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Probleme und Möglichkeiten der Kleinstunternehmensförderung durch internationale Entwicklungsprogramme

Eine Analyse zweier UNO-Projekte in Ecuador

Probleme und Möglichkeiten der Kleinstunternehmensförderung durch internationale Entwicklungsprogramme
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Martina Rossbacher
  • Abgabedatum: April 2001
  • Umfang: 372 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7555-0
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7555-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rossbacher, Martina April 2001: Probleme und Möglichkeiten der Kleinstunternehmensförderung durch internationale Entwicklungsprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Entwicklungszusammenarbeit, Kleinbetriebe, UNO, Ecuador, Entwicklungsprogramm

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Dissertation / Doktorarbeit von Martina Rossbacher

Problemstellung:

Eine Antwort auf derartige Feststellungen sucht diese Arbeit einerseits in der Auswertung zweier UNO-Projekte, anhand deren die Förderungsbemühungen von seiten der UNO demonstriert und evaluiert werden sollen, und andererseits in der Durchleuchtung und dem kritischen Hinterfragen bisheriger Erkenntnisse im Bereich der Handwerks- und Kleinstunternehmensförderung mittels Befragungen von Experten und Zielgruppen.

Das allgemeine Erkenntnisinteresse richtet sich in der vorliegenden Studie auf fünf Ausgangsfragestellungen:

Welche Fördermaßnahmen in bezug auf den kleinstbetrieblichen Sektor werden von seiten der UNO in Ecuador durchgeführt - welche Bedeutung wird der Förderung von Kleinstbetrieben mittels Entwicklungsprojekten seitens der UNO und anderen lokalen und internationalen Organisationen in Ecuador zuerkannt?

Welchen Schwierigkeiten sehen sich die Kleinstbetriebe in Ecuador gegenübergestellt und welche externen Faktoren erschweren die Durchführung von Förderungsmaßnahmen für Mikrobetriebe?

Sind die Ziele und Arbeitsschwerpunkte der UNO an die Bedürfnisse des Landes und seiner Menschen angepaßt?

Welche Bereiche sind besonders zu fördern und wie sollte eine Förderungsstrategie von seiten der UNO und anderen internationalen und nationalen Organisationen konzipiert sein - Schwerpunktsetzung bei den Förderungsmaßnahmen?

Welche Bedeutung haben Kleinstbetriebe hinsichtlich der Verminderung der Armut, welche Veränderungen können durch eine erfolgreiche Förderung von Kleinstbetrieben hervorgerufen werden und kann durch gezielte Förderungsstrategien für den kleinstbetrieblichen Sektor zur Bekämpfung der Armut in Ecuador beigetragen werden?

Gang der Untersuchung:

Eine umfassende Analyse der Ziele und Schwerpunkte bei Förderungsprojekten soll durch die Untersuchung zweier empirischer Fallstudien versucht werden, um dadurch an praxisbezogenen Erkenntnissen zusätzlich zu den Ergebnissen der Befragungen von Experten und NGO-Vertretern die zukünftigen Entwicklungsbereiche und die daraus resultierenden Handlungserfordernisse abschätzen zu können. Da die Realisierung einer nachhaltigen Entwicklung am effizientesten über gemeinsame - nationale und internationale - entwicklungspolitische Ziele und Aktivitäten erreicht werden kann, kommt der Prüfung der Umsetzbarkeit kooperativer Maßnahmen die Rolle eines Subzieles zu.

Die vorliegende Studie ist in 2 Teile gegliedert, einem theoretischen Teil (Kapitel 2 - Kapitel 6) und einem empirischen Teil (Kapitel 7 - Kapitel 8). Im ersten Teil werden nach einer theoretischen und praxisbezogenen Abhandlung des Stellenwerts der Kleinstunternehmensförderung in Entwicklungsprozessen die grundsätzlichen qualitativen und quantitativen Kriterien zur Bestimmung von Mikrobetrieben und die Abgrenzung zum informellen Sektor diskutiert, sowie eine kurze Analyse über das Forschungsland Ecuador und seine Sozial- und Wirtschaftsstruktur vorgenommen.

Kapitel 5 versucht anhand von zusammengetragenen Daten und Ergebnissen aus Expertenbefragungen die Entwicklung des kleinstbetrieblichen Sektors in Ecuador durch einen kurzen historischen Rückblick zu untersuchen und die Bedeutung und den Beitrag des Mikrobetriebes in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes darzustellen. Anschließend sollen die förderungsbedürftigen unternehmensrelevanten Faktoren für Mikrobetriebe einer detaillierten und tiefen Analyse unterzogen und die staatlichen Programme für Kleinstbetriebe kurz vorgestellt werden.

Kapitel 6 beleuchtet die UNO und ihre Rolle als internationale Entwicklungsorganisation. Dabei wird besonders auf die Arbeit des UN-Entwicklungsprogrammes (UNDP) eingegangen. Auf die Abhandlung der NGO als Träger der internationalen Entwicklungszusammenarbeit folgt ein kurzer Exkurs zu der österreichischen Entwicklungspolitik und ihr Engagement im Forschungsland Ecuador.

Das darauffolgende Kapitel stellt nach einer ersten Untersuchung der beiden UN-Organisationen UNIDO und FAO mit ihren Zielen und Funktionen, die Projektplanung und den Projektverlauf der beiden untersuchten Kleinstunternehmensförderprojekte detailliert dar und analysiert anschließend die die beiden Projektbeispiele betreffenden Projekttätigkeiten und ihre Ergebnisse in bezug auf die Erreichung der Projektziele, die Probleme während der Projektimplementation und die Zukunftschancen der Betriebe, die Anpassung der Projektziele an die Bedürfnisse der Zielgruppe sowie die hervorgerufenen Wirkungen bei den Zielgruppen und ihrem Umfeld.

Kapitel 8 versucht die Forschungsergebnisse in bezug auf die Einschätzung der Arbeit der UNO durch die Projektpartner, Zielgruppen und Experten, die allgemeine Anpassung der UNO-Ziele an die Bedürfnisse des Landes, die externen Hindernisse bei der Projektdurchführung, die Bedeutung der NGO innerhalb der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und die Veränderungen, die durch erfolgreiche Entwicklungsprojekte hervorgerufen werden können, darzustellen. Im Anschluß daran wird eine Förderstrategie für Mikrobetriebe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Kapitel 9 setzt sich abschließend noch einmal kurz mit den angesprochenen Themenbereichen auseinander, gibt Empfehlungen ab und geht der Frage, inwieweit die Förderung des kleinstbetrieblichen Sektors zur Bekämpfung der Armut des Landes beitragen kann, nach.

Inhaltsverzeichnis:

EINLEITUNG 1
1. AUSGANGSFRAGESTELLUNGEN UND ÜBERSICHT 3
2. ERKENNTNISSE AUS DER THEORIE AUF DEM GEBIET DER KLEINSTUNTERNEHMENSFORSCHUNG 6
2.1 Die Rolle der Kleinstunternehmen in entwicklungstheoretischen Ansätzen seit 1945 6
2.1.1 Stufentheoretischen Ansätze 6
2.1.2 Modernisierungs- und Dependenztheorien 7
2.1.3 Das World Employment Programme der ILO 11
2.1.4 Das neoliberale Konzept 12
2.1.5 Weltsystem- und Subsistenztheorien 15
2.2 Neuere Diskussionen zur Entwicklungstheorie und -strategie 17
2.2.1 Entwicklungstheorie 17
2.2.2 Entwicklungsstrategien 19
2.3 Erkenntnisse aus der Praxis 25
3. CHARAKTERISIERUNG DER KLEINSTUNTERNEHMEN 28
3.1 Begriffsbestimmung 28
3.2 Grundsätzliche qualitative Merkmale eines Mikrounternehmens 32
3.3 Quantitative Kriterien zur Bestimmung von Kleinstbetrieben 34
3.4 Charakterisierung der Kleinstbetriebe in Ecuador 35
3.5 Kleinstunternehmen und informeller Sektor 37
3.5.1 Das Konzept des informellen Sektors 37
3.5.2 „Informeller Sektor“ oder „Kleinstunternehmen“ 40
3.6 Eine Differenzierung des kleinstbetrieblichen Sektors 45
4. DARSTELLUNG UND CHARAKTERISTIK VON ECUADOR 48
4.1 Geographie und Bevölkerung 48
4.2 Historischer Überblick 49
4.3 Soziale Struktur 54
4.3.1 Bildungswesen 55
4.3.2 Gesundheitswesen 55
4.3.3 Arbeitsmarkt und Einkommensverteilung 56
4.3.4 Armut in Ecuador 57
4.4 Wirtschaftsstruktur 58
4.4.1 Wirtschaftliche Entwicklung 58
4.4.2 Gewerkschaften und Unternehmerverbände 64
4.4.3 Außenhandel 64
4.4.4 Landwirtschaft 65
5. DER KLEINSTBETRIEBLICHE SEKTOR IN ECUADOR 68
5.1 Die Entwicklung des Kleinstunternehmens in Ecuador - ein historischer Rückblick 68
5.1.1 Ursprung der Kleinstbetriebe in Ecuador 68
5.1.2 Der Kleinstbetrieb in der Kolonialzeit 70
5.1.3 Das private Unternehmen im republikanischen Ecuador 72
5.1.4 Die industrielle Entwicklung in Ecuador 74
5.1.5 Der Kleinstbetrieb und seine Bedeutung nach 1970 81
5.2 Die Bedeutung der Kleinstbetriebe in Ecuador und ihr Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und produktiven Entwicklung des Landes 83
5.3 Die Partizipation der Frau im kleinstbetrieblichen Sektor 86
5.4 Der kleinstbetriebliche Sektor in Lateinamerika 89
5.4.1 Die Beschäftigungssituation in der lateinamerikanischen Region 89
5.4.2 Die Relevanz der Mikrounternehmen in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern 91
5.5 Identifizierung förderungsbedürftiger unternehmensrelevanter Faktoren oder unternehmensinterne und -externe Rahmenbedingungen für Mikrounternehmen 94
5.5.1 Kapitalknappheit 95
5.5.2 Der Produktionsfaktor Arbeit 100
5.5.3 Die verwendete Technologie 105
5.5.4 Materialbeschaffung 107
5.5.5 Das Absatzmarktverhalten der Kleinstbetriebe 107
5.5.6 Die Unternehmensorganisation 110
5.5.7 Der Mikrounternehmer 112
5.5.8 Politische Rahmenbedingungen 115
5.6 Programme für Kleinstbetriebe in Ecuador 119
5.6.1 Staatliche Programme zur Förderung von Mikrobetrieben 121
5.6.2 Sistema Nacional de Garantía Crediticia (SNGC) 124
5.6.3 Das formelle Finanzsystem (Banken, Genossenschaften, Financier) 125
5.6.4 Banco Interamericano de Desarrollo (BID) 126
5.6.5 Nationale Non Governmental Organizations 127
6. DIE UN ALS INTERNATIONALE ENTWICKLUNGSORGANISATION - ENTWICKLUNGS-ANSTRENGUNGEN IN ECUADOR 130
6.1 Das System der Vereinten Nationen und ihre Arbeit als Entwicklungsorganisation 130
6.1.1 Die Charta der Vereinten Nationen 131
6.1.2 Die Ziele der UN 132
6.1.3 Die Struktur der Organisation 132
6.1.4 Finanzierung der Programme 135
6.1.5 Die Entwicklungszusammenarbeit der Vereinten Nationen 137
6.1.6 Reformanstrengungen der UN - Der Reformplan des UN-Generalsekretärs 142
6.2 Die UN in Ecuador 147
6.2.1 Schwerpunkte der UN-Zusammenarbeit in Ecuador 147
6.2.2 Die wichtigsten Arbeitsbereiche der UN-Organisationen in Ecuador 148
6.3 Die NGO als Träger der Entwicklungszusammenarbeit 154
6.3.1 NGO in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit 154
6.3.2 NGO in Entwicklungsländern 157
6.4 Die österreichische Entwicklungspolitik 165
6.4.1 Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 165
6.4.2 Private Entwicklungszusammenarbeit in Österreich 169
6.4.3 Österreichische NGO mit Entwicklungsprojekten in Ecuador 170
6.4.4 Kritik an der österreichischen Entwicklungspolitik 174
7. KLEINSTUNTERNEHMENSFÖRDERUNG IN ECUADOR DURCH ENTWICKLUNGSPROJEKTE DER UN-ZWEI PROJEKTSTUDIEN 176
7.1 Aufbau der empirischen Untersuchung - Vorgehensweise und Forschungsmethode 176
7.1.1 Vorgehensweise 176
7.1.2 Datenerhebungsmethode 178
7.1.3 Zur Darstellung des empirischen Teils 181
7.2 UNITED NATIONS INDUSTRIAL DEVELOPMENT ORGANIZATION 181
7.2.1 Administration 182
7.2.2 Aufgaben und Ziele der UNIDO 184
7.2.3 Integrated Packages of Services 184
7.2.4 Kooperationen mit UN-Organisationen 186
7.2.5 Finanzielle Mittel der UNIDO 187
7.2.6 Programm für Klein- und Mittelbetriebe 190
7.2.7 Finanzierung kleinindustrieller Projekte 196
7.2.8 Die UNIDO in Ecuador 196
7.3 Projektstudie I: Errichtung eines kleinen agro-industriellen Unternehmens zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Schokoladeprodukten 203
7.3.1 Kurzer Überblick über die Situation der Kleinstunternehmen in der Projektregion 203
7.3.2 Projektbeschreibung 205
7.3.3 Projektverlauf 213
7.4 Evaluierung des UNIDO-Förderprojekts 232
7.4.1 Erreichung der Projektziele 232
7.4.2 Probleme bei der Projektimplementation 234
7.4.3 Die Zukunft des Unternehmens 237
7.4.4 Zusammenarbeit zwischen den Projektmitarbeitern 239
7.4.5 Partizipation der Zielgruppe 240
7.4.6 Projektakzeptanz und Motivation der Zielgruppe 241
7.4.7 Veränderungen innerhalb der Zielgruppe 242
7.4.8 Steigerung der Problemlösungsfähigkeit der Zielgruppe - Kapazitäten zur eigenständigen Führung des Unternehmens 243
7.5 FOOD AND AGRICULTURE ORGANIZATION OF THE UNITED NATIONS 245
7.5.1 Die Ziele der FAO 245
7.5.2 Struktur und Finanzierung 245
7.5.3 Die Aufgabenbereiche der FAO 246
7.5.4 Die FAO in Ecuador 249
7.6 Projektstudie II: Gründung eines Mikrounternehmens für Frauen zur Verarbeitung von Früchten und Gemüse im Kanton Sigsig 253
7.6.1 Kurzbeschreibung des Projektumfeldes 253
7.6.2 Projektbeschreibung 255
7.6.3 Projektverlauf 265
7.7 Evaluierung des FAO-Förderprojekts 274
7.7.1 Erreichung der geplanten Projektziele 274
7.7.2 Einschätzung der Probleme bei der Projektdurchführung 276
7.7.3 Die Zukunft des Unternehmens 277
7.7.4 Zusammenarbeit mit dem Projektpartner 278
7.7.5 Partizipation der Zielgruppe 280
7.7.6 Projektakzeptanz und Motivation der Zielgruppe 280
7.7.7 Veränderungen innerhalb der Zielgruppe und Gemeindemitglieder 282
7.7.8 Steigerung der Problemlösungsfähigkeit der Zielgruppe - Kapazitäten zur eigenständigen Führung des Unternehmens 284
8. ANFORDERUNGEN AN DIE KLEINSTBETRIEBSFÖRDERUNG IN DER INTERNATIONALEN ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT 285
8.1 Entwicklungszusammenarbeit in Ecuador 285
8.2 Bewertung der Arbeit der UNO von seiten der lokalen Projektträger, Zielgruppen und Experten 287
8.3 Anpassung der UNO-Ziele an die Bedürfnisse des Landes 292
8.4 Externe Hindernisse bei der Projektdurchführung 294
8.5 Ausrichtung der UN-Unterstützung in Ecuador zur Bekämpfung der Armut 297
8.6 Entwicklungschancen Ecuadors 302
8.7 Die Rolle der lokalen NGO 302
8.8 Einschätzung der Motivation der Zielgruppen 305
8.9 Hervorgerufene Veränderungen und Impakte 306
8.10 Eigenständige Weiterführung eines Mikrounternehmens nach Projektende 308
8.11 Förderungsstrategie für Mikrobetriebe im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit 311
9. FOLGERUNGEN UND EMPFEHLUNGEN: BEDEUTUNG DER KLEINSTBETRIEBE BEI DER BEKÄMPFUNG DER ARMUT: Liegt die Zukunft in der Förderung des kleinstbetrieblichen Sektors? 328
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 345
LITERATURVERZEICHNIS 348

Automatisiert erstellter Textauszug:

liche Entwicklungshilfe der skandinavischen Länder auch 1998 das von den Vereinten Nationen formulierte Ziel von 0,7% des BIP (ÖFSE 1999: 51f).144 Unter Entwicklungszusammenarbeit wird in Österreich jener Teil der Leistungen der Entwicklungszusammenarbeit verstanden, der als „Projekt- und Programmhilfe“ durch öffentliche und private Einrichtungen charakterisiert wird. Dieser Bereich wird im allgemeinen auch als Entwicklungshilfe bezeichnet und ist der Kernbereich der österreichischen Entwicklungspolitik (ÖFSE 1996: 7). Im Jahre 1997 repräsentierte die Projekt- und Programmhilfe insgesamt nur 14,8% (1998: 19,8%) oder 954 Mio. öS (1998: 1.118,8 Mio. öS) der an die OECD gemeldeten österreichischen Gesamtleistungen an Entwicklungszusammenarbeit von 6,43 Mrd. öS (1998: 5,64 Mio. öS) (ÖFSE 1999: 11). 6.4.1 Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit [...]

Österreich zählt zu den OECD-Ländern, die sich zur Leistung von 0,7% des BIP für die Entwicklungszusammenarbeit verpflichtet hatten und dies bis zum Jahre 1991 verwirklichen wollten. Leider sieht die Realität anders aus: 1991 gelang es Österreich zwar, zumindest den OECDDurchschnitt von 0,33% des BIP zu erreichen, in den darauffolgenden Jahren jedoch schloß es sich nicht nur dem gesamteuropäischen Trend nach unten an, sondern sank 1996 mit einem Anteil von nur mehr 0,24% wiederum unter den mittlerweile auch drastisch gesunkenen OECDDurchschnitt von 0,25% und lag somit an 14. Stelle der 21 DAC-Mitgliedstaaten (ÖFSE 1998: 47). Im Jahre 1998 ist die öffentliche Entwicklungshilfe auf einen historischen Tiefstand von 0,22%, gemessen am BSP, gefallen und liegt heute an vorletzter Stelle der EU-Mitgliedstaaten und an drittletzter Stelle in der Liste der OECD-Geberländer.143 Im Gegensatz dazu überstieg die öffent- [...]

beschäftigt. Der Bereich Kleingewerbeförderung hat in den letzten Jahren den Bereich technisch-handwerkliche Berufsbildung unter anderem auch aufgrund des Fehlens einer Strategie von seiten des Staates im Ausbildungsbereich abgelöst. In der Gewerbeförderung ist der DED in vier Sparten tätig: • Regional orientierte Kooperation in integralen Entwicklungsprogrammen, in der Koordination und Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Institutionen sowie mit anderen internationalen Organisationen; • Expansion des Arbeitsbereichs Recycling als einkommenschaffende Maßnahme; • Duale sowie nicht-formale Berufsausbildung, die sich an den Bedürfnissen des lokalen Arbeitsmarktes, der Unternehmen und der Zielgruppen orientiert; und • Beratung für und Stärkung von Organisationen der Kleingewerbeförderung. Im Bereich der Förderung von kleinen und mittleren Betrieben ist ein Projekt zur Koordination und Beratung einer Managementschule in Esmeraldas, einer der ärmsten Gegenden Ecuadors, geplant.142 [...]

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Arbeit zitieren:
Rossbacher, Martina April 2001: Probleme und Möglichkeiten der Kleinstunternehmensförderung durch internationale Entwicklungsprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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