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Probleme der Erziehung in der postmodernen Gesellschaft

Probleme der Erziehung in der postmodernen Gesellschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katrin Bremer
  • Abgabedatum: Juni 2007
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 367,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe Deutschland
  • Bibliografie: ca. 73
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0508-3
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0508-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bremer, Katrin Juni 2007: Probleme der Erziehung in der postmodernen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erziehungsschwierigkeit, Postmoderne, Erziehung, Kinder, Jugendliche

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Diplomarbeit von Katrin Bremer

Einleitung:

Aktuelle Problematiken in den Bereichen Erziehung, Bildung und der sozialen Arbeit werden uns tagtäglich in den Medien und im sozialen Miteinander aufgezeigt.

In meiner aktuellen Diplomarbeit bin ich auf ein breites Spektrum erzieherischer, soziologischer und sozialarbeiterischer Probleme eingegangen.

Diese Diplomarbeit versteht sich als ein Gedankenanstoß für Studenten und auch Unternehmen, welche hieraus weitere Arbeiten bzw. Projekte entwickeln können. Beispiele für Arbeitsbereiche, welche dringend benötigt werden sind in meiner Arbeit bereits enthalten. Hierzu zählen: Neue Ansätze der Schulsozialarbeit / Schulsozialpädagogig, Entwicklung neuer Projekte am Beispiel: "Resilienzförderung", Ganzheitliche Betrachtungsweise eines Problemfeldes am Beispiel: Alkoholsucht, Mediation und Empowerment als zentrale Methoden und Ernährungsberatung als neues Aufgabenfeld.

Eine ganzheitliche Betrachtung mit historischen Rückschlüssen und zukunftsorientierten Ansätzen war mir während der Bearbeitung von großer Bedeutung.

Durch mannigfaltige Auseinandersetzung in meinem Arbeitsbereich, soziale Arbeit, bemerkte ich das plötzliche Auftreten von Problemfeldern.

Jedoch erkannte ich schnell, dass die Hintergründe und der Zweck dieser plötzlichen Vielzahl an Problemfelder in der Öffentlichkeit nicht hinreichend diskutiert und aufgeklärt wurden. Um einen Bezug zu diesen defizitär orientierten Bild zu bekommen, wollte ich die historischen Hintergründe untersuchen. Hierdurch habe ich den Wandel in der Gesellschaft hervorgehoben und die Probleme anhand dessen begreiflich und handhabbar gemacht.

Mein Ziel ist und war es, die Problemfelder, welche durch den gesellschaftlichen Wandel über unsere Klienten auf die soziale Arbeit zukommen, zu verdeutlichen und Anregungen für die weitere Diskussion zu liefern.

Gang der Untersuchung:

Historisch beginne ich meine Arbeit mit der Moderne. Diesen Zeitpunkt habe ich gewählt, um den Prozess der Entwicklung zur postmodernen Gesellschaft zu beschreiben.

Als Zweites habe ich den Zeitraum ab dem Ende der 60er Jahre hinein betrachten, hier hat sich in unserer Gesellschaft grundlegendes verändert. Diese Veränderungen, auf die ich in der Diplomarbeit näher eingehen werde, waren die Wegbereiter für die Anfänge der postmodernen Gesellschaft.

Die Veränderungen in der postmodernen Gesellschaft spiegeln sich besonders in der Umformung und Neuorientierung der Pädagogik und der sozialen Arbeit wieder. Deshalb habe ich mein Augenmerk auf sie gerichtet und ihre Prägung historisch von der Moderne bis in die Gegenwart hinein beschrieben.

Drittens habe ich die aktuelle Problemfelder beleuchtet und die Auswirkung der gesellschaftlichen und erzieherischen Entwicklung auf unsere heutige Gesellschaft thematisiert. Dazu bin ich auf die Punkte Schulwesen, interkulturelle und „antirassistische“ Pädagogik, Neue Medien / Medienpädagogik, Geschlechterverhältnis / Gender, Gesundheitserziehung und der Zusammenarbeit der Generationen näher eingegangen. Diese Punkte hatte ich aufgrund ihrer momentanen Aktualität ausgewählt und habe sie in den Kontext der in Teil I. und II. beschriebenen historischen Entwicklung, von Gesellschaft, Staat und Erziehung, gestellt.

Viertens habe ich die Auswirkungen, dieses gesellschaftlichen und erzieherischen Wandels auf die soziale Arbeit beschrieben. Zudem habe ich die im dritten Teil herausgearbeiteten Punkte mit Methoden und Perspektiven der sozialen Arbeit in Verbindung gesetzt, um den überprofessionellen Zusammenhang dieser zu verdeutlichen.

Zuletzt habe ich in meiner Schlussbetrachtung die wichtigsten Erkenntnisse dieser Entwicklung präsentieren und ein Fazit gezogen.

Ich wünsche ihnen viel Spaß beim lesen meiner Diplomarbeit und wünsche mir das hierdurch die Diskussion weiter angefacht wird. Für Fragen und Anregungen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Bitte über den Diplomica Verlag Kontakt mit mir aufnehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 3
1. Die postmoderne Gesellschaft 6
1.1 Einführung in den Begriff der Moderne 6
1.2 Einführung in den Begriff der Postmoderne 7
1.2.1 Unsere Gesellschaft 8
1.2.2 >>anything goes<< 10
1.2.3 Mobilisierung, Säkularisierung, und die soziale Differenzierung 11
1.2.4 Individualisierung und soziale Ungleichheit 12
1.2.5 Bastelbiografien 14
1.2.6 Das universelle Expertentum 15
1.2.7 Glaubensfragen 16
1.2.8 Die Familie 18
1.2.9 Die neue Mutter- / Vaterrolle 19
1.2.10 Der demographische Wandel 21
2. Die Erziehung in der postmodernen Gesellschaft 24
2.0 Die Erziehung 24
2.1 Erziehung in der Moderne 26
2.2 Neue Anforderungen an die Erziehung durch die postmoderne Gesellschaft 30
2.2.1 Anforderungen 31
2.2.2 Erziehungsziele 33
2.2.3 Erziehung zur Autonomie 34
2.2.4 Lebensräume 36
2.2.4.1 Familienkindheit 37
2.2.4.2 Freizeitkindheit 39
2.2.4.3 Öffentliche bzw. Institutionen Kindheit 42
2.2.5 Erziehungsstile 43
3. Aktuelle Problemfelder 45
3.0 Problemanalyse 45
3.1 Aktuelle Herausforderungen 46
3.2 Das Schulwesen 48
3.3 Interkulturelle und "antirassistische" Pädagogik 51
3.4 Neue Medien / Medienpädagogik 54
3.4.1 Permissivkultur versus staatliche Verbote 56
3.5 Geschlechterverhältnis / Gender 57
3.6 Gesundheitserziehung 58
3.6.1 Ernährung 60
3.6.2 Bewegung 61
3.6.3 Prävention 62
3.7 Zusammenarbeit der Generationen 63
4. Folgen für die soziale Arbeit 65
4.0 Die Entwicklung der sozialen Arbeit 65
4.1 Neue Ansätze der Schulsozialarbeit / Schulsozialpädagogik 67
4.2 Entwicklung neuer Projekte am Beispiel: "Resilienzförderung" 68
4.3 Ganzheitliche Betrachtungsweise eines Problemfeldes am Beispiel: Alkoholsucht 69
4.4 Mediation und Empowerment als zentrale Methoden 72
4.5 Ernährungsberatung als neues Aufgabenfeld 75
5. Schlußbetrachtung 77
6. Literaturliste 80
7. Sonstige Quellen 84
7.1 Internet 84
7.2 Zeitschriften 84
7.3 Zeitungen 85

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 3
1. Die postmoderne Gesellschaft 6
1.1 Einführung in den Begriff der Moderne 6
1.2 Einführung in den Begriff der Postmoderne 7
1.2.1 Unsere Gesellschaft 8
1.2.2 >>anything goes<< 10
1.2.3 Mobilisierung, Säkularisierung, und die soziale Differenzierung 11
1.2.4 Individualisierung und soziale Ungleichheit 12
1.2.5 Bastelbiografien 14
1.2.6 Das universelle Expertentum 15
1.2.7 Glaubensfragen 16
1.2.8 Die Familie 18
1.2.9 Die neue Mutter- / Vaterrolle 19
1.2.10 Der demographische Wandel 21
2. Die Erziehung in der postmodernen Gesellschaft 24
2.0 Die Erziehung 24
2.1 Erziehung in der Moderne 26
2.2 Neue Anforderungen an die Erziehung durch die postmoderne Gesellschaft 30
2.2.1 Anforderungen 31
2.2.2 Erziehungsziele 33
2.2.3 Erziehung zur Autonomie 34
2.2.4 Lebensräume 36
2.2.4.1 Familienkindheit 37
2.2.4.2 Freizeitkindheit 39
2.2.4.3 Öffentliche bzw. Institutionen Kindheit 42
2.2.5 Erziehungsstile 43
3. Aktuelle Problemfelder 45
3.0 Problemanalyse 45
3.1 Aktuelle Herausforderungen 46
3.2 Das Schulwesen 48
3.3 Interkulturelle und "antirassistische" Pädagogik 51
3.4 Neue Medien / Medienpädagogik 54
3.4.1 Permissivkultur versus staatliche Verbote 56
3.5 Geschlechterverhältnis / Gender 57
3.6 Gesundheitserziehung 58
3.6.1 Ernährung 60
3.6.2 Bewegung 61
3.6.3 Prävention 62
3.7 Zusammenarbeit der Generationen 63
4. Folgen für die soziale Arbeit 65
4.0 Die Entwicklung der sozialen Arbeit 65
4.1 Neue Ansätze der Schulsozialarbeit / Schulsozialpädagogik 67
4.2 Entwicklung neuer Projekte am Beispiel: "Resiliensförderung" 68
4.3 Ganzheitliche Betrachtungsweise eines Problemfeldes am Beispiel: Alkoholsucht 69
4.4 Mediation und Empowerment als zentrale Methoden 72
4.5 Ernährungsberatung als neues Aufgabenfeld 75
5. Schlußbetrachtung 77
6. Literaturliste 80
7. Sonstige Quellen 84
7.1 Internet 84
7.2 Zeitschriften 84
7.3 Zeitungen 85

Textprobe:

Kapitel 2.2, Neue Anforderungen an die Erziehung durch die postmoderne Gesellschaft:

Ende der 60er Jahre, Mitte der 70er Jahren gab es die ersten ökonomischen Krisen, dass Ende des Wirtschaftswunders kündigte sich an. Der neue Mittelstand expandierte in den Dienstleistungsbereich und strebte zu den neuen technischen Berufen.

Fragen der Bildung und einer zeitgemäßen Erziehung wurden wieder diskutiert. Der einsetzende Prozess der Bildungsexpanion hat zu einer Höherqualifizierung der Gesamtbevölkerung, auch der Frauen, geführt. Ralf Dahrendorf hat durch sein Buch „Bildung als Bürgerpflicht“ Anstöße für eine neue aktive Bildungspolitik mit der Grundlage der Gleichberechtigung, der Chancengleichheit und einem individuellen Leistungsdenken gegeben.

Die antiautoritäre Bewegung von 1968, die Studentenrevolte, die Friedensbewegung, die Bürgerrechtsbewegung, die Bildungsexpansion, die Kinderladenbewegung, die Zweite Deutsche Frauenbewegung usw. führten zu einem Bruch mit den traditionellen Leitbildern, auch in der Erziehung.

Viele unterschiedliche Theorievarianten wurden unter der Bezeichnung der „Kritischen Erziehungswissenschaft“ zusammengefasst. Eine „Erziehung zur Rationalität“ schien als eine legitime Form einer demokratischen Erziehung.

Zum anderen wurde der Ruf nach einer empirischen Pädagogik laut. Die Erziehungswissenschaft sollte eine technologische und zugleich berechenbare Wissenschaft werden.

Die „Kritische Erziehungswissenschaft“ verlor zu Beginn der 80er Jahre wieder an Bedeutung. Hingegen gab es eine weitere Bildungsexpansion, Schule und Bildung wurden moderner und demokratischer.

Die Individualisierung der Postmoderne macht nicht vor der Erziehung halt, neue Erziehungsmuster mussten und müssen her, um die junge Generation auf die gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen vorzubereiten. Die schwarze Pädagogik, genauso wie die Erziehung zum Gehorsam, müssen zurücktreten, um einer liberalen und demokratischen Erziehung mit individuellen Zielen und selbstständigem Handeln, Platz zu machen.

Kinder werden heute schon im frühen Alter Entscheidungen zugemutet. Sie haben einen größeren Handlungsspielraum und größere Entscheidungsmacht über ihre eigenen Lebensverhältnisse. „Die Erziehung zur Selbstständigkeit“ hat sich als dominantes Muster in Zweidrittel der Familien durchgesetzt. Miteinander Reden, gemeinsame Lösungen zu finden und das Erklären von Entscheidungen von Seiten der Eltern ist ein wichtiger Grundpfeiler in der Eltern- Kind Beziehung geworden.

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Arbeit zitieren:
Bremer, Katrin Juni 2007: Probleme der Erziehung in der postmodernen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erziehungsschwierigkeit, Postmoderne, Erziehung, Kinder, Jugendliche

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