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Preisgestaltung im bimodalen Verkehr

Preisgestaltung im bimodalen Verkehr
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Tippner
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 159 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität der Bundeswehr München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2880-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2880-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2880-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tippner, Michael Juni 2000: Preisgestaltung im bimodalen Verkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bahnreform, Kombinierter Verkehr, Bimodaler Verkehr, Preissysteme, Preisgestaltung

Diplomarbeit von Michael Tippner

Problemstellung:

Trotz der jährlich steigenden Verkehrsleistung und der stetig zunehmenden Verkehrsdichte auf den europäischen Straßen nutzen nur wenige Unternehmen das Angebot des kombinierten Verkehrs. Ein entscheidender Grund dafür, so die Unternehmen, liegt in den nichtwettbewerbsfähigen Preisen des kombinierten Ladungsverkehrs.

Dass früher oder später mehr Transporte auf die Schiene verlagert werden müssen, ist unbestritten. Allein in den letzten 5 Jahren verlangsamte sich der Güterverkehr auf der Straße um 10% aufgrund des gestiegenen Fahrzeugaufkommens. Ein Wandel der Entwicklung ist bisher nicht in Sicht.

Anhand der Darstellung der Preisgestaltung entlang des Modal Split soll durch die Arbeit eine Möglichkeit zur Analyse des Gesamtpreises für den KLV gegeben werden. Hierbei wird das Problemfeld der Wettbewerbsfähigkeit der Preise des bimodalen Verkehrs unter Berücksichtigung der derzeitigen Rahmenbedingungen identifiziert und analysiert. Des weiteren werden auch Beispiele zur Problemlösung angeführt, die aufzeigen, dass ein kombinierter Verkehr durchaus vorteilhaft für Verlader und Transportunternehmen gegenüber dem unimodalen Straßenverkehr sein kann.

Das Thema wird von zwei Seiten eingegrenzt: Zum Ersten erfolgt die Betrachtung des bimodalen Verkehrs Straße-Schiene. Weitere Verkehrsträgerkombinationen mit den Modalitäten Wasser und Luft sind möglich, werden aber nicht tiefgreifender betrachtet, da dies zu umfangreiche Betrachtungen mit sich führen würde.

Zum Zweiten erfolgt eine Eingrenzung bezüglich der Preisgestaltung: Die Betrachtung aktueller Transportpreise soll nicht im Vordergrund der Arbeit stehen. Einerseits wäre es kaum möglich, alle Tarife sämtlicher Unternehmen auf den jeweiligen Relationen abzubilden, andererseits verändern sich diese ständig im Laufe der Zeit.

In erster Linie soll die Entstehung und Herausbildung möglicher und tatsächlicher Preise im kombinierten Verkehr betrachtet und aufgeführt werden. Dies geschieht anhand ausgesuchter Transportunternehmen und deren Varianten der Preisbildung. Erläutert werden Einflüsse der Transportmärkte und unternehmensinterne Bedingungen, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Preisgestaltung haben.

Unter Betrachtung der Kombination der Verkehrsträger Straße und Schiene soll in der vorliegenden Arbeit auf die Aspekte der Preisbildung im bimodalen Verkehr eingegangen werden.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit ist in 6 Kapitel gegliedert.

Im ersten Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit themeneinleitenden Gedanken. Hierzu wurden bereits in den vorangegangenen Abschnitten die Ausgangslage und Problemstellung, sowie die Ausrichtung der Arbeit dargestellt.

In den Kapiteln 2 und 3 soll Leser zunächst mit der Thematik vertraut gemacht werden. Hierzu erfolgt eine Einordnung der Arbeitsfelder Preisgestaltung und bimodaler Verkehr in den logistischen Rahmen dieser Arbeit. Dies geschieht unter Zuhilfenahme begrifflicher Erläuterungen und Abgrenzungen. Mit der Beschreibung des bimodalen Verkehrs soll im ersten Teil begonnen werden. Hierzu wird das System in seine Komponenten zerlegt, welche daraufhin separat betrachtet werden. Die Betrachtung erfolgt unter allgemeinen und speziellen, aktuell gültigen Rahmenbedingungen. Es wird sich dabei fortwährend an logistischen und systemspezifischen Einteilungen orientiert. Daran anschließend werden die Aspekte der Preisgestaltung im Transportmarkt beschrieben. Auch hier erfolgt die Gliederung der Rahmenbedingungen anhand der verschiedenen Modalitäten.

Im vierten Teil der Arbeit erfolgt eine Zusammenführung der beiden Thematiken, indem die Preisgestaltung direkt in Verbindung mit dem kombinierten Verkehr und dessen Teilnehmern betrachtet wird. Die vorliegende Arbeit soll einen theoretischen und wissenschaftlichen Bezugsrahmen zur Betrachtung der Preisgestaltung im Transportmarkt geben, aber auch eine praxisorientierte Darstellung beinhalten.

Das fünfte Kapitel der Arbeit soll dazu zwei ausgewählte Relationen betrachten. Hierfür wurde die bereits bestehende Relation München-Verona und die geplante Relation Bayern-Tschechien ausgewählt. Mit diesem Kapitel soll ein vom Verfasser gewünschter Praxisbezug hergestellt werden. Ein allein theoretischer Hintergrund erscheint in Bezug auf die Problemstellung nicht als sinn- und wirkungsvoll.

Daran anschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick für die Zukunft des bimodalen Verkehrs und dessen Preisgestaltung getätigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung in die Thematik 1
1.1 Ausgangslage 1
1.2 Problemstellung 2
1.3 Ausrichtung der Arbeit 3
1.4 Vorgehensweise 4
2 Bimodaler Verkehr als logistische Transportalternative 8
2.1 Charakterisierung des bimodalen Verkehrs 8
2.1.1 Logistische Begriffsabgrenzung 8
2.1.1.1 Transportlogistik 8
2.1.1.2 Bimodaler Verkehr 12
2.1.2 Teilnehmer an der bimodalen Verkehrskette Straße-Schiene 16
2.1.2.1 Straßengebundene Teilnehmer 17
2.1.2.2 Schienengebundene Teilnehmer 19
2.1.2.3 Umschlagterminals und Güterverkehrszentren 21
2.2 Aktuelle Rahmenbedingungen für den bimodalen Verkehr 24
2.2.1 Liberalisierung und Internationalisierung der Märkte 26
2.2.2 Auswirkungen der europäischen Verkehrspolitik 30
2.2.3 Veränderung des Wettbewerbs nach der Bahnreform 33
2.2.4 Notwendigkeit und Vorteile kombinierter Verkehrsgestaltung 38
3. Rahmenbedingungen der Preisgestaltung im bimodalen Transport Straße-Schiene 45
3.1 Preise als Determinanten der Verkehrsmittelwahl 46
3.2 Rahmenbedingungen im Straßengüterverkehr 48
3.3 Rahmenbedingungen im Schienengüterverkehr 52
4. Transporttarife im bimodalen Verkehr Straße-Schiene 57
4.1 Aufbau von Spediteurstarifen 57
4.2 Preissysteme im Schienengüterverkehr 65
4.2.1 Trassenpreissystem der DB Netz AG 66
4.2.1.1 Infra-Card-System 70
4.2.1.2 Vario-Preis-System 74
4.2.2 Traktionspreisgestaltung 76
4.2.3 Preisgestaltung im Güterumschlag 81
4.3 Preisbildung der Operateure im kombinierten Verkehr 85
5. Transportpreisbildung in ausgewählten Relationen 95
5.1 Relation München-Verona 95
5.1.1 Skizzierung der Relation 95
5.1.2 Beteiligte Unternehmen 98
5.1.3 Relationsspezifische Transportpreise 100
5.2 Geplante Relation Bayern-Tschechien 103
5.2.1 Skizzierung der Relation 103
5.2.2 Mögliche Teilnehmer an der geplanten Relation 109
5.2.3 Relationsspezifische Transportpreise 110
6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick 114
Anhang 115
Literaturverzeichnis 131
Inhaltsverzeichnis II

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Hauptbestandteil des Systems ist ein zweistufiger Nutzungstarif, das sogenannte Infra-Card-System. Im Gegensatz zum bis dato geltenden durchgängigen einstufigen Tarif, wurde mit diesem Ansatz einerseits versucht ,mehr Verkehr durch größere Anreize auf die Schiene zu bringen und andererseits eine möglichst hohe Deckung der enormen nutzungsunabhängigen Kosten zu erreichen. Ferner wird für kleinere Kunden weiterhin ein einstufiger Tarif angeboten, der sogenannte Vario-Preis.211 Kommt es jedoch zu Kapazitätsengpässen seitens der DB Netz AG, so können bestimmte Strecken und Streckenabschnitte bzw. deren Nutzungsrechte im Rahmen von Konfliktlösungsgesprächen an den Meistbietenden versteigert werden. Hierzu werden Ausschreibungen veranstaltet und die betreffenden Unternehmen werden zur Abgabe eines Gebotes veranlasst. Der Meistbietende erhält den Zuschlag für das Nutzungsrecht.212 Die folgenden beiden Abschnitte betrachten den ein- bzw. zweistufigen Tarif genauer und stellen dessen Vor- und Nachteile dar. Die Variante der [...]

Eisenbahninfrastruktur- Benutzungsverordnung (EIBV) hat die DB Netz AG somit eine marktbeherrschende Stellung inne.204 Diese gebietet ihr ein Diskriminierungsverbot205 Ausbeutungsmissbrauches206 sind. Die Berechnung der Trassenkosten pro Kilometer erfolgt bei der DB AG mittels einer Divisionskalkulation. Hierbei werden die gesamten Kosten des Streckennetzes in einem Jahr durch die Gesamtanzahl der gefahrenen Zugkilometer geteilt. Die Streckenbenutzungsgebühr der Deutschen Bahn orientiert sich neben den entstehenden unternehmensinternen Kosten vielmehr an der bereitgestellten Leistung der DB Netz AG.207 Die Gliederung des derzeitigen Leistungsangebotes der DB Netz AG stellt sich, wie in Abbildung 19 angeführt, dar. Die Grundleistungen bestehen vor allem aus: Der Benutzung des Streckennetzes, der Fahrdienstleitung, der Bereitstellung von elektrischer Energie am Fahrdraht, und die den Unterlassung Nachfragern des von gegenüber [...]

Das 1998 implementierte neue Trassenpreissystem gilt als Maßnahme der Deutschen Bahn AG in Bezug auf die Trennung von Fahrweg und Eisenbahnbetrieb und der Zulassung Dritter zum Eisenbahnnetz. Das System ist ausgerichtet auf volle Kostendeckung, effiziente Nutzung der Fahrwegskapazitäten, die Berücksichtigung der Nachfrage in Bezug auf Engpässe, Diskriminierungsfreiheit bzw. Fairness und Transparenz in der Preisbildung.201 Die erwünschte Folge eines neuen Preissystems sollte eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn, eine Erhöhung des Marktanteils der Schiene und eine langfristige wirtschaftliche Stabilisierung der Deutschen Bahn AG sein. Es bildete sich daraufhin der neuartige Trassenmarkt heraus, an dem sich Netzanbieter in Form von Eisenbahninfrastrukturunternehmen und Trassennachfrager als Eisenbahntransportunternehmen gegenüber stehen. Die Besonderheit für die Nachfrager besteht im neuen intramodalen Wettbewerb auf der Schiene, welcher zusätzlich zum intermodalen Wettbewerb auf der Absatzseite hinzukommt.202 Die Vergabe der Schienenfahrwegenutzungsrechte erfolgt in Deutschland durch die DB Netz AG. Sie ist ein Unternehmensbereich der Deutschen Bahn AG. Die DB AG ist ein privatrechtsförmiges Unternehmen, an dem der Bund mit [...]

Arbeit zitieren:
Tippner, Michael Juni 2000: Preisgestaltung im bimodalen Verkehr, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bahnreform, Kombinierter Verkehr, Bimodaler Verkehr, Preissysteme, Preisgestaltung

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