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Potentieller Mehrwert einer Business Service Management Strategie für Unternehmen

Potentieller Mehrwert einer Business Service Management Strategie für Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sascha Schmunk
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 116 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Gießen-Friedberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8095-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8095-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8095-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmunk, Sascha Mai 2004: Potentieller Mehrwert einer Business Service Management Strategie für Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Business Service, Service Level, Infrastruktur, IT, BMC

Diplomarbeit von Sascha Schmunk

Einleitung:

Die moderne Geschäftswelt entwickelt sich in einem rasanten Tempo. Unternehmen müssen schnell und effizient auf neue Anforderungen reagieren. Heute mehr denn je hängt die gesamte Unternehmung von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Technologie ab.

Die Informationstechnologie (IT) ist aus der Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Grundlegende Dienstleistungen, aber vor allem kritische Geschäftsprozesse, vom Verkauf über den Kundendienst bis zur Lieferung, sind von mehreren Komponenten der IT-Infrastruktur abhängig. Um Erfolg zu haben, muss ein Unternehmen die IT-Umgebung über die einfache Verwaltung der Infrastruktur und die Wartung der Systeme hinaus auf ihre Geschäftsziele abstimmen. In einer immer komplexeren und globaler werdenden Geschäftswelt wird versucht mit immer weniger mehr zu erreichen und den strategischen Wert der gesamten IT-Investitionen voll auszuschöpfen.

BMC Software versucht diese Kluft, die zwischen IT- und Geschäftswelt existent ist, mit ihrer Strategie Business Service Management, kurz BSM, zu überbrücken. BSM soll dem Anwender gleichzeitig einen Überblick über die geschäftlichen und informations-technischen Aspekte von Dienstleistungen bieten. Dadurch wird besser verständlich, wie IT-Prozesse das Geschäft beeinflussen und wie sich Änderungen im Geschäft auf die IT-Infrastruktur auswirken.

IT-Systeme haben erheblichen Einfluss auf die Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen.

So kann der Ablauf von wichtigen Dienstleistungen gesteuert, insgesamt bessere Entscheidungen getroffen und Geschäftsprozesse optimiert werden.

Das Beschreiben, Erklären und Gestalten dieser Verbindung, die zwischen Leistung und Einsatz der IT und den Geschäftsprozessen besteht, stellt eine der Hauptaufgaben der Disziplin Wirtschaftsinformatik dar.

Ziel dieser Diplomarbeit soll es sein, einen Überblick über die aktuellen Betrachtungsweisen der Bereiche Kosten und Effizienz in der IT-Geschäftswelt zu geben, die sich aus den Paradigmenwandel in der Informationstechnologie und der derzeitigen konjunkturellen Lage ergeben haben.

Damit soll aufgezeigt werden, wo Ansatzpunkte für qualitative und quantitative Nutzenpotentiale in einem Unternehmen durch eine Einführung der Business Service Management Strategie liegen. Schwerpunkte werden, neben der Betrachtung der BSM Strategie, konkrete Fall- und Rechenbeispiele sein, die aufzeigen sollen wie sich anhand von BSM konkret Kosten in einem Unternehmen einsparen lassen und sich eine Effizienzsteigerung im Bereich der IT- und Geschäftsprozesse erzielen lässt.

Dabei werden Beispiele aus den vier BSM Bereichen, IT-Betriebs- und Infrastrukturmanagement, IT-Service- und Anwendungsmanagement, Service Impact Management und Geschäftsprozesse betrachtet. Dies geschieht zum Teil an Beispielen von BMC Produkten, die in den entsprechenden Disziplinen des BSM eingesetzt werden, bzw. übergreifend die Disziplinen zusammenführen.

Kurz, es soll konkret aufgezeigt werden, wo der Mehrwert der Strategie BSM für ein Unternehmen liegen kann.

Ziel dieser Arbeit ist nicht eine komplette Wirtschaftlichkeits-, Return on Investment (ROI)- oder Strategieanalyse der BSM Strategie durchzuführen, da hierzu erheblich mehr zu untersuchende Faktoren notwendig wären.

Zudem wird die Geschäftsprozesssicht der BSM Strategie hier nur soweit betrachtet, wie sie für die Ziele der Diplomarbeit, in Bezug auf Business Service Management, erforderlich ist.

Auch wird die strategische Wertschöpfung der BSM Strategie nur in einem Unterpunkt in Kapitel 6 behandelt, man sollte sich jedoch vor Augen führen, dass dieses nur die Spitze des Eisberges beschreiben kann.

Gang der Untersuchung:

Weitere einführende Kapitel nach dieser kurzen Einleitung sind Kapitel 2, das sich mit dem Paradigmenwandel in der IT-Branche und die daraus resultierenden Konsequenzen in der IT-Organisation beschäftigt sowie Kapitel 3, welches die Kosten- und Effizienzbetrachtung in der IT näher beleuchtet.

Verschiedene Meinungen von Analysten und Wirtschaftsexperten werden einer Betrachtung unterzogen und abschließend ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungstendenzen gegeben.

Bevor Kapitel 5 einen Einstieg und detaillierten Einblick in die Strategie BSM gibt, folgt in Kapitel 4 zuvor eine kurze Unternehmensvorstellung von BMC Software. BMC Software hat die Notwendigkeit zwischen Verbindung von IT- und Geschäftsprozessen erkannt und in diesem Zuge die BSM Strategie Mitte des Jahres 2003 auf dem Markt lanciert.

Die Schwerpunkte dieser Arbeit liegen dann in Kapitel 6. Hier wird anhand von Rechenbeispielen gezeigt, wie sich eine Kostenreduktion sowie Effizienzsteigerungen, sprich Mehrwert durch BSM, realisieren lassen.

Eingegangen wird auch auf den strategischen Mehrwert, der sich selten rein in Zahlen ausdrücken lässt, der nicht-kalkulierbare Benefit. Ein Beispiel aus der Wirtschaft über die erfolgreiche Anwendung der BSM Strategie und eine Ergebnisbewertung schließen Kapitel 6 ab.

Am Ende dieser Arbeit folgt in Kapitel 7 eine zusammenfassende Schlussbemerkung mit einem Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Im darauf folgenden Anhang befinden sich Literatur- und Quellangaben, die für diese Arbeit benötigt wurden. Ebenso wie einige Grafiken zu BSM und die neusten Entwicklungen bzgl. BSM, die wegen ihres Umfanges und der Aufgabenstellung nicht mit in den Hauptteil der Arbeit aufgenommen wurden. Sie sollen als zusätzliches Ergänzungsmaterial angesehen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsüberblick I
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einführung und Zieldefinition 1
1.1 Bedeutung des Themas - Einordnung in die Wirtschaftsinformatik 1
1.2 Ziel und Abgrenzung der Diplomarbeit 2
1.3 Aufbau der Diplomarbeit 3
1.4 Verwandte Themen 4
2. Paradigmenwandel in der Informationstechnologie 5
2.1 Prozessorientierung als neues IT-organisatorisches Paradigma 5
2.2 Trend zur Wirtschaftlichkeit und Transparenz 7
2.3 Die Ausrichtung der IT auf das Geschäft 10
3. Kosten- und Effizienzbetrachtung in der IT - Branche 14
3.1 Informationstechnologie: Kosten und Effizienz 14
3.2 Stimmen von Analysten und Wirtschaftsexperten 18
3.3 Entwicklungstendenzen 22
4. BMC Software 27
4.1 Unternehmensvorstellung 27
4.2 Historie 28
4.3 Softwareprodukte 28
4.4 Kundenstruktur & Partnerschaften 28
5. Business Service Management 29
5.1 Definition von Business Service Management von BMC Software 30
5.2 Strategische Ausrichtung und Ziele von BSM 32
5.3 Wertschöpfung durch Zusammenführungvon Geschäft undIT 34
5.4 Lösungsportfolio für BSM 36
5.5 BSM und IT Infrastructure Library (ITIL) 38
6. Mehrwert der Business Service Management Strategie 42
6.1 Messbare Kostenreduktion und Effizienzsteigerung durch BSM Integration 42
6.2 Beispiele zur konkreten Kostenreduktion und Effizienzsteigerung 46
6.2.1 Geschäftsprozesse 47
6.2.2 Service Impact Management 48
6.2.3 IT-Service- und Anwendungsmanagement 52
6.2.4 IT-Betriebs-und Infrastruktur-Management 56
6.2.5 Betrachtung eines Beispielprozesses und dessen Optimierung 62
6.2.6 Beispiel zur Geschäftsprozessoptimierung 67
6.3 Strategische Wertschöpfung - Nicht-kalkulierbarer Nutzen 72
6.4 Unternehmenserfolg durch Business Service Management 76
6.5 Ergebnisanalyse 77
7. Schlussbemerkung und Ausblick 82
Anhang 1: Grundlegende BSM Elemente 84
Anhang 2: Service Impact Manager 85
Anhang 3: Szenario eines Serverausfalles 86
Anhang 4: BSM Evolution und Vision 90
Anhang 5: Glossar 92
Literatur- und Quellenverzeichnis 97
Eidesstattliche Erklärung 105

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bereits mit zehn als ausfallkritisch einzustufenden Schlüsselkomponenten wird nur noch eine Gesamtverfügbarkeit von 95,1 % (0,995^10 = 0,9511101…) erreicht, d.h. statt der 2 Tage annähernd 18 Tage Ausfall pro Jahr. Um die Ausfallrate auf die gewünschten 1,8 Tage zu reduzieren, darf jede Teilkomponente maximal 4,4 Stunden im Jahr ausfallen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer Verfügbarkeit von 99% in den einzelnen Teilbereichen der IT lediglich eine kumulierte Gesamtverfügbarkeit von weniger als 97% erreicht wird. Das bedeutet einen Ausfall von zirka zwei Wochen pro Jahr. Tatsächlich erreicht die Mehrheit aller Unternehmen nur eine Teilverfügbarkeit von 97,5 Prozent, was einer Gesamtverfügbarkeit von 88 Prozent oder sechs Wochen Ausfall pro Jahr entspricht.75 [...]

Eine BSM Integration reduziert nicht nur die Kosten, sondern legt auch ungenutzte oder verschwendete Ressourcen und Kapazitäten offen, die in den meisten Unternehmen brach liegen. Häufig liegen Optimierungspotentiale in den Bereichen Auslastung, Standardisierung, Geschäftsorientierung und Automatisierung sowie eine erhöhte IT-Service Verfügbarkeit (basierend auf SLAs). Eine BSM Integration erzielt eine Geschäftoptimierung durch eine optimierte Nutzung der IT, einer IT-Serviceorientierung mit gesteigerte Benutzerzufriedenheit und einem ITManagement aus Sicht des Geschäfts/des Kunden. Einher geht dies, z.B. in Rechenzentren (RZ), mit einer Kostenreduzierung und geringeren Komplexität durch schlankere RZ-Prozesse, eine verbesserte IT-(Aus)Nutzung, automatischer Priorisierung und Performance Vorhersagen, um proaktiv agieren zu können und nicht reaktiv reagieren zu müssen. [...]

35 Kritische Erfolgsfaktoren, die eine BSM Implementierung vorantreiben und einen schnelleren Unternehmenserfolg bzgl. der Zusammenführung von Geschäft und IT kreieren, sind laut Gartner70: • IT-Organisationen, die schon eine Relationship Management Lösung verfolgen und im IT-Service Bereich bereits End-to-end Service Level Agreements mit den Geschäftseinheiten definiert haben, werden es einfacher bei einer BSM Implementierung haben. • BSM zu implementieren benötigt hohes IT Management Commitment (im Deutschen ähnlich „Unterstützung/Verpflichtung/Hingabe“) sowie eine enge Beziehung und Kommunikation zwischen IT-Organisationen, IT-Organisationseinheiten sowie den Geschäftseinheiten. • Da es keine automatische Erkennungsfähigkeiten für (Geschäfts-) Business Services Verbindungen gibt, werden IT-Organisationen mit gut definierten Prozeduren und disziplinierten Namenskonventionen für Objekte, die sich auf Business Services beziehen, es einfacher haben Objekte auszuwählen und in die Business Service Views zu laden. Diese wirkt sich wiederum positiv auf die Implementierungszeit aus. • IT-Organisationen, welche in Enterprise Event Management Prozesse investiert haben, die Korrelationen und Filter nutzen um auf Events zu reduzieren die höchstkritisch auf die Performance der Business Services sich auswirken, werden den größten Erfolg mit BSM haben. Bspw. nutzte ein Unternehmen vor einer BSM Implementierung Event („Ereignis“) Korrelationstechnologie um ihre 270´000 Events auf 12´000 pro Woche zu reduzieren. Eine Zahl auf die das Betriebspersonal dann wesentlich einfacher reagieren kann, anstatt von ihr überwältigt zu werden71. • • Dokumentierte Change Management Prozesse werden benötigt, welche exakt und konsequent eingehalten werden, um BSM Views ständig aktuell zu halten. Koordinierte Event Prioritäten mit Help Desk Secerity („Schärfegrad“) Levels ermöglichen eine schnellere BSM Implementierung. [...]

Arbeit zitieren:
Schmunk, Sascha Mai 2004: Potentieller Mehrwert einer Business Service Management Strategie für Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Business Service, Service Level, Infrastruktur, IT, BMC

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