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Privatwirtschaftliche Rechtsformen für kommunale Theater

Eine kritische Analyse

Privatwirtschaftliche Rechtsformen für kommunale Theater
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Riemann
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0804-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0804-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0804-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Riemann, Kerstin März 1998: Privatwirtschaftliche Rechtsformen für kommunale Theater, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kultur, Privatisierung, Rechtsformen, Theater, Frankfurt

Diplomarbeit von Kerstin Riemann

Einleitung:

An der Mehrheit der deutschen Bühnen herrscht in diesen Tagen Krisenstimmung: extern und intern verursachte Probleme lassen zunehmend Fragen nach der Daseinsberechtigung subventionierter öffentlicher Theater aufkommen.

Im Hinblick auf die in der öffentlichen Verwaltung allgemein zu beobachtende Tendenz hin zur Privatisierung wird dabei die Frage aufgeworfen, ob solche Maßnahmen nicht auch für Theater eine Chance darstellen können, die zur Verfügung stehenden Mittel wirtschaftlicher als bisher einzusetzen und durch die verstärkte Beachtung betriebswirtschaftlicher Aspekte ihre Existenz bzw. Existenzberechtigung zu sichern. Die vorliegende Arbeit will versuchen, eine Antwort auf diese Fragestellung zu finden.

Gang der Untersuchung:

Dabei werden zunächst die einzelnen Problembereiche analysiert und die in der allgemeinen Diskussion häufig zu wenig beachteten öffentlichen Aufgaben und Ziele der Theater erläutert. Anschließend erfolgt eine kurze Betrachtung der einzelnen Rechtsformen.

Den Kernpunkt der Arbeit bilden die darauffolgenden Kapitel, in denen die in bezug auf die Beurteilung der privaten Rechtsform relevanten Themenbereiche Personal, Finanzierung, Rechnungslegung, Steuern und Führungsorganisation im Einzelnen analysiert werden. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit sich durch die Überführung in eine private Rechtsform Vorteile oder sogar Nachteile für ein Theater ergeben können.

Besondere Beachtung finden dabei die Schwierigkeiten, die sich aus der Eigenschaft der Theater als zugleich wirtschaftliche und künstlerische Betriebe ergeben.

Wo es für die Verdeutlichung einzelner Aspekte förderlich erscheint, werden praktische Beispiele mit in die Betrachtung aufgenommen, welche zum einen aus der Literatur entnommen wurden, zum anderen aus persönlichen Gesprächen mit involvierten Personen stammen. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die aktuellen Hinweise auf die Situation an den Städtischen Bühnen Frankfurt.

Abschließend werden die Ergebnisse der einzelnen Abschnitte zusammengefasst und die Möglichkeiten und Grenzen privatwirtschaftlicher Rechtsformen für kommunale Theater insgesamt beurteilt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung 1
2. Zur Situation kommunaler Theater 3
2.1 Die aktuelle Krisensituation und ihre Ursachen 3
2.1.1 Die finanzielle Krise der Haushalte 3
2.1.2 Strukturelle Besonderheiten öffentlicher Theater 4
2.1.3 Die veränderte Wettbewerbssituation 5
2.2 Die Zielsetzungen öffentlicher Theaterbetriebe 6
2.2.1 „Theater muss sein!“ - Muss Theater sein? 6
2.2.2 Die gesellschaftspolitischen Aufgaben 7
2.2.2.1 Kommunale Theater als meritorische Güter 7
2.2.2.2 Der Kulturauftrag der öffentlichen Hand 8
2.2.3 Die gesamtwirtschaftlichen Aspekte 9
3. Die Rechtsformen der Theater im Überblick 10
3.1 Die Rechtsformen des öffentlichen Rechts 10
3.1.1 Der Regiebetrieb 10
3.1.2 Der Eigenbetrieb 11
3.2 Die Rechtsformen des privaten Rechts 12
3.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Privatisierung 12
3.2.2 Private Rechtsformen für Theater 13
3.2.2.1 Die GmbH 13
3.2.2.2 Die Aktiengesellschaft 13
4. Auswirkungen der privaten Rechtsform auf das Personalwesen 15
4.1 Ausgangslage: Probleme bei Tarifstruktur und Personaleinsatz 15
4.2 Größere Autonomie in der Personalwirtschaft 16
4.3 Die Einbeziehung der Mitarbeiter 18
4.3.1 Beteiligung am Umwandlungsprozess 18
4.3.2 Mitbestimmung in betrieblichen Angelegenheiten 20
4.4 Qualitative und quantitative Veränderungen der Personalstruktur 20
5. Neue Möglichkeiten der Finanzierung 22
5.1 Begriffsabgrenzung und finanzielle Ausgangslage 22
5.2 Möglichkeiten zur Erhöhung der Eigenerlöse 23
5.2.1 Differenzierte Eintrittspreisgestaltung 24
5.2.2 Kundenfreundlicher Kartenvorverkauf 25
5.2.3 Absatzorientiertes Verhalten 26
5.3 Erzielen von Nebeneinnahmen 27
5.4 Erleichterte Akquisition von Drittmitteln 28
5.4.1 Förderung von Sponsoring und Mäzenatentum 28
5.4.2 Beteiligung von privaten Investoren und anderen Gemeinden 31
5.5 Kreditaufnahme und Haftungsbegrenzung 32
5.6 Exkurs: Outsourcing und Profit-Center 33
6. Verbesserungen des Rechnungswesens 35
6.1 Die Ausgangslage: Rechnungswesen im Regiebetrieb 35
6.1.1 Kameralistische Buchführung und innere Verrechnungen 35
6.1.2 Haushaltsrechtliche Vorschriften 36
6.2 Chancen der kaufmännischen Rechnungslegung 39
6.2.1 Das externe Rechnungswesen 39
6.2.2 Das interne Rechnungswesen 40
6.3 Möglichkeiten und Grenzen eines Theater-Controllings 42
6.3.1 Theaterspezifische Gegebenheiten 42
6.3.2 Die Controlling-Instrumente: Planung und Berichtswesen 45
7. Steuerbelastung des Theaters in privaten Rechtsformen 49
7.1 Körperschaftsteuer 49
7.2 Gewerbesteuer 51
7.3 Vermögensteuer 52
7.4 Umsatzsteuer 53
8. Führen und Leiten des privatisierten Theaters 55
8.1 Begriffsklärung und Ausgangssituation 55
8.2 Die Organe der GmbH 56
8.2.1 Geschäftsführung 56
8.2.2 Gesellschafterversammlung 57
8.2.3 Aufsichtsrat 58
8.3 Zur Notwendigkeit kommunaler Einflussnahme 59
9. Zusammenfassende Diskussion 61
Anhangverzeichnis VI
Literaturverzeichnis XXV
Ehrenwörtliche Erklärung XXXV

Arbeit zitieren:
Riemann, Kerstin März 1998: Privatwirtschaftliche Rechtsformen für kommunale Theater, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kultur, Privatisierung, Rechtsformen, Theater, Frankfurt

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