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Private Equity als Finanzierungsform von Immobilien-Projektentwicklungen

Private Equity als Finanzierungsform von Immobilien-Projektentwicklungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: René Mosert
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 952,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7874-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7874-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7874-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mosert, René Mai 2003: Private Equity als Finanzierungsform von Immobilien-Projektentwicklungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Basel II, Real Estate, Financial Engineering, Investmentstrategien, Reporting

Diplomarbeit von René Mosert

Zusammenfassung:

Die zunehmende Bedeutung der Finanzierungsart Private Equity hat in den letzten Jahren zu einem wachsenden Interesse in der Immobilienwirtschaft geführt. Aber im Vergleich zur klassischen Private Equity-Finanzierung gibt es auf dem Gebiet der Private Equity-Immobilienfinanzierung noch immer recht wenig Beiträge. Zum einen hängt dies mit der Komplexität des Private Equity-Geschäftes zusammen, zum anderen befindet sich der deutsche Immobilienmarkt mit der Entwicklung von innovativen Private Equity-Finanzierungskonzepten noch in der Anfangsphase.

In letzter Zeit, ausgelöst durch die sinkende Finanzierungsbereitschaft der Banken und der Basel II bedingten absehbaren Verteuerung von Immobilienkrediten, erfährt das Thema Private Equity-Finanzierung besonders für die Immobilien-Projektentwicklung eine bisher nicht gekannte Relevanz und die unmittelbar Beteiligten, wie Projektentwickler, Investoren und Fondsinitiatoren, sind zunehmend bereit sich mit dieser Thematik intensiver auseinander zu setzen.

Die vorliegende Arbeit wird ein Verständnis für die Notwendigkeit alternativer Finanzierungsformen liefern, die wichtigsten Private Equity-Finanzierungsformen für Projektentwicklungen herausarbeiten und anhand der Kapitalgeber und Kapitalnehmer prüfen, ob das Private Equity-Modell ein schlüssiges Finanzierungskonzept darstellt. Das vorrangige Ziel besteht darin, das Potential von Private Equity für die Immobilienwirtschaft, speziell für die Projektentwicklungsbranche aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Abschnitt: Notwendigkeit von Private Equity in der Immobilien-Projektfinanzierung 1
A. Veränderte Finanzierungsbedingungen für die Immobilienwirtschaft 1
I. Strukturkrise im deutschen Kreditgewerbe 1
II. Der Einfluss von Basel II auf die Immobilienfinanzierung 3
a) Nachhaltige Änderung der Mindesteigenkapitalanforderungen 3
1. Externes Rating 3
2. Internes Rating 5
b) Auswirkungen auf die Immobilienbranche 6
1. Finanzierungskonditionen 6
2. Kreditsicherheiten 7
3. Anforderungen an Immobilienunternehmen 8
B. Private Equity als Alternative in der Projektfinanzierung 9
I. Terminologie von Private Equity 9
a) Private Equity versus Venture Capital 10
b) Besonderheiten der Private Equity-Finanzierung 11
c) Zielgruppen für Private Equity-Investments 12
d) Finanzierungsziele 12
II. Strukturierte Projektfinanzierung 13
a) Abgrenzung zur klassischen Kreditfinanzierung 14
b) Charakteristik der Projektfinanzierung 15
1. Cash Flow Related Lending 15
2. Off Balance Sheet Financing 15
3. Risk Sharing 16
c) Optimierung der Finanzierungsstruktur 16
1. Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital 16
2. Risikoadjustierte Finanzierungsstruktur 17
III. Private Equity als Eigenkapitalsurrogat in der Projektfinanzierung 19
a) Beteiligung am Unternehmen 20
1. Direktbeteiligung 20
2. Stille Beteiligung 21
b) Beteiligung an der Projektgesellschaft 23
1. Mezzanine-Projektbeteiligung 23
2. Eigenkapital-Projektbeteiligung 24
2. Abschnitt: Private Equity als Finanzierungskonzept 26
A. Finanzierungsmodelle 26
I. Grundzüge des Private Equity-Modells aus dem anglo-amerikanischen Bereich 26
a) Rechtsform 27
b) Investmentstrategien 29
c) Renditeperspektiven 30
1. „Opportunistic“-Investments 32
2. „Value Added“-Investments 33
3. „Core“-Investments 33
d) Schwierigkeiten der Übertragbarkeit auf Deutschland 34
II. Private Equity-Fonds als Finanzierungsmöglichkeit in Deutschland 36
a) Formen von Private Equity-Fonds zur Finanzierung von Projektentwicklungen 37
1. Ein-Projekt-Fonds 38
2. Mehr-Projekt-Fonds 41
i) Portfolio auf Basis von mehreren Projektentwicklungen 41
ii) Integration von Projektentwicklungen in ein Immobilien-Portfolio 43
3. Dachfonds 46
b) Varianten der Kapitalbeschaffung 47
1. „Publikumsfonds“ für vorwiegend private Investoren 48
2. „Private Placements“ 49
3. „Spezialfonds“ für institutionelle Investoren 51
B. Finanzierungsprozess 53
I. Kapitalakquisition 53
II. Zugang zu Beteiligungsprojekten 54
III. Prüfung von Beteiligungsprojekten 55
IV. Deal-Strukturierung 57
V. Beteiligungsbetreuung 57
VI. Desinvestition 59
3. Abschnitt - Beurteilung des Private Equity-Modells 61
A. Aus Sicht der Kapitalgeber 61
I. Investoren 61
a) Institutionelle Investoren 61
b) Private Investoren 63
II. Private Equity als Kapitalanlage 63
a) Rentabilität 64
b) Sicherheit 65
c) Liquidität 67
B. Aus Sicht der Kapitalempfänger respektive der Projektentwicklungsunternehmen 67
I. Interne Transparenz 68
II. Nutzerorientierung 70
III. Eigenkapitalbeteiligung 70
IV. Professionalität 71
Schlussbemerkung 73
Abstract IX
Quellenverzeichnis XI
Index XXII
Lebenslauf XXIV
Eidesstattliche Erklärung XXV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Gegensatz zu den Ein-Projekt-Gesellschaften werden bei dieser Form Private Equity-Investitionen in mindestens zwei Projekte getätigt. Besonders bei den hochriskanten Entwicklungsprojekten kann eine Diversifikationsstrategie das Risiko des Fonds reduzieren. Typisch für solche Fonds ist, dass „underperforming developments“ durch Projekte ausgeglichen werden, die höhere Gewinne erwirtschaften als ursprünglich erwartet. Bei dieser Vorgehensweise ist eine verhältnismäßig hohe Rendite auf Basis eines reduzierten Portefeuille-Gesamtrisikos zu erreichen.235 Eine Diversifikation kann nach o Projektarten, z.B. Bürohäuser, Gewerbeparks, Lagerhallen, Hotels etc.,236 o Lage der Projekte, z.B. national/ international, Bundesländer, Ballungszentren, Mikrostandort etc. und o Projektgröße erfolgen.237 Eine Streuung nach der Zeit ist nur im geringen Ausmaß zu empfehlen, da der Vorteil der kurzen Kapitalbindungsdauer relativiert wird. Die Real Estate Equity Partners AG238 (REEP.AG) konzipiert solche Fonds als Anlageprodukt für institutionelle Investoren. Im Mittelpunkt steht die Gründung der RE/ Equity Fund GmbH, an der sich die Institutionen über Gesellschaftsanteile, Gesellschafterdarlehen oder ähnlichem beteiligen. Zwischen der REEP.AG und den institutionellen Investoren wird ein Anlageausschuß gegründet, um die in der Vergangenheit getätigten Investments im Rahmen der Fondsentwicklung aufzuzeigen, die Per232 233 234 235 236 237 238 [...]

Einen neuen Weg hat auch die BVT Capital Partners229 mit ihrem Fonds Deutschland II beschritten. Der Fonds dient ausschließlich der Finanzierung einer Projektentwicklung zum Neubau eines multifunktionalen Büro- und Dienstleistungsgebäudes im Bankenviertel der Finanz-Metropole Frankfurt am Main. Das Bauvorhaben in der Mainzer Landstraße wurde im Mai 2002 begonnen und soll nach Fertigstellung und Vermietung im Juni 2003 veräußert werden. Unter Zugrundelegung der angenommenen Kapitalbindung und bei Erreichen des prognostizierten Verkaufspreises ergibt sich für den Investor ein wirtschaftliches Ergebnis von 16,9 % p.a. IRR. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 24 Mill. Euro und beinhaltet einen Eigenkapitalanteil von ca. 6,5 Mill. Euro.230 Durch die Private Equity-Konstruktion erhält der Privatanleger als Kommanditist die Möglichkeit, sich durch die Vergabe eines partiarischen Darlehens an einer professionellen Projektentwicklung zu beteiligen und somit am prognostizierten Gewinn zu partizipieren. Er haftet dadurch nur beschränkt mit seiner Einlage ohne Nachschusspflicht. Die Fondsgesellschaft (BVT Capital Partners Deutschland II GmbH) stellt dabei die vereinnahmten Mittel der Projektgesellschaft (BVT Bürogebäude Objekt FFM-M.L. 51-GmbH & Co. KG) in Form eines gewinnabhängigen Gesellschafterdarlehens bzw. einer Kommanditeinlage zur Verfügung. Unter dem Gesichtspunkt der Haftungsbeschränkung wurde bei der Projektgesellschaft die Rechtsform der GmbH & Co. KG gewählt. [...]

In letzter Zeit werden in Deutschland in zunehmenden Umfang Ein-ProjektFonds im Bereich der Projektentwicklung aufgelegt, die mit einem höheren Chancenund Risiko-Potential angeboten werden. Die Konzentration auf ein Projekt bedeutet im Wesentlichen, die bewusste Inkaufnahme eines großen Risikos in der Hoffnung, für diese Anlageklasse extreme Gewinne zu vereinnahmen.218 Spekulative Projektentwicklungen bergen während der Bauzwischenfinanzierung vor allem das Bauerstellungs- bzw. Baukostenrisiko, das Vermietungsrisiko und das Exit- bzw. Vermarktungsrisiko.219 Da eine Risikodiversifikation auf der Ebene eines Projektes nicht durchführbar ist, sind diese Risiken gänzlich dem Fonds und seiner Anleger zuzurechnen. Die Kapitalanleger können diese Risiken reduzieren, indem Sie eine Risikostreuung auf der Ebene ihres eigenen Portefeuilles vornehmen und beispielsweise in verschiedene Assetklassen, Nutzungsarten oder in regional unterschiedliche Projektentwicklungen investieren. Ein-Projektgesellschaften eignen sich insbesondere für großdimensionierte Entwicklungsprojekte, welche die Kapazität eines einzelnen Investors unter Risiko- und Volumenaspekten übersteigen würde. Durch die Bündelung mehrerer Investoren in einer Projektgesellschaft wird die Finanzierung solcher Investments letztendlich erst möglich gemacht.220 Das Konzept einer Finanzierung von Ein-Projektgesellschaften soll anhand von praxisorientierten Beispielen näher erläutert werden. Die von Ellwanger & Geiger Financial Services GmbH initiierte Produktinnovation „Mezzanine-Fonds“ beinhaltet jeweils nur eine Projektentwicklung. Unter einem solchen Mezzanine-Investment wird eine „Eigenkapitalzwischenfinanzierung“ für den Zeitraum der Projektumsetzung verstanden, wobei sich die Investoren gleichzeitig am Objektgewinn bzw. -verlust beteiligen. Der erforderliche Eigenkapitalzuschuß ist dabei begrenzt auf ein genau definiertes Projekt. Mezzanine-Kapital stellt nie das alleinige Instrument für die Gesamtfinanzierung dar, sondern vervollständigt lediglich die Finanzierungsstruktur einer Immobilien-Projektentwicklung.221 Die Gesamtinvestitionskosten bestehen in diesem Beispiel aus 70-85 Prozent Fremdkapital, 10-25 Prozent Mezzanine-Kapital und zu 5-10 Prozent aus dem Eigenkapital des Umsetzungs217 218 219 220 221 [...]

Arbeit zitieren:
Mosert, René Mai 2003: Private Equity als Finanzierungsform von Immobilien-Projektentwicklungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Basel II, Real Estate, Financial Engineering, Investmentstrategien, Reporting

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