Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Das Problem der Chancengleichheit im Bildungswesen am Beispiel des Übergangs in die Sekundarstufe I

Das Problem der Chancengleichheit im Bildungswesen am Beispiel des Übergangs in die Sekundarstufe I
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ursula Spitsyn
  • Abgabedatum: August 2001
  • Umfang: 78 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5797-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5797-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5797-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Spitsyn, Ursula August 2001: Das Problem der Chancengleichheit im Bildungswesen am Beispiel des Übergangs in die Sekundarstufe I, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Chancengleichheit, Bildungschancen, Bildungssystem, Bildungspolitik, Schulübergänge

Magisterarbeit von Ursula Spitsyn

Einleitung:

Das Thema Chancengleichheit verliert nicht an Aktualität. Dies wird sehr deutlich durch die Aufmerksamkeit, die die bundesdeutsche Bildungspolitik momentan dieser Thematik widmet.

In dieser Arbeit wird untersucht, welche konkreten Einflussfaktoren sich auf die Bildungschancen auswirken und welche Folgen dies für die weitere Bildungskarriere hat. Diese Einflussfaktoren sind aber nur als Symptome zu sehen; die tieferen Ursachen für die Ungleichheit werden damit nicht erfasst. Deshalb deckt die Autorin die dahinterstehenden gesellschaftlichen Muster auf und gibt schließlich Anregungen, welche Möglichkeiten sich im Umgang mit den gesellschaftlichen Prozessen und dem daraus entstehenden Problem der Bildungsungleichheit anbieten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Problemstellung 5
2. Der Übergang auf weiterführende Schulen 6
2.1 Die Funktion und Bedeutung der schulischen Auslese 6
2.2 Übergangsregelungen der Bundesländer 7
2.3 Daten und Fakten zur Bildungsbeteiligung 11
3. Die Diskussion um Chancengleichheit 12
4. Theoretischer Hintergrund 13
5. Die Chancengleichheits-Forschung 14
5.1 Die Untersuchung von Köhler (1992) 15
5.1.1 Veränderung der Sozialstruktur 15
5.1.2 Soziale Selektivität im Jahr 1989 16
5.1.3 Soziale Selektivität im zeitlichen Vergleich 17
5.1.4 Resümee ad 5.1 18
5.2 Die Untersuchung von Lehmann / Peek (1997) 19
5.2.1 Einfluss von Familie, Nationalität und Geschlecht auf die Testleistung 19
5.2.2 Sachfremde Einflüsse auf die Grundschulempfehlung 21
5.2.3 Entscheidungskriterien der Eltern beim Übergang in die Sekundarstufe I 22
5.2.4 Resümee ad 5.2 23
5.3 Die Untersuchung von Ditton (1993) 24
5.3.1 Einfluss des sozialen Milieus 25
5.3.2 Einfluss des Lehrpersonals 25
5.3.3 Der regionale Einfluss 27
5.3.4 Bedeutung der Organisation des Schulsystems 28
5.3.5 Resümee ad 5.3 28
5.4 Fazit 29
6. Determinanten des Schulübergangs - Hypothesen und Tendenzen 30
6.1 Einflussfaktor Soziales Milieu 30
6.1.1 Familiale Sozialisation 31
6.1.2 Der Einfluss der Bildungsaspiration der Eltern 33
6.1.3 Entscheidungsmotive der Eltern bei der Wahl eines Schultyps 34
6.1.4 Zwischenergebnis ad 6.1 36
6.2 Regionale Einflüsse 37
6.2.1 Traditionelle, soziale und regionale Zusammenhänge 38
6.2.2 Der Einfluss des Arbeitsmarktes 39
6.2.3 Der Einfluss der Bildungspolitik 40
6.2.4 Zwischenergebnis ad 6.2 41
6.3 Einflussfaktor Geschlecht 42
6.4 Einflussfaktor Religionszugehörigkeit 42
6.5 Einflussfaktor ethnische Zugehörigkeit 43
6.6 Einfluss schulischer Faktoren 47
6.6.1 Die Leistungsbewertung 47
6.6.2 Die soziale Zusammensetzung der Schulklasse 48
6.6.3 Schulstrukturelle Faktoren 48
6.7 Die Bedeutung der Übergangsregelung 49
6.7.1 Die Grundschulempfehlung 49
6.7.2 Der Elternwille 50
6.7.3 Die Aufnahmeprüfung 51
6.7.4 Die Probezeit 52
6.7.5 Die Orientierungsstufe 53
6.7.6 Zwischenergebnis ad 6.7 56
6.8 Resümee 57
7. Ursachen der ungleichen Bildungschancen 57
8. Maßnahmen im Umgang mit Vereinheitlichung und Differenzierung 60
8.1 Maßnahmen auf der gesellschaftlichen Ebene 60
8.1.1 Bildungsexpansion 61
8.1.2 Zusammenarbeit mit außerschulischen Hilfssystemen 63
8.1.3 Erziehungswissenschaftliche Forschungsgebiete 63
8.1.4 Bildungspolitische Erfordernisse 63
8.2 Maßnahmen auf der institutionellen Ebene 64
8.2.1 Innere Ausgestaltung der Gesamtschule 65
8.2.2 Reform der Lehrerausbildung 68
8.2.3 Curriculum-Reform 69
8.3 Maßnahmen auf der individuellen Ebene 69
8.4 Resümee 70
9. Zusammenfassung und Ausblick 71
Literaturverzeichnis 73
Erklärung 81

Automatisiert erstellter Textauszug:

6.1.4 Zwischenergebnis ad 6.1 Der Einfluss des sozialen Milieus auf den Schulerfolg und damit auf den Übergang in die Sekundarstufe I greift auf mehrere Wirkmechanismen zurück, die teilweise in engem Zusammenhang stehen. Zum einen wird das Kind in seiner Leistungs- und schulischen Anpassungsfähigkeit durch die milieuspezifische Sozialisation geprägt. Neben diesem direkten Herkunftseinfluss auf den Schulerfolg kommen zum Zeitpunkt der ersten Auslese bewusste oder unbewusste schichtspezifische Vorurteile der Lehrerinnen und Lehrer zum Tragen. Dabei sind insbesondere die Bildungsabschlüsse der Eltern sowie die berufliche Position des Vaters bedeutsame selektiv wirkende Faktoren. Die Bildungsaspirationen sowie die Schulformwahlmotive der Eltern, die insbesondere in Bundesländern mit Elternwahlrecht den weiteren Bildungsweg des Kindes bestimmen, unterliegen ebenfalls dem Einfluss schichtspezifischer Merkmale, die in entsprechenden Wünschen, Entscheidungen und Verhaltensweisen der Eltern beim Übergang zur Sekundarstufe I zum Ausdruck kommen. Insgesamt bleibt festzustellen, dass sich der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Bildungschancen mehrfach zeigt, nämlich zum einen an der Leistungsfähigkeit und zum anderen an den verschiedenen Entscheidungsstationen, die beim Übergang in die Sekundarstufe I über den weiteren Weg des Kindes befinden. Möglichkeiten der Eltern, ihre Entscheidungsgewalt sinnvoll zu nutzen und sich gegebenenfalls gegen die selektive Auswahl der Schule zu wehren, neutralisieren sich aufgrund persönlicher schichtspezifischer Einstellungen und Handlungsweisen. Das Kind aus einem bildungsfernen Elternhaus wird somit doppelt benachteiligt, sowohl durch die Schule als auch durch seine eigenen Eltern. [...]

6.1.2 Der Einfluss der Bildungsaspiration der Eltern Insbesondere in den Bundesländern mit freiem Schulwahlrecht orientieren sich die Eltern bei ihrer Übergangsentscheidung an den eigenen Bildungserwartungen für ihr Kind. Fraglich ist deshalb, welche Faktoren die Schullaufbahnwünsche der Eltern beeinflussen. Mahr-George (1999, S. 122 f.) belegt, dass sich 50 % der Eltern einen Bildungsabschluss für ihr Kind wünschen, der dem ihren gleichwertig ist. 43,2 % der Eltern erhoffen sich einen höheren Abschluss; nur in knapp 10 % der Fälle soll der Abschluss des Kindes niedriger sein. Auch Fauser (1984, S. 13 ff.) weist darauf hin, dass sich 50 % der Arbeitereltern für ihr Kind den Besuch auf der Realschule erhoffen. Das Gymnasium wird von ihnen nur zu 25 % in Betracht gezogen, während z. B. Beamte zu 75 % einen Besuch ihres Kindes auf dem Gymnasium anstreben. Die Hauptschule fällt dabei als Schule der Wahl kaum noch ins Gewicht: Weniger als 10 % der Arbeitereltern planen für ihre Kinder den Besuch der Hauptschule, bei den anderen Berufsgruppen tendiert dieser Wunsch gegen Null. Die Bildungsaspiration der Eltern steht folglich in direktem Zusammenhang mit ihrem selbst erreichten Bildungsabschluss und ihrer aktuellen beruflichen Position. Die Kinder sollen mindestens den gleichen sozialen Status wie ihre Eltern erlangen. Bedingt durch den Werteverfall der Bildungsabschlüsse auf dem Arbeitsmarkt wird zur Sicherung des Status oftmals aber ein höherer Abschluss angestrebt. Weiterhin werden die elterlichen Bildungsaspirationen von den Erfahrungen am Arbeitsplatz beeinflusst. Wer beruflich selbständig arbeitet bzw. sich dieses wünscht, der möchte auch sein Kind gerne auf ein Gymnasium schicken. Ähnliches gilt, wenn sich die Eltern für ihr Kind eine Berufstätigkeit vorstellen können, [...]

Aus den Ergebnissen der in Kapitel 5 referierten Studien lassen sich hinsichtlich des Einflussfaktors der sozialen Herkunft kursorisch folgende Aussagen treffen: • Die soziale Herkunft definiert sich nicht nur ausschließlich durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht, sondern auch durch Merkmale des Bildungsniveaus, spezifische Milieubedingungen (z. B. Familienkultur, Berufserwartungen für das Kind, eigene berufliche Zufriedenheit) und den Familienstand (Alleinerziehende und Zwei-Eltern-Familien). • Die Merkmale der sozialen Herkunft beeinflussen signifikant den Schulerfolg des Kindes. So ist dessen Leistungsstärke von der sozioökonomischen, besonders aber von der soziokulturellen Situation der Familie abhängig. Das Leistungsvermögen korreliert sowohl mit dem erreichten Schulabschluss der Eltern (insbesondere der Mutter) als auch mit der Erwerbssituation des Vaters. • Je höher das formale Bildungsniveau der Eltern, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine Empfehlung für das Gymnasium erhält. Dagegen [...]

Arbeit zitieren:
Spitsyn, Ursula August 2001: Das Problem der Chancengleichheit im Bildungswesen am Beispiel des Übergangs in die Sekundarstufe I, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Chancengleichheit, Bildungschancen, Bildungssystem, Bildungspolitik, Schulübergänge

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren