verfügten über keine entsprechende Ausbildung für die Arbeit mit Lernbehinderten. Bringt man die Berufsbezeichnungen mit der Aktualität der Abschlüsse in Verbindung, lässt sich feststellen, dass die Bezeichnung Diplomlehrer für intellektuell Geschädigte auf eine Ausbildung zwischen 1980 und 1990 zurückzuführen ist. Für alle anderen Bezeichnungen lassen sich ähnliche Bezüge nicht herstellen. Selbst bei Betrachtung des Ausbildungsortes, mehrere Lehrer/innen absolvierten ein Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin, [...]
Aus dieser Grafik lässt sich schon erkennen, dass ein relativ großer Teil, knapp 50 %, keine Angaben dazu machten. Die verbleibenden Angaben verteilen sich fast zu gleichen Teilen auf vor 1990 und auf die Zeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Lediglich zwei Lehrerinnen absolvierten in den letzten sechs Jahren eine Ausbildung. Aus diesem Ergebnis konnte ich auf Grund der hohen Quote der Antworten ohne Angaben und dem relativen Gleichverhältnis neuerer und älterer Ausbildungen keine verwertbaren Schlüsse bezüglich der oben benannten Mängel ziehen. Man kann lediglich feststellen, dass ca. 30 % der antwortenden Lehrer/innen nach 1990 eine Ausbildung in Richtung Lernbehindertenpädagogik absolvierten. Bedenkt man das Durchschnittsalter fällt auf, dass diese 30 % mit der aktuelleren Ausbildung eine Zusatzausbildung zu einer bereits abgeschlossenen Ausbildung (zum größten Teil über ein Fernstudium) absolvierten. An Hand der Befragungsergebnisse kann ich nicht klären, inwieweit die Aktualität der pädagogischen Ausbildung der Lehrer/innen an Chemnitzer Schulen für Lernbehinderte für die oben benannten Mängel relevant ist. Dazu wären weitere Untersuchungen bezüglich der Qualität und der inhaltlichen Ausrichtung der Ausbildungsgänge im Bereich der Lernbehindertenpädagogik notwendig, welche den Rahmen dieser Arbeit jedoch sprengen würden. Betrachtet man nun die Ausbildungsstände, besonders die Bezeichnung der Berufsabschlüsse ergibt sich ein Bild, welches an die Definition des Begriffs Lernbehinderung erinnert. Ebenso vielfältig und uneindeutig wie die Definition des Begriffs, welcher dem Berufsstande an Schulen für Lernbehinderte zu Grunde liegt, gestaltet sich die Bezeichnung [...]
Als nächstes werte ich die Ergebnisse zum Ausbildungstand und zur Berufsbezeichnung sowie zur Aktualität der Ausbildungen aus. Nach dem Zeitpunkt der zuletzt abgeschlossenen Ausbildung fragte ich, da die Pädagoginnen in meiner täglichen Arbeit oft einen Mangel an Bildungsmöglichkeiten bezüglich der aktuellen Problemlagen beklagen, andererseits an adäquaten Weiterbildungsveranstaltungen, z. B. der Jugendhilfe nur sehr wenige Lehrer/innen teilnehmen und/oder solche Veranstaltungen vom Regionalschulamt nicht als Lehrer/innenweiterbildung anerkannt werden. Außerdem beobachtete ich in meiner Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin oft das Fehlen von Kenntnissen über Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit sozialbenachteiligten Kindern und Jugendlichen besonders durch die Jugendhilfe aber auch durch die Schule. Oft sind die Probleme der Schüler/innen zwar bekannt, lösen aber solch eine Unsicherheit aus, dass daran nicht weitergearbeitet wird. Daher war es mir wichtig, die Aktualität der Ausbildungen zu erfragen, um daraus eventuelle Schlüsse bezüglich dieser Mängel zu ziehen. Die Aktualität der Ausbildungen, wobei immer nur die zuletzt abgeschlossene berücksichtigt wurde, sieht bei den antwortenden Lehrer/innen wie folgt aus. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832453169
Arbeit zitieren:
Richter, Ines Januar 2002: Problemlagen von Schulen für Lernbehinderte in Chemnitz im Jahr 2001, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Förderschule, Lernbehinderung, Stigmatisierung, Benachteiligung, Hilfsschulen



