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Zur Problematik des Wiedereinstiegs der Frau in das Erwerbsleben nach einer kinderbedingten Berufsunterbrechung

Ursachen, Problembereiche, Lösungen

Zur Problematik des Wiedereinstiegs der Frau in das Erwerbsleben nach einer kinderbedingten Berufsunterbrechung
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Iris Kollinger
  • Abgabedatum: April 1999
  • Umfang: 167 Seiten
  • Dateigröße: 596,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1632-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1632-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1632-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kollinger, Iris April 1999: Zur Problematik des Wiedereinstiegs der Frau in das Erwerbsleben nach einer kinderbedingten Berufsunterbrechung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wiedereingliederung, Frauenerwerbstätigkeit, Frau, Berufsunterbrechung

Magisterarbeit von Iris Kollinger

Einleitung:

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik des Wiedereinstieges der Frau in das Erwerbsleben nach einer kinderbedingten Berufsunterbrechung, die ihre Wurzeln in der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung hat.

Daher erfolgt zunächst die Darstellung eines theoretischen Rahmens für diese Problematik und dessen Auswirkungen auf die Situation der Frau am Arbeitsmarkt. Nach einem kurzen Überblick über relevante rechtliche Regelungen, wie z.B. Mutterschutz und Karenzurlaub, erfolgt eine Sichtung und Gegenüberstellung der einschlägigen empirischen und theoretischen Literatur, um die Probleme beim Wiedereinstieg herauszuarbeiten.

Bei der dabei durchgeführten Häufigkeitsanalyse der Probleme ergeben sich aufgrund des inhaltlichen Zusammenhanges 9 Problemkategorien: Ausgliederung und Arbeitslosigkeit; Partner und Familie; Altersbegrenzungen; Innere Hemmnisse; Stereotypisierung; Kinderbetreuung; Qualifikation und Ausbildung sowie Beschäftigung und Teilzeitarbeit. Diese Problembereiche werden anhand der Literatur aufgearbeitet und kurz zusammengefaßt, ferner erfolgt die Ableitung eines Forschungsbedarfes.

Danach werden für die am häufigsten genannten Probleme auf der betrieblichen und öffentlichen bzw. arbeitsmarktpolitischen Ebene mögliche Lösungen dargestellt.

Die meisten Probleme beim Wiedereinstieg sind aber von der Frau individuell nicht beeinflußbar, sie ist somit auf den guten Willen des Arbeitgebers oder der öffentlichen Hand angewiesen. Darüber hinaus können alle diese Maßnahmen die Problematik des Wiedereinstieges nur entschärfen, nicht aber beseitigen. Dazu wären tiefgreifende Änderungen des geltenden Berufssystems notwendig.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theoretische Grundlagen 5
2.1 Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung 6
2.1.1 Die Trennung von Wohnort und Arbeitsplatz - Der Beginn der Arbeitsteilung 6
2.1.2 Die unterschiedlichen Anforderungen und Aufgabenstellungen an Berufs- und Hausarbeit 7
2.1.3 Die Komplementarität von Berufs- und Hausarbeit 7
2.1.4 Die Auswirkungen der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung auf die Situation der Frau am Arbeitsmarkt 9
2.2 Weibliche und männliche Erwerbsbiographien 10
2.2.1 Das Normalarbeitsverhältnis 10
2.2.2 Männliche Normalbiographie - Weiblicher Lebenszusammenhang 10
2.2.2.1 Das "Drei-Phasen-Modell" 12
2.2.2.2 Die Veränderung der Frauenerwerbstätigkeit 15
2.2.3 Die frauenspezifische Problematik der Berufsunterbrechung und des Wiedereinstieges 16
2.2.3.1 Gründe für die Berufsunterbrechung 16
2.2.3.2 Verlauf und Dauer der Berufsunterbrechung 18
3. Die arbeitsmarktpolitische Situation der Frau: Frauenerwerbstätigkeit in Österreich - empirische Befunde 21
3.1 Beschäftigung und Erwerbsquote 21
3.2 Frauenspezifische Beschäftigung 23
3.2.1 Frauentypische Berufe 23
3.2.2 Frauentypische Beschäftigungsverhältnisse 25
3.3 Frauenarbeitslosigkeit 26
3.3.1 Frauenarbeitslosigkeit im allgemeinen 27
3.3.2 Karenzurlaub und Arbeitslosigkeit 28
4. Kurzer Überblick über die rechtlichen Grundlagen in Österreich 30
4.1 Das Mutterschutzgesetz 31
4.1.1 Begriffsbestimmung und Zweck 31
4.1.2 Arbeits- und Beschäftigungsbeschränkungen (§§ 3 - 5 MSchG) 32
4.1.2.1 Beschäftigungsverbote 32
4.1.2.2 Arbeitsverbote 33
4.1.3 Entgeltfortzahlungsbestimmungen (§ 14 MSchG) 33
4.1.4 Bestandsschutzbestimmungen (§ 10, § 15 MSchG) 33
4.1.5 Der Karenzurlaub (§ 15 MSchG, § 2 EKUG) 34
4.1.5.1 Der Zweck des Karenzurlaubes 34
4.1.5.2 Formen des Karenzurlaubes 35
4.1.5.3 Das Karenzurlaubsgeld (§ 27 AlVG) 37
4.2 Maßnahmen zur Unterstützung von Wiedereinsteigerinnen 38
5. Die Problematik des Wiedereinstieges in das Erwerbsleben 41
5.1 Literaturrecherche zu den Problemen des Wiedereinstieges 41
5.1.1 Überblick über die Entwicklung und den Stand der Literatur 44
5.1.2 Die Literatursichtung 49
5.1.3 Gegenüberstellung und Vergleich der Literaturquellen 61
5.1.4 Analyse der Probleme des Wiedereinstieges 67
5.1.4.1 Ausgliederung und Arbeitslosigkeit 67
5.1.4.2 Partner und Familie 69
5.1.4.3 Altersbegrenzungen 74
5.1.4.4 Innere Hemmnisse 76
5.1.4.5 Stereotypisierung 78
5.2 Ausgewählte Probleme des Wiedereinstieges 81
5.2.1 Kinderbetreuung 81
5.2.1.1 Genereller Mangel an Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich 83
5.2.1.2 Unvereinbarkeit der Arbeitszeiten mit den Betreuungszeiten 86
5.2.1.3 Finanzierbarkeit der Betreuung 87
5.2.1.4 Exkurs 88
5.2.2 Qualifikation und Ausbildung 88
5.2.2.1 Die Dauer der Berufsunterbrechung 90
5.2.2.2 Branchen- und Berufszugehörigkeit 91
5.2.2.3 Das individuelle Qualifikationsniveau 93
5.2.2.4 Die Vergessenskurve 94
5.2.2.5 Exkurs 94
5.2.3 Beschäftigung und Teilzeitarbeit 95
5.2.3.1 Mangel an (familienfreundlichen) Teilzeitarbeitsplätzen 98
5.2.3.2 Einkommen und soziale Absicherung 99
5.2.3.3 Geringes Qualifikationsniveau und geringe Aufstiegschancen 100
5.2.3.4 Exkurs 101
6. Darstellung und Zusammenfassung aktueller Maßnahmen zur Förderung und Erleichterung des Wiedereinstieges in das Erwerbsleben 103
6.1 Kinderbetreuung 103
6.1.1 Lösungen auf betrieblicher Ebene 103
6.1.2 Lösungen auf öffentlicher Ebene 105
6.2 Qualifikation und Ausbildung 109
6.2.1 Lösungen auf betrieblicher Ebene 109
6.2.1.1 Weiterbildung 109
6.2.1.2 Kurzfristige Arbeitseinsätze 110
6.2.1.3 Soziale Kontakte und Informationen 110
6.2.2 Lösungen auf arbeitsmarktpolitischer Ebene 111
6.2.2.1 Arbeitsmarktqualifizierung von Frauen (AQUA) 112
6.2.2.2 Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfond (WAFF) 113
6.2.2.3 Ausbildungs- und Beschäftigungszentrum Meidling (ABZ) 113
6.3 Beschäftigung und Teilzeitarbeit 115
6.3.1 Lösungen auf betrieblicher Ebene 115
6.3.2 Lösungen auf arbeitsmarktpolitischer Ebene 119
7. Zusammenfassung und wichtigste Erkenntnisse 122
7.1 Zusammenfassung 122
7.2 Wichtigste Erkenntnisse 128
8. Anhang 131
9. Abkürzungsverzeichnis 135
10. Abbildungsverzeichnis 138
11. Literaturverzeichnis 140

Automatisiert erstellter Textauszug:

Problemgruppen des Arbeitsmarktes zählen und daher noch mehr von Arbeitslosigkeit gefährdet sind. Dies trifft umso mehr zu, desto länger die Dauer der Berufsunterbrechung (klassisches Drei-Phasen-Modell; 2 oder mehrere Schwangerschaften hintereinander) oder desto später der Zeitpunkt der ersten Geburt bzw. des Wiedereinstieges in das Erwerbsleben ist. Für Frauen, die nach ihrer Ausbildung Kinder bekommen und solange zu Hause bleiben, bis diese sich selbst versorgen können oder ihre Mutter nicht mehr brauchen, z.B. bis zum 10. oder 15. Lebensjahr, und für Frauen, die erst relativ spät Mutter geworden sind, gestaltet sich daher der Versuch wieder in das Erwerbsleben einzusteigen wesentlich schwieriger als für die Frauen, die nach einigen Jahren der Berufserfahrung Kinder bekommen und sofort nach dem Karenzurlaub wieder einsteigen. [...]

In der Literatur wird i.d.R. vorrangig von der Belastung, der Vereinbarkeit und dem Problem der Frau gesprochen, nicht aber von dem der Familie oder des Mannes, wodurch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein frauenspezifisches bzw. individuelles Problem bleibt. Um eine Änderung dieses Umstandes herbeizuführen, müßte gezeigt werden, daß das Problem der Vereinbarkeit nicht nur die Frau betrifft und sich nicht nur für diese negativ auswirkt. Dies würde eine verstärkte Einbeziehung des Mannes (oder der Familie im allgemeinen) erfordern, was bspw. durch die Erhebung der Konsequenzen der Vereinbarungsproblematik für die traditionellen sozialen Beziehungen (Scheidungsproblematik, Auswirkungen auf den Beruf des Mannes etc.) geschehen könnte. [...]

Exkurs Wie schon weiter oben erwähnt, hat die Einstellung der Familie als Hindernis beim Wiedereinstieg mit Ausnahme der mittleren Angestellten an Bedeutung verloren. Die Doppelbelastung und das Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleiben aber nach wie vor bestehen und unterscheiden sich in ihrem Ausmaß von Frau zu Frau in Abhängigkeit von • der individuellen Persönlichkeit (Einstellung und Ansprüche an die Haushaltsführung, Koordinations- und Organisationsfähigkeit und Möglichkeiten, Selbstbewußtsein und Durchsetzungsvermögen), • der Unterstützung durch den Partner und der Kinder oder durch andere Verwandte, • der Möglichkeit Haushaltshilfen, Kindermädchen oder andere bezahlte Kräfte in Anspruch zu nehmen (was bis auf die geläufigen sporadischen Babysitter i.d.R. eher nicht möglich ist), • der Inanspruchnahme von adäquaten Betreuungseinrichtungen, aber auch • von der Einstellung und dem Verständnis des Arbeitgebers für die Rolle der Arbeitnehmerin als Mutter. [...]

Arbeit zitieren:
Kollinger, Iris April 1999: Zur Problematik des Wiedereinstiegs der Frau in das Erwerbsleben nach einer kinderbedingten Berufsunterbrechung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wiedereingliederung, Frauenerwerbstätigkeit, Frau, Berufsunterbrechung

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