Der Post-Occupancy-Evaluation-Ansatz im Rahmen des Facility Management und sein Beitrag zur Gebäudeoptimierung
- Art: Studienarbeit
- Autor: Ilka Pfeffer
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 35 Seiten
- Dateigröße: 719,9 KB
- Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5286-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5286-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5286-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pfeffer, Ilka Februar 2002: Der Post-Occupancy-Evaluation-Ansatz im Rahmen des Facility Management und sein Beitrag zur Gebäudeoptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Immobilien
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Studienarbeit von Ilka Pfeffer
Einleitung:
Immobilien nehmen sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Unternehmen den größten Anteil am Gesamtvermögen ein. In der Bundesrepublik Deutschland beläuft sich das Immobilieneigentum auf DM 7.300 Mrd., dies entspricht einem Anteil von ca. 51%. Doch nehmen Immobilien nicht nur den größten Teil am Gesamtvermögen ein, sondern sie sind auch ein wichtiger Teil unserer Umwelt, in dem in unserer Zivilisation Menschen zumeist den größten Teil ihrer Zeit verbringen. Viele Erfahrungen und Erlebnisse werden im Laufe des Lebens in Gebäuden gemacht. Die Kindheit, das Erwachsenwerden, die erste Liebe, die eigene Familie, viele Feste und Feiern, die Arbeit und viele Freizeitaktivitäten finden in gebauten Umwelten statt. Der unmittelbare Einfluß der Menschen auf die gebaute Umwelt, in der sie leben/wohnen und arbeiten müssen, ist jedoch gering. Bauen vollzieht sich zumeist unter vorgegebenen, engen finanziell-ökonomischen Rahmenbedingungen und ist mehr an finanzielle Interessen sowie bautechnischen Standards als an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert.
Die Frage, wie dieser gestörten Kommunikation zwischen Erbauern und Nutzern entgegenzuwirken ist und eine Bewertung gebauter Umwelten unter Nutzungsgesichtspunkten durchgeführt werden kann, ist zentraler Kern dieser Arbeit. Die vorliegende Arbeit befaßt sich zunächst mit einer Einführung in das Facility Management. Nach einer Klärung des Facility Management-Begriffs und der historischen Entwicklung, werden die Grundideen und Ziele definiert. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt nicht auf dem Facility Management, sondern bei der Einführung in die Post Occupancy Evaluation-Grundlagen. Der zweite Teil dieser Arbeit geht auf die Beziehung zwischen Aufgaben des Facility Management und der Analyse der Nutzer-Anforderungen ein. Anhand der Projektdurchführung und des Unterschiedes zwischen dem linearen und zyklischen Bauprozess wird der Begriff Gebäudeevaluation eingeführt. Die Bedeutung der Evaluation und des Zusammenhangs zwischen Facility Management und Gebäudeevaluation wird erklärt. Im dritten Teil der Arbeit wird der Leser in die Post Occupancy Evaluation-Grundlagen eingeführt. Nach einer Begriffsdefinition und der Geschichte werden Anwendungsbereiche und Formen, Phasen einer POE, Erhebungsmethoden und POE-Effekte erläutert. Zum Schluß der Arbeit werden die Kosten und die Finanzierung sowie die POE-Situation in Deutschland zum Thema gemacht.
Im Fazit wird die wesentliche Aussage der Arbeit nochmals kurz dargestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Abstract | |
| II. | Abkürzungsverzeichnis | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Einführung in das Facility Management | 3 |
| 2.1 | Historische Entwicklung | 3 |
| 2.2 | Der Facility Management-Begriff | 4 |
| 2.3 | Was ist Facility Management | 6 |
| 2.4 | Ziele des Facility Management | 8 |
| 2.4.1 | Minimierung der Gebäudekosten | 8 |
| 2.4.2 | Maximierung des Gebäudenutzens | 8 |
| 3. | Die Beziehung zwischen Aufgaben des Facility Management und Analyse der Nutzer-Anforderungen | 9 |
| 3.1 | Die Bedeutung der Gebäudekonzeption | 9 |
| 3.2 | Projektdurchführung | 9 |
| 3.3 | Die Bedeutung von Gebäudeevaluierungen | 10 |
| 3.4 | Facility Management und Gebäudeevaluierung | 10 |
| 4. | Post Occupancy Evaluation | 11 |
| 4.1 | POE-Einführung | 11 |
| 4.2 | Der Post Occupancy Evaluation-Begriff | 12 |
| 4.3 | POE-Geschichte | 13 |
| 4.4 | Anwendungsbereiche und Formen von POE | 13 |
| 4.4.1 | Art der evaluierbaren Settings | 13 |
| 4.4.2 | Gebäudephasen | 14 |
| 4.4.3 | Zwecke | 14 |
| 4.4.4 | POE-Formen | 15 |
| 4.5 | Phasen einer POE | 16 |
| 4.6 | POE-Erhebungsmethoden | 17 |
| 4.7 | POE-Effekte | 19 |
| 4.7.1 | Kurzfristige Nutzeffekte (short-term benefits) | 19 |
| 4.7.2 | Mittelfristige Nutzeffekte (medium-term benefits) | 19 |
| 4.7.3 | Langfristige Nutzeffekte (long-term benefits) | 19 |
| 4.8 | POE-Kosten und POE-Finanzierung | 20 |
| 4.9 | Die POE-Situation in der Bundesrepublik und den anderen deutschsprachigen Ländern | 21 |
| 5. | Fazit | 21 |
| III. | Anhang | |
| IV. | Literaturverzeichnis | |
| V. | Ehrenwörtliche Erklärung |
In unserer Zivilisation verbringen Menschen einen großen Teil ihrer Zeit in Gebäuden. Wohnen, Arbeiten und auch viele Freizeitaktivitäten finden in gebauten Umwelten statt. Bauliche Gegebenheiten stellen in vielerlei Hinsicht gewissermaßen den Rahmen dar, in dem der Mensch sich entfalten kann. Der unmittelbare Einfluß der meisten Menschen auf die gebaute Umwelt, in der sie wohnen und arbeiten, ist jedoch gering. Anstatt daß die bauliche Umwelt entsprechend den Bedürfnissen der Nutzer gestaltet wird, wird die Erreichung eines akzeptablen Niveaus der „Mensch-Umwelt-Passung“ häufig zu einer Aufgabe, die ziemlich einseitig vom Nutzer die Anpassung an die vorgegebenen baulichen Gegebenheiten erfordert. Bauen vollzieht sich zumeist unter vorgegebenen, engen finanziell-ökonomischen Rahmenbedingungen und ist mehr an finanziellen Interessen und Zwängen sowie an bautechnischen Standards und Normen als an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Es ist also von einem Auseinanderklaffen von Planungsund Nutzungsperspektive auszugehen. Nach der Erstellung eines Gebäudes kümmern sich die Architekten und Erbauer nicht darum, wie die Nutzer mit dem erstellten Gebäude zurechtkommen („never look back“- Haltung bzw. „walk away“-System). Somit fehlt die Rückmeldung der Nutzungsinformation an die Planer/Erbauer. Die Folgen der fehlenden oder gestörten Kommunikation zwischen den Planern/Erbauern und den Nutzern sind Fehlplanungen. Post Occupancy Evaluation wirkt der gestörten Kommunikation zwischen Planern/Erbauern und Nutzern entgegen. Die Bewertung gebauter Umwelten nach ihrer Ingebrauchnahme unter Nutzergesichtspunkten gibt den Planern das nötige Feedback über die Wirkung des Setting22 auf die Nutzer. Es ermöglicht die notwendigen Voraussetzungen für Verbesserungen am jeweils evaluierten Setting oder beim Planen und Bauen ähnlicher Setting in der Zukunft.23 [...]
Ein weiterer zentraler Aspekt des Facility Management ist die Erhaltung bzw. Maximierung des Gebäudenutzens unter Berücksichtigung sich wandelnder betrieblicher Anforderungen. Durch konsequente Umsetzung des Facility Management-Ansatzes lassen sich der Nutzen der Immobilien erhöhen und der Aufwand reduzieren. Der Nutzen eines Gebäudes besteht darin, den Menschen, die darin leben und arbeiten, ein Höchstmaß an Schutz und Wohlbefinden zu geben, ihre Gesundheit zu bewahren und ihnen bestmögliche Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Der Aufwand eines Gebäudes ist sein Bedarf an Ressourcen. Hierzu zählt die Zeit für die Planung, die Errichtung, die Unterhaltung und die Werterhaltung. Weiterhin zählen dazu das Kapital für menschliche Arbeitskraft, die Natur für das Grundstück, Baustoffe sowie Energie.18 [...]
-7Inzwischen besteht also die Einsicht, daß nicht die Kosten der Planung und Errichtung einer Immobilie, sondern die Nutzungskosten über die Lebensdauer hinweg von entscheidender Bedeutung sind. Die ursprünglich relativ hohen Kosten der Errichtung – die direkten Investitionskosten der Facilities – sind weit geringer als die Summe der übrigen Kostenarten, wenn man den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Bei einer Gebäudenutzungsdauer von 40 bis 60 Jahren machen die Investitionskosten nur zwischen 25% und 10% der Lebensdauerbetriebskosten aus. Bei einem Objekt mit 50 Millionen DM Baukosten können die Betriebskosten demnach über die Lebensdauer hinweg bis zu 500 Millionen DM betragen. Nach sechs bis acht Jahren sind in der Regel ebenso hohe Kosten für den Unterhalt einer Immobilie angefallen wie für dessen Erstellung nötig waren.15 Das Facility Management umschließt die frühen Phasen der Planung und Konstruktion eines Gebäudes, dessen Erstellung, Inbetriebnahme und vor allem die Nutzungsphase genauso wie Umbau, Sanierung bis hin zu dem Abriss. Das Gebäudemanagement ist die Gesamtheit der technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Leistung von Gebäuden/Liegenschaften im Rahmen des Facility Management. Zweifellos ist das Gebäudemanagement, als Teilbereich des Facility Management, der umsatzmäßig größte Teil.16 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452865
Arbeit zitieren:
Pfeffer, Ilka Februar 2002: Der Post-Occupancy-Evaluation-Ansatz im Rahmen des Facility Management und sein Beitrag zur Gebäudeoptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Immobilien



