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Zur Problematik der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien der Bundesrepublik Deutschland in neuerer Zeit

Zur Problematik der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien der Bundesrepublik Deutschland in neuerer Zeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Antonia Jaeckel
  • Abgabedatum: Juli 1994
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3902-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3902-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3902-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jaeckel, Antonia Juli 1994: Zur Problematik der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien der Bundesrepublik Deutschland in neuerer Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Antonia Jaeckel

Einleitung:

Die Bundesrepublik Deutschland ist in hohem Maße in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Neben den USA und Japan gehört sie heute zu den größten Exportnationen der Welt. Diese große internationale Verflechtung spiegelt sich auch in den Außenhandelsquoten wider: So lag der prozentuale Anteil an der Weltausfuhr in den letzten Jahren bei ca. 11%. Ein Drittel des deutschen Bruttosozialproduktes wird im Ausland verdient. Folglich hat die Aufrechterhaltung der Wettbewerbs- und Exportfähigkeit in Märkte mit außenwirtschaftlichen Beziehungen für das Funktionieren der gesamten Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland eine große Bedeutung. Exporte sind mit Risiken verbunden, die über die typischen inländischen Unternehmerrisiken hinausgehen. Um diese Gefahren kalkulierbar zu machen, bietet die Bundesregierung deutschen Exporteuren die Möglichkeit, sich gegen wirtschaftliche und politische Verluste von Ansprüchen aus Exportgeschäften durch Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien zu versichern.

Gang der Untersuchung:

Zum besseren Verständnis wird im 2. Kapitel zunächst eine begriffliche Klärung vorgenommen. Ihr folgt eine kurze Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Exportkreditversicherung bis zum heutigen Zeitpunkt. Gleichzeitig werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Voraussetzungen, die an die Übernahme von Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien gestellt werden, eingehend erläutert.

Dieser Darstellung des Instrumentariums und seiner Ausgestaltung schließt sich im 3. Kapitel eine Analyse der im Rahmen von Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien gedeckten Risiken an. Dabei werden die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Risiken einer genauen Betrachtung unterzogen. Diese Risiken können im Rahmen von Ausfuhrrisiko- und Fabrikationsrisikodeckung versichert werden. Möglich ist auch die Inanspruchnahme von Sonderdeckungen - insbesondere in Form von Gewährleistungen für gebundene Finanzkredite.

Im folgenden 4. Kapitel wird zunächst die gesamtdeutsche Exportsituation und anschließend die Exportstruktur der neuen Bundesländer vor und nach der Wiedervereinigung erläutert. Vor diesem Hintergrund erfolgt eine Analyse der Notwendigkeit und Bedeutung der Ausfuhrgewährleistungen für die Exportwirtschaft. Das Augenmerk wird dabei zunächst auf die Bedeutung der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien für die einzelnen Unternehmen gerichtet. Besondere Berücksichtigung findet in diesem Zusammenhang der Groß- und Anlagenbau, der die Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien in großem Umfang in Anspruch nimmt. Im Anschluß werden die gesamtwirtschaftliche Bedeutung sowie entwicklungspolitische Aspekte aufgezeigt.

Das 5. Kapitel ist der besonderen Problematik der Gewährung von Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien für Exporte ostdeutscher Unternehmen in die Länder der GUS vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des RGW-Handels gewidmet. Nach einer Analyse der Gründe für die Bereitstellung von Sonderkonditionen werden diese im einzelnen eingehend erläutert. Der Darstellung folgt eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansichten von Regierung und Industrie bezüglich der Unterstützung der neuen Bundesländer durch Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien. Die Bedeutung der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien für die einzelnen Industriestandorte sowie für die ostdeutschen Unternehmen wird exemplarisch anhand von zwei Unternehmen, der Fortschritt Erntemaschinen GmbH in Neustadt und der Deutschen Waggonbau AG in Berlin, aufgezeigt. Das Kapitel schließt mit der Erläuterung der Problematik von Projektfinanzierungen am Beispiel eines Auftrags der Volkswerft Stralsund GmbH ab. In jüngster Zeit gab auch das ständig steigende Defizit des Bundes aus der Gewährung von Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien Anlaß zu zahlreichen Debatten zwischen den Verbänden der Industrie und der Regierung.

Das 6. Kapitel befaßt sich daher eingehend mit dieser Problematik. Einleitend wird zunächst das finanzielle Ergebnis dargelegt. Es folgt eine Erläuterung der Gründe für die defizitäre Entwicklung in den vergangenen 12 Jahren. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob es sich bei den Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien um eine Subvention von seiten des Bundes handelt. Den Abschluß des Kapitels bilden die Umschuldungen von Ausfuhrforderungen, die aufgrund der hohen Entschädigungsleistungen des Bundes zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Da die Exportkreditversicherung zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden ist, wird im 7. Kapitel zunächst die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Berner Union und OECD dargestellt. Nachfolgend werden die Regelungen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen im Rahmen der Europäischen Union aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Harmonisierungsbestrebungen der unterschiedlichen Exportkreditversicherungen vor dem Hintergrund des gemeinsamen Binnenmarktes. Im 8. Kapitel wird schließlich das Fazit dieser Arbeit festgehalten.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit 1
2. Instrumentarium und Ausgestaltung 3
2.1 Begriffliche Klärung 3
2.2 Entstehungsgeschichte. 5
2.3 Rechtliche Grundlagen 7
2.4 Entscheidungsgremien 9
2.5 Voraussetzungen für die Inanspruchnahme 10
2.5.1 Förderungswürdigkeit und besonderes staatliches Interesse 10
2.5.2 Risikomäßige Vertretbarkeit 12
2.5.3 Subsidiaritätsprinzip 13
2.5.4 Wertschöpfung im Inland 13
3. Risiken der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien und ihre Deckungsmöglichkeiten 15
3.1 Gedeckte Risiken 15
3.1.1. Politische Risiken 16
3.1.2 Wirtschaftliche Risiken 19
3.2 Deckungsformen 20
3.2.1 Fabrikationsrisiko 20
3.2.2 Ausfuhrrisiko 21
3.2.3 Sonderdeckungen 21
3.2.3.1 Gebundene Finanzkredite 22
3.2.3.2 Projektfinanzierung 23
3.2.3.3 Wechselkursrisiko 24
3.2.3.4 Bauleistungen und Vertragsgarantien 24
3.2.4 Deckungsangebot: Einzeldeckung, revolvierende Deckung, Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung 25
3.3 Zusammenfassung 27
4. Einsatz und Bedeutung der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien in der Bundesrepublik Deutschland 28
4.1 Bestandsaufnahme 28
4.1.1 Exportsituation der deutschen Wirtschaft und ihre wichtigsten Handelsbeziehungen 28
4.1.2 Exportsituation in den neuen Bundesländern 32
4.2 Bedeutung für die Unternehmen 33
4.2.1 Schadensverhütende Funktion 34
4.2.2 Wettbewerbskompensierende Funktion 35
4.2.3 Bilanzielle Bedeutung 36
4.3 Bedeutung der regionalen Aufteilung der Ausfuhrgewährleistungen 37
4.4 Die besondere Problematik des Groß- und Anlagenbaus 38
4.5 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung 43
4.6 Entwicklungspolitische Aspekte 44
5. Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien für Exporte ostdeutscher Unternehmen in die Länder der GUS 46
5.1 Gründe für die Gewährung von Sonderkonditionen 46
5.2 Die Sonderkonditionen für die neuen Bundesländer 47
5.3 Die Sonderkonditionen in der Diskussion 52
5.3.1 Grundsatz der risikomäßigen Vertretbarkeit und besonderes staatliches Interesse bei der Deckung von Exporten in die Länder der GUS 52
5.3.2 Stellungnahmen der deutschen Industrie 54
5.4 Bedeutung der Bundesdeckungen aus der Sicht der ostdeutschen Industrie 56
5.5 Problematik der Projektfinanzierung 59
6. Problematik der Kostendeckung 61
6.1 Finanzielles Ergebnis der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien 61
6.2 Gründe für die defizitäre Entwicklung 62
6.3 Frage der Subvention 64
6.4 Neues Entgeltsystem 66
6.5 Umschuldungen von Ausfuhrforderungen 68
7. Internationale Zusammenarbeit 72
7.1 Berner Union 72
7.2 OECD-Konsensus 73
7.3 Europäische Union 74
7.3.1. Bestehende zwischenstaatliche Regelungen 74
7.3.2 Harmonisierungsbestrebungen vor dem Hintergrund des Europäischen Binnenmarktes 75
8. Fazit 78
Anhang I: Die neuen Entgeltsätze IX
Anhang II: Ammendorfer Aufruf X
Literaturverzeichnis XII
Quellenverzeichnis XXIV

Arbeit zitieren:
Jaeckel, Antonia Juli 1994: Zur Problematik der Ausfuhrbürgschaften und Ausfuhrgarantien der Bundesrepublik Deutschland in neuerer Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag

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