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Preisagenturen im Internet aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie

Preisagenturen im Internet aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Jens Reuter
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 3,3
  • Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4898-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4898-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4898-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reuter, Jens Oktober 2001: Preisagenturen im Internet aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hidden Characteristics, Prinzipal-Agent-Theorie, Principal-Agent-Theorie, Hidden Information, Hidden Action

Bachelorarbeit von Jens Reuter

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit „Preisagenturen im Internet aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie“ überträgt das klassische Delegationsproblem zwischen Anteilseigner und Management auf die Problematik der Beziehung zwischen Preisagentur und Kunde. Dies geschieht beispielhaft am Prinzip des Costumer-Driven-Pricing der IhrPreis.de AG.

Aufgezeigt werden die klassischen Probleme der Theorie (Hidden Characteristics, Hidden Action, Hidden Information, Hidden Intention), wobei diese zunächst theoretisch dargestellt und anschließend auf die Thematik der Arbeit übertragen werden.

Ebenfalls werden die resultierenden Gefahren der Adverse Selection, Moral Hazard und das „Lemons Problem“ dargestellt und analysiert.

Im Anschluß an jedes Kapitel werden Lösungsansätze in Form von Screening durch Meinungsportale im Internet, der Unsicherheit reduzierende Wirkung von Reputation und Garantien, Signaling durch Gütesiegel (speziell Trusted Shops), wie auch Monitoring und die Bestimmung des optimalen Anreizvertrags dargestellt.

Abschließend werden neue Mittel und Wege zur Reduzierung der Unsicherheit vorgestellt (SSL, SET...) und auf die Entstehung neuer Gesetze (SigG...) eingegangen.

Abgerundet wird die Arbeit durch grafische Darstellungen zu Beginn jedes Kapitels und einem ausführlichen Anhang zur Klassifizierung von Preisagenturen und der Funktionsweise von CDP am Beispiel der IhrPreis.de AG.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Hidden Characteristics im Bereich des Customer-Driven-Pricing 5
2.1 Hidden Characteristics – Der Hintergrund 6
2.2 Hidden Characteristics bei Preisagenturen 7
2.3 Lösungsansätze zur Minderung von Hidden Characteristics 9
2.3.1 Screening durch Meinungsportale im Internet 10
2.3.2 Reduzierung von Hidden Characteristics durch Reputation 12
2.3.3 Die vorvertragliche Wirkung von Garantien 14
2.3.4 Signaling durch Gütesiegel – Trusted Shops 16
3. Hidden Action und Hidden Information als Probleme des Customer-Driven-Pricing 18
3.1 Hidden Action und Hidden Information – Der Hintergrund 18
3.2 Hidden Action und Hidden Information am Beispiel der IhrPreis.de AG 21
3.3 Lösungsansätze 26
3.3.1 Bestimmung des optimalen Anreizvertrages 26
3.3.2 Monitoring 28
4. Hidden Intention als Problem der Beziehung zwischen Kunde und Preisagentur 30
4.1 Hidden Intention – Der Hintergrund 30
4.2 Hidden Intention am Beispiel der IhrPreis.de AG 32
4.3 Lösungsansätze zur Minderung von Hidden Intention 34
4.3.1 Reduzierung von Hidden Intention durch Reputation 34
4.3.2 Die Wirkung von Garantien 35
4.3.3 Gütesiegel als Hidden Intention reduzierendes Signal 36
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 38
Anhang V
Literaturverzeichnis XXVII
Eidesstattliche Erklärung XXXVIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Informationsfehlern eingeschränkt ist. Auf der einen Seite, wie bereits am Beispiel von Meinungsportalen dargelegt, kann der Kunde nicht beurteilen, ob die beschaffte Information mit in diesem Sinne zufälligen Fehlern behaftet ist. Die beschaffte Information kann den Prinzipal somit über das tatsächliche Verhalten des Agenten informieren, allerdings auch aufgrund von Zufällen genau das Gegenteil kommunizieren. Andererseits wird die IhrPreis.de AG dem Kunden keinen Einblick in ihre Recherche bzw. Anstrengung geben, da sie ebenfalls Nutzen maximierend agiert. Folglich ist eine Kontrolle der Aktivität bzw. des Kenntnisstands des Agenten direkt nicht möglich. Denkbar ist jedoch eine Schlussfolgerung auf die Aktivität der Preisagentur durch den Kunden unter der Voraussetzung, dass dieser das erzielte Kooperationsergebnis in das Verhältnis mit dem Ergebnis einer eigenen Preisrecherche setzt. [...]

Das sog. Monitoring bietet eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Gefahr, die aus dem Problem der Ergebnis- bzw. Verhaltensbeurteilung des Agenten entsteht. So formulierte Holmström: „A natural remedy to the problem is to invest resources into monitoring of actions and use this information in the contract.“121, wobei auch bei der Überwachung des Agenten Grenzen gesetzt sind, die eine hundertprozentige Kontrolle ausschließen. Zum einen, weil eine Überwachung einfach nicht möglich ist (z.B. aus technischen Gründen), zum anderen besteht die Möglichkeit, dass die Kontrolle der Aktivitäten des Agenten prohibitiv hohe Kosten verursachen würde.122 Prinzipiell ist bei der Beschaffung von Informationen zur Kontrolle des Agenten zu berücksichtigen, dass Informationen in der Regel nicht kostenlos erhältlich und auch meist unvollständig und mit zufälligen Fehlern behaftet sind.123 Somit ergibt sich für den Prinzipal nie das Bild über die Anstrengung des Agenten, das sich bei vollkommener Informationssymmetrie ergeben würde. Folglich trägt auch der Agent als Part der Kooperation einen Teil des Risikos der Kontrolle, da die zufälligen Fehler sowohl zu seinem Vor- als auch zu seinem Nachteil erwachsen können. Ob nun die Kontrolle des Verhaltens des Agenten sinnvoll ist, hängt mit der Vorteilhaftigkeit der Information zusammen, die durch die Kosten der Information, der Größe des zufälligen Informationsfehlers und dessen Korrelation mit dem exogenen Risiko beeinflusst wird. Daraus ergibt sich, dass je teurer und fehlerhafter die Informationen sind, umso ausgeprägter sollte sich die Entlohnung des Agenten am Ergebnis der Kooperation orientieren. Wie bereits im Verlauf dieser Arbeit festgestellt wurde, so stehen Informationen im Internet in der Regel kostenlos zur Verfügung. Folglich ist dem Kunden zuerst einmal die Möglichkeit der Kontrolle der Preisagentur gegeben.124 Des weiteren ist davon auszugehen, dass beide Kooperationspartner nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung streben, und somit die Möglichkeit der Kontrolle aufgrund von [...]

sparnis beim ausgewählten Produkt im Vergleich zum Marktpreis bzw. der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers bestimmt der Kunde durch Abgabe seines Wunschpreises in einem gewissen Rahmen118 selbst. Folglich begrenzt sich der Einfluss des Agenten (IhrPreis.de AG) bei der Bestimmung des optimalen Anreizvertrages auf die Festsetzung des Mindestnutzenniveaus, also dem geforderten Mindestpreis, der gleichzusetzen ist mit dem bei zu niedriger Anfrage durch die IhrPreis.de AG erstellten Gegenangebot. Der Prinzipal bestimmt bei dieser Preisagentur die finanzielle Entlohnung durch die Positionierung seines Wunschpreises. Da die Ertragshöhe bei gegebenem Arbeitseinsatz unsicher ist, bewirkt eine ertragsabhängige Entlohnung gleichzeitig auch eine Risikoaufteilung zwischen Prinzipal und Agenten.119 Die Bestimmung des optimalen Anreizvertrages ist somit nicht nur unter dem Aspekt der Anreizsteuerung zu sehen. Hinzu tritt die Optimierung der Risikoallokation zwischen Prinzipal und Agenten. Je größer das Risiko des Agenten ausfällt, desto größer sollte dessen Ergebnisbeteiligung bemessen sein um einen adäquaten Motivationseffekt im Hinblick auf seinen Arbeitseinsatz zum Wohle des Prinzipals zu erzielen.120 Die Ergebnisbeteiligung des Agenten darf nicht unter seinen Reservationsnutzen fallen, der in diesem Fall dem Einkaufspreis der IhrPreis.de AG zzgl. dem Mindestgewinnaufschlag, verkörpert durch das erstellte Gegenangebot, entspricht. Das Risiko ist im vorliegenden Beispiel eher auf der Seite der Preisagentur zu suchen, da der Kunde bis zur Akzeptanz seines Wunschpreises durch die IhrPreis.de AG und seine Bestellung keinen rechtsverbindlichen Vertrag geschlossen hat. Das Risiko des Prinzipals besteht ausschließlich in der Gefahr der Unkenntnis der marktüblichen Preise und den daraufhin zu hoch angesetzten Wunschpreis. Da die Preisagentur den Mindestpreis festsetzt, besteht ihr Risiko hier in dem nicht zustande gekommenen Kooperationsvertrag, ergo dem Nichtverkauf. [...]

Arbeit zitieren:
Reuter, Jens Oktober 2001: Preisagenturen im Internet aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hidden Characteristics, Prinzipal-Agent-Theorie, Principal-Agent-Theorie, Hidden Information, Hidden Action

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