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Potentiale des One-to-One Marketing für den E-Commerce

Potentiale des One-to-One Marketing für den E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jan-Thomas Nielsen
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 711,9 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Flensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5590-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5590-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5590-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nielsen, Jan-Thomas Juni 2001: Potentiale des One-to-One Marketing für den E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: One-to-One Marketing, E-Commerce, Communities, Mund-zu-Mund Marketing

Diplomarbeit von Jan-Thomas Nielsen

Einleitung:

Das Internet findet immer mehr Einzug in das Leben der Menschen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, sich umfassend (über Produkte und Hersteller) zu informieren und miteinander zu kommunizieren. Der E-Commerce, also die „elektronisch realisierte Anbahnung, Aushandlung, Abwicklung und Pflege von Markttransaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten„, wird von Verbrauchern immer mehr angenommen. Sie nutzen den E-Commerce u.a., um z.B. (ausgefallene) Geschenke, Bücher, CDs zu kaufen, um an Online-Versteigerungen teilnehmen, ihre Bankgeschäfte zu erledigen oder um Aktien zu handeln.

Dabei stehen für die Verbraucher unter anderem diese (später noch ausführlicher behandelten) Punkte im Vordergrund:

Bequemlichkeit: sie müssen ihr Haus nicht verlassen, um das Produkt bzw. die Dienstleistung zu suchen und zu kaufen bzw. in Anspruch zu nehmen; spezifischer ausgedrückt kann gesagt werden, dass der Ort, also die physische Verfügbarkeit des Produktes in einem Laden (vor Ort) an Bedeutung verliert.

Für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel u.ä. ist die unmittelbare Verfügbarkeit und schnelle Beschaffungsmöglichkeit natürlich weiterhin sehr wichtig. Inwiefern der E-Commerce auch dieses Kriterium erfüllen kann bzw. welche Möglichkeiten sich hier durch ihn eröffnen wird im Laufe dieser Diplomarbeit nur äußerst kurz behandelt.

Schnelligkeit (des Auswahl- und Bestellprozesses): der Faktor Zeit verliert bei Kundenaktivitäten im E-Commerce im Gegensatz zum „normalen“ Einkauf an Bedeutung. Beim „normalen“ Einkauf gehören zeitaufwendige Dinge wie Anfahrt, Parkplatzsuche, Suche des richtigen Geschäfts (das die/den gewünschten Artikel führt), Suche des Artikels im Geschäft selber, Abfahrt und Parkplatzsuche vor der Haustür (dieses Problem dürfte wohl eher in Städten anzutreffen sein) zum Einkaufen dazu. Möglicherweise müssen diese Schritte noch mehrmals vollzogen werden, wenn sich die Einkäufe über mehrere, weit auseinanderliegende Geschäfte erstreckt.

Der E-Commerce hingegen bietet den Kunden die Möglichkeit, sich - bequem in der wohligen Atmosphäre ihres Zuhauses - über die verschiedenen Produkte und Dienstleistungen von verschiedenen Anbietern zu informieren und sie einfach per Mausklick zu bestellen (sind mehrere Geschäfte in einer Shopping-Mall zusammengefasst, so können auch alle Sendungen zu einer einzigen gebündelt werden). Das gewünschte Produkt wird dann einfach per Post entweder nach Hause oder z.B. zur Arbeitsstelle geliefert (falls der Besteller sich den abendlichen Weg zur Post sparen möchte).

Einfache Bedienung (im Zusammenhang mit dem Punkt „Bequemlichkeit“): zusätzlich zur oben angedeuteten zunehmenden Bedeutungslosigkeit von Raum und Zeit für Benutzer des E-Commerce, ist es für den Verbraucher eminent wichtig, dass die Bedienung der Menus der Internet-Seiten des Anbieters und der Prozess des Bestellvorganges (Auswahl des richtigen Produktes; Angabe von persönlichen Daten als Neukunde bzw. Log-In als bereits registrierter Kunde; Auswahl der Rechungs- und Lieferadresse; Abschluss des Bestellvorganges) möglichst intuitiv und einfach gestaltet sind.

Von der technologischen Seite aus betrachtet, sollte es beim Stand der heutigen Informationstechnik durchaus möglich sein, diesen (nur beispielhaft genanten) Anforderungen von Unternehmensseite aus gerecht zu werden. Die Sprunghaftigkeit der Kunden von einem Anbieter zum nächsten und die jüngsten Pleiten von Internetfirmen sprechen leider eine etwas andere Sprache. Sie lassen die Vermutung zu, dass Erfolg im E-Commerce nicht nur von technisch hochwertig und benutzerfreundlich gestalteten Internetseiten, Auswahlmenus und Bestellprozessen abhängt, sondern vielmehr eine Frage des erfolgreichen Marketing zu sein scheint.

Eine Vielzahl von gleichartigen Anbietern konkurrieren im Internet mit Büchern, CDs, Hard- und Software und allen anderen erdenklichen Waren und natürlich auch Dienstleistungen um die Gunst der Verbraucher, denen sich über das Internet eine nahezu vollkommene Markt-, Preis- und Anbietertransparenz bietet.

Per einfachem Mausklick kann der Verbraucher die Angebote und Preise anderer Anbieter studieren, miteinander vergleichen und ebenso einfach dort (bei der Konkurrenz) eine Bestellung tätigen. Der Kunde kann also zu jedem Zeitpunkt das „Geschäft“ (die Internet-Seite des Anbieters) wieder verlassen und in Windeseile die Internet-Präsenz eines Konkurrenzanbieters aufsuchen, um evtl. dort zu kaufen, sobald ihm irgend etwas an der Internet-Seite des zuerst aufgesuchten Anbieters wie z.B. lange Ladezeiten, grafische Gestaltung, unübersichtliche Menus, schlechte Produktbeschreibungen, komplizierter Bestellvorgang, unseriöser Eindruck etc. missfällt.

Neben der Optimierung dieser aus Sicht des Autors elementaren grafischen und prozessualen Mindestanforderungen an das Online-Angebot eines E-Commerce-Treibenden, muss das Hauptaugenmerk des Unternehmens - insbesondere des Marketing - auf der Generierung und dem Halten von zufriedenen und loyalen Kunden liegen. Nur zufriedene und loyale Kunden, die mit den Leistungen des Unternehmens in der Vergangenheit positive Erfahrungen machen konnten und sich dem Unternehmen in irgendeiner Art und Weise positiv verbunden fühlen, sind bereit, immer wieder bei diesem Unternehmen zu kaufen.

Der Autor sieht es als eine der Kernfragen für das (Internet-)Marketing an, wie man unter den geänderten Rahmenbedingungen des Internet, geeignete Marketing-Strategien entwirft, die (potentielle) Kunden erreichen und langfristig an das Unternehmen binden.

Gang der Untersuchung:

Die Ihnen vorliegende Arbeit wird sich damit beschäftigen, welche Potentiale das sogenannte One-to-One Marketing für den E-Commerce bietet. Nach einer Erklärung der Begriffes One-to-One Marketing und seiner praktischen Anwendungsmöglich-keiten in Kapitel zwei, wird im dritten Kapitel ein Überblick über die derzeitige (wirtschaftliche) Lage des E-Commerce gegeben.

Im Hauptkapitel vier dieser Diplomarbeit werden die in Kapitel zwei erläuterten Anwendungsmöglichkeiten des One-to-One Marketing hinsichtlich ihrer Potentiale für den E-Commerce - aufbauend auf den Ergebnissen des Kapitels drei - untersucht.

Das letzte Kapitel bietet Ihnen eine abschließende und komprimierte Betrachtung der Ergebnisse dieser Arbeit. Zudem wird der Autor einen Ausblick in die Zukunft zu wagen und versuchen die zukünftige Entwicklung des One-to-One Marketing, des E-Commerce und die Entwicklung des E-Commerce durch das One-to-One Marketing zu skizzieren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
2. Vorstellung der Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten des One-to-One Marketing 9
2.1 Eine einführende Betrachtung des One-to-One Marketing 9
2.2 Prinzipien des One-to-One Marketing 17
2.2.1 Kundenanteile statt Marktanteile 17
2.2.2 Zusammenarbeit mit dem Kunden 26
2.2.2.1 Zusammenarbeit mit zufriedenen Kunden 32
2.2.2.2 Zusammenarbeit mit unzufriedenen Kunden 33
2.2.3 Kundendifferenzierung 35
2.2.4 Der Dialog mit dem Kunden 39
2.2.5 Privatsphäre des Kunden schützen 43
2.3 Anwendungsmöglichkeiten des One-to-One Marketing 47
2.3.1 Kostenlose Telefonhotlines 48
2.3.2 Fax 50
2.3.3 E-Mail/Me-Mail 51
2.3.4 Personalisierte Websites 54
2.3.5 Kundenclubs und Communities (Internet) 56
2.3.6 Persönliches Schreiben 59
3. Status Quo E-Commerce 61
3.1 Derzeitige wirtschaftliche Lage des E-Commerce 61
3.1.1 Wirtschaftliche Bedeutung des B2B-Bereichs 63
3.1.2 Wirtschaftliche Bedeutung des B2C-Bereichs 66
3.2 E-Commerce aus Verbrauchersicht 69
3.3 E-Commerce aus Unternehmenssicht 72
3.4 Fazit 75
4. Potentiale des One-to-One Marketing für den E-Commerce 76
4.1 Durch Anwendung des One-to-One Marketing im E-Commerce sich ergebende Potentiale 76
4.1.1 Schaffen von Vertrauen beim Verbraucher/Kunden 77
4.1.2 Interaktion mit dem Kunden/Nutzen von Feedback Loops 82
4.1.3 Langfristige Bindung der Kunden an das eigene Angebot 86
4.1.4 Mass customization/Individuelle Fertigung 92
4.1.5 Sicherung zukünftiger Gewinne 96
4.1.6 Eintrittsbarrieren für Konkurrenten 98
4.2 Durch Anwendung des One-to-One Marketing im E-Commerce sich ergebende Risiken 99
5. Zusammenfassung und Ausblick 102
Quellenverzeichnis 104

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kommunikationsinstrument geradezu an. Gemäß Seth Godin116 ist die E-Mail unter den Anwendungen des Internet die Nummer eins (80% der Internetbenutzer geben sie als Hauptgrund dafür an, dass sie online gehen). Für One-to-One Marketer ist sie das Werkzeug schlechthin117. Die E-Mail bietet für Unternehmen wie für Kunden gleichermaßen große Vorteile. Sie - ist kostengünstig (eigentlich kostet sie gar nichts, wenn man von den Bereitstellungskosten wie Anschaffung der notwendigen Hard- und Software und Kosten für den Internetzugang einmal absieht), - ermöglicht es, vielen Empfängern schnell und einfach ein und dieselbe Nachricht zu schicken, - ermöglicht das Senden und Empfangen von Texten, Bildern, Videos und anderen Dateien, die dann gleich im Computer weiterverarbeitet werden können, - ermöglicht dem Kunden gleich auf die Nachricht zu antworten („The reply button gives customers the ability to respond to an offer at a moment’s notice“118) und - ermöglicht es, über Ländergrenzen hinweg alle Menschen zu erreichen (sofern deren E-Mail Adresse bekannt ist), ohne dafür extra zahlen zu müssen. Zur Kommunikation mit dem Kunden kann die E-Mail auf vielfältigste Art und Weise eingesetzt werden. Sofern der Kunde es wünscht, kann er per E-Mail einen Newsletter von dem Unternehmen erhalten, der ihn über alle interessanten Neuigkeiten zum Unternehmen und dessen Leistungsspektrum informiert. Weiterhin kann er den Status seiner Bestellung per E-Mail zugeschickt bekommen (z.B.: „Ihre Bestellung hat soeben unser Vertriebszentrum verlassen und ist auf dem Weg zu Ihnen“). Das Unternehmen kann E-Mail aber auch nutzen, um Online-Umfragen entweder a) mit denselben Fragen an allen Kunden oder [...]

Informationen über Produktneuheiten oder Rezepte zugeschickt werden. Wichtig ist hierbei nur – wie bei allen Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunde -, dass der Kunde solche Dienste auch wünscht und nicht durch als belästigend empfundene Faxnachrichten verärgert wird. Durch den Faxabruf von im Zusammenhang mit dem angebotenen Produkt bzw. der angebotenen Dienstleistung stehenden Informationen wie Pflege- und Wartungshinweisen oder aktuellen Börsenkursen kann dem Kunden zum einen ein Mehrwert gegenüber Konkurrenten geboten werden. Zum anderen können die Faxabrufe auch dazu genutzt werden, den Kunden auf andere – direktere – Möglichkeiten (Telefon, E-Mail) hinzuweisen, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Somit kann das Fax als „Türöffner“ für eine tiefergehende Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde fungieren. Für das Unternehmen kann die Einrichtung eines Faxdienstes sehr kostengünstig sein. Da alle Faxanrufe aus Bits und Bytes bestehen, kann ein Computer alle ein- und ausgehenden Faxe digital verarbeiten, ohne dass ein Ausdrucken notwendig wird. So fallen neben den Kosten für Telefonleitung(en) und Anschaffung der notwendigen Hardware keine Kosten für den Ausdruck der Faxnachrichten an. Sofern der Kunde einem solchen Dienst zustimmt, kann er in regelmäßigen Abständen besondere Angebote vom Unternehmen erhalten. Dies kann auch im Austausch gegen spezifische Verbraucherinformationen (Zurücksendung eines ausgefüllten FaxFragebogen an das Unternehmen) geschehen, wobei dem Kunden die Vorteile einer solchen Zusammenarbeit im Voraus erklärt werden sollten. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass das Fax in Zeiten von Internet und E-Mail in punkto bedeutsamer Kommunikationskanal zwischen Unternehmen und Kunde etwas in Hintertreffen geraten ist. Nichtsdestotrotz kann es aber durchaus bei Verbrauchern, die entweder keinen Internetzugang haben oder wollen oder aber die gewünschten Informationen gleich auf einem Blatt Papier haben wollen, ein wirksamer Weg sein, eine Beziehung mit ihm aufzubauen. 2.3.3 E-Mail/Me-Mail Bei Unternehmen, die Geschäfte über das Internet tätigen – ob nun zu 100% oder „nur“ als Ergänzung zu ihrem Hauptgeschäft -, bietet sich die E-Mail als [...]

Bittet ein Kunde (bei einer automatisierten Anrufbearbeitung) um einen Rückruf des Unternehmens, so sollte das System in der Lage sein, Telefonnummer, Name des Kunden und gewünschter Zeitpunkt des Anruf zu speichern, um so dem Wunsch des Kunden nachkommen zu können. Sind dem Kunden nun die Telefonnummer und die Gründe, warum er hier anrufen sollte bzw. was ihm diese Hotline an Vorteilen bringen kann, bekannt, bleibt für das Unternehmen noch die Frage nach der Kostenlosigkeit der Hotline zu klären. Obwohl dem Autor hier leider keine empirischen Daten vorliegen, ist dennoch anzunehmen, dass – bei gleichen Voraussetzungen: Kunden kennen die Telefonnummer, haben einen ähnlichen Grund, hier anzurufen und der gebotene Service ist vergleichbar - eine kostenlose im Vergleich mit einer kostenpflichtigen Hotline mehr Anrufe erhält. Natürlich ist diese Aussage sehr allgemeiner Natur und es soll nicht verschwiegen werden, dass sich kostenpflichtige Hotlines auch nach ihren Kosten (in Deutschland von 0,12 DM/Anruf bis 3,63 DM/Minute) differenzieren lassen, so dass der Unterschied in der Zahl der Anrufe gegenüber einer kostenlosen Hotline nicht unbedingt eindeutig sein muss. Da aber der Anruf bei einer Hotline dem Kunden schon ein gewisses Maß an Eigeninitiative (Aufwendung von persönlicher Zeit, Wissen bzw. Raussuchen der Nummer, Tätigen des Anrufs, Schildern seines Anliegens bzw. Bedienung des Menus der Anrufverarbeitung mittels seines Tastentelefons) abverlangt wird, sollte dies dem Kunden nicht auch noch in Rechnung gestellt werden. Dem Unternehmen bietet sich hier eine Chance, mit einzelnen Kunden in Dialog zu treten, mehr über ihn zu erfahren und ihm in Zusammenarbeit mit ihm mehr Produkte verkaufen zu können, also den Kundeanteil bei diesem Kunden zu steigern. Nach Meinung des Autors sollte alle den Kunden vor einem Anruf bei einer Hotline abschreckenden Merkmale (für ihn entstehende Kosten, komplizierte Menus usw.) so gering wie möglich gehalten werden, um diese Chance einer Zusammenarbeit mit dem Kunden nicht im Keim zu ersticken. 2.3.2 Fax Besitzt der Kunde ein Faxgerät, so kann das Unternehmen auch auf diese Weise mit ihm kommunizieren. So können ihm beispielsweise individuelle, auf seine Konsumverhalten zugeschnittene Kupons oder andere Serviceleistungen wie z.B. [...]

Arbeit zitieren:
Nielsen, Jan-Thomas Juni 2001: Potentiale des One-to-One Marketing für den E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
One-to-One Marketing, E-Commerce, Communities, Mund-zu-Mund Marketing

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