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Die Problematik der Aktienauswahl bei privaten Anlegern

Anwendung der Fundamentalanalyse und Charttechnik im Vergleich

Die Problematik der Aktienauswahl bei privaten Anlegern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Renner
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 84 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität der Bundeswehr München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9746-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9746-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9746-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Renner, Thomas Juni 2004: Die Problematik der Aktienauswahl bei privaten Anlegern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertpapieranalyse, Benjamin Graham, Value, Börse, Chartanalyse

Diplomarbeit von Thomas Renner

Problemstellung:

In der vorliegenden Arbeit soll die Problematik der Auswahl von Aktien für den privaten Anleger bearbeitet werden. Hierbei liegt das Problem vor allem darin, aus der Vielzahl der an deutschen und internationalen Börsen gehandelten Wertpapiere die auszuwählen, die unter verschiedenen, vom Anleger selbst festzulegenden Kriterien, wie zum Beispiel Anlagehorizont oder Risikobereitschaft, ein optimales Ergebnis erzielen. Für den einzelnen, nichtinstitutionellen Investor bieten sich verschiedene Formen der Auswahl an, die in mehr oder weniger hohem Maße genutzt werden. In den Zeiten des sogenannten „Börsenhypes“ der Jahre 1999 und 2000 waren dies sicherlich vor allem Empfehlungen Dritter, wie Bankberater, Freunde oder Nachbarn. Kaum ein Anleger machte sich zu dieser Zeit die Mühe, ein Unternehmen, das kurz vor einem Initial Public Offering (IPO), also der Erstnotierung an der Börse stand, hinsichtlich seiner fundamentalen Daten zu überprüfen. Eine charttechnische Untersuchung war aufgrund der Neuemission ohnehin nicht möglich.

Eine weitere Informationsmöglichkeit stellen die Publikationen der einschlägigen Fachpresse dar, die regelmäßig Aktien verschiedenster Unternehmen vorstellen und aufgrund von Fundamental- oder Chartanalysen Kauf- oder Verkaufsempfehlungen für das entsprechende Papier aussprechen.

Die dritte Lösung, um die es hier gehen soll, ist die Möglichkeit, sich selbst ein Bild über die fundamentale bzw. charttechnische Situation eines Wertpapiers zu verschaffen und auf der Grundlage dieser Analyse seine Anlageentscheidungen zu treffen. Sowohl das Internet, als auch die Fachpresse stellen genügend Informationen bereit, so dass es dem Privatanleger ermöglicht wird, selbst Recherchen zu betreiben und fundiert zu entscheiden.

Die Problematik, die sich angesichts der regelrechten Informationsflut ergibt ist die, dass sich der private Investor für bestimmte Analysemethoden entscheiden muss, auf deren Basis er sich dann für ein bestimmtes Wertpapier entscheidet oder nicht. Diese Arbeit stellt einige gängige Methoden zur Aktienauswahl vor, die es auch dem Privatmann erlauben, nach einer kurzen Einarbeitungszeit mit den Mitteln der Fundamental- bzw. Chartanalyse zu arbeiten.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit steht eine Analyse der Vermögensstruktur der privaten Haushalte national, sowie im internationalen Vergleich. Es soll gezeigt werden, wie hoch der Anteil an Aktien im jeweiligen Vermögen zu unterschiedlichen Zeitabschnitten war bzw. ist, wie sich dieser Anteil über den Zeitablauf verändert hat und ob es hier signifikante Unterschiede zwischen den Ländern gibt.

Anschließend wird das Anlageverhalten von Privatpersonen dargestellt und Gründe erörtert, die für oder gegen den Erwerb von Aktien im privaten Bereich sprechen. Darauf aufbauend werden verschiedene Analysemethoden vorgestellt, zum einen die Fundamentalanalyse nach Graham, zum anderen drei in der Praxis häufig angewandte technische Indikatoren, nachdem eine kurze Einführung in allgemeine Themen der Charttechnik erfolgt ist, die zum Verständnis der folgenden Inhalte nötig sind.

Der Hauptteil der Arbeit ist ein Vergleich zwischen der Fundamentalanalyse nach Benjamin Graham und verschiedenen Methoden der Charttechnik. Hierbei findet sowohl bei der Fundamentalanalyse als auch bei der Technischen Analyse eine bewusste Beschränkung auf einzelne, ausgewählte Methoden statt. So wird auf der Seite der Fundamentalanalyse der „Value Investing“- Ansatz beschrieben, wie er von B. Graham bereits 1923 veröffentlicht wurde. Auf den Vergleich mit anderen Analysemethoden auf der Basis fundamentaler Daten wird verzichtet.

Bei der Betrachtung der Charttechnik werden grundlegende Prinzipien der technischen Analyse dargestellt, um dann im Einzelnen näher auf zwei, in der Praxis häufig angewandte, technische Indikatoren einzugehen. Dies sind der Relative Stärke Index (RSI) sowie der Moving Average Convergence Divergence Indikator (MACD). Hierbei soll sowohl die theoretische Seite als auch die praktische Anwendung beschrieben werden, jeweils dargestellt an aktuellen Charts ausgewählter Wertpapiere.

Einen weiteren Teil der Arbeit wird der Anwendungsvergleich anhand ausgewählter Aktien ausmachen. Hier soll die Anwendung der zuvor beschriebenen Methoden der Fundamental- und Chartanalyse vorgestellt werden. Im Bereich der Fundamentalanalyse wird eine bestimmte Anzahl von Aktien ausgewählt, die nach den zuvor beschriebenen Kriterien für eine buy and hold Strategie kaufenswert wären. Dieselben Aktien werden dann nach charttechnischen Gesichtspunkten untersucht, ob sich auch aus der Sicht der technischen Analyse ein Investment zum Untersuchungszeitpunkt lohnt.

Ziel dieser Gegenüberstellung soll es sein, Analysemethoden aufzuzeigen, die der private Anleger unabhängig vom vorherrschenden Börsenklima nutzen kann, um Aktien für sein Portfolio auszuwählen. Wichtig zur Abgrenzung ist hier, dass es dabei nicht um Asset Allocation im allgemeinen geht, sondern es werden bewusst nur Aktienportfolios betrachtet, um eine Eingrenzung des Stoffes und eine detaillierte Betrachtung einzelner Methoden zu ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
1. Einleitung 6
1.1 Problemstellung: Aktienauswahl bei Privatanlegern 6
1.2 Gang der Untersuchung 7
2. Hauptteil 9
2.1 Vermögensstruktur bei Privatanlegern 9
2.1.1 national 9
2.1.2 international 14
2.2 Anlageverhalten von Privatpersonen 18
2.3 Analysemethoden 23
2.3.1 Fundamentalanalyse nach Graham 23
2.3.1.1 Das Konzept des inneren Wertes 23
2.3.1.2 Der innere Wert und die Bilanz 25
2.3.1.3 Auswahlkriterien für konservative Anleger 29
2.3.2 Chartanalyse / Technische Analyse 33
2.3.2.1 Grundlagen der Chartanalyse 33
2.3.2.2 Verschiedene Arten von Charts 37
2.3.2.2.1 Liniencharts 37
2.3.2.2.2 Balkencharts 39
2.3.2.2.3 Candlestickcharts 40
2.3.2.3 Grundlegende Chartformationen 41
2.3.2.3.1 Trendformationen 41
2.3.2.3.2 Trendbestätigungsformationen 48
2.3.2.3.3 Trendumkehrformationen 53
2.3.2.4 Technische Indikatoren 60
2.3.2.4.1 Gleitende Durchschnitte 60
2.3.2.4.2 Der MACD 64
2.3.2.4.3 Der RSI 68
2.4 Anwendungsvergleich Fundamentalanalyse / Technische Analyse 72
2.4.1 Allgemeines 72
2.4.2 Anwendungsvergleich 73
3. Schluss 81
Literaturverzeichnis 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zusätzlich zu den drei Richtungen lassen sich Trends auch noch in drei zeitliche Kategorien klassifizieren. Da es auch in diesem Bereich unterschiedliche Ansichten gibt, was die Zeitdauer der verschiedenen Trendkategorien betrifft, soll hier der Einfachheit wegen die Klassifizierung verwendet werden, wie sie Charles Dow in der nach ihm benannten DowTheorie beschrieben hat. Demnach gibt es drei Trends, den primären oder langfristigen, den sekundären oder mittelfristigen und den untergeordneten bzw. kurzfristigen. Die Zeitdauer des primären Trends legt Dow mit einem bis mehreren Jahren fest, der mittelfristige Trend verkörpert Korrekturen im langfristigen Trend und hat in der Regel eine Zeitdauer von drei Wochen bis drei Monaten. Der kurzfristige Trend wiederum stellt Korrekturen innerhalb des sekundären Trends dar und dauert normalerweise weniger als drei Wochen.51 In der folgenden Abbildung 2.14 sind die verschiedenen Trendkategorien an einem praktischen Beispiel dargestellt. [...]

41 Die einzelnen Objekte stellen die so genannten Kerzen dar. Diese setzen sich zusammen aus den rechteckigen Körpern und den nach oben und unten führenden vertikalen Linien, den Schatten. Der Kerzenkörper stellt dabei den Eröffnungs- und den Schlusskurs der jeweiligen Handelsperiode dar. Liegt der Eröffnungskurs unter dem Schlusskurs, ist der Körper weiß (leer), das untere Ende des Körpers ist also der Eröffnungskurs, das obere Ende der Schlusskurs. War dagegen der Eröffnungskurs höher als der Schlusskurs, ist die Kerze schwarz oder rot (hier gibt es unterschiedliche Darstellungsformen), somit ist das obere Ende des Körpers der Eröffnungskurs und das untere Ende der Schlusskurs. Die vertikalen Linien stehen für die Höchst- bzw. Tiefstkurse der Periode. Fehlt der obere oder unter Schatten, dann entsprachen die Höchstbzw. Tiefstkurse dem Eröffnungs- bzw. dem Schlusskurs. Es gibt noch eine Menge Sonderformen der Kerzen, allerdings könnte alleine darüber eine komplette Arbeit geschrieben werden. Sollte es im weiteren Verlauf nötig werden, auf solche Sonderformen hinzuweisen, wird dies an entsprechender Stelle geschehen. Zum Abschluss des Kapitels über Candlestickcharts ist noch wichtig, dass alle technischen Werkzeuge und Indikatoren, die auf Balkencharts angewendet werden können, auch auf Kerzencharts angewendet werden können. Deshalb werden in den folgenden Kapiteln über Chartformationen und technische Indikatoren sowohl Liniencharts als auch Balken- und Kerzencharts je nach Anwendung benutzt. 2.3.2.3 Grundlegende Chartformationen 2.3.2.3.1 Trendformationen Bereits im Kapitel über die Grundlagen der Chartanalysen wurde erwähnt, dass sich Kurse in Trends bewegen. Für die weitere Betrachtung ist es nun von Bedeutung, zunächst zu definieren, was ein Trend ist. Allgemein gesprochen ist der Trend schlicht die Richtung in die sich ein Markt bewegt. Allerdings vollzieht sich diese Bewegung in der Regel nicht geradlinig, sondern in Zacken, mit relativ ausgeprägten Gipfeln und Tälern. Die Richtung dieser Gipfel und Täler ist es, die einen bestimmten Trend darstellt. Ein Aufwärtstrend wird demnach definiert als eine Serie sukzessiv höherer Gipfel und Täler (Abb. 2.11), eine [...]

40 Hier ist deutlich die im Unterschied zum Linienchart veränderte Darstellung zu erkennen. Jeder vertikale Strich des Charts stellt einen Handelstag dar, wobei der kleine horizontale Strich nach links den Eröffnungskurs und der horizontale Strich nach rechts den Schlusskurs repräsentiert. Die vertikale Ausdehnung stellt die Kursspanne des jeweiligen Tages dar, d.h. das obere Ende zeigt den Tageshöchststand an, das untere Ende den Tagestiefststand. Auch der Balkenchart kann für jede beliebige Zeitperiode konstruiert werden. Die Eröffnungs- und Schlusskurse entsprechen dann jeweils dem Eröffnungsbzw. Schlusskurs des ersten bzw. letzten Handelstages der dargestellten Periode. In einem Wochenchart wäre dies zum Beispiel der Eröffnungskurs von Montag und der Schlusskurs von Freitag.48 2.3.2.2.3 Candlestickcharts Die Candlestickcharts sind die japanische Variante der westlichen [...]

Arbeit zitieren:
Renner, Thomas Juni 2004: Die Problematik der Aktienauswahl bei privaten Anlegern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertpapieranalyse, Benjamin Graham, Value, Börse, Chartanalyse

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