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Zur Problematik der Erziehung zur Verantwortung und zur Selbstständigkeit im beruflichen Bildungswesen

Zur Problematik der Erziehung zur Verantwortung und zur Selbstständigkeit im beruflichen Bildungswesen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Helga Wolpert
  • Abgabedatum: Dezember 1991
  • Umfang: 198 Seiten
  • Dateigröße: 9,2 MB
  • Institution / Hochschule: Pädagogische Hochschule Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0205-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0205-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0205-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wolpert, Helga Dezember 1991: Zur Problematik der Erziehung zur Verantwortung und zur Selbstständigkeit im beruflichen Bildungswesen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Berufsschule, Spannungen Beruf - Schule, Verbesserungsvorschläge

Diplomarbeit von Helga Wolpert

Zusammenfassung:

Nachdem ich die Verhaltensweisen der Schüler und ihre Reaktion auf den Unterricht studieren konnte, wollte ich in Erfahrung bringen, wie Berufstätige im nachhinein die Qualität ihrer Ausbildung bewerten. Hierzu befragte ich 4 Personen nach ihren Erfahrungen. Bei dreien lag der Abschluss der Ausbildung mehr als zehn Jahre zurück, eine Befragte hatte die Prüfung vor kurzem abgelegt. Da ich vor allem daran interessiert war, wie die Befragten ihre Ausbildungssituation persönlich erlebt und erfahren hatten, bot sich die narrative Methode als die ergiebigste an. Im Gegensatz zum Fragebogen mit seinen vorgegebenen Antwortmöglichkeiten kann diese Methode zu sehr persönlichen Aussagen führen. Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, die hierbei gewonnenen Antworten über die Ausbildungswirklichkeit detailliert darzustellen. Die schriftliche Form der Protokolle befindet sich aber im Anhang der Arbeit. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung sollen hier kurz zusammengefasst werden.

- Eine Erziehung zur Selbständigkeit und Verantwortung findet in der Ausbildung nicht statt.

- Fast alle Befragten fühlten sich unwohl während ihrer Ausbildungszeit.

- Auffallend ist, dass die Schule deutlich stärker kritisiert wurde als die Ausbildungsbetriebe.

Diese wenigen Protokolle können naturgemäß nicht repräsentativ sein, aber sie zeigen dennoch, dass im Hinblick auf übergreifende Erziehungsziele großer Handlungsbedarf besteht. Es wäre lohnend, in einer breiter angelegten Befragung die hier erkennbar gewordenen Tendenzen näher zu untersuchen. Die Ergebnisse bestätigen, dass meine eigenen Erfahrungen keine Ausnahme darstellen und sie boten mir den Anlass, mich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen.

Die vorliegende Arbeit versucht einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Spannungsverhältnisses zu geben, in dem der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule einerseits und der reale Zustand des beruflichen Bildungswesen anderseits stehen.

Die Bildungstheorien wichtiger historischer Wegbereiter der Berufsschule werden vorgestellt. Die Arbeit umreißt darüber hinaus den gesellschaftlichen Auftrag, der aus dem Grundgesetz, der Landesverfassung und dem Schulgesetz von Baden-Württemberg hergeleitet wird. Dem werden die Probleme der an der Ausbildung beteiligten Personen und Institutionen gegenüber gestellt. Abschließend habe ich Vorschläge zur Verbesserung für den betrieblichen und den schulischen Alltag aufgezeigt und verschiedene Lehr- und Lernmethoden vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1
1. Wegbereiter der Berufsschule 4
1.1. Georg Kerschensteiner 4
1.2. Eduard Spranger 6
1.3. Aloys Fischer 6
2. Beruf 7
3. Die berufliche Schulausbildung 8
4. Die betriebliche Ausbildung 11
5. Beziehungen von Theorie und Praxis 12
6. Aufgaben der Schule 18
6.1. Humanistische Bildung 20
6.1.1. Kritik an der humanistischen Bildung 21
6.2. Bildung aus der Sichtweise der Pädagogik der Entsprechung 21
6.3. Bildung nach Kaiser/Kaiser 25
6.4. Verantwortung 31
6.4.1. Verantwortung und Technik 32
6.5. Selbständigkeit 38
7. Die Jugend 40
7.1. Die soziale Umwelt 42
7.2. Individueller Entwicklungsstand des Menschen 43
7.3. Besondere Probleme Jugendlicher bei der Ausbildung 43
7.4. Identitätsfindung der Jugendlichen 44
7.4.1. Berrufliche Identität der Jugendlichen 47
7.5. Der junge Mensch nach der Berufsausbildung 49
8. Bewertung und Idealbild des Auszubildenden 49
8.1. Zerissenheit des Auszubildenden 51
9. Istzustand in der Berufsschule 53
9.1. Probleme des Berufsschullehrers: Ausbildung 54
9.1.1. Der Praxisbezug der Berufsschullehrer 56
9.2. Probleme des Berufsschullehrers: Sprache 57
9.3. Aufarbeitung der schulischen Vorgeschichte der Schüler 57
9.4. Aufarbeitung der schulischen Vorgeschichte des Lehrers 57
10. Spannungen zwischen den betrieblichen Ausbildern und Berufsschullehrern 60
10.1 Kompetenz der betrieblichen Ausbilder 63
11. Verbesserungsvorschläge für die Betriebe. 65
11.1 Handlungsorientiertes Lernen mit Beispielen 65
11.1.1. Exkurs Handlungslernen 65
11.1.2. Übungsfirmen 67
11.1.3. Juniorfirmen 67
11.2 Handlungslernen und gesellschaftliche Bildungsziele 72
12. Verbesserungsvorschläge für den Schulalltag 73
12.1 Projekt 73
12.1.1. Geschichte der Projektmethode 74
12.2 Verwandte Lehr- und Lernmethoden 76
12.2.1. Die Fallstudie 76
12.2.2. Vergleich mit der Projektmethode 77
12.3 Das Werkstattseminar 77
12.4 Entdeckenlassendes Lernen 79
12.5 Der Gemeinschaftskundeunterricht 80
12.5.1. Lehr- und Lernziele des Gemeinschaftskundeunterrichts 81
12.5.2. Themen im Gemeinschaftskundeunterricht 82
12.5.3. Methoden im Gemeinschaftskundeunterricht 84
13. Individuelle und gesellschaftliche Barrieren gegen die Veränderung des beruflichen Bildungswesens 85
14. Beruflichkeit nach Ballauff 86
Literaturverzeichnis 88
Anlagen 92

Arbeit zitieren:
Wolpert, Helga Dezember 1991: Zur Problematik der Erziehung zur Verantwortung und zur Selbstständigkeit im beruflichen Bildungswesen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Berufsschule, Spannungen Beruf - Schule, Verbesserungsvorschläge

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