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Preispolitik im Internet

Preispolitik im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Herzog
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 959,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4804-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4804-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4804-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Herzog, Carsten November 2001: Preispolitik im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: e-commerce, Internet, Marketing, Neue Medien, Preispolitik

Diplomarbeit von Carsten Herzog

Einleitung:

Sowohl in Deutschland als auch weltweit steigen die Anzahl der Internetnutzer und die Bedeutung des E-Commerce unvermindert stark an. Laut der „vierten Welle des GfK Online Monitors“ wuchs das Internet-Publikum in Deutschland in den sechs Monaten des Untersuchungszeitraums um nahezu zwei Millionen. Mittlerweile nutzen 9,9 Millionen Deutsche zwischen 14 und 59 Jahren zumindest gelegentlich das Internet. Ähnlich rasant ist die Entwicklung in vielen an-deren Industrieländern weltweit.

Für die Wirtschaft ist besonders die rasche Zunahme des weltweiten Umsatzes im elektronischen Handel bedeutend. Allein in Deutschland haben schätzungsweise rund drei Millionen Menschen in den zwölf Monaten des Untersuchungszeitraumes online eine Bestellung aufgegeben.

Für die Zukunft ist zu erwarten, daß sowohl die allgemeinen Nutzerzahlen als auch die Zahl der Internetkäufer weiterhin wachsen werden. Viele der Nutzer werden voraussichtlich mit steigender Interneterfahrung auch zu „Onlineshoppern“; die derzeit noch relativ niedrigen pro-Kopf-Umsätze im Internet werden sich erhöhen.

In den letzten Jahren sind besonders in den USA neue Firmen entstanden, die die jungen Märkte im Internet teilweise dominieren. Ein Beispiel dafür ist die US-Firma Amazon.com (www.amazon.com), die, nachdem sie die derzeit beherrschende Stellung im Online-Buchmarkt erkämpfen konnte, mittlerweile das Angebot auf CDs, Videokassetten und sogar Spielwaren ausgedehnt hat und zunehmend zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die etablierten Händler geworden ist. Im Gegensatz zu anderen jungen Unternehmen verfügen viele „Internet Start-ups“, bedingt durch die derzeit hohe Börsenbewertung und die Möglichkeit, mit eigenen Aktien Firmenübernahmen finanzieren zu können, über eine hohe Finanzkraft.

Amazon.com beispielsweise besitzt derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 22 Mrd. US-Dollar. Diese kann zu einem raschen Ausbau der Marktposition, z.B. durch besonders niedrige Preise und die bewußte Hinnahme von Verlusten, genutzt werden. Neben diesen mit relativ traditionellen Geschäftsmodellen im Internet agierenden Firmen zeichnet sich ab, daß z.B. Auktionen, Preisvergleichsangebote und neue Intermediäre im Internet eine Rolle spielen und den traditionellen Händlern zukünftig immer größere Umsatzanteile streitig machen könnten. Beispiele hierfür, auf die im Rahmen dieser Arbeit noch eingegangen wird, sind eBay, Priceline.com und Dealpilot.com.

Diese zunehmende Bedeutung des Internets und der Markteintritt neuer und starker Konkurrenten macht es für einen Großteil der bestehenden Unternehmen zwingend notwendig, über eine eigene Internetstrategie nachzudenken und dann den eigenen Auftritt zu realisieren bzw. einen bestehenden Auftritt den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Hierbei muß sich das Unternehmen als Teil des Marketing-Mix insbesondere auch mit preisstrategischen Fragestellungen auseinandersetzen. Für jeden Anbieter ist es deshalb notwendig zu wissen, ob die Preisfestsetzung generell wie bei den traditionellen Vertriebswegen erfolgt oder ob es Besonderheiten im Internet gibt, die zu beachten sind. Das Unternehmen muß sich z.B. fragen, ob es beim Verkauf über das Internet den gleichen oder einen anderen Preis wie über die traditionellen Distributionskanäle ansetzen sollte und inwiefern die Umsetzung bisher angewandter preispolitischer Elemente, wie der Preisdifferenzierung, im Internet überhaupt anwendbar sind.

Ziel dieser Arbeit ist es, Unterschiede zwischen der Preispolitik im Internet und auf traditionellen Märkten herauszuarbeiten sowie Umsetzungsmöglichkeiten verschiedener preispolitischer Maßnahmen im Internet aufzuzeigen. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Gibt es ein die Preispolitik im Internet beeinflussendes verändertes Marktumfeld und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Rolle könnten künftig Auktionen, Preisvergleichsangebote, virtuelle Communities und virtuelle Einkaufsgemeinschaften spielen und was sind die preispolitischen Konsequenzen? Lassen sich ausgewählte wichtige Aspekte der „traditionellen Preispolitik“ auf das Internet übertragen und wie kann dieses technisch realisiert werden? Welche Aspekte sind unter preispolitischen Gesichtspunkten zu beachten, wenn der Anbieter sowohl im Internet als auch über die traditionellen Absatzwege seine Produkte verkaufen möchte?

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit wird vorrangig Besonderheiten und Probleme der Preispolitik im Internet aufzeigen. Da sie vom Umfang her keinen Überblick über alle Aspekte der Preispolitik liefern kann, wird auf Gemeinsamkeiten der Preispolitk im Internet und auf traditionellen Märkten nur dann eingegangen, wenn es für weitere Ausführungen zum Thema notwendig erscheint. Die Preispolitik als eines der Elemente des Marketing-Mix kann nicht isoliert von den anderen Elementen betrachtet werden. So ist es innerhalb der Arbeit an einigen Stellen notwendig, auch produkt- oder distributionspolitische Überlegungen einfließen zu lassen. Sofern auf diese eingegangen wird, werden nur für die Preispolitik relevante Aspekte und Probleme aufgezeigt. Für vertiefende Informationen zu diesen Themen muß allerdings schon an dieser Stelle auf weiterführende Literatur verwiesen werden. Zusätzlich zu den wirtschaftswissenschaftlichen Problemstellungen müssen bei der Preispolitik zahlreiche juristische Aspekte berücksichtigt werden. Hierbei handelt es sich teilweise um äußerst komplexe Fragestellungen, die umfassend nur von fachkundigen Juristen geklärt werden können. Daher werden diese hier nur ansatzweise betrachtet.

Im Rahmen dieser Arbeit wird von einem vorhandenen Grundwissen des Lesers sowohl zur allgemeinen Preispolitik als auch zum Internet ausgegangen. Die Arbeit ist in mehrere Schwerpunktbereiche aufgeteilt. Zu jedem Bereich werden praktische Beispiele genannt, die die getroffenen Aussagen unterstützen und dem besseren Verständnis dienen.

Im auf die Einführung folgenden zweiten Abschnitt wird auf die die Preispolitik einwirkenden Besonderheiten und externen Einflußfaktoren eingegangen, da diese für alle Unternehmen im Internet als unabänderbare Vor-aussetzungen gelten müssen und grundsätzlich auch nicht von den einzelnen Unternehmen beeinflußbar sind.

Im dritten Abschnitt werden die Probleme nicht mehr auf der Makroebene, sondern auf Unternehmensebene betrachtet. Hier wird erörtert, wie die Preisfestsetzung im Internet erfolgen sollte. Im Vordergrund steht, welche Aspekte im Internet im Vergleich zu den traditionellen Märkten zu berück-sichtigen sind und welche Unterschiede es gibt. Als eines der wichtigsten preispolitischen Instrumente wird insbesondere auf die Preisdifferenzierung eingegangen, wobei diese sowohl unter technischen als auch betriebswirtschaftlichen Aspekten untersucht wird.

Der vierte Abschnitt beschäftigt sich mit der im Rahmen der vorliegenden Arbeit durchgeführten Umfrage zur Preispolitik im Internet. Es werden Ergebnisse vor- und Erkenntnisse herausgestellt. Eine Gegenüberstellung der Erkenntnisse der Umfrage mit den Ergebnissen des theoretischen Teils erfolgt im fünften Abschnitt.

Im letzten Kapitel wird eine abschließende Beurteilung der dargestellten Ge-sichtspunkte vorgenommen und auf weiterführende Fragen, die im Rahmen dieser Arbeit nicht behandelt werden konnten, hingewiesen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Anlagenverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Hinführung zum Thema 1
1.2 Fragestellungen 2
1.3 Abgrenzung des Themas 3
1.4 Aufbau der Arbeit 4
2. Besonderheiten des Internets und externe Einflußfaktoren auf die Preispolitik im Internet 5
2.1 Preistransparenz im Internet 5
2.1.1 Definition und Bedeutung der Preistransparenz 5
2.1.2 Durch die Anbieter verursachte Preistransparenz 6
2.1.3 Durch Dritte verursachte Preistransparenz 8
2.1.4 Beurteilung der sich im Internet im Vergleich zu bisherigen Märkten ergebenden Preistransparenz 10
2.2 Neue Organisationsformen des Marktes im Internet und deren Auswirkungen auf die Preispolitik 14
2.2.1 Online-Auktionen 14
2.2.2 Virtuelle Communities 24
2.2.3 Virtuelle Einkaufsgemeinschaften 26
2.2.4 Vergleichende Zusammenfassung verschiedener neuer Instrumente im Internet 28
3. Optionen im Rahmen der Preispolitik im Internet 30
3.1 Preisfestsetzung bei Unternehmen, die nur über das Internet vertreiben 30
3.2 Preisfestsetzung bei Unternehmen, die sowohl über das Internet als auch über traditionelle Absatzwege vertreiben 32
3.2.1 Einführung 32
3.2.2 Beachtung unterschiedlicher Kosten der beiden Vertriebsformen 34
3.2.3 Berücksichtigung bisheriger Vertriebspartner 37
3.2.4 Beachtung der Konkurrenzsituation 39
3.2.5 Außenwirkung nach Distributionswegen differenzierter Preise 40
3.3 Preisdifferenzierung im Internet als Teil der Preisfestsetzungsstrategie 41
3.3.1 Vorbemerkung 41
3.3.2 Identifizierungsverfahren als Voraussetzung der Preisdifferenzierung im Internet und rechtliche Einschränkungen der Identifizierung 41
3.3.3 Regionale/nationale Preisdifferenzierung 45
3.3.4 Zeitliche Preisdifferenzierung 47
3.3.5 Differenzierung nach Kunden- und Verhaltensmerkmalen 48
3.3.6 Preisdifferenzierung nach Abnahmemenge 51
3.3.7 Produktdifferenzierung/Versioning 52
4. Umfrage zur Preispolitik im Internet 53
4.1 Aufbau und Ziele der Umfrage 53
4.2 Ergebnisse der Umfrage nach den Teilbereichen des Fragebogens 54
4.2.1 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Allgemeines“ 54
4.2.2 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Preisdifferenzierung“ 55
4.2.3 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Preistransparenz“ 56
4.2.4 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Preisagenten“ 56
4.2.5 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Online-Auktionen“ 56
4.2.6 Ergebnisse der Umfrage zum Teilbereich „Einkaufsgemeinschaften“ 57
5. Diskussion der Umfrageergebnisse 57
6. Zusammenfassung 61
Anlagen 63
Literaturverzeichnis 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

Alle vier Instrumente haben das Potential, zu sinkenden Preisen für die Konsumenten zu führen. Unklar ist bisher, ob dadurch auch die Preise bei „regulären Angeboten“ im Internet sinken und inwiefern die Preise auf dem traditionellen Markt davon betroffen sein werden. Abhängig von den erwarteten Preissenkungstendenzen und der Bereitschaft der Konsumenten, die Angebote im Internet mit den Angeboten auf traditionellen Märkten zu vergleichen, müssen sich die Anbieter, hier sowohl Hersteller als auch Händler, unterschiedlich im Rahmen ihrer Preisstrategien darauf einstellen. Je höher die Preissenkungstendenzen im Internet sind und die Bereitschaft der Konsumenten, im Internet zu kaufen, desto wahrscheinlicher ist es, daß die Anbieter auch auf traditionellen Märkten die Preise den „InternetPreisen“ anpassen müssen. Noch ist unklar, ob sich zukünftig alle Instrumente am Markt durchsetzen werden oder ob z.B. nur eines der Instrumente eine nennenswerte Stellung erreichen wird. Möglich ist auch, daß es zu einer Vermischung aller dieser Instrumente kommt. Die Beantwortung dieser Frage ist eng damit verknüpft, welches der Instrumente zum niedrigsten Angebotspreis zu Gunsten der Nachfrager führen wird, da die Zielgruppe dieser Instrumente derzeit noch preissensitive Kunden sind. Viele davon sind ständig auf der Suche nach einem „besonderen Schnäppchen“. So ist z.B. heute nicht abzusehen, ob nun Preissuchmaschinen zu „Niedrigstpreisen“ führen werden. Die Beantwortung hängt stark davon ab, wie komplex diese Systeme zukünftig Vergleiche durchführen können, aber trotzdem schnell und für den Nutzer einfach zu bedienen sind. Je einfacher die Systeme zukünftig zu bedienen sind und je besser die gelieferten Ergebnisse werden, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, daß diese Instrumente von der großen Masse der Internetanwender auch genutzt werden. In den vorherigen Abschnitten wurden vor allem Szenarien aufgezeigt, die gut funktionierende Preissuchmaschinen voraussetzen. Bisher gibt es davon nur wenige. Solange die Systeme noch nicht gut genug sind, haben viele Anbieter noch Zeit, die Vorteile des unvollkommenen Marktes auszunutzen und damit den eigenen Gewinn zu steigern. [...]

sogenannten „E-Procurement“ noch wesentliche weitere Einsparungsmöglichkeiten (ebd. 1999 S. EB 25-27). Eine virtuelle Einkaufsgemeinschaft von General Electric, Coca-Cola, Hewlett-Packard und ITT registriert auf ein Bestellvolumen von 15 Mrd. US-Dollar mittlerweile Einsparungen von 10-20% (MC KINSEY 1999b S. 1-2). Auch auf traditionellen Märkten gibt es Einkaufsgemeinschaften. Im Gegensatz zu den temporären Einkaufsgemeinschaften im Internet sind diese jedoch meistens nicht zeitlich befristet, sondern langfristig ausgelegt. Während sich im Internet virtuelle Einkaufsgemeinschaften insbesondere auch an Privatkunden wenden, werden auf traditionellen Märkten Einkaufsgemeinschaften hauptsächlich von gewerblichen Abnehmern, wie z.B. dem Elektroeinzelhandel, oder Verbänden und Vereinen, wie dem ADAC, genutzt. Die virtuellen Einkaufsgemeinschaften können auch für die Anbieter Vorteile bieten. Es fallen keine Kosten für die Kundenakquisition an (ECIN 1999 S. 2), und die Abwicklungskosten pro Auftrag sollten sinken. Zwar sinken wahrscheinlich auch die Gewinnmargen für die Anbieter, andererseits wird dadurch das Massengeschäft gesichert (ebd. S. 2). Fraglich ist allerdings, wie die Auswirkung auf den Gewinn einzelner Unternehmen sein wird. Die Gefahr, daß es durch sinkende Margen zu einem dramatischen Gewinneinbruch kommt, ist nicht auszuschließen. Möglicherweise führen die geringeren Preise, die über die virtuellen Einkaufsgemeinschaften erzielt werden, auch zu rückläufigen Preisen auf den traditionellen Absatzwegen (HOMEYER & GEORGS 1999 S. 108). 2.2.4 Vergleichende Zusammenfassung verschiedener neuer Instrumente im Internet In diesem Abschnitt werden kurz einige wichtige Gemeinsamkeiten, aber auch die entscheidenden Unterschiede, zwischen Online-Auktionen, virtuellen Communities, virtuellen Einkaufsgemeinschaften und den schon vorher beschriebenen Preissuchmaschinen, beleuchtet. Es wird auch versucht, zukünftige Entwicklungen aufzuzeigen. [...]

Produkt nur eine maximale Stückzahl, die verkauft wird (Abb. 5 S. 67). Sowohl durch die Festlegung der maximal zu verkaufenden Stückzahl und des Mindestpreises ist das Risiko für den Anbieter sehr überschaubar. Anbieter, die bestimmte Waren besonders günstig in größeren Mengen abgeben können, profitieren von dieser Art des Angebots. Eine noch größere Bedrohung für den Handel geht von Internet-Einkaufsgemeinschaften aus, die die Nachfrage erst bündeln und die gesamte Nachfrage an den Händler, der den günstigsten Preis bietet, verauktionieren. Ebenso wie bei Preissuchmaschinen oder „reversed auctions“ besteht die Gefahr, daß die Nachfrage sich nur noch auf einige wenige Anbieter konzentriert, die besonders günstig verkaufen können. Anbieter, die auch nur teilweise ineffizient sind, erhalten dann möglicherweise keine Nachfrage mehr und müßten aus dem Markt ausscheiden. Einkaufsgemeinschaften, bei denen der Organisator den günstigsten Anbieter selbst ermitteln soll, setzen besonderes Vertrauen in den Organisator voraus. Dieser muß neben dem Preis auch den Anbieter, über den der Auftrag für die gesammelte Nachfrage abgewickelt werden soll, beurteilen können. Im Gegensatz dazu kann bei dem vorher beschriebenen Modell jeder Nutzer selbst versuchen, den Lieferanten zu beurteilen und daraufhin entscheiden, ob er bei ihm kaufen möchte. Der Zusammenschluß immer neuer Personengruppen im Internet ist verhältnismäßig einfach zu verwirklichen. Nachfrager, die an einer derartigen Einkaufsgemeinschaft für ein bestimmtes Produkt teilnehmen wollen, brauchen sich nur bei einer von einem Organisator betriebenen Internetseite anzumelden. Es können sich sogar Abnehmer aus verschiedenen Kontinenten zusammenschließen, sofern keine Lieferhindernisse dagegen sprechen. Dieses ist besonders bei netzfähigen Gütern denkbar. Neben diesen für neue Teilnehmer ständig offenen Einkaufsgemeinschaften, die sich hauptsächlich an Privatkunden richten, entstehen auch virtuelle Einkaufsgemeinschaften für Geschäftskunden. So plant z.B. der japanische Telefongigant NTT sich mit anderen japanischen Konzernen zusammenzuschließen, um Gebrauchs- und Verbrauchsgüter zusammen zu kaufen (FERGUSON 1999 S. EB 26). Dieser Bereich bietet durch Anwendung des [...]

Arbeit zitieren:
Herzog, Carsten November 2001: Preispolitik im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
e-commerce, Internet, Marketing, Neue Medien, Preispolitik

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