Preismanagement in der Automobilbranche
Neuwagen-Preisbildung auf dem deutschen Markt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Holewa
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Trier Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2679-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2679-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2679-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Holewa, Michael Januar 2004: Preismanagement in der Automobilbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Preisbildung, Automobil, Preiskorridor, Preisharmonisierung, Umfeldanalyse
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Diplomarbeit von Michael Holewa
Problemstellung:
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen ganzheitlichen Ansatz zur Bildung von Preisen für komplexe Produkte auszuarbeiten, der die verschiedenen Bestimmungsfaktoren der Preisbildung berücksichtigt.
Innerhalb dieser Arbeit werden die folgenden Zielsetzungen behandelt:
Welche Strategien existieren in der Automobilindustrie, die zu einer optimalen Preisbildung für neue Fahrzeuge beitragen können und welche Faktoren wirken auf diese Preisfestsetzung ein?
Welche dieser Strategien finden in der Praxis auf dem deutschen Automobilmarkt Anwendung?
Welche Erkenntnisse können daraus gewonnen werden und lassen Prognosen über die Entwicklung des Preismanagements auf dem deutschen Automobilmarkt zu?
Diese Ziele werden in den folgenden vier Kapiteln erarbeitet, wobei an dieser Stelle die weitere Vorgehensweise verdeutlicht werden soll.
Zunächst werden die Grundlagen des Preismanagements und der Automobilindustrie vermittelt, um eine Basis für das gemeinsame Verständnis zu bilden.
Gegenstand des Kapitels B ist die Umfeldanalyse mit den internen und externen Faktoren, die speziell die Preisbildung der Automobilindustrie beeinflussen können. Hierzu zählt zunächst die Marktanalyse mit der Markstruktur und der Marktsegmentierung nach Preisklassen, die Informationen für den Preisfindungsprozess liefern soll. Darüber hinaus werden in der Makroumfeldanalyse die wichtigsten externen Rahmenbedingungen (ökologische, rechtliche, politische und technologische) für den Automobilbereich aufgezeigt. Im Rahmen der Umfeldanalyse werden auch die Wettbewerberanalyse, die Kundenanalyse und die unternehmensinterne Analyse kurz angeführt, um deren Einfluss auf die Preisfestsetzung der Hersteller zu verdeutlichen.
Kapitel C „Strategisches Preismanagement“ bildet den Kern der Arbeit. Zunächst werden in Zusammenhang mit der Preispositionierung die verschiedenen Strategien aufgezeigt, die ein Hersteller verfolgen kann. Als nächstes werden die Niedrig-, Mittel- und Hochpreisstrategie erörtert, die je nach Zielsegment angestrebt werden. Als weitere preispolitischen Strategien im Automobilsektor werden die marken- und die programmorientierte Preisstrategie vorgestellt.
Nachfolgend werden die Bestimmungsfaktoren der Angebotspreiserstellung betrachtet, wie die kosten-, kunden- und konkurrenzbezogene Preisbestimmung. In Zusammenhang mit der kostenbezogenen Bestimmung wird die Preisfestsetzung auf Vollkosten- und Teilkostenbasis behandelt. Die kundenbezogene Preissetzung wird in erster Linie anhand des Preiswahrnehmungs- und des Kaufentscheidungsprozesses festgemacht. An diese Form schließt die konkurrenzbezogene Preisbestimmung an, die hauptsächlich die Strategie des Preiswettbewerbs aufgreift. Als vierter Bestimmungsfaktor wird das magische Dreieck näher beleuchtet.
Im folgenden Ablauf erhält der Leser einen Einblick in das dynamische Preismanagement, das die Strategie der Automobilhersteller während der Produktentwicklung und im Produktlebenszyklus beschreibt. Des Weiteren werden in dem Punkt C 4 die verschiedenen Arten der Preisdifferenzierung vorgestellt, die in der Automobilindustrie allgemein Anwendung finden. Darauf basierend erhält der Leser einen Überblick über die zeitliche, räumliche, abnehmer- und produktorientierte Preisdifferenzierung. Neben diesen Formen kommen auch die Preisbündelung und die nichtlineare Preisbildung als Sonderformen zum Einsatz.
Als fünfter Unterpunkt dieses Kapitels wird die Konditionengestaltung behandelt, die sich in erster Linie mit dem Margensystem der Automobilhersteller beschäftigt.
In Kapitel E werden die wichtigsten Aspekte herausgestellt und eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des Preismanagements in der Automobilbranche abgegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG | II | |
| INHALTSVERZEICHNIS | III | |
| DARSTELLUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| A. | EINLEITUNG | 1 |
| 1. | PROBLEMSTELLUNG | 1 |
| 2. | ZIEL DER ARBEIT UND VORGEHENSWEISE | 2 |
| 3. | BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN | 5 |
| 3.1 | Preis | 5 |
| 3.1.1 | Anschaffungspreis | 6 |
| 3.1.2 | Nutzungskosten | 8 |
| 3.2 | Preisnutzen | 9 |
| 3.3 | Preismanagement | 9 |
| 3.4 | Automobilindustrie | 10 |
| 3.5 | Automobilhersteller | 11 |
| B. | UMFELDANALYSE | 12 |
| 1. | MARKTANALYSE | 12 |
| 1.1 | Markstruktur | 12 |
| 1.2 | Marktsegmentierung | 15 |
| 2. | MAKROUMFELDANALYSE | 17 |
| 2.1 | Ökonomische Rahmenbedingungen | 17 |
| 2.2 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 18 |
| 2.3 | Politische Rahmenbedingungen | 18 |
| 2.4 | Technologische Rahmenbedingungen | 19 |
| 3. | WETTBEWERBERANALYSE | 20 |
| 4. | KUNDENANALYSE | 21 |
| 5. | UNTERNEHMENSINTERNE ANALYSE | 21 |
| C. | STRATEGISCHES PREISMANAGEMENT | 23 |
| 1. | STRATEGIE DER PREISPOSITIONIERUNG | 25 |
| 1.1 | Niedrig-, Mittel- und Hochpreisstrategie | 26 |
| 1.2 | Marken- und Programmorientierte Preisstrategie | 28 |
| 2. | BESTIMMUNGSFAKTOREN DES ANGEBOTSPREISES | 29 |
| 2.1 | Kostenbezogene Preisbestimmung | 30 |
| 2.1.1 | Preisfestsetzung auf Vollkostenbasis | 32 |
| 2.1.2 | Preisfestsetzung auf Teilkostenbasis | 33 |
| 2.2 | Kundenbezogene Preisbestimmung | 37 |
| 2.2.1 | Preiswahrnehmungsprozess | 40 |
| 2.2.2 | Kaufentscheidungsprozess | 44 |
| 2.3 | Konkurrenzbezogene Preisbestimmung | 47 |
| 2.3.1 | Preisführerschaft | 49 |
| 2.3.2 | Preiskampf | 50 |
| 2.3.3 | Preisfolgerschaft | 51 |
| 2.4 | Magisches Dreieck der Preisbestimmung | 52 |
| 3. | DYNAMISCHES PREISMANAGEMENT | 53 |
| 3.1 | Strategie während der Produktentwicklung | 53 |
| 3.2 | Strategie im Produktlebenszyklus | 55 |
| 3.2.1 | Skimming-Strategie | 56 |
| 3.2.2 | Penetration-Strategie | 57 |
| 4. | PREISDIFFERENZIERUNG | 58 |
| 4.1 | Zeitliche Preisdifferenzierung | 59 |
| 4.2 | Räumliche Preisdifferenzierung | 59 |
| 4.3 | Abnehmerorientierte Preisdifferenzierung | 61 |
| 4.4 | Produktorientierte Preisdifferenzierung | 62 |
| 4.5 | Preisbündelung | 63 |
| 4.6 | Nichtlineare Preisbildung | 65 |
| 5. | KONDITIONENPOLITIK | 66 |
| D. | SCHLUSSBEMERKUNG | 70 |
| ANHANG | VIII | |
| LITERATURVERZEICHNIS | X | |
| QUELLENVERZEICHNIS | XIX |
Wissenschaftliche Methoden, die das Nachfrageverhalten im Hinblick auf Preisänderungen beschreiben, werden in der Preis-Absatzfunktion und der Preiselastizität untersucht.149 Um die Wirkung des Preises auf den Absatz zu erklären, muss untersucht werden, wovon diese Wirkung im Einzelfall abhängt. Die abgesetzte Menge ergibt sich unmittelbar aus den Reaktionen der Absatzmittler (indirekter Absatz) und den Endkunden (direkter Absatz). Mittelbar wird der Preis von den Konkurrenten bzw. den Endkunden beeinflusst.150 Besonders in der Automobilindustrie zeigt sich, wie abhängig die Zahlungsbereitschaft von der gebotenen Leistung ist. Je besser die Produktqualität, desto höher die maximale Preisgrenze.151 Eine Erkenntnis, die in der Firmenphilosophie und der Preisgestaltung bei Mercedes Benz und BMW Verwendung findet.152 Preis-Absatz-Funktion Die Preis-Absatz-Funktion (PAF) untersucht die Zusammenhänge, „zwischen der Höhe des Angebotspreises und der erwarteten Absatzmenge eines Produktes“.153 Laut Gutenberg ist die empirisch fundierteste Preis-AbsatzFunktion die doppelt geknickte Funktion. Ihr Verlauf teilt sich in drei Bereiche auf, je einen relativ elastischen oberen und unteren sowie einen mittleren relativ unelastischen Bereich.154 Befinden sich Anbieter mit ihrer Preispolitik in diesem mittleren Bereich, führen geringe Preisänderungen nur zu geringen Absatzveränderungen bzw. Reaktionen der Wettbewerber. Außerhalb dieser autonomen Zone (monopolistischer Bereich) muss bei einer aktiven Preispolitik [...]
Ausschöpfung der Preisbereitschaft142 des Kunden.143 Voraussetzung für eine kundenbezogene Preisbestimmung ist die Kenntnis darüber, welchen monetären Wert der Kunde einem Produkt zuweist.144 Eine zielgruppenspezifische Preisgestaltung muss deshalb unmittelbar an den heterogenen Bedürfnissen der Nachfragersegmente ansetzen,145 um Rückschlüsse auf deren Zahlungsbereitschaft und den Einfluss der relativen Preis-Absatz-Zusammenhänge zu ziehen.146 Dafür stehen dem Unternehmen unterschiedliche Verfahren, wie Preisexperimente, Kundenbefragungen (direkte oder indirekte) oder die Analyse von Marktdaten, zur Verfügung.147 Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen im Vergleich zur kosten- bzw. konkurrenzbezogenen Preisfindung zwei wesentliche Vorteile auf. Zum einen dienen sie der Ermittlung des Wertes, den der Kunde einem Produktmerkmal entgegenbringt, und zum anderen können die Ergebnisse neue Ideen für weitere Produktmodifikationen liefern. Jeder Vorteil trägt für sich dazu bei, den Kundennutzen zu erhöhen.148 [...]
mit den Plankosten verglichen. Auftretende Abweichungen werden analysiert und je nach Entscheidungssituation berücksichtigt.134 Eine zu kostenorientierte Bindung der Preisbestimmung verhindert eine aktive Preispolitik, bei der Gewinne ungenutzt bleiben.135 Kein Hersteller kann über längere Zeit seine Modelle unter den angefallenen Kosten verkaufen. Nur wenn sie einen positiven Beitrag zur Fixkostendeckung leisten, sind sie für einen Hersteller tragbar.136 Die Kalkulation auf Kostenbasis soll dem Hersteller lediglich eine Übersicht verschaffen, welche Kosten in welcher Höhe für was entstanden sind, um daraus zugleich die Preisuntergrenze festzulegen.137 Preissenkungen, die aufgrund von Kosteneinsparungen in der Produktion an den Kunden weitergereicht werden, zeigen sich nur dann als sinnvoll, wenn der Kundennutzen dadurch gesteigert werden kann. Sonstige Preissenkungen erhöhen nur die Wettbewerbsreaktion und führen zu einer Deckungsbeitragsreduktion.138 Zugleich werden bei einer rein kostenorientierten Preisbestimmung kundenund wettbewerbsorientierte Aspekte vernachlässigt, auf die als nächstes eingegangen wird.139 Hauptnachteil der auf vollkostenoder teilkostenorientierten Kalkulationsverfahren ist das Streben nach Kostendeckung, ohne auf die Marktverhältnisse zu achten.140 Die Teilkostenrechnung auf Basis der Deckungsbeitragsrechnung gewährleistet nicht die Kalkulation eines Preises, sondern dient dessen Überprüfung. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832426798
Arbeit zitieren:
Holewa, Michael Januar 2004: Preismanagement in der Automobilbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Preisbildung, Automobil, Preiskorridor, Preisharmonisierung, Umfeldanalyse



