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Preisgestaltungsmöglichkeiten für über das Internet zu beziehende Musikfiles

Preisgestaltungsmöglichkeiten für über das Internet zu beziehende Musikfiles
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Froschauer
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 70 Seiten
  • Dateigröße: 693,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4846-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4846-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4846-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Froschauer, Martin Januar 2001: Preisgestaltungsmöglichkeiten für über das Internet zu beziehende Musikfiles, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Commerce, Electronic, Preispolitik

Diplomarbeit von Martin Froschauer

Einleitung:

Die rasante Entwicklung des Internet und des damit verbundenen Electronic Commerce schreitet voran, dennoch bestehen weiterhin Informationsdefizite in Forschung und Praxis der Marketing-Kommunikation und des Anwenderverhaltens. Die digitalen Technologien und das Internet bieten Chancen für viele Branchen, die mit Informationen handeln, aber sie bringen auch Probleme mit sich.

Die vorliegende Arbeit befaßt sich im speziellen mit Besonderheiten der Preispolitik, wie sie im World Wide Web angewandt werden kann. Dabei werden insbesondere Unterschiede zum traditionellen Handel herausgearbeitet. Von allen Informationsbranchen ist die Musikindustrie durch die digitale Revolution des Internets am stärksten betroffen. Im Rahmen der Preisgestaltung ist das größte Problem der Musikindustrie, daß jegliche Art von Musik derzeit ohne Beachtung des Copyrights kostenlos im Internet erhältlich ist.

Die Musikverlage suchen nach Modellen, um Musik in Zukunft im neuen Distributionskanal Internet gewinnbringend zu vertreiben und nach geeigneten Preisstrategien, die dabei eingesetzt werden können. Diese Arbeit gibt einen Überblick über bereits angewandte Strategien der digitalen Musikdistribution und nennt weitere mögliche Modelle für Vertrieb und Preisgestaltung.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird in einem kurzen Überblick die Entwicklung des Electronic Commerce dargestellt.

In Kapitel 3 wird erläutert, welche Produkte sich für den Online Vertrieb besonders eigenen. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit Besonderheiten der Preispolitik in diesem Bereich. Dabei wird im Kapitel 4 die These diskutiert, daß im Internet ein erhöhter Preiswettbewerb herrscht. In Kapitel 5 werden die theoretische Grundlagen von Preisdiskriminierungsmöglichkeiten im Electronic Commerce veranschaulicht. In Kapitel 6 werden die derzeit angewandten Preisstrategien von Online Händlern aufgezeigt.

Kapitel 7 beschäftigt sich speziell mit dem digitalen Vertrieb von Musik via Internet. Zunächst werden hier die Besonderheiten von digitalen Produkten erläutert. Anschließend folgt ein kurzer Überblick über den derzeitigen Stand des Online Musikvertriebes. Im Folgenden werden die Vorteile des digitalen Musikvertriebes aufgezeigt und es wird auf Probleme hingewiesen, mit denen die Musikverlage derzeit zu kämpfen haben. Weiterhin wird erläutert inwieweit sich die digitalen Technologien auf Kostenstrukturen und Einnahmen der Musikindustrie auswirken. Das folgende Kapitel befaßt sich schließlich ausführlich mit möglichen Modellen für den digitalen Vertrieb von Musik und der Implikation von geeigneten Preisstrategien.

Der letzte Abschnitt bietet einen Ausblick in die Zukunft der Musikwirtschaft und erläutert welche Merkmale beim digitalen Vertrieb von Musik an Bedeutung gewinnen werden.

Eine Zusammenfassung bildet den Abschluß der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen V
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit 1
2. Entwicklungen im Electronic Commerce 3
3. Geeignete Produkte für den Internetvertrieb 6
4. Erhöhter Preiswettbewerb im Internet 9
4.1 Transaktionskosten und Informationskosten 9
4.2 Preissensitivität von Internetnuztern 11
5. Preisdiskriminierung 13
5.1 Personalized Pricing 15
5.2 Versioning 16
5.3 Group Pricing 17
6. Aktuelle Preisstrategien im Internet 19
6.1 Festpreise 19
6.2 Dynamische Preisfestsetzung 22
6.3 Der Käufer/Verkäufer Verhandlungspreismechanismus 23
6.4 Auktionen 25
7. Digitaler Vertrieb von Musik im Internet 28
7.1 Eigenschaften von digitalen Produkten 28
7.2 Musik im Internet 30
7.3 Vorteile des Online Vertriebs von Musik 33
7.4 Probleme beim Online Vertrieb von Musik 35
7.5 Vergleich der Online und Offline Kosten von Musik 38
7.6 Preisstrategien für den digitalen Musikdownload 41
7.6.1 Pay-Per-Download 41
7.6.2 Abonnement 44
7.6.3 Tax and Royalty System 47
7.6.4 Spenden 48
7.6.5 Virtual Communities 49
7.6.6 Plattenschränke 50
7.6.7 Werbung 51
7.6.8 Gratis Online Distribution 52
7.6.9 Hilfsmärkte 53
7.7 Ausblick 54
8. Zusammenfassung 56
Literaturverzeichnis 58
Inhaltsverzeichnis IV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Vertriebmodells müssen derzeit viele Anfangsinvestitionen getätigt werden. Aufgrund dieser Überlegungen ist es also nicht zu erwarten, daß der Preis für Online Musik so stark sinken wird, wie vielfach angenommen. Da aber aufgrund der Musikpiraterie Musik bis auf weiteres auch kostenlos im Internet angeboten wird, können die von den Musikverlagen angestrebten Preise jedoch nicht realisiert werden. Die Lösung liegt in der Entwicklung von vollkommen neuen Vertriebsmodellen und einer Abkehr vom Musikvertrieb im Format von Single CDs und Alben. Durch die Vielzahl der kostenlosen Musikangebote im Internet hat sich der Musikkonsum enorm erhöht (Jaffee, 2000). Falls diese Tendenz weiter anhält und auch bei kostenpflichtigen Downloads stattfindet, kann bereits durch geringe Preise für Musikdownloads der Umsatz gesteigert werden. Den Unternehmen entstehen bei der Reproduktion von Musikdateien keine weiteren Kosten, so daß jeder zusätzliche Download den Gewinn erhöht. [...]

Neben diesen Kosten entstehen beim Online Vertrieb für die Unternehmen aber auch vollkommen neue Kosten, um in diesem neuen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. So benötigt man auch beim Internetvertrieb Zwischenhändler. Man spricht hierbei von Reintermediarisation (Gartner, 1999). Zu den neuen Zwischenhändler gehören zum Beispiel Soft- und Hardware Entwickler, Firmen für Codierungs- und Wasserzeichentechnologien, Musikverzeichnisse im Internet oder Provider für den Zahlungsverkehr im Internet (Garlick, 2000). Ein Hauptteil der Kosten der Reintermediasation entsteht durch die Bereitstellung eines breiten und attraktiven Musikangebots in Form einer funktionellen und übersichtlichen Homepage. Ferner muß diese Homepage beworben und bekannt gemacht werden, um die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden auf sich zu lenken (Garlick, 2000). In der Musikbranche entwickeln die Konsumenten keine Markenloyalität zu einem Musikverlag, denn sie kaufen in erster Linie ausgewählte Musiktitel oder Alben. Deshalb ist es wichtig bei einem Online Angebot ein breitgefächertes Angebot, das Künstler von verschiedenen Musikverlagen umfaßt, anzubieten (Garlick, 2000). [...]

Derzeit findet ein Rechtsstreit zwischen der RIAA (Recording Industry Association of America) und Napster statt. Dort fordert die RIAA die Einstellung der Tauschbörse und die Abschaltung der Napster Server. Da Napster durch eine beschlossene strategische Allianz mit der Bertelsmann AG in naher Zukunft aber in einen kostenpflichtigen und legalen Dienst umgewandelt wird, dient dieser Prozeß nun vor allem um zu klären, ob ähnliche Modelle legal sind. Es ist allerdings zu erwarten, daß es auch zukünftig kostenlose Tauschbörsen geben wird, da Dienste wie Gnutella oder Kaizaa.com über keine zentralen Server verfügen und somit niemand für die Tauschbörse verantwortlich gemacht werden könnte. Hier müßte jeder der Nutzer einzeln verklagt werden, was bei mehreren Millionen Nutzern kaum denkbar ist. [...]

Arbeit zitieren:
Froschauer, Martin Januar 2001: Preisgestaltungsmöglichkeiten für über das Internet zu beziehende Musikfiles, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Commerce, Electronic, Preispolitik

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