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Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen

Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Mechthild Gerdes
  • Abgabedatum: Juli 2007
  • Umfang: 173 Seiten
  • Dateigröße: 1.019,8 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • Originaltitel: Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen
  • Bibliografie: ca. 60
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0914-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gerdes, Mechthild Juli 2007: Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsförderung, Hochschule, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung

Magisterarbeit von Mechthild Gerdes

Problemstellung:

Das Thema „Gesundheitsförderung“ hat an Hochschulen seit einigen Jahren an Bedeutung gewonnen. Hochschulen stehen vor gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen wie Globalisierung und demographischer Wandel etc. Der Wettbewerb zwischen den Hochschulen, die Notwendigkeit zur Profilbildung, neue Steuerungsmodelle und Globalhaushalte, Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse und nicht zuletzt die Einführung von Studiengebühren und die damit zu erwartenden höheren Ansprüche der Studierenden stellen massive Herausforderungen für die Hochschulen dar und zeigen Auswirkungen auf Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung.

Auf Seiten der Entscheidungsträger an den Hochschulen setzt sich - gerade im Kontext der aktuellen Strukturveränderungen – immer mehr die Erkenntnis durch, dass es darum gehen muss, das vorhandene Potential bei den Beschäftigten zu erschließen und so zu fördern, dass es allen Beteiligten insgesamt dient. In diesem Zusammenhang ist betriebliche Gesundheitsförderung der Prozess, der die gesundheitsadäquate Gestaltung von Arbeit und Organisation sowie die Unterstützung bei gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen zum Ziel hat.

In Deutschland gab es im WS 2006/2007 insgesamt 383 Hochschulen. Die Hochschulen stellen dabei für fast 2,5 Millionen Menschen einen zentralen Arbeits-, Lern- und Lebensort dar. Anfang 2007 waren ca. 2 Millionen Studierende in deutschen Hochschulen eingeschrieben. Ende 2005 waren an deutschen Hochschulen nach vorläufigen Ergebnissen des STATISTISCHEN BUNDESAMTES fast 498.000 Menschen beschäftigt. 257.018 Personen (52%) nahmen Aufgaben in Verwaltung, Bibliothek, technischen Dienst und Pflegedienst wahr; 240.186 oder 48% des Personals waren wissenschaftlich oder künstlerisch tätig. Hochschulen haben demnach eine deutliche Größe und Einfluss in ihrer Doppelfunktion als Arbeitgeber und Bildungseinrichtung.

Dennoch finden sich nur in ca. 60 von 383 Hochschulen gesundheitsfördernde Aktivitäten. HARTMANN ET AL (2003) kommen angesichts dieser Größenordnung zu dem Schluss, dass die bisherigen Ansätze der Gesundheitsförderung an Hochschulen als marginal zu bezeichnen sind. Allerdings ist betriebliche Gesundheitsförderung in den meisten Hochschulen seit frühestens Mitte der 90er Jahre bis Anfang 2000 ein Thema. Es ist von daher anzunehmen, dass sich dieser Prozess noch in der Entwicklung befindet.

Dazu kommt, dass die Einführung und Etablierung von betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen bestimmten Besonderheiten unterliegt. Eine Hochschule unterscheidet sich in Organisation und Struktur zum Teil erheblich von Wirtschaftsunternehmen, aber auch von anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Aufgrund der Komplexität und Größe der Hochschulen, der Vielzahl von Einheiten, zentralen und dezentralen Einrichtungen, der Trennung von Forschung/Lehre und Verwaltung, der Heterogenität der Statusgruppen, der unterschiedlichen Hierarchieebenen und des Selbstverwaltungsprinzips ist eine nachhaltige Etablierung von gesundheitsfördernden Strukturen und Prozessen viel schwieriger zu gestalten als in der Privatwirtschaft.

Vielerorts wird die betriebliche Gesundheitsförderung der Hochschulinfrastruktur und damit der Hochschulverwaltung zugeordnet, und der Kernprozess einer Hochschule – Forschung und Lehre, bleibt außen vor. Andererseits ist betriebliche Gesundheitsförderung an deutschen Hochschulen da ein Thema, wo von wissenschaftlicher Seite (z.B. Gesundheitswissenschaften, Psychologie) Anregungen und Begleitungen erfolgen.

Das Interesse dieser Abschlussarbeit „Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung an Hochschulen“ bezieht sich deshalb im wesentlichen auf die Strukturen und Infrastrukturen der Gesundheitsförderung an Hochschulen. Folgende Fragestellungen ergeben sich für die Magisterarbeit:

Wie sind die Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung an Hochschulen aufgebaut?

Wie ist die betriebliche Gesundheitsförderung in die Struktur und Organisation der Hochschule eingebunden?

Gang der Untersuchung:

Im ersten Kapitel wird in das Thema eingeführt. Die Einführung erfolgt durch einen Problemaufriss und der Darstellung der daraus resultierenden zentralen Fragestellungen. Die Relevanz des Themas und der Fragestellungen für die Gesundheitswissenschaften wird erörtert, und der Aufbau der Arbeit wird skizziert.

Das zweite Kapitel skizziert den Bezugsrahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung für die Hochschulen. Es wird dargestellt, warum Gesundheitsförderung ein Thema für die Hochschulen ist. Es stellt weiterhin die relevanten Begrifflichkeiten, Definitionen und Konzepte der betrieblichen Gesundheitsförderung und speziell der für Hochschulen dar, d.h. Spezifika der Organisation Hochschule werden für die Begriffsdefinition mit berücksichtigt. Gesundheitsförderung an einer Hochschule bewegt sich auch immer innerhalb bestimmter rechtlicher Vorgaben, Regelungen und Vorschriften. Diese werden abschließend im Kapitel 2 skizziert.

Kapitel 3 widmet sich den strukturellen und organisatorischen Aspekten, die für die betriebliche Gesundheitsförderung an der Hochschule relevant sind. Es beschreibt die Besonderheiten der Hochschule als Organisation und skizziert insbesondere hochschuladäquate Strukturen der Gesundheitsförderung und deren Etablierung in die Hochschulorganisation.

Da Hochschulen u. a. nach dem Selbstverwaltungs- und Konsensprinzip funktionieren, muss geklärt werden, wie die Interessenslagen und Perspektiven der Akteure der Gesundheitsförderung zu verorten sind. Dieses wird im Kapitel 4 besprochen. Im Folgenden werden die Anspruchsgruppen und deren möglicher Bedarf an Gesundheitsförderung dargestellt. Daraus können Rückschlüsse auf den Einbezug dieser Gruppen in die Gremien der Gesundheitsförderung resultieren.

In Kapitel 5 und Kapitel 6 wird der aktuelle Forschungsstand und das Forschungsdesign dargestellt. Das siebente Kapitel widmet sich der Darstellung der Ergebnisse sowie der vergleichenden Diskussion. Im achten Kapitel werden die zentralen Bereiche dieser Arbeit zusammengefasst und eine Ausblick auf eine mögliche Weiterentwicklung gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problembereich und Fragestellungen 1
1.2 Public-Health Relevanz des Themas 3
1.3 Aufbau 4
2. Betriebliche Gesundheitsförderung an Hochschulen: Gründe, Konzepte und gesetzliche Rahmenbedingungen 5
2.1 Warum Gesundheitsförderung an Hochschulen? 5
2.1.1 Strukturen der Hochschulen in Deutschland - Statistische Daten 5
2.1.2 Aktuelle Herausforderungen an die Hochschulen 10
2.1.3 Bedeutung und Ziele der Gesundheitsförderung für die Hochschule 11
2.2 Konzepte der betrieblichen und hochschulbezogenen Gesundheitsförderung 14
2.2.1 Begrifflichkeiten: Gesundheitsförderung, Salutogenese und Prävention 14
2.2.2 Setting-Ansatz und Organisationsentwicklung 15
2.2.2.1 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) 16
2.2.2.2 Konzept: Health Promoting Universities 17
2.2.3 Managementbezogener Ansatz 18
2.2.3.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 18
2.2.3.2 Hochschulinternes Gesundheitsmanagement (HiG) 19
2.2.4 Hochschulbezogene Gesundheitsförderung nach FALLER 20
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen 21
2.3.1 Arbeits- und Gesundheitsschutz an Hochschulen 21
2.3.1.1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Gefährdungsbeurteilung 22
2.3.1.2 Arbeitssicherheitsgesetz 24
2.3.2 Sozialgesetzbuch (SGB) 25
3. Strukturelle und organisatorische Aspekte hochschulbezogener Gesundheitsförderung 26
3.1 Besonderheiten der Hochschule als Organisation 26
3.1.1 Organisationsstrukturen der Hochschulen 26
3.1.2 Organisationstheoretische Ansätze 28
3.1.2.1 Hochschulen als Prototyp der „Organized Anarchy“ 29
3.1.2.2 Hochschulen als Expertenorganisationen 31
3.2 Hochschuladäquate Strukturen betrieblicher Gesundheitsförderung 32
3.2.1 Strukturen einer hochschulbezogenen Gesundheitsförderung 32
3.2.2 Hochschulbezogene Projektstruktur der Gesundheitsförderung 33
3.2.2.1 Grundmodell einer gesundheitsfördernden Projektstruktur an Hochschulen 33
3.2.2.2 Kommunikations- und Schnittstellengestaltung 37
3.2.2.3 Gesundheitszirkel bzw. Focusgruppen und Arbeitsgruppen als Instrumente der Betroffenenbeteiligung an Hochschulen 38
3.2.3 Hochschulbezogene Bestandsanalyse und Gesundheitsberichterstattung 42
3.2.4 Integration von Gesundheitsförderung in das Hochschulmanagement 47
4. Akteure und Anspruchsgruppen betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen 51
4.1 Interessenslagen und Perspektiven der Akteure 51
4.1.1 Integration der unterschiedlichen Perspektiven 51
4.1.2 Perspektive der strategisch und wirtschaftlich Verantwortlichen 53
4.1.3 Perspektive der Anspruchsgruppen 55
4.1.4 Experten-Perspektive 55
4.2 Gesundheitsbezogene Bedarfslagen der verschiedenen Anspruchsgruppen der Hochschule 57
4.2.1 Einleitende Bemerkungen zum Verhältnis der Statusgruppen 57
4.2.2 Beschäftige in Hochschulverwaltung und -technik 58
4.2.3 Wissenschaftlich Beschäftigte 63
4.2.3.1 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter 63
4.2.3.2 Lehrbeauftragte und studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte 69
4.2.4 Studierende 74
5. Themenbezogener Forschungsstand 76
6. Forschungsdesign 78
6.1 Untersuchungsziel und -ansatz 78
6.2 Untersuchungsmethodik 80
6.2.1 Einsatz kombinierter Datenerhebungsmethoden 80
6.2.2 Dokumentenanalyse 81
6.2.3 Fragebogen 82
6.2.4 Experteninterview 85
6.3 Auswahl der Stichprobe 87
7. Darstellung der Ergebnisse und Diskussion 90
7.1 Vergleichende Darstellung 90
7.1.1 Darstellung der teilnehmenden Hochschulen 90
7.1.2 Zentrale Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung 92
7.1.2.1 Gründung und Initiative der betrieblichen Gesundheitsförderung 92
7.1.2.2 Zusammensetzung des zentralen Gremiums (z. B. Arbeitskreis) 95
7.1.2.3 Operative Infrastruktur 104
7.1.3 Entscheidungsträger und Entscheidungsstrukturen 110
7.1.4 Einbindung in die Hochschulstrukturen 115
7.2 Zusammenfassende Beschreibung der Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung je Hochschule 118
7.2.1 RWTH Aachen 118
7.2.2 Universität Augsburg 119
7.2.3 Universität Bremen 120
7.2.4 Technische Universität Darmstadt (TUD) 120
7.2.5 Leibnitz Universität Hannover (LUH) 121
7.2.6 Medizinische Hochschule Hannover (MHH) 124
7.2.7 Universität Kaiserslautern 126
7.2.8 Universität Karlsruhe 126
7.2.9 Universität Konstanz 127
7.2.10 Hochschule Magdeburg 128
7.2.11 Philipps-Universität Marburg 129
7.2.12 Technische Universität München (TUM) 129
7.2.13 Universität Paderborn 130
7.3 Diskussion 131
7.3.1 Initiativen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Verhältnis zu weiteren Strukturbildung 131
7.3.2 Hochschulbezogene Struktur der Gesundheitsförderung - Grundmodell und Praxis 133
7.3.3 Identifizierung der Anspruchsgruppen der betrieblichen Gesundheitsförderung 135
8. Zusammenfassung und Ausblick 136
Literaturverzeichnis 137
Internetverzeichnis: Hochschulen (Webseiten zur Gesundheitsförderung) 147
Internetverzeichnis 151
Anhangsverzeichnis 153

Textprobe:

Kapitel 3.4.2, Integration von Gesundheitsförderung in das Hochschulmanagement:

Oftmals existieren eine Reihe von gesundheitsfördernden Maßnahmen, die auf Initiative einzelner Personen oder Gruppen aus unterschiedlichsten Bereichen der Hochschule zurückgehen. Allerdings sind diese Maßnahmen oftmals nicht in die Gesamtprozesse der Hochschule eingebunden, so dass die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen nicht gesichert ist. Wenn die gesundheitsbezogenen Projekte nicht in die Strukturen und Organisation der Hochschule eingebunden sind, bilden sie einen „Bypass“, d .h. in einigen Bereichen mögen sie noch andocken, aber nach Beendigung des Projektzyklus verlassen sie die Organisation, ohne nachhaltig etwas hinterlassen zu haben. Es geht daher um das Ziel, die Querschnittsaufgaben „Gesundheit“ und „Nachhaltigkeit“ in das Hochschulmanagement insgesamt einzubinden.

Falls der Impuls zur hochschulbezogenen Gesundheitsförderung aus dem Bereich der Experten (z. B. Gesundheitsstudiengänge wie Hochschule Magdeburg-Stendal) kommt, können diese Ansätze lt. Stratmann nur nachhaltig verankert werden, wenn Hochschulleitung und Hochschulinfrastruktur mit einbezogen werden. Vielerorts wird z. B. die Gesundheitsförderung der Hochschulinfrastruktur und damit der Hochschulverwaltung zugeordnet und der Kernprozess einer Hochschule, die Expertenperspektive der Forschung und Lehre, bleibt außen vor. Falls der Impuls zur hochschulbezogenen Gesundheitsförderung dagegen aus der Hochschulverwaltung bzw. -leitung kommt, beschränkt sich diese zumeist auf die Mitarbeitergruppe in Verwaltung und Technik sowie auf Arbeitsplätze mit Gefährdungspotential (z. B. Umgang mit Gefahrstoffen, schwere körperliche Arbeit etc.) und bindet andere Experten – und Anspruchsgruppen ungenügend ein. Generell hat lt. Stratmann (2002) ein übergreifendes Konzept einer hochschulbezogenen Gesundheitsförderung nur eine Chance auf Akzeptanz, wenn sie in die laufenden Aktivitäten der Hochschul(verwaltungs)reform integriert werden.

Angesichts spezifischer Hochschulcharakteristika wie starke Macht- und Statusdifferenzen innerhalb und zwischen verschiedenen Statusgruppen und hohe Autonomiegrade in einigen Bereichen empfiehlt sich für die Gesundheitsförderung, im Konsensprinzip vorzugehen oder im „Gegenstromverfahren“, d. h. Bottom-up Ansätze müssen mit geeigneten Top-Down Prozessen der Hochschule kombinierbar sein.

Als Gremium zur erstmaligen Auseinandersetzung mit dem Thema „Gesundheitsförderung“ ist der Arbeitsschutzausschuss geeignet. Gemäß § 11 des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) ist die Bildung eines Arbeitsschutzausschusses (ASA) vorgeschrieben. Der Arbeitsschutzausschuss kann mit Themen der Gesundheitsförderung und zusätzlichen Mitgliedern aus der Expertengruppe (s. Kapitel 3.2.2, S. 33) erweitert werden. Der Einstieg über den Arbeitsschutzausschuss bietet den Vorteil, dass zentrale Akteure (Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragter und Vertreter Personalrat) hier bereits ein Kommunikationsforum haben. Ob die Expertengruppe letztendlich parallel daneben existiert oder in den Arbeitsschutzausschuss integriert wird, darüber sollte anhand der konkreten Gegebenheiten der Hochschule entschieden werden. Wichtig ist, dass beide Gremien ihre Aktivitäten koordinieren und nicht in Konkurrenz zueinander treten.

Nachdem eine gesundheitsfördernde Projektstruktur (s. Kapitel 3.2.2, S. 33) aufgebaut wurde, ist es für die Nachhaltigkeit hochschulbezogener Gesundheitsförderung enorm wichtig, diese Elemente dauerhaft in die Hochschule und in das Hochschulmanagement zu übernehmen. Dabei bieten sich bereits gewachsene Strukturen an, die einen Bezug zur Gesundheitsförderung haben. Inhaltliche und strukturelle Anknüpfungspunkte finden sich in traditionellen Arbeits- und/oder Umweltschutzgremien, Personal- und Organisationsentwicklung, Umwelt- oder Qualitätsmanagementsysteme, Gremien der Sozial- und Mitarbeiterberatung und der betrieblichen Suchtprävention, aber auch Fachbereiche mit Gesundheitsbezug.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) des Landes Nordrhein-Westfalen empfiehlt, um die Gesundheitsförderung innerhalb der Hochschulstruktur zu verankern, u. a. den Aufbau eines eigenen Dezernates/Referates. Das würde der hochschulbezogenen Gesundheitsförderung sicherlich das stärkste Gewicht verleihen (Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (2006): Stellungnahme des Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen zu den Empfehlungen der Arbeitsgruppen im Rahmen der Tagung „Gesundheitsförderung unter neuen Rahmenbedingungen der Hochschule“ am 23.11.2006).

Arbeit zitieren:
Gerdes, Mechthild Juli 2007: Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsförderung, Hochschule, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung

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