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Probleme und Chancen für ein deutsches Produktionsunternehmen beim Eintritt in den polnischen Markt

Am Beispiel einer Baufirma

Probleme und Chancen für ein deutsches Produktionsunternehmen beim Eintritt in den polnischen Markt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Wypych
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 134 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8439-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8439-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8439-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wypych, Andreas Oktober 2003: Probleme und Chancen für ein deutsches Produktionsunternehmen beim Eintritt in den polnischen Markt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Osteuropa, Polnischer Markt, EU-Erweiterung, Europäische Union, Investoren

Diplomarbeit von Andreas Wypych

Einleitung:

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden die osteuropäischen Staaten zunehmend für westliche Investoren attraktiver. Durch die EU-Erweiterung wird in vielen dieser Länder ein Investitionsboom erwartet, der große Herausforderungen an die Investoren sowie die Beitrittsländer stellt. Da Polen das bevölkerungsreichste und flächenmäßig größte Land unter den derzeitigen Beitrittskandidaten ist, werden dort die meisten Investitionen erwartet. Diese werden zunächst durch private Investoren und durch staatliche Aufbauhilfen, die von der Europäischen Union unterstützt werden, getätigt. Durch die Nähe zu Deutschland werden die meisten Investitionen auch aus diesem Land erwartet. Jedoch gibt es bisweilen immer noch Probleme beim Eintritt in den polnischen Markt, wie z. B. Korruption oder Rechtsunsicherheit, die auf den ersten Blick nicht klar erkennbar sind, auf die sich jedoch ein Unternehmen, das derzeit den polnischen Markt erobern möchte, im Voraus einstellen sollte.

Die Diplomarbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der aufgeführten Probleme vielmehr sind es nur Beispiele, die dem Autor wichtig erschienen. Auch sind diese Probleme einem ständigen dynamischen Prozess ausgesetzt und werden nach dem Beitritt Polens in die EU nach und nach verschwinden. Jedoch ist die Lösung dieser Probleme nicht so einfach wie mancher Politiker dies zu glauben vermag. Deshalb werden Unternehmen, die in naher Zukunft in Polen investieren wollen, auch mit solchen unvorhergesehenen Schwierigkeiten umgehen müssen. Die von der polnischen Regierung an die EU gemachten Zusagen, werden nicht in dem Tempo umzusetzen sein, wie man es sich wünschen würde. Die Staatsorgane in Polen sind auf die neuen Herausforderungen oft nicht genügen vorbereitet, was zu einer Verlangsamung der Umsetzung der von der EU verlangten Forderungen führen kann. Die von der EU geforderte Stärkung der Verwaltungskapazität ist oft auf lokaler Ebene noch nicht vollzogen, was zwangläufig die Umsetzung der EU-Kriterien behindern wird.

Die Probleme und Chancen eines deutschen Unternehmen auf dem polnischen Markt wurden in dieser Diplomarbeit aufgrund von Beispielen der Firma Schwenk untersucht und analysiert. Da die Firma Schwenk seit 1998 auf dem polnischen Markt mit vielen Beteiligungen tätig ist, hat sie eine Fülle von positiven und negativen Erfahrungen sammeln können, die der Autor in dieser Diplomarbeit umgesetzt hat. Ziel der Diplomarbeit ist, aufgrund der Erfahrungen der Firma Schwenk die Problematik sowie die damit verbundenen Problemlösungen auf dem polnischen Markt darzustellen. Darüber hinaus wurden in dieser Diplomarbeit allgemeingültige Probleme behandelt, um eine große Anzahl von zukünftigen Investoren anzusprechen. Die Ursachen für viele Probleme auf dem polnischen Markt und die daraus resultierenden Wirkungen wurden - soweit es die Recherchen zuließen – analysiert, um dem Leser einen Gesamtüberblick zu vermitteln und bei ihm ein Verständnis für diese Problematik zu wecken.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Geschichte und Tätigkeiten des Schwenk-Konzern 3
2.1 Die Anfänge des Schwenk-Konzerns 3
2.2 Auftritt auf den polnischen Markt 6
2.3 Beteiligungen des Schwenk-Konzerns in Polen 8
2.4 Profitcenter in der GBT-Gruppe 10
3. Organisatorische Maßnahmen in der GBT Gruppe 10
3.1 Zentrale Verwaltung für alle Beteiligungen 10
3.1.1 Vorteile eines zentralen Verwaltungszentrums in Polen 13
3.2 Führungskonzept zur längerfristigen Steigerung des Wertes in der GBT-Gruppe 14
3.2.1 Führungskonzept der GBT-Gruppe 14
3.2.2 Strategischen Ziele der GBT-Gruppe 15
3.2.3 Wie erreicht man hohe Produktqualität 16
3.2.4 Wie erreicht man hohe Dienstleistungsqualität 16
3.2.5 Ein wichtiges Ziel ist die Kostenführerschaft 17
3.3 Verband der Transportbeton-Produzenten 17
4. Humankapital ist ein Schlüsselfaktor in der polnischen Wirtschaft 18
4.1 Prämiengehaltssystem in der GBT-Gruppe 18
4.1.2 Vorteile eines Prämiengehaltssystems 19
4.2 Personalbestand in der GBT-Gruppe 20
4.3 Gewerkschaftspolitik in Polen 23
4.3.1 Gewerkschaftsgründung als Kündigungsschutz 24
4.3.2 Einfluss der Gewerkschaften auf das Betriebsergebnis 26
4.3.3 Innerbetriebliche Konflikte zwischen den Gewerkschaften und der Geschäftsführung 27
4.4 Arbeitslohn-Politik in Polen 28
4.4.1 Relative Arbeitskosten im Vergleich zu Produktivität 29
4.5 Chancen für die Arbeitgeber auf dem Polnischen Markt 30
5. Qualitätssicherung in der Transportbetonbranche 32
5.1 Das Qualitätsmanagement-System in der GBT-Gruppe 32
5.1.1 Technologisches Zentrum der GBT-Gruppe 33
5.1.2 Status und Möglichkeiten des CTB-Labors 34
5.1.3 Staatliche Stellen zur Qualitätsüberwachung 36
5.1.4 Schulungen beim CTB 37
5.2 Personalstruktur bei derCTB 37
5:2.1 Umfang der Befugnis und der Pflichten in den einzelnen Positionen 38
5.2.2 Qualitätskontrolle beim Produktionsprozess 43
5.3 Vorteile des CTB-Labors 45
6. Vertriebsorganisation bei der GTB-Gruppe 45
6.1 Absatz am Beispiel des Marktes in Warschaus 45
6.2 Vertriebskonzept der GBT-Gruppe 47
6.2.1 Hauptpunkte des Vertriebskonzeptes in der GBT-Gruppe 48
6.3 Bewertung des Vertriebskonzeptes 49
6.4 Zukunftsaussichten für die Baubranche 50
7. Hindernisse für ausländische Investoren auf dem polnische Markt 51
7.1 Bürokratische Hürden für Unternehmen 51
7.1.1 Ungleiche Behandlung von In-und Ausländern in Polen 53
7.2 Behinderung der freien Marktwirtschaft durch Korruption 54
7.2.1 Korruption in den staatlichen Betrieben 54
7.2.2 Korruption auf allen Ebenen und ihre Formen 55
7.2.3 Versuche die Korruption im öffentlichen Sektor zu bekämpfen 56
7.2.4 Fazit zur Korruption in Polen 58
7.3 Der Verkauf ohne Rechnung als Teil des Konkurrenzkampfes 59
7.4 Schlechte Zahlungsmoral gerade in schweren Rezessionszeiten 60
7.4.1 Zahlungsschwierigkeiten und deren Folgen 60
8. Umweltschutz im Postkommunistischen Polen 61
8.1 Missstände in der Abfallbeseitigung 61
8.2 Kosten des Umweltschutzes in Polen 63
8.3 Umweltschutz bei der Produktion 65
8.4 Umweltschutzmaßnahmen in der GBT 66
8.5 Umweltschutzpolitische Herausforderungen für Produktionsbetriebe in Polen 67
8.6 Umweltschutz in naher Zukunft 67
9. Rechtliche Vorraussetzungen zur Gründung einer Gesellschaft in Polen 68
9.1 Rechtliche Wirtschaftsordnung in Polen 68
9.2 Rechtsquellen des Gesellschaftsrechts 69
9.3 Aufhebung der Verordnung über Gesellschaften mit ausländischen Anteilen vom Jahr 1991 71
9.4 Gründung von Filialen 74
9.5 Die Gründung einer neuen Gesellschaft in Polen 76
9.6 Ordentliche und außerordentliche Gesellschaftsversammlung 77
9.7 Bedeutung der Gesellschaft mit ausländischer Beteiligung 77
10. Steuerpolitik in Polen 78
10.1 Probleme und Lösungen im Bezug auf Steuern in der GBT 78
10.2 Einkommensteuer als wichtigste Einnahmequelle für den Staatshaushalt 79
10.3 Umfassende Veränderungen an der Steuerverordnung 81
10.4 Ungerechte Verteilung der Steuerlast 82
10.4.1 Willkürlichkeit der Steuerbeamten bei der Festsetzung der Steuerlast 82
10.4.2 Korruption bei den Finanzbehörden 83
10.4.3 Regionale Nachteile für Unternehmen 84
10.4.4 Steuerermäßigung als versteckte Dumpingpolitik 85
10.4.5 Fragwürdige Verbesserung des Gesetzgebers am Steuersystem 86
10.4.6 Einfluss der Steuernachlässe auf die Konjunktur 86
10.5 Wünschenswerte Verbesserungen an den Steuergesetzen 88
11. Endergebnis der Diplomarbeit 89
Anlagenverzeichnis 93
Literaturverzeichnis 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

durchführen zulassen. Um die Rücksendungsquote zu erhöhen, könnte dies mit einem Preisausschreiben verbunden sein. Darin sollte die GBT-Gruppe ihre Ziele konkretisieren; z. B. wir wollen freundlich, zuverlässig, servicekompetent, kundenorientiert usw. sein. Die Kunden könnten dann auf einer Skala von 1-5 ankreuzen wie sie mit der GBT-Gruppe zufrieden sind. Man könnte dies dann jedes Jahr durchführen und anhand von Veränderungen über weitere Konsequenzen entscheiden. Z. B. bei einer Verschlechterung könnte man neue Verkaufsunterlagen erstellen, Qualifikationsmaßnahmen durchführen usw. Dies ist eine gute Möglichkeit zu überprüfen, ob das Verkaufskonzept umgesetzt wird oder, ob man es modifizieren sollte. Denn die Schwachstellen beim Vertrieb können nicht immer aufgrund von Verkaufsdaten ermittelt werden. Diese Schwachstellen können am besten die Kunden der GBT aufzeigen. 6.4 Zukunftsaussichten für die Baubranche [...]

Das Positive an dem Vertriebskonzept ist zunächst die Tatsache, dass es von eigenen Mitarbeitern erstellt wurde, die ihre langjährige Erfahrungen - speziell in der Transportbetonbranche auf dem polnischen Markt - in dieses Vertriebskonzept einbringen konnten. Es wäre aber ratsam, die Mitarbeiter auch von einem externen Berater, der speziell Verkäufer-Fortbildungen durchführt, in Verbindung mit dem Vertriebskonzept schulen zu lassen. Man könnte dadurch die Theorie des Vertriebskonzeptes an praktischen Übungen unter Aufsicht des Beraters durchführen, um gegebenenfalls bei Fragen auch von der Hilfe des Beraters zu profitieren. Was dem Vertriebskonzept fehlt, ist die Durchführung einer regelmäßigen Image-Analyse aller Beteiligungen der GBT-Gruppe. Gerade ein Unternehmen wie die GBTGruppe, die relativ neu auf dem polnischen Markt ist, Mitarbeiter hat, die aus Ihren alten Denkstrukturen herauskommen müssen und die sich einem harten Konkurrenzkampf stellen müssen, sollten gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation - wie sie jetzt in der Baubranche vorherrscht - sich regelmäßig von Ihren Kunden ein Feedback geben lassen, ob die vorgegebenen Ziele, die man sich selbst gestellt hat, erfüllt worden sind. [...]

staatlichen Betrieben kommunistischen Ursprungs hatten die Mitarbeiter keine besondere Motivation ihre Produkte zu verkaufen, weil die Produktion sowie der Verkauf von Produkten staatlich geregelt und organisiert wurde. Es war ein Verkäufermarkt die Nachfrage war immer da somit musste man sich nur um die minimalsten Qualitätserfordernisse kümmern und der Absatz war eigentlich von Anfang an gesichert. Mit solch einer Einstellung kann ein Unternehmen besonders im harten Konkurrenzkampf wie der Baubranche nicht lange überleben. Deshalb musste ein Konzept entwickelt werden wie die älteren, technisch gut ausgebildete und in der Baubranche erfahrene Mitarbeiter dazu gebracht werden, aus um den sich alten im Denkstrukturen herauszukommen [...]

Arbeit zitieren:
Wypych, Andreas Oktober 2003: Probleme und Chancen für ein deutsches Produktionsunternehmen beim Eintritt in den polnischen Markt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Osteuropa, Polnischer Markt, EU-Erweiterung, Europäische Union, Investoren

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