Die Potenziale gemeinwesenorientierten Wirtschaftens
Erforderliche Bedingungen für die Erschließung von Arbeitsmöglichkeiten in Bereichen der alternativen Ökonomie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Peggy Obst
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 265,0 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
- Bibliografie: ca. 57
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0595-3
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Obst, Peggy Januar 2003: Die Potenziale gemeinwesenorientierten Wirtschaftens, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Alternative Wirtschaft, Wirtschaftssystem, Gemeinwesen, Tauschring, Sozialarbeit
38,00 €
PDF-eBook Download: 38,00 €
Diplomarbeit von Peggy Obst
Einleitung:
Der Rückgang der Erwerbsarbeit in Deutschland führte in den letzten Jahrzehnten zu einer wachsenden Anzahl von Erwerbsarbeitslosen und die Tendenz ist steigend. Unzählige Modelle versuchen eine Lösung für dieses Problem zu finden. Nahezu Vollbeschäftigung ist als gesellschaftlicher und politischer Anspruch fest in den Köpfen verankert.
Doch wie realistisch ist das in einer Informations- und Wissensgesellschaft, wo Ertragssteigerung zunehmend durch moderne Technik, weniger durch menschliche Arbeitskraft erreicht wird? Die Erwerbsarbeit, wie wir sie kennen, wird knapper – bestenfalls für alle oder nur für bestimmte Teile der Bevölkerung. Sie ist jedoch nicht nur Einkommensquelle, sondern besitzt auch eine sozialintegrative Komponente.
Welche gesellschaftlichen Folgen hat es dann, wenn Erwerbsarbeit für viele entfällt? Besteht dann nicht die Gefahr einer zunehmenden sozialen Ungleichheit? Eine zentrale Aufgabe der Sozialarbeit ist es, der Ausgrenzung von Menschen in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken. Es müssen Lösungen gefunden werden, die eine aktive Teilhabe am sozialen Leben für jeden ermöglichen. Integration heißt auch Arbeit haben, einen Beitrag nach den eigenen Fähigkeiten leisten zu dürfen, um Werte für sich und sein Lebensumfeld zu schaffen.
Denn Arbeit gibt es genug. Dass dies kein Widerspruch zu meinen voran gegangenen Aussagen sein muss, zeigen Ansätze einer alternativen Ökonomie, auf die ich näher eingehen werde. Unter welchen Bedingungen sich diese Ideen umsetzen lassen und welche Bedeutung ihnen als Möglichkeit zur Bewältigung von Arbeitslosigkeit bereits beigemessen wird, möchte ich hier aufzeigen. Dabei spielt die Perspektive von Erwerbsarbeitslosen eine wichtige Rolle, die im Leipziger Tauschring eine alternative Form von Ökonomie umsetzen. Welche Voraussetzungen sind bei ihnen gegeben, die zu dieser aktiven Lebensgestaltung führen? Was ist notwendig, dass sich die soziale Ökonomie neben der ausschließlich auf Gewinn orientierten privaten Wirtschaft etabliert? Auf diese Fragen möchte ich in meiner Arbeit Antworten finden.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 3 | |
| Teil I | ||
| Theoretische Erörterung | 4 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Die Bedeutung von Arbeit und Erwerbslosigkeit in der Vergangenheit und der Gegenwart | 5 |
| 2.1 | Die Arbeit im historischen Wandel | 5 |
| 2.2 | Der technologischer Fortschritt und die Globalisierung als Hauptursachen der Erwerbslosigkeit in Deutschland | 7 |
| 3. | Der Mangel an Erwerbsarbeit und die Gegenmaßnahmen in Deutschland | 8 |
| 3.1 | Der Mangel an bezahlter Arbeit | 9 |
| 3.2 | Maßnahmen und Modelle zur Bekämpfung der Erwerbsarbeitslosigkeit | 11 |
| 4. | Die Alternative Ökonomie - Eine Vielfalt von Begriffen für einen ganzheitlichen Ansatz | 15 |
| 4.1 | Die soziale, alternative und solidarische Ökonomie | 15 |
| 4.2 | Die lokale und gemeinwesenorientierte Ökonomie | 16 |
| 4.2.1 | Die ökonomischen Ziele des gemeinwesenorientierten Wirtschaftens | 17 |
| 4.2.2 | Die psychosozialen Aspekte in der Gemeinwesenökonomie | 19 |
| 4.2.3 | Die gesellschaftspolitischen Ansprüche der Gemeinwesenökonomie | 20 |
| 4.3 | Die Umsetzung alternativer Ökonomie in sozialen Unternehmen und gemeinwesenorientierten Projekten | 23 |
| 4.3.1 | Die Organisationsformen der alternativen Ökonomie | 24 |
| 4.3.2 | Denkansätze zur Finanzierung sozialer Unternehmungen | 26 |
| 5. | Plädoyer für die Gemeinwesenökonomie neben der Privatwirtschaft | 28 |
| 6. | Die Umstände und Methoden der empirischen Untersuchung | 29 |
| 6.1 | LETS und der Batzen-Tauschring Leipzig | 30 |
| 6.2 | Die Gründe für die Befragung erwerbsarbeitsloser Menschen | 32 |
| 6.3 | Die Methodik | 33 |
| 6.3.1 | Der Untersuchungsplan | 33 |
| 6.3.2 | Das problemzentrierte Interview und die Materialaufbereitung | 34 |
| 6.3.3 | Das Vorverständnis vom Forschungsgegenstand | 35 |
| 7. | Die zusammenfassenden Einzeldarstellungen | 36 |
| 7.1 | Der Interviewpartner A | 36 |
| 7.2 | Der Interviewpartner B | 39 |
| 7.3 | Die Interviewpartnerin C | 41 |
| 7.4 | Die Interviewpartnerin D | 43 |
| 8. | Eine kategorisierte Gesamtdarstellung der geführten Interviews | 45 |
| 8.1 | Der Weg zur Mitgliedschaft im Batzen-Tauschring | 48 |
| 8.2 | Gründe für den Eintritt in den Batzen-Tauschring | 48 |
| 8.3 | Positive Bedingungen im Batzen-Tauschring | 49 |
| 8.4 | Ungünstige Bedingungen im Batzen-Tauschring | 49 |
| 8.5 | Vermutungen über die Ursache passiver Haltung von Arbeitslosen gegenüber dem Tauschring | 50 |
| 8.6 | Die Aktivität im Batzen-Tauschring und die Bedeutung für den Lebensunterhalt | 52 |
| 8.7 | Das Erleben der Erwerbsarbeitslosigkeit | 54 |
| 8.8 | Einfluss der Mitgliedschaft im Batzen-Tauschring auf die Erwerbslosigkeit | 55 |
| 9. | Einleitende Worte zu meinem Vorgehen | 56 |
| 10. | Die Entscheidungsvoraussetzungen für ein gemeinwesenorientiertes Wirtschaften | 56 |
| 10.1 | Die Aktivierung der Adressaten | 56 |
| 10.2 | Die Beweggründe - Zwischen Eigennutz und Gemeinsinn | 58 |
| 10.3 | Die persönlichen Voraussetzungen | 61 |
| 10.3.1 | Bewältigungsstrategien gegen Arbeitslosigkeit | 61 |
| 10.3.2 | Mögliche Gründe für die Zurückhaltung Arbeitsloser gegenüber gemeinwesenorientiertem Wirtschaften | 64 |
| 11. | Die Theorie und die Praxis - Übereinstimmung oder Widerspruch | 68 |
| 11.1 | Die psychosozialen Aspekte | 68 |
| 11.2 | Die gesellschaftspolitischen Ansprüche | 69 |
| 12. | Die Möglichkeit der Bedarfsdeckung durch Eigenarbeit und gemeinwesenorientiertes Wirtschaften | 71 |
| 13. | Ein Ausblick und mögliche Handlungsstrategien | 72 |
| Literaturverzeichnis | 73 | |
| Anhang (Interviewleitfaden) | 78 |
38,00 €
PDF-eBook Download: 38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836605953
Arbeit zitieren:
Obst, Peggy Januar 2003: Die Potenziale gemeinwesenorientierten Wirtschaftens, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Alternative Wirtschaft, Wirtschaftssystem, Gemeinwesen, Tauschring, Sozialarbeit



